Ein Stück England auf dem iPad

Bestimmt hat jeder von euch schon mal von der BBC (British Broadcasting Corporation) gehört. Bereits seit 1922 verbreitet diese renommierte Rundfunkanstalt  Radio- und seit 1936 TV-Programme in Großbritannien und der ganzen Welt. Besonders beliebt sind die zahlreichen, qualitativ hochwertigen TV-Produktionen. Einige der BBC-Dokus sieht man auch oft in deutscher Übersetzung auf VOX und anderen TV-Sendern.

Zu den BBC-Programmen gehören jedoch nicht nur Wissenssendungen und Dokus sondern auch Serien wie Doctor Who, Little Britain, East Enders und viele mehr. Aus rechtlichen Gründen waren viele dieser Sendungen in der Originalfassung in Deutschland nicht über das Internet empfangbar und um die BBC-Programme über Satellit zu empfangen bedarf es oft einer übergroßen Satellitenschüssel.

Seit einigen Wochen ist dies, zumindest für alle iPad-Besitzer, anders. Mit der BBC iPlayer-App kann man sich viele dieser Serien nach Hause holen – genau dann, wenn man gerade Lust hat. Alle Inhalte stehen auf Abruf zur Verfügung, das bedeutet, man muss sich keine Gedanken über irgendwelche Sendezeiten machen und verpasst keine Folge seiner Lieblingssendung.

Ganz ohne Haken ist die ganze Sache natürlich nicht, denn die iPlayer-App kostet Geld. Hierbei ist zu beachten, dass es zwei verschiedene Anwendungen gibt:

  • iPlayer (UK) zum kostenlosen Empfang der Programme innerhalb des Vereinigten Königreichs
  • iPlayer (Global) zum Empfang der Programme in einigen europäischen Ländern (inkl. DE, AT, CH), teilweise gebührenpflichtig

Wie ihr seht, unterscheiden sich die Apps nicht nur innerhalb der Kosten, auch die Inhalte sind unterschiedlich. Die globale iPlayer-Version beinhaltet sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Inhalte. Kostenfrei sind meist Trailer, Episoden-Previews und kürzere Videos. Um in den kompletten Genuss aller Inhalte zu kommen, ist ein Abo notwendig. Dieses Abo kostet entweder ca. 7€ pro Monat oder 50€ im Jahr und wird direkt über den iTunes-Account verwaltet und kann jederzeit gekündigt werden. Im Vergleich zu deutschen Pay-TV-Angeboten wie z.B. Sky, das gerne mal bis zu 50€ im Monat kosten kann, halte ich das für eine sehr sinnvolle Alternative.

Um die einzelnen Sendungen und Folgen auf das iPad zu bekommen, kann man die Inhalte sowohl per Wifi als auch über eine 3G-Verbindung laden. Weiterhin ist es möglich, die Inhalte vorab auf das iPad zu laden und zu speichern, um diese erst später anzusehen. Über den HDMI-Adapter für das iPad ist es außerdem möglich, die einzelnen Inhalte direkt auf dem Fernseher anzuschauen. Airplay wird zurzeit leider nicht unterstützt – ob es noch kommt, weiß sicher nur die BBC selbst.

Mit der App kann man also nicht nur über den deutschen TV-Tellerrand hinüber sehen sondern auch seine Englischkenntnisse verbessern bzw. auffrischen. Ich nutze die App seit ungefähr einer Woche und kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich ein Abo lohnt. Sonst sehe ich kaum Fernsehen, durch den iPlayer hat sich das geändert.

Wer selbst noch skeptisch ist, kann einfach und komfortabel einen Monat für 7€ buchen. Wichtig ist nur, dass das Abo rechtzeitig über iTunes gekündigt wird, sonst verlängert es sich automatisch bei Ablauf.

Wie interessant sind Apps wie der iPlayer für euch? Wünscht ihr euch solche Angebote auch für andere TV-Sender und Länder? Sehr ihr allgemein viel oder wenig TV? Kommentare sind jederzeit willkommen!

Viele Grüße,
– Fabian.

Programmübersicht des BBC iPlayers nach Genre

Der BBC iPlayer

Erste Eindrücke zu iOS 5

Wie von vielen Quellen bereits erwartet, wurde auf der gestrigen WWDC 2011 die neuste Version von Apples neuem Betriebssystem für mobile Geräte iOS 5 angekündigt. Noch am selben Abend wurde die Beta-Version der im Herbst erscheinenden Version für Entwickler zur Verfügung gestellt.

Auch einige Funktionen meiner Wunschliste wurden mit der neuen Version eingeführt oder angepasst.

Für mich ist das Kernstück von iOS 5 das neue Benachrichtungssystem. Anstatt der bisherigen Benachrichtigungs-Popups werden jetzt kleine Felder am oberen Rand des Bildschirms eingeblendet ohne die gerade laufende Appplikaton zu unterbrechen. Im Menü „Benachrichtigungen“ kann man außerdem genauer einstellen, wie man von Apps benachrichtigt werden möchte.

Benachrichtigungen unter iOS 5

Benachrichtigungen unter iOS 5

Um die Benachrichtigungen anzusehen, kann man eine schicke Übersicht einblenden lassen, indem man mit dem Finger von der Statusleiste zur Bildschirmmitte wischt.

Besonders Benachrichtigungen von Twitter haben bei meinen ersten Tests gut funktioniert. Andere Applikationen habe ich noch nicht ausführlich getestet. Eine gute Sache ist übrigens auch, dass man sich die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm (Lock Screen) anschauen kann.

Auch auf meiner Wunschliste stand die Funktion, seine iOS-Geräte über WLAN zu synchronisieren. Laut Apple sollen sich die Geräte zukünftig jedes Mal mit iTunes verbinden, sobald man sie an eine Stromquelle anschließt. Außerdem sollen kabellose Softwareaktualisierungen (z.B. bei zukünftigen iOS-Versionen) möglich sein.

Weitere Veränderungen sind unter anderem ein verbessertes Handling von Tabs im Safari-Browser, einfache Formatierungsmöglichkeiten beim Schreiben von E-Mails, neue Multi-Touch-Gesten auf dem iPad und eine „Zeitungskiosk“-App. Über diese App kann man seine (über iOS gekauften) Zeitungsabos verwalten und die Zeitungen lesen. Neue Ausgaben sollen automatisch im Hintergrund runtergeladen werden, so dass man bei der nächsten Nutzung schnell darauf zugreifen kann.

Neu sind außerdem „iMessages“ (auf Deutsch einfach „Nachrichten“) und „Reminders“. Bei letzterer App handelt es sich um eine einfache To-Do-Liste. Mit ihr könnt ihr Listen anlegen und Erinnerungen, z.B. zu einer bestimmten Zeit oder an einem bestimmten Ort hinzufügen.

"Reminders" unter iOS 5 auf dem iPad

„Reminders“ unter iOS 5 auf dem iPad

iMessages ist im Gründe das, was heute Whatsapp oder andere Instant Messenger bieten. Ihr könnt euch darüber mit anderen iOS 5-Nutzern Textnachrichten, Bilder und Videos austauschen. Ich persönlich halte diese App für nicht besonders innovativ, da es genügend andere Applikationen wie diese gibt, die nicht nur auf das iOS-System beschränkt sind.

Für alle Social Networks Fans ist bestimmt auch die Integration von Twitter in iOS interessant. Mit iOS 5 könnt ihr direkt aus Anwendungen wie z.B. Safari oder Maps Tweets absenden ohne in die Twitter-App wechseln zu müssen. Auch Entwickler von anderen Anwendungen sollen so die Möglichkeit erhalten, Twitter direkt in ihre Apps zu integrieren.

Ich bin sehr gespannt, wie sich iOS weiterentwickelt und welche Änderungen es noch bis zur Vollversion geben wird. Bis zum Herbst wird es sicher auch mehr Details zum neuen Dienst iCloud geben, der MobileMe ablösen soll.

Jetzt seid ihr erstmal dran: Welche iOS-Funktionen interessieren euch am meisten? Nutzt ihr Beta-Versionen? Welche Funktionen vermisst ihr noch? Kommentare sind gern gesehen!

Viele Grüße,
Fabian

Eine Woche iPad – Mobile Office

Vor knapp einer Woche habe ich bereits über das neue iPad 2 berichtet und möchte nun an diesen Artikel anknüpfen. Nach etwas mehr Zeit mit dem Tablett-PC von Apple kann ich nun ein paar zusätzliche Eindrücke dazu aufschreiben.

Heute möchte ich auf das Thema „Mobile Office“ eingehen. Darunter verstehe ich es, unterwegs über das iPad Textdokumente, Präsentationen und Tabellen zu erstellen. In den vergangenen Tagen habe ich mich ausschließlich mit der Textverarbeitung beschäftigt. So ist es vor allem bei Besprechungen praktisch, keine Notizblöcke mitzunehmen und man kann seine Mitschriften anschließend gleich an die anderen Teilnehmer per Mail schicken.

Getestet habe ich dazu die App „Quickoffice“ beziehungsweise die „Quickoffice Connect Mobile Suite for iPad“ für ca. 12€ im AppStore. Das Programm enthält Editoren zum Erstellen von Word- und Excel-Dokumenten (jeweils doc, docx, xls, xlsx) und Powerpoint-Dokumenten (nur ppt). Man kann sich außerdem PDF-Dateien anzeigen aber nicht bearbeiten. Bei großen PDF-Dokumenten mit vielen Grafiken kommt der PDF-Betrachter jedoch schnell an seine Grenzen. Zum reinen Betrachten von PDFs bevorzuge ich daher „GoodReader„, da ich die Dateien dort gleichzeitig mit Kommentare und Notizen versehen kann.

Weiterhin ist es möglich, zahlreiche Dienste wie die iDisk, Dropbox und Google Docs einzubinden um Dokumente runter- und hochzuladen. Quickoffice selbst benutzt jedoch auch eine lokale Dateiverwaltung mit mehreren Ordnern die man derzeit nicht automatisch mit einem Webdienst wie der iDisk synchronisieren kann. So eine Funktion wäre durchaus wünschenswert.

Speziell im Textverarbeitungsmodus gibt es die wichtigsten Möglichkeiten um seine Dokumente zu gestalten. Man kann zwischen sieben Schriftarten, sechzehn Farben und den drei Formatierungsmöglichkeiten „fett“, „kursiv“ und „unterstrichen“ wählen. Man hat außerdem die Möglichkeit Listen zu erstellen und Absätze linksbündig, rechtsbündig und zentriert auszurichten. Formatvorlagen oder eine Möglichkeit eigene Farben zu definieren fehlen jedoch komplett. Außerdem gibt es keine Dokumentenvorlagen, man startet also immer mit einem komplett weißen Dokument ohne irgendwelche vordefinierten Stile.

Sobald man sein fertiges Dokument erstellt hat, bietet Quickoffice die Möglichkeit, das Dokument auch als PDF zu speichern oder über AirPrint-fähige Drucker zu drucken. Fertige Dateien kann man außerdem per E-Mail versenden. Was mir negativ aufgefallen ist, ist jedoch, dass man immer nur eine Datei per Mail versenden kann. Gerade bei mehreren Dokumenten ist das äußerst ungünstig. Als Workaround habe ich diese Dokumente erst auf die iDisk geladen, mit „GoodReader“ als ZIP-Archiv gepackt und dann von dort per Mail verschickt.

Für einfache Dokumente ohne spezielle Gestaltungselemente wie Gesprächsnotizen oder andere Mitschriften reicht das Programm also vollkommen aus. Wenn man umfangreichere Dokumente erstellen will, wird man allerdings nicht um eine Nachbearbeitung am PC kommen.

Sicherlich gibt es andere Programme auf dem iPad wie „Pages“, „Keynote“ und „Numbers“ von Apple, die erweiterte Funktionen anbieten jedoch auch deutlich teurer sind. Mit „Quickoffice“ bekomme ich drei Editoren mit ein paar weniger Funktionen und zahle nur die Hälfte vom Preis aller drei Apple-Programme.

Allgemein lerne ich das iPad wirklich zu schätzen. Gerade jetzt bei unserer Schulung wo keine internetfähigen Computer zur Verfügung stehen, ist es sehr praktisch, bei Unklarheiten zu Themen direkt auf die entsprechenden Websites zu gehen und um Informationen direkt an Kollegen weiterzuleiten. Außerdem ist es mir möglich, sämtliche Schulungsunterlagen auf dem iPad mitzunehmen ohne sie auszudrucken. So wurden einige hundert Seiten Papier und eine Menge Toner gespart.

Derzeit habe ich nur noch einige Probleme mit der Tastatur. An die Tastatur auf dem iPhone konnte ich mich damals relativ schnell gewöhnen, beim iPad scheint es allerdings etwas länger zu dauern. Ich bin mir jedoch sicher, dass mir dies bei längerer Benutzung genau so in Fleisch und Blut übergehen wird 🙂

Benutzt ihr eine App zum Erstellen von Dokumenten auf dem iPad? Wie zufrieden seit ihr? Wie hilft euch euer iPad im Beruf und unterwegs? — Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian

Neuer Job, neue Herausforderung

Heute ist der erste März. Heute hieß es auch für mich, einen neuen Schritt zu machen. Nachdem ich einige Zeit lang im IT-Support gearbeitet habe, wurde es für mich Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen – heute war es dann soweit: der erste Tag im neuen Unternehmen.

Meinen neue Aufgabe besteht weiterhin darin, (Groß-)Kunden im IT-Bereich zu betreuen. Anders als bei meinem Job im Support betrifft es aber Kunden aus Deutschland und ich bin nicht mehr für das Lösen von Hard- und Softwareproblemen verantwortlich. Vielmehr geht es darum, dem Kunden unterschiedliche Produkte / Softwarelizenzen großer Hersteller wie Microsoft anzubieten und um zu erkennen, welches IT-Equipment dem Kunden fehlt um die IT seines Unternehmens auf einem neuen und sicherem Stand zu halten.

Der Bereich „Vertrieb“ ist komplett neu für mich, ich glaube allerdings fest daran, dass ich mich in diesem Gebiet viel breiter entfalten kann als z.B. im Support oder in der Programmierung. Ein weiterer Vorteil liegt natürlich auch daran, dass meine neue Arbeitsstelle viel näher an meinem derzeitigen Zuhause liegt und endlich die Nacht- und Spätschichten wegfallen.

In den nächsten Monaten geht es nun erstmal mit Schulungen und Workshops weiter, die meine Kollegen und mich optimal auf unsere neue Aufgabe vorbereiten sollen.

Ich freue mich schon sehr darauf und werde, falls es sich anbietet, natürlich hier berichten.

Viele Grüße,
– Fabian

Instagram – Deine Bilder gehören nicht nur dir

Bilder mit dem iPhone aufnehmen, ein paar schöne Filter anwenden und die Bilder mit deinen Freunden teilen?  Mit der Instagram-App für das iPhone ist das möglich – sogar kostenlos. Seit einiger Zeit kann man diese App schon im Apple Appstore runterladen und sie wird immer beliebter.

Viele Nutzer wissen aber nicht, dass man die aufgenommenen und hochgeladenen Bilder automatisch Burbn Inc., dem Unternehmen hinter Instagram zur Verfügung stellt. Mit jedem Foto das man über Instagram hochlädt und für die Öffentlichkeit freigibt, gewährt man Instagram die Rechte, jedes Foto weltweit zu nutzen, zu verändern, zu löschen, zu reproduzieren und über sämtliche Medien öffentlich zu zeigen. Ausgenommen sind Bilder, die man als „privat“ markiert und auf Instagram lädt.

Immerhin, Instagram beansprucht keine Eigentums- und Exklusivrechte an den Foto – ich möchte jedoch trotzdem selbst entscheiden, wer meine Fotos in welchem Umfang wie nutzen darf. Lustig würde ich es nicht finden, wenn meine Aufnahmen später irgendwann auf T-Shirts oder in Werbeanzeigen zu finden sind.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist jedoch, das man diese Bedingungen nicht vor der Registrierung einsehen kann. Erst nachdem man sich die App runtergeladen hat und sich registriert hat, kann man die Bedingungen unter „Profile“ -> „About“ -> „Terms of Service“ nachlesen. Auch auf der Instagram-Website am Computer fehlt jeder Hinweis zu den Bedingungen. Über das iPhone habe ich jedoch den Direktlink zu den besagten Bedingungen gefunden. Nachlesen kann man diese hier: http://instagr.am/legal/terms/

Würdet ihr so einem Service eure Bilder anvertrauen? Nutzt ihr Instagram oder vergleichbare Services? Wie ist eure Meinung zu solchen Nutzungbedingungen? Kommentare machen glücklich – also schreibe auch du einen!

Viele fotografierende Grüße,
– Fabian

Pixelmator: Kreise und Rechtecke zeichnen

Vor einigen Tagen habe ich Pixelmator entdeckt. Pixelmator ist ein Shareware-Programm um Bilder und Grafiken auf dem Mac zu bearbeiten. Besonders interessant ist die Anwendung vermutlich für die Nutzer, deren Wünsche in den vielen Freeware-Anwendungen nicht abgedeckt werden, Photoshop jedoch viel zu teuer ist.

Mir gefällt vor allem die einfache Bedienung und die Übersichtlichkeit des Programms. Man wird am Anfang nicht mit tausenden Paletten, Fenstern und Einstellungsmöglichkeiten erschlagen. Alles ist übersichtlich in Menüs untergebracht und nichts wirkt überladen. Auch die Werkzeugleiste ist relativ einfach gehalten.

Die Werkzeugleiste ist auch mein Schlagwort für den heutigen Artikel. Wie euch vielleicht aufgefallen ist, gibt es keine wirkliche Option um Formen wie Rechtecke und Kreise zu erstellen. Gerade für Anfänger oder Umsteiger auf Pixelmator ist dieser Punkt etwas verwirrend.

Ich möchte euch deshalb kurz zeigen, wie ihr mit ein paar Klicks Rechtecke und Kreise erstellen könnt.

Öffnet zuerst ein neues Bild oder das Bild, das ihr bearbeiten möchtet. Öffnet danach über „Darstellung -> Werkzeug-Optionen“ das Optionsmenü für Werkzeuge (alternativ geht das auch über Tastenkombination cmd+2).

Klickt nun auf das Auswahlwerkzeug (Tastenkombination m) und wählt in den Werkzeug-Optionen aus, ob ihr Kreise oder Rechtecke erstellen möchtet. Jetzt zieht ihr die gewünschte Form einfach auf der entsprechende Stelle eurer Grafik. Ihr seht jetzt einen dünnen, gestrichelten Rahmen.

Der letzte Schritt ist es nun,  eine Kontur bzw. eine Füllung hinzuzufügen. Für eine Kontur (Umrandung) wählt ihr „Bearbeiten -> Kontur“ (Tastenkombination Shift+cmd+O) aus, für eine Füllung „Bearbeiten -> Füllung“ (Tastenkombination alt+cmd+F). Um eure Form mit einem Farbverlauf zu füllen, müsst ihr jedoch das Farbverlaufwerkzeug benutzen, im Menü „Füllung“ könnt ihr nur eine einzelne Füllfarbe festlegen.

Wenn ihr Pixelmator testen möchtet, könnt ihr euch auf der offiziellen Website eine Testversion runterladen. Eine Lizenz für unbegrenzte Nutzung kostet momentan rund 45 Euro.

Welche Grafikbearbeitungssoftware verwendet ihr auf dem Mac? Seid ihr mit eurem Grafikprogramm zufrieden? Kennt ihr weitere Pixelmator-“Tricks“?

¡Hasta la vista!
– Fabian

Kunden vergraulen leicht gemacht

Ich hatte heute wieder ein Erlebnis der besonderen Art mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (auch LVB genannt). Aufgefallen sind die LVB schon letztens, durch ihre ziemlich, meiner Meinung nach rückschrittliche, neue Website. Außerdem wurde die Handyanwendung „easy.Go“ veröffentlich. Es ist eine Anwendung, bei der man z.B. den Fahrplan abfragen, Onlinetickets kaufen und sich den Liniennetzplan ansehen kann. So weit, so gut. Funktionieren muss das Ganze schließlich auch noch.

Wie immer stand ich, unschuldig wie immer :D, an der Bushaltestelle und hab auf den 82er Bus in Richtung BMW-Werk gewartet, der dort seine Nummer in 84 ändert und bis zum Bahnhof Messe weiterfährt. Wie gesagt, ich stand da, aber ein Bus war nicht in Sicht.

Ich wollte natürlich besonders schlau sein, und hab deshalb „easy.Go“ auf meinem Handy aufgerufen um zu sehen, wo der Bus denn bleibt. Das nette Programm zeigte mir als Abfahrtszeit „ca. 08:12“ an. Okay… 6 Minuten Verspätung, kann durchaus mal vorkommen – nicht so schlimm. Das Problem war allerdings, dass um 08:12 natürlich kein Bus kam. Wieder „easy.Go“ geöffnet und „OHA!“ jetzt stand die Abfahrtszeit bei „ca. 08:22“. In der Zeit kam dann schon der Bus in die Gegenrichtung. Der Fahrer wusste natürlich nicht, was mit dem anderen Bus passiert ist, und fuhr weiter. Vom Bus zum BMW-Werk fehlte jedoch weiterhin jede Spur. „easy.Go“ spuckte nun als Abfahrtszeit „ca. 08:30“ auf mein Display. Kurz vorher kam ein Bus! Ich dachte, jetzt endlich wird er es sein. Pustekuchen! Es kam die 82E, die Endstation hatte, um später wieder zurück zu fahren – allerdings nicht zum BMW-Werk.

Auch dieser Fahrer wusste nicht, wo denn der andere Bus bleibt und machte gleich eine Anspielung im Sinne von „Na, der wird bestimmt nicht mehr kommen.“ Recht hatte er. Nachdem um „ca. 08:30“ immer noch kein Bus kam, hat sich die Abfahrtszeit schnell und unauffällig auf „ca. 08:38“ und dann auf „ca. 08:46“ geändert. So lange wollte ich natürlich nicht mehr warten, und bin mit dem Bus in die andere Richtung gefahren.

Der Bus, der dann um „ca. 08:46“ bei mir abfahren sollte, ist natürlich nicht erschienen. Theoretisch hätte er mir ja entgegenkommen müssen, das war aber nicht der Fall. Ich war neugierig und hab noch mal den Versuch mit „easy.Go“ gewagt… auf einmal war der Bus weg, und es stand „09:06“ als Abfahrtszeit. Schön. Dumm nur, dass der nächste planmäßige Bus zum BMW-Werk sowieso um 09:06 gefahren wäre.

Das Messegelände habe ich dann um ca. 09:20, also ungefähr 50 Minuten später als eigentlich geplant, und durch „nur“ dreimaliges Umsteigen erreicht. Mit dem anderen Bus hätte ich direkt fahren können.

Ich finde, es ist mal wieder eine super Aktion, die geplante Abfahrtszeit immer weiter rauszuschieben um sie dann einfach wegzunehmen und so zu tun, als wär gar nichts gewesen. Vielleicht sollte man den Verkehrsbetrieben vorschlagen, das Programm in „easy.Wait“ umzubenennen. Das hätte in meinem Fall heute deutlich mehr gebracht.

Mit der Zeit habe ich mich auch gefragt, ob vielleicht zufällig „Verstehen Sie Spaß?“ an meiner Bushaltestelle gedreht wurde… es ist echt keine Glanzleistung, die da heute geleistet wurde und ich hoffe, morgen fährt wieder ein Bus.

Vielen Dank an die Verkehrsbetriebe für den entspannten Vormittag an der Bushaltestelle und die dadurch verlorene Zeit. Wir haben ja sowieso alle genug davon.

Softwareumstellung im Leipziger Hauptbahnhof

Es ist mal wieder an der Zeit. Die Bahn stellt wieder mal die Software des elektronischen Stellwerks in Leipzig um. Dadurch ergibt sich eine Sperrung der Westseite des Leipziger Hauptbahnhofs bis zur Nacht von Sonntag auf Montag. In dieser Zeit gibt es zahlreiche Veränderungen bei den Zugverbindungen in der Leipziger Region. Auch die Fernverkehrsverbindungen in Richtung Berlin, Dresden, Frankfurt und München sind in der Zeit von Samstag nachmittag bis Montag um 4:30 beeinträchtigt.

Die Züge, die normalerweise bis Leipzig Hbf. fahren werden dann an anderen Bahnhöfen in Leipzig enden, von denen Schienenersatzverkehr zum Hauptbahnhof und somit ins Stadtzentrum besteht. Endpunkte während dieser Softwareumstellung werden zum Beispiel Leipzig Messe, Leipzig Thekla und Leipzig Leutzsch sein. Die Fernverkehrszüge werden wohl über Halle (Saale) umgeleitet und aus Richtung Berlin gibt es Ersatzverkehr ab Bitterfeld. Einige andere Züge fahren aber auch mit Umleitung (und damit 60 Minuten längerer Fahrzeit) direkt bis nach Leipzig.

Eine weitere Umstellung gibt es auch auf der Strecke Hoyerswerda/Cottbus <> Taucha <> Leipzig. Wegen Bauarbeiten werden dort die Züge bis zum Herbst umgeleitet. Anstatt der direkten Verbindung von Taucha nach Leipzig (Fahrzeit ca. 20 Minuten) werden die Züge über Leipzig Messe oder Leipzig Engelsdorf umgeleitet. Die RE-Züge aus Cottbus enden in dieser Zeit in Leipzig Thekla, dort geht es dann mit Bussen weiter zum Hauptbahnhof. Betroffen davon sind die Linien MRB 115, RE 10 und RE 11.

Wenn es die Möglichkeit gibt, mit der Straßenbahn (z.B. aus Taucha) oder mit dem Bus (z.B. aus Eilenburg) nach Leipzig zu fahren, sollte man dies also eher in Betracht ziehen, als wenn man den Zug nimmt und über die Umleitungsstrecke fahren wird.

An der Grafik habe ich ungefähr versucht, die normale Strecke sowie die Umleitungsstrecke darzustellen. Quelle der Karte  ist Google Maps.

Umleitung zwischen Taucha und Leipzig Hbf. bis voraussichtlich September 2010.

Ich hoffe, der eingeplante Bauplan wird auch eingehalten. Bisher habe ich die schnelle Verbindung zwischen Taucha und Leipzig immer gern verwendet aber in Zukunft lohnt es sich nicht mehr, extra 15 Minuten zum Bahnhof zu laufen um dann noch fast eine halbe Stunde zu fahren. Zum Bus laufe ich 4 Minuten und bin auch in einer halben Stunde im Stadtzentrum 😉

Hier gibt es noch ein paar Hinweise und den geänderten Fahrplan während der Softwareumstellung im Hauptbahnhof:

– Hinweisplakat zur Softwareumstellung
– Fahrplan und Lagepläne der SEV-Bahnhöfe während der Umstellung

(beide Links verlinken auf PDF-Dokumente bei bahn.de)

Seid ihr auch von der Softwareumstellung im Leipziger Hauptbahnhof betroffen? Müsst ihr den Schienenersatzverkehr nutzen? Was habt ihr für Erfahrungen bei Baumaßnahmen der Bahn?

Bis bald und viele Grüße,
– Fabi

PS.: Der nächste Artikel wird dann sicherlich nicht wieder von der Bahn handeln 😉