Kunden vergraulen leicht gemacht

Ich hatte heute wieder ein Erlebnis der besonderen Art mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (auch LVB genannt). Aufgefallen sind die LVB schon letztens, durch ihre ziemlich, meiner Meinung nach rückschrittliche, neue Website. Außerdem wurde die Handyanwendung „easy.Go“ veröffentlich. Es ist eine Anwendung, bei der man z.B. den Fahrplan abfragen, Onlinetickets kaufen und sich den Liniennetzplan ansehen kann. So weit, so gut. Funktionieren muss das Ganze schließlich auch noch.

Wie immer stand ich, unschuldig wie immer :D, an der Bushaltestelle und hab auf den 82er Bus in Richtung BMW-Werk gewartet, der dort seine Nummer in 84 ändert und bis zum Bahnhof Messe weiterfährt. Wie gesagt, ich stand da, aber ein Bus war nicht in Sicht.

Ich wollte natürlich besonders schlau sein, und hab deshalb „easy.Go“ auf meinem Handy aufgerufen um zu sehen, wo der Bus denn bleibt. Das nette Programm zeigte mir als Abfahrtszeit „ca. 08:12“ an. Okay… 6 Minuten Verspätung, kann durchaus mal vorkommen – nicht so schlimm. Das Problem war allerdings, dass um 08:12 natürlich kein Bus kam. Wieder „easy.Go“ geöffnet und „OHA!“ jetzt stand die Abfahrtszeit bei „ca. 08:22“. In der Zeit kam dann schon der Bus in die Gegenrichtung. Der Fahrer wusste natürlich nicht, was mit dem anderen Bus passiert ist, und fuhr weiter. Vom Bus zum BMW-Werk fehlte jedoch weiterhin jede Spur. „easy.Go“ spuckte nun als Abfahrtszeit „ca. 08:30“ auf mein Display. Kurz vorher kam ein Bus! Ich dachte, jetzt endlich wird er es sein. Pustekuchen! Es kam die 82E, die Endstation hatte, um später wieder zurück zu fahren – allerdings nicht zum BMW-Werk.

Auch dieser Fahrer wusste nicht, wo denn der andere Bus bleibt und machte gleich eine Anspielung im Sinne von „Na, der wird bestimmt nicht mehr kommen.“ Recht hatte er. Nachdem um „ca. 08:30“ immer noch kein Bus kam, hat sich die Abfahrtszeit schnell und unauffällig auf „ca. 08:38“ und dann auf „ca. 08:46“ geändert. So lange wollte ich natürlich nicht mehr warten, und bin mit dem Bus in die andere Richtung gefahren.

Der Bus, der dann um „ca. 08:46“ bei mir abfahren sollte, ist natürlich nicht erschienen. Theoretisch hätte er mir ja entgegenkommen müssen, das war aber nicht der Fall. Ich war neugierig und hab noch mal den Versuch mit „easy.Go“ gewagt… auf einmal war der Bus weg, und es stand „09:06“ als Abfahrtszeit. Schön. Dumm nur, dass der nächste planmäßige Bus zum BMW-Werk sowieso um 09:06 gefahren wäre.

Das Messegelände habe ich dann um ca. 09:20, also ungefähr 50 Minuten später als eigentlich geplant, und durch „nur“ dreimaliges Umsteigen erreicht. Mit dem anderen Bus hätte ich direkt fahren können.

Ich finde, es ist mal wieder eine super Aktion, die geplante Abfahrtszeit immer weiter rauszuschieben um sie dann einfach wegzunehmen und so zu tun, als wär gar nichts gewesen. Vielleicht sollte man den Verkehrsbetrieben vorschlagen, das Programm in „easy.Wait“ umzubenennen. Das hätte in meinem Fall heute deutlich mehr gebracht.

Mit der Zeit habe ich mich auch gefragt, ob vielleicht zufällig „Verstehen Sie Spaß?“ an meiner Bushaltestelle gedreht wurde… es ist echt keine Glanzleistung, die da heute geleistet wurde und ich hoffe, morgen fährt wieder ein Bus.

Vielen Dank an die Verkehrsbetriebe für den entspannten Vormittag an der Bushaltestelle und die dadurch verlorene Zeit. Wir haben ja sowieso alle genug davon.

DB Fernverkehr in Leipzig II

Ich habe ja bereits berichtet, dass die Deutsche Bahn ab Herbst den ICE-Fernverkehr in Leipzig einschränken möchte.
Dies kam bei den Leipzigern natürlich nicht gut und und diverse Geschäftsleute, Bundestagsabgeordnete und andere Politiker haben sich in einem Brief an den Bahnvorstand über die geplanten Einschränkungen beschwert.

Die Leipziger Volkszeitung berichtete vor ein paar Tagen dann, dass Bahnvorstand Grube dem Freistaat Sachsen entgegenkommt. So soll die Strecke Leipzig <> Berlin weiterhin im Stundentakt bedient werden. Grube sprach sogar davon, dass der Stundentakt garantiert werde, auch wenn noch nicht alle ICE-Züge wieder einsatzfähig sind. Vermutlich werden dann, wie schon einmal, IC-Ersatzzüge eingesetzt.

Auf der Strecke Dresden <> Leipzig <> Frankfurt soll dann im 40/80 Minuten-Takt gefahren werden. Das bedeutet, dass z.B. Züge um 11:00, 11:40 und die nächsten Züge dann um 13:00 und 13:40 fahren.

Jedoch frage ich mich, was es nun mit den sogenannten „Technikproblemen“ aufsich hat. Gibt es nun doch keine mehr, wenn stündlich zwischen Leipzig und Berlin gefahren wird oder woher kommen die zusätzlichen Züge, die eigentlich nicht zur Verfügung stehen würden? Hat es in letzter Zeit ICE’s geregnet?

Ich hoffe sehr, dass es sich bei Grubes Aussage auch tatsächlich um die Wahrheit handelt und es nicht nur zur Beruhigung der Menschen schnell dahergesagt wurde.

Natürlich werde ich weiter am Thema dranbleiben und darüber berichten 🙂

Viele Grüße und Frohe Ostern,
– Fabi

Softwareumstellung im Leipziger Hauptbahnhof

Es ist mal wieder an der Zeit. Die Bahn stellt wieder mal die Software des elektronischen Stellwerks in Leipzig um. Dadurch ergibt sich eine Sperrung der Westseite des Leipziger Hauptbahnhofs bis zur Nacht von Sonntag auf Montag. In dieser Zeit gibt es zahlreiche Veränderungen bei den Zugverbindungen in der Leipziger Region. Auch die Fernverkehrsverbindungen in Richtung Berlin, Dresden, Frankfurt und München sind in der Zeit von Samstag nachmittag bis Montag um 4:30 beeinträchtigt.

Die Züge, die normalerweise bis Leipzig Hbf. fahren werden dann an anderen Bahnhöfen in Leipzig enden, von denen Schienenersatzverkehr zum Hauptbahnhof und somit ins Stadtzentrum besteht. Endpunkte während dieser Softwareumstellung werden zum Beispiel Leipzig Messe, Leipzig Thekla und Leipzig Leutzsch sein. Die Fernverkehrszüge werden wohl über Halle (Saale) umgeleitet und aus Richtung Berlin gibt es Ersatzverkehr ab Bitterfeld. Einige andere Züge fahren aber auch mit Umleitung (und damit 60 Minuten längerer Fahrzeit) direkt bis nach Leipzig.

Eine weitere Umstellung gibt es auch auf der Strecke Hoyerswerda/Cottbus <> Taucha <> Leipzig. Wegen Bauarbeiten werden dort die Züge bis zum Herbst umgeleitet. Anstatt der direkten Verbindung von Taucha nach Leipzig (Fahrzeit ca. 20 Minuten) werden die Züge über Leipzig Messe oder Leipzig Engelsdorf umgeleitet. Die RE-Züge aus Cottbus enden in dieser Zeit in Leipzig Thekla, dort geht es dann mit Bussen weiter zum Hauptbahnhof. Betroffen davon sind die Linien MRB 115, RE 10 und RE 11.

Wenn es die Möglichkeit gibt, mit der Straßenbahn (z.B. aus Taucha) oder mit dem Bus (z.B. aus Eilenburg) nach Leipzig zu fahren, sollte man dies also eher in Betracht ziehen, als wenn man den Zug nimmt und über die Umleitungsstrecke fahren wird.

An der Grafik habe ich ungefähr versucht, die normale Strecke sowie die Umleitungsstrecke darzustellen. Quelle der Karte  ist Google Maps.

Umleitung zwischen Taucha und Leipzig Hbf. bis voraussichtlich September 2010.

Ich hoffe, der eingeplante Bauplan wird auch eingehalten. Bisher habe ich die schnelle Verbindung zwischen Taucha und Leipzig immer gern verwendet aber in Zukunft lohnt es sich nicht mehr, extra 15 Minuten zum Bahnhof zu laufen um dann noch fast eine halbe Stunde zu fahren. Zum Bus laufe ich 4 Minuten und bin auch in einer halben Stunde im Stadtzentrum 😉

Hier gibt es noch ein paar Hinweise und den geänderten Fahrplan während der Softwareumstellung im Hauptbahnhof:

– Hinweisplakat zur Softwareumstellung
– Fahrplan und Lagepläne der SEV-Bahnhöfe während der Umstellung

(beide Links verlinken auf PDF-Dokumente bei bahn.de)

Seid ihr auch von der Softwareumstellung im Leipziger Hauptbahnhof betroffen? Müsst ihr den Schienenersatzverkehr nutzen? Was habt ihr für Erfahrungen bei Baumaßnahmen der Bahn?

Bis bald und viele Grüße,
– Fabi

PS.: Der nächste Artikel wird dann sicherlich nicht wieder von der Bahn handeln 😉

DB will Fernverkehr in Leipzig einschränken

Top-Thema des Tages bei vielen Leipzigern ist ein Bericht der Leipziger Volkszeitung, in dem es um den Winterfahrplan der DB geht. Angeblich plane die Bahn, den Fernverkehr über Leipzig massiv einzuschränken.

Unter anderem wird die Strecke Berlin <> Leipzig <> München aufgeteilt. Der bisherige Stundentakt auf dieser Verbindung wird abgelöst und die Verbindung soll nur noch im 2-Stunden-Takt bedient werden. Desweiteren fahren diese Züge ab Nürnberg nicht mehr über die Schnellfahrstrecke und Ingolstadt sondern über eine langsamere Strecke und über Augsburg. Zwischen Berlin und München wird es jedoch weiterhin einen Stundentakt geben: zum einen wie bisher über Leipzig und zum anderen über Halle (Saale). Wahrscheinlich werden sich dann also die Züge Berlin <> München abwechseln und entweder über Leipzig (und die langsamere Strecke über Augsburg) oder über Halle (Saale) und die Schnellfahrstrecke über Ingolstadt fahren. Die Züge über Halle (Saale) sind somit gleich rund 50 Minuten schneller als die Züge über Leipzig.

Das ist vielleicht noch das kleinste Problem aber vor allem Berufspendler zwischen Leipzig und Berlin werden ganz schöne Probleme bekommen. Es ist noch nicht lange her, als die neue Verbindung „Leipzig <> Berlin“ ganz groß beworben wurde „Nur eine Stunde und 15 Minuten Fahrt von Leipzig nach Berlin Südkreuz“ hieß es damals. Wenn der Takt jetzt jedoch von 60 auf 120 Minuten geändert wird, werden sich sicherlich immer mehr Menschen überlegen doch lieber mit dem Auto nach Berlin zu fahren.

Außerdem sind Einschnitte auf der Strecke Dresden <> Leipzig <> Erfurt <> Frankfurt (<> Wiesbaden) geplant. Statt dem bisherigen Stundentakt werden die Züge ab Dezember in einem wechselnden 40 / 80 Minuten-Takt fahren. Soll heißen: der erste Zug fährt z.B. um 09:00 ab, der nächste Zug um 09:40, der übernächste Zug dann erst wieder um 11:00. Die Halte in Riesa, Dresden-Neustadt, Weimar und Eisenach werden außerdem nur noch alle 2 Stunden bedient. Wer einmal, vor allem an Freitagen und Sonntagen auf dieser Strecke gefahren ist, wird feststellen, dass die Züge dann schon immer sehr voll sind und man teilweise nur noch auf dem Boden Platz bekommen hat.

Begründet wird diese ganze Maßnahme durch den höheren Wartungsbedarf und die Technikprobleme der Bahn. Okay, von mir aus muss nicht jede 60 Minuten ein ICE nach Berlin fahren, aber dann könnte man wenigstens einen IC-Zug einsetzen und so trotzdem einen 60-Minuten-Takt auf der Verbindung nach Berlin einrichten.

Ich denke eher, dass es ganz andere Gründe hat. Ein ein paar Jahren wird die neue Schnellfahrstrecke von Berlin über Erfurt nach Nürnberg fertig. Sicher will die Bahn jetzt schon versuchen die Leute daran zu gewöhnen, dass diese neue Strecke prinzipiell über Halle (Saale) geführt werden soll. Damit dann der Aufschrei bei Eröffnung der Strecke nicht all zu groß wird, probiert die Bahn nun schon ab Dezember etwas aus.

Das aber „Technikprobleme“ zu Lasten des Fernverkehrs eines ganzen Bundeslandes gehen, kann ich bei weitem nicht verstehen. Schon allein wenn man Leipzig mit seinen 515.500 Einwohnern (Quelle: Wikipedia) und Halle (Saale) mit knapp der Hälfte der Einwohner gegenüberstellt sollte man erkennen können, welche Stadt den größeren Bedarf an Fernverkehrsverbindungen hat. Durch diese Maßnahme wird ebenfalls der Regionalverkehr in Sachsen beeinträchtigt da so etliche Zubringerzüge fehlen.

Ich hoffe, die Bahn überlegt sich diesen Schritt noch genau und entscheidet sich für eine Lösung für Leipzig, Sachsen und natürlich vielen Fahrgästen auf den Strecken von Leipzig nach Berlin, Dresden und Frankfurt. Sicherlich werden dann noch mehr Menschen überlegen das Flugzeug nach Frankfurt und München zu nehmen. Dort hat man seinen Sitzplatz garantiert ohne Aufpreis und mit etwas Glück zahlt man auch noch weniger als mit der Bahn. Was nützt der Bahn eine neue, tolle Schnellfahrstrecke ohne Fahrgäste in den Zügen?

Falls es nicht dazu kommen sollte, hoffe ich, dass Privatbahnen und Züge wie der Interconnex das Potential der Strecke nach Berlin erkennen und öfter Züge anbieten werden. Schon jetzt besteht eine gute Nachfrage um für ca. 20€ in nur 90 Minuten von Leipzig direkt zum Potsdamer Platz oder zum Berliner Hauptbahnhof zu fahren.

Wie steht ihr zum neuen Fahrplanentwurf der Bahn und was haltet ihr von der Bahn allgemein? Findet ihr, dass Privatbahnen der DB noch stärker Konkurrenz machen müssen? Denkt ihr wirklich, dass Technikprobleme der Grund für diese Maßnahme sind? – Ich freue mich auf eure Kommentare.

Viele Grüße von Fabi, der bald zum Asia-all-you-can-eat-Buffet gehen wird 😉

Es geht bergab: Schulbildung

Heute abend habe ich meine Mutter zum Elternabend der Klasse meiner Schwester begleitet und ich muss sagen… es wird immer schlimmer mit der Bildung hier – zumindest wenn man sich das Gymnasium meiner Schwester anschaut.

Zuerst gab es einen Vortrag der Polizei zum Thema Drogen mit Schwerpunkt Haschisch und Herion. Okay, es war sehr interessant zu hören wie viele Drogentote es in Leipzig und Deutschland gab und es ist auch gut zu wissen, in welchen Gegenden sich hier die meisten Dealer / Junkies rumtreiben aber eine Sache hat mich mal wieder geschockt: laut den Zahlen der Polizei gab es in Leipzig im letzten Jahr mehr als 5 Kinder unter 14, die im Krankenhaus wegen übermäßigem Alkoholkonsum behandelt wurden. Bin ich einfach zu altmodisch oder ist es mittlerweile „normal“ wenn man sich schon in der siebten Klasse die Bierpulle nach der Schule auf macht? Ich glaube, als ich in diesem Alter war, war Alkohol tabu und nur für Erwachsene – ich hätte gar nicht daran gedacht auch nur einen Schluck davon zu trinken. Weiterhin ging es darum, dass schon letztes Jahr (also damals, als meine Schwester in der 6. Klasse war) von einigen aus der Klasse geraucht wurde. Mit 12 – rauchen!? Wenn das so weiter geht, lernen das die Kinder in 20 Jahren im Kindergarten. Ich will gar nicht daran denken.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil des Artikels. Nach dem Vortrag der Polizistin sind die einzelnen Klassenlehrer mit den Eltern in die Klassenzimmer gegangen wo allgemeine Dinge geklärt wurden. Unter anderem ging es um Klassenfahrten. Leider hat der Freistaat Sachsen momentan nicht gerade viel Geld und spart deshalb an erster Stelle mit Bildung und Wissenschaft. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass die Kinder nicht mehr zur Klassenfahrt fahren können, weil den Lehrern kein Abwesenheitsgeld gezahlt werden kann. Selbst wenn diese schriftlich darauf verzichten würden, würde eine Fahrt nicht genehmigt werden. Der Grund: die Lehrer könnten so gemein sein, und sich die paar Euro pro Tag hinterher gerichtlich einklagen. Wenn die Klasse Glück hat, würde die nächste Fahrt wohl wahrscheinlich in der 10. Klasse stattfinden. Falls das nicht klappt, dann noch die Fahrt in der Sekundarstufe II. Wie gesagt… momentan ist meiner Schwester in der siebten Klasse. Ich habe früher zwar auch keine Klassenfahrten gemocht aber sie dienen letztendlich dazu, die Klasse näher zusammenzubringen, das die Lehrer ihre Schüler besser kennenlernen und natürlich (offiziell zumindest) um etwas zu lernen.

Des weiteren gab es Berichte über Lehrer, die ihre Schüler den Großteil ihres Unterrichtes selbst aus Büchern ausarbeiten lassen oder einfach mal sagen „Ich habe keine Lust, blättert in euren Büchern“. Angeblich wurde er selbst, als er von anderen Lehrern darauf angesprochen wurde, ausfällig und hat schlecht gelaunt reagiert. Sind solche Leute wirklich für den Lehrerberuf geeignet?

Ach ja… noch eine Sache. In sächsischen Gymnasien gibt es von der 8. bis zur 10. Klasse Profilunterricht. An der Schule meiner Schwester kann man wohl zwischen einem gesellschaftswissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Profil wählen. Auf einem Elternbrief dazu stand, es würden beide Profile den Schülern vorgestellt. Letztendlich wurde nur das gesellschaftswissenschaftliche Profil vorgestellt weshalb sich die meisten Schüler auch für dieses Profil einschreiben möchten. Dummerweise sieht es aber gar nicht gut aus, wenn es gibt zu viele Schüler, die dieses Profl wählen möchten. Es gab schon mal einen Losentscheid, in dem ausgelost wurde ob die Schüler Französisch oder Latein lernen dürfen, weil der Lateinlehrer „urplötzlich“ in Rente gegangen ist und kein neuer Lehrer gekommen ist – festgestellt wurde das ganze wenige Wochen vor den Sommerferien. Eventuell kommt es nun auch wieder zu so einem Losentscheid. Kann es wirklich angehen, dass so über die Bildung der Kinder entschieden wird? Durch Lose!?

Wenn man das alles hört, fragt man sich wirklich, wie es mit dem Bildungssystem weiter gehen soll. Wahrscheinlich kann ich in 50 Jahren vergessen, irgendeine Rente von gut ausgebildeten Menschen zu bekommen 😉

Habt ihr ähnliche Erfahrungen in diesem Bereich? Gab es in eurer Schule damals ähnliche Dinge? Was sagt ihr dazu, dass immer jüngere Kinder mit Rauchen / Trinken anfangen? Ich freue mich über eure Kommentare.

Viele Grüße,
– Fabi