Apple stellt neues MacBook vor: Sind zwei Anschlüsse besser als keiner?

Wie man es von Apple kennt, werden neue Produkte des kalifornischen Hard- und Softwareherstellers in langersehnten „Keynotes“ präsentiert. Gestern war es wieder soweit – mit großer Spannung wurde eine Präsentation der „Apple Watch“ erwartet. So kam es letztendlich auch, allerdings wurden neben der neuen Smartwatch auch neue Laptops vorgestellt.

Der genaue Fokus lag auf der Laptop-Reihe „MacBook“. Wie so oft gelang es Apple das Gerät noch schlanker als seine Vorgänger zu gestalten. So ist das neue Gerät maximal 1,31 cm dick und wiegt nicht mal ein Kilo. Neu ist außerdem, dass es das Gerät in 3 verschiedenen Farben in den Geschäften geben wird.

Eine wichtige Änderung, die viele Nutzer vielleicht gar nicht bewusst wahrnehmen, ist dass es bei Verschlankungen immer auch irgendwo Abstriche geben muss. Ein Laptop, der an der dicksten Stelle nicht dicker als die Fingerspitze meines Zeigefingers ist? Wo soll da die ganze Technik stecken, die sonst üblicherweise in Laptops untergebracht ist?

Am Stärksten fällt dem Nutzer das Platzproblem an der Anzahl der Anschlüsse auf. Früher galt ein Computer als besonders toll wenn er möglichst viele Anschlussmöglichkeiten für die diversesten Geräte mitbringt – das ist beim neuen MacBook endgültig Geschichte. Die Anzahl der Anschlüße wurde von Apple drastisch reduziert: der Nutzer muss sich mit einem Kopfhöher- und einem USB-C-Anschluss begnügen.

Der neue USB-C-Anschluss benötigt deutlich weniger Platz als ein herkömmlicher USB-A-Anschluss, der in der Computerwelt quasi der „Standard“ unter den USB-Steckern ist, und ist zudem ein kleines Multitalent: Das MacBook wird über den Anschluss nicht nur mit Strom versorgt sondern es können auch vielfältige Arten von Datensignalen, bspw. Audio- und Videosignale, in USB 3-Geschwindigkeit übertragen werden.

Da es allerdings nur einen dieser Anschlüsse gibt stellt sich für viele Nutzer eine Frage: Was passiert mit meinen herkömmlichen USB-Geräten? Apples Antwort lautet in diesem Fall: Kein Problem – wir bieten einen passenden Adapter für euch an. Der Haken an der Sache ist allerdings, das dieser benötigte Adapter nicht im Lieferumfang das MacBooks enthalten ist. Wer sich also nicht von Anfang an mit diesem Thema auseinander setzt wird sich spätestens dann ärgern, wenn er bspw. einen einfachen USB-Stick, eine Kamera oder eine externe Festplatte am MacBook anschließen möchte. Keine Chance ohne den passenden Adapter.

Aber selbst wenn man den passenden Adapter clevererweise erworben hat, stößt man beim Aufladen des Geräts auf das nächste Problem: Was ist, wenn das MacBook gerade über den USB-C-Anschluss geladen wird, man aber gleichzeitig ein weiteres Gerät anschließen möchte? Die Antwort von Apple lautet, wie ihr es euch sicher denken könnt, dass auch das alles gar kein Problem sei. Auch für diesen Fall gibt es mit dem „USB-C-Multiport-Adapter“ eine Lösung. Dieser Adapter stellt dem MacBook sowohl einen Anschluss für das Ladegerät, einen (1) USB-A-Anschluss und einen HDMI- bzw. VGA-Ausgang (je nach Version des Adapters) zur Verbindung mit einem externen Anzeigegerät zur Verfügung. Der Adapter ist zum derzeitigen Stand für 89€ zu haben, also für den Durchschnittsverdiener alles andere als „mal eben nebenbei gekauft“.

Was mich sehr stark wundert ist, dass Apple beim neuen MacBook auch auf den erst jungen Thunderbolt-Anschluss verzichtet hat. Jeder, der also gerade aktuelle Geräte mit Thunderbolt-Anschluss erworben hat, kommt auch mit dem neuen MacBook nicht um den Erwerb einens weiteren Adapters herum.

Weshalb sich Apple für diese Anschlussphilosophie entschieden hat liegt klar auf der Hand: In der Zeit von drahtloser Kommunikation sollte künftig auch Computerzubehör drahtlos mit den entsprechenden Endgeräten kommunizieren können. Im Prinzip ist das „kabellose“ Büro keine schlechte Angelegenheit – nur bis sich dieser Ansatz konsequent durchsetzen lässt wird noch einige Zeit vergehen. Gerade in sensiblen Bereichen wie bei Behörden, in der Forschung, beim Militär oder anderen Einrichtungen mit hohen Sicherheitsvorkehrungen wird man diesem Ansatz skeptisch gegenüber stehen. Schließlich lautet die Devise bei fest verlegten Kabeln immer noch „Wer meine Daten im Kabel abzapfen möchte, der muss ans Kabel. Wer meine Daten über Funkwellen abgreifen möchte, der kann auch in der hintersten Besenkammer hocken und wir würden eventuell nichts davon mitbekommen.“

Aber auch als Endbenutzer überlege ich, wo ich meinen Schwerpunkt setze: Auf weniger Kabel und dem Neukauf zahlreicher Geräte oder auf einen etwas breiteren Laptop mit den Anschlussmöglichkeiten die am besten zu mir passen.

Momentan tendiere ich eher zu letzterem – wie es bei euch aussieht könnt ihr mir gern in den Kommentaren erzählen.

Viele Grüße
– vom verkabelten Fabian.

Pixelmator: Kreise und Rechtecke zeichnen

Vor einigen Tagen habe ich Pixelmator entdeckt. Pixelmator ist ein Shareware-Programm um Bilder und Grafiken auf dem Mac zu bearbeiten. Besonders interessant ist die Anwendung vermutlich für die Nutzer, deren Wünsche in den vielen Freeware-Anwendungen nicht abgedeckt werden, Photoshop jedoch viel zu teuer ist.

Mir gefällt vor allem die einfache Bedienung und die Übersichtlichkeit des Programms. Man wird am Anfang nicht mit tausenden Paletten, Fenstern und Einstellungsmöglichkeiten erschlagen. Alles ist übersichtlich in Menüs untergebracht und nichts wirkt überladen. Auch die Werkzeugleiste ist relativ einfach gehalten.

Die Werkzeugleiste ist auch mein Schlagwort für den heutigen Artikel. Wie euch vielleicht aufgefallen ist, gibt es keine wirkliche Option um Formen wie Rechtecke und Kreise zu erstellen. Gerade für Anfänger oder Umsteiger auf Pixelmator ist dieser Punkt etwas verwirrend.

Ich möchte euch deshalb kurz zeigen, wie ihr mit ein paar Klicks Rechtecke und Kreise erstellen könnt.

Öffnet zuerst ein neues Bild oder das Bild, das ihr bearbeiten möchtet. Öffnet danach über „Darstellung -> Werkzeug-Optionen“ das Optionsmenü für Werkzeuge (alternativ geht das auch über Tastenkombination cmd+2).

Klickt nun auf das Auswahlwerkzeug (Tastenkombination m) und wählt in den Werkzeug-Optionen aus, ob ihr Kreise oder Rechtecke erstellen möchtet. Jetzt zieht ihr die gewünschte Form einfach auf der entsprechende Stelle eurer Grafik. Ihr seht jetzt einen dünnen, gestrichelten Rahmen.

Der letzte Schritt ist es nun,  eine Kontur bzw. eine Füllung hinzuzufügen. Für eine Kontur (Umrandung) wählt ihr „Bearbeiten -> Kontur“ (Tastenkombination Shift+cmd+O) aus, für eine Füllung „Bearbeiten -> Füllung“ (Tastenkombination alt+cmd+F). Um eure Form mit einem Farbverlauf zu füllen, müsst ihr jedoch das Farbverlaufwerkzeug benutzen, im Menü „Füllung“ könnt ihr nur eine einzelne Füllfarbe festlegen.

Wenn ihr Pixelmator testen möchtet, könnt ihr euch auf der offiziellen Website eine Testversion runterladen. Eine Lizenz für unbegrenzte Nutzung kostet momentan rund 45 Euro.

Welche Grafikbearbeitungssoftware verwendet ihr auf dem Mac? Seid ihr mit eurem Grafikprogramm zufrieden? Kennt ihr weitere Pixelmator-“Tricks“?

¡Hasta la vista!
– Fabian