Bye, LastFM

Wie es einige Leute bereits mitbekommen haben, werden einige Grundfunktionen von Last.fm zum 15. Februar 2011 kostenpflichtig. Für alle, die nicht wissen was Last.fm ist, gibt es hier eine kurze Erklärung. Wenn man sich die Last.fm-Applikation auf seinem PC / Mac installiert, schneidet diese automatisch mit, welche Musik man hört. Last.fm nennt diese Funktion „scrobbeln“. Durch die Musik, die „gescrobbelt“ wurde, weiß Last.fm somit welche Lieder und Interpreten man oft hört und sozusagen mag. Man konnte sich nun spezifische Radiostationen anlegen z.B. „Bruno Mars Radio“ und Last.fm spielte nun Musik, die zu „Bruno Mars“ passt und neue Musik, die dem Nutzer anhand der gesammelten Daten gefallen könnte. Auf diese Radiostationen konnte man bisher über verschiedene Wege zugreifen: über die Last.fm Website, über Programme für PC und Mac sowie über spezielle Radiosysteme und mobile Geräte wie iPhone oder Android-Smartphones.

Gerade die Möglichkeit, diese Radiostationen unterwegs über das Handy zu hören wurde von vielen Benutzern genutzt und soll bald 3 € pro Monat kosten. Viele denken sich sicherlich, dass 3€ nun wirklich nicht sehr viel sind, allerdings hat die Qualität von Last.fm in den letzten Monaten auch stark nachgelassen.

Viele Lieder werden übersprungen, weil sie in meiner Region wohl nicht verfügbar sind (erinnert mich schon etwas an YouTube) und die iPhone/iPod-Applikation hört zwischendurch oft auf, Lieder abzuspielen oder überspringt ein Lied, nachdem die Hälfte schon abgespielt wurde. Gerade in Deutschland sind in letzter Zeit weniger Lieder zum Hören da, weshalb sich bei meinen Stationen die Musik oft wiederholt. Manchmal stoppt die Applikation auch schon nach 1-2h und sagt mir, dass ich bis morgen warten soll, um mir wieder Musik über Last.fm anzuhören. Aus dem Last.fm-Forum habe ich außerdem gelesen, dass die Android-Applikation momentan so gut wie komplett unbrauchbar ist.

Es wird zwar weiterhin möglich sein, sich kostenlos Musik über die Last.fm Website anhören, aber zu Hause, wo ich meine Musikdatenbank in iTunes habe, kann ich auf diesen „Service“ durchaus verzichten. Auf dem Handy habe ich allerdings nicht immer die Lieder, die ich gerade hören möchte und es ist weitaus unbequemer, sich darauf Playlisten zu erstellen, weshalb sich Last.fm immer angeboten hat.

Trotzdem sehe ich es nicht ein für diese Funktion nun zu bezahlen. Immerhin hat Last.fm in den letzten Jahren fleißig Benutzerdaten von mir gesammelt und diese sicher auch gewinnbringend verkauft. Nun soll ich dafür bezahlen, um Musik basierend auf meinen Daten zu hören?

Außerdem ziemlich unfair ist es, dass derzeit nur Benutzer aus den USA, Großbritannien und Deutschland betroffen sind. Dazu kommt noch, dass die Preise in den einzelnen Ländern unterschiedlich hoch sind. Die monatliche Gebühr beträgt 3 US$, 3 € oder 3 £. Clevere Leute wissen jetzt natürlich, dass der Wert trotzdem unterschiedlich ist. Am „schlimmsten“ würde es die zahlenden Benutzer in Großbritannien treffen. 3 US$ entsprechen dort nämlich derzeit nur 1,86 £. Die Nutzer dort müssten also fast die Hälfte mehr zahlen als Nutzer in den USA. Da kann mir auch niemand erklären, dass es wegen Importkosten teurer ist – für Daten muss man keine Importkosten zahlen.

Ich bin von dieser „Aktion“ auf jeden Fall sehr enttäuscht und habe die Last.fm Applikationen auf PC, Mac und iPhone bereits de-installiert und werde meinen Account auf der Website außerdem noch im Laufe dieser Nacht löschen.

Was haltet ihr von der Entscheidung von Last.fm? Werdet ihr den Dienst weiterhin nutzen? Denkt ihr darüber nach, die monatliche Gebühr zu zahlen? Kennt ihr gute, kostenlose Alternativen? – Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bis später und viele Grüße,
– Fabian.

Apple-Geräte zukünftig mit interner SIM-Karte?

Verschiedene Websites (u.a. heise, CNN) haben in den letzten Tagen berichtet, dass Apple wohl Interesse an einem neuen SIM-Modul für Mobilgeräte entwickelt hat. Das bedeutet, das Geräte mit solch einer integrierten SIM-Karte wohlmöglich bald gar keine Plastik-SIM-Karte mehr benötigen. Auf der einen Seite kann dieses System durchaus praktisch sein, auf der anderen Seite kann man aber auch klare Nachteile des Systems erkennen.

Sinnvoll wäre es beispielsweise, um sein Mobilgerät einfach zu einem anderen Anbieter zu transferieren. So wäre es möglich, eine Applikation oder Website zu entwickeln, über welche die SIM-Informationen des Gerätes ausgelesen werden und einfach an den neuen Anbieter übermittelt werden. Dieser kann dann das Gerät in seinem System aktivieren und ggf. eine neue Nummer zuweisen. Gerade auf Reisen würde dadurch der nervige SIM-Karten-Wechsel entfallen, wenn man im Ausland lieber eine inländische Karte und damit teilweise oft günstigere Tarife nutzt. Auch im Inland kann es durchaus vorteilhaft sein. Wenn ein Handyvertrag ausläuft und man zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, könnte man seinen neuen Tarif bestellen und die integrierte SIM-Karte gleich mit den neuen Daten aktivieren. Somit wäre es nicht mehr nötig, erst auf einen Brief mit der neuen SIM-Karte zu warten oder zu einem Geschäft des Anbieters zu gehen.

Trotz dieser durchaus nützlichen Vorteile des Systems, kann es jedoch auch gegen den Willen des Kunden eingesetzt werden, und genau davor habe ich Angst.

Bisher war in Deutschland die Telekom der offizielle Vertragspartner von Apple zum Verkauf von iPhones. Erst seit wenigen Tagen kann man sich auch hierzulande iPhones ohne Netzsperre im Apple Store oder bei anderen Mobilfunknetzen bestellen. Trotzdem war es bisher relativ einfach möglich, mit diversen Programmen die Netzsperre (Netlock) aufzuheben und auch andere SIM-Karten mit dem iPhone zu nutzen.

Wenn sich Apple in Zukunft wieder für eine Providerbindung entscheiden wird, könnte man die Nutzer einfach und bequem auf ein einzelnes Netz beschränken. Den Netlock kann man dann vielleicht noch deaktivieren, jedoch würde es sich als problematisch erweisen, eine andere SIM-Karte in das Gerät zu stecken, da dies durch eine integrierte Karte ggf. nicht mehr möglich wäre.

Weiterhin ist es sehr ungünstig, wenn das Gerät kaputt gehen sollte. Wenn mein iPhone auf einmal den Dienst einstellen würde, könnte ich die SIM-Karte einfach entfernen und in ein anderes Handy einlegen und weiter telefonieren . Bei einer eingebauten Karte müsste ich erst meinen Mobilfunkanbieter kontaktieren, damit mir dieser eine „richtige“ SIM-Karte zukommen lässt.

Außerdem wäre es Apple möglich, bestimmte Mobilfunknetze auszusperren. So könnte Apple von Mobilfunknetzen eine Gebühr verlangen, damit Nutzer diese Netze z.B. im Appstore auf ihrem Gerät aktivieren. Weigert sich ein Mobilfunknetz diese Gebühr zu bezahlen, wäre es für den Kunden nicht möglich das Netz auf dem Gerät zu nutzen.

Ein weiteres Problem wären Viren und andere schädliche Software. Ein Virus wäre somit eventuell in der Lage, die SIM-Karten-Information unerkannt zu überschreiben wodurch sich das Gerät in ein anderes Netz einwählen könnte und unter Umständen überteurte Tarife abgerechnet werden. Durch Trojaner könnte man diese Informationen auch stehlen und duplizieren. Dadurch wäre es möglich, dass sich Kriminelle mit der geklauten Nummer in Netzen einwählen und somit auf Kosten Anderer telefonieren, surfen oder Verbrechen planen könnten.

Noch kann man nicht sagen, ob die integrierte SIM-Karte überhaupt in iPhones und dem iPad eingesetzt wird – ausgehen kann man allerdings davon.
Es wird spekuliert, dass es in nächster Zeit ein neues iPad angekündigt wird, das diese Funktion bereits nutzen könnte.

Welchen Weg Apple einschlagen wird, ist jedoch noch unklar. Man kann nur hoffen, dass die Kunden nicht weiter oder noch stärker bevormundet werden.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Seid ihr pro oder kontra integrierte SIM-Karte? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Ein schönes Wochenende und bis bald,
– Fabian

Whatsapp – kostenlose SMS und MMS für iPhone und Blackberry

Hallo Leute!

Ja, nach einiger Zeit von mir gibt es wieder einen neuen Eintrag von mir. Es ist viel in den letzten Tagen passiert. Ich habe einen neuen Job bei einer großen, internationalen Firma und helfe englischsprachigen Kunden bei ihren Hard- und Softwareproblemen. Mehr dazu erfahrt ihr dann aber gegebenenfalls an anderer Stelle 🙂

Zum eigentlichen Thema: Ihr kennt es sicherlich… eure Frei-SMS gehen langsam zu Ende, jede weitere SMS kostet viel zu viel und bis es neue Frei-SMS gibt, dauert es einfach noch viel zu lange.

Eine Abhilfe für iPhone und Blackberry-Benutzer könnte „Whatsapp“ sein. Ihr findet es im AppStore bzw. für Blackberrys direkt auf der Whatsapp-Website. Im Grunde funktioniert es wie ein normales Instant Messaging Programm. Der Unterschied beim iPhone ist es, dass ihr neue Nachrichten direkt als Push-Mitteilung angezeigt bekommt – genau so, wie wenn ihr eine neue SMS erhaltet. Man kann sogar einstellen, dass der SMS-Ton beim Eintreffen einer neuen Whatsapp-Mitteilung ertönt.

Ihr bezahlt bei Whatsapp nur ein mal weniger als einen Euro und könnt danach unbegrenzt Nachrichten versenden. Neben Textnachrichten können allerdings auch noch Bilder, Sprachnachrichten, Einträge aus eurem Telefonbuch und eure aktuelle GPS-Position gesendet werden. Multimedia-Messaging zum kleinen Preis sozusagen.

Wenn ihr Whatsapp das erste Mal benutzt, durchsucht es automatisch euer Telefonbuch und findet anhand eurer Telefonnummer heraus, welche eurer Kontakte ebenfalls Whatsapp verwenden. Nachdem dies innerhalb von Sekunden passiert ist, könnt ihr auch schon anfangen zu chatten. Da ihr über eure Telefonnummer identifiziert werdet, können euch auch neue Benutzer einfach und schnell finden und euch Nachrichten per Whatsapp schicken. Ein lästiges Austauschen von Nicknames oder User-IDs entfällt praktisch komplett.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Benutzer der einzelnen Mobilgeräte auch untereinander chatten können. Das heißt, dass ein Benutzer von Whatsapp auf dem Blackberry mit einem iPhone-Besitzer chatten kann. Bald sollen, laut der offiziellen Website, außerdem bestimmte Nokia-Handys und Android-Geräte dazukommen.

Die einzelnen Nachrichten werden übrigens über eure Internetverbindung gesendet. Solltet ihr also keine Flatrate haben, könnte es unter Umständen teuer werden. Genau so teuer wird es dann im Ausland, denn dort fallen Roaminggebühren an. Verhindern kann man diese zusätzlichen Gebühren, wenn man sich mit seinem Gerät einfach per WLAN ins Internet einwählt.

Whatsapp funktioniert übrigens auch auf eurem iPod touch. Allerdings werdet ihr dann halt nur über neue Mitteilungen informiert, wenn euer iPod gerade mit dem Internet verbunden ist. Gebt einfach eure Telefonnummer bei Whatsapp auf dem iPod ein und ihr erhaltet alle Nachrichten an diese Nummer ab sofort auf euren iPod. Der Nachteil ist allerdings: wenn der iPod nicht an einem Stromkabel hängt, wird die WLAN-Verbindung automatisch deaktiviert wenn der iPod gesperrt wird. Das bedeutet, dass ihr in diesem Fall keine Push-Mitteilungen über neue Nachrichten erhaltet.

Update: Soweit ich erfahren habe, wird Whatsapp für iPod touch nicht mehr unterstützt. Falls ihr es schon mal für den iPod runtergeladen habt, solltet ihr es weiterhin nutzen können, anscheinend ist es aber nicht mehr möglich, es auf einen neuen iPod touch runterzuladen.

Ansonsten kann ich Whatsapp nur empfehlen. Der, momentan, sehr geringe Preis von 0,79€ im AppStore ist wirklich günstig und ihr spart im Vergleich zu herkömmlichen SMS schon Geld wenn ihr nur mit einem Kontakt regelmäßig Nachrichten austauscht.

Verwendet ihr auch Whatsapp? Kennt ihr vielleicht auch noch ähnliche Programme? Habt ihr weitere Fragen? – Schreibt‘ einfach einen Kommentar und lasst es mich wissen.

Viele Grüße aus dem verregneten Leipzig,
– Fabi

Kunden vergraulen leicht gemacht

Ich hatte heute wieder ein Erlebnis der besonderen Art mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (auch LVB genannt). Aufgefallen sind die LVB schon letztens, durch ihre ziemlich, meiner Meinung nach rückschrittliche, neue Website. Außerdem wurde die Handyanwendung „easy.Go“ veröffentlich. Es ist eine Anwendung, bei der man z.B. den Fahrplan abfragen, Onlinetickets kaufen und sich den Liniennetzplan ansehen kann. So weit, so gut. Funktionieren muss das Ganze schließlich auch noch.

Wie immer stand ich, unschuldig wie immer :D, an der Bushaltestelle und hab auf den 82er Bus in Richtung BMW-Werk gewartet, der dort seine Nummer in 84 ändert und bis zum Bahnhof Messe weiterfährt. Wie gesagt, ich stand da, aber ein Bus war nicht in Sicht.

Ich wollte natürlich besonders schlau sein, und hab deshalb „easy.Go“ auf meinem Handy aufgerufen um zu sehen, wo der Bus denn bleibt. Das nette Programm zeigte mir als Abfahrtszeit „ca. 08:12“ an. Okay… 6 Minuten Verspätung, kann durchaus mal vorkommen – nicht so schlimm. Das Problem war allerdings, dass um 08:12 natürlich kein Bus kam. Wieder „easy.Go“ geöffnet und „OHA!“ jetzt stand die Abfahrtszeit bei „ca. 08:22“. In der Zeit kam dann schon der Bus in die Gegenrichtung. Der Fahrer wusste natürlich nicht, was mit dem anderen Bus passiert ist, und fuhr weiter. Vom Bus zum BMW-Werk fehlte jedoch weiterhin jede Spur. „easy.Go“ spuckte nun als Abfahrtszeit „ca. 08:30“ auf mein Display. Kurz vorher kam ein Bus! Ich dachte, jetzt endlich wird er es sein. Pustekuchen! Es kam die 82E, die Endstation hatte, um später wieder zurück zu fahren – allerdings nicht zum BMW-Werk.

Auch dieser Fahrer wusste nicht, wo denn der andere Bus bleibt und machte gleich eine Anspielung im Sinne von „Na, der wird bestimmt nicht mehr kommen.“ Recht hatte er. Nachdem um „ca. 08:30“ immer noch kein Bus kam, hat sich die Abfahrtszeit schnell und unauffällig auf „ca. 08:38“ und dann auf „ca. 08:46“ geändert. So lange wollte ich natürlich nicht mehr warten, und bin mit dem Bus in die andere Richtung gefahren.

Der Bus, der dann um „ca. 08:46“ bei mir abfahren sollte, ist natürlich nicht erschienen. Theoretisch hätte er mir ja entgegenkommen müssen, das war aber nicht der Fall. Ich war neugierig und hab noch mal den Versuch mit „easy.Go“ gewagt… auf einmal war der Bus weg, und es stand „09:06“ als Abfahrtszeit. Schön. Dumm nur, dass der nächste planmäßige Bus zum BMW-Werk sowieso um 09:06 gefahren wäre.

Das Messegelände habe ich dann um ca. 09:20, also ungefähr 50 Minuten später als eigentlich geplant, und durch „nur“ dreimaliges Umsteigen erreicht. Mit dem anderen Bus hätte ich direkt fahren können.

Ich finde, es ist mal wieder eine super Aktion, die geplante Abfahrtszeit immer weiter rauszuschieben um sie dann einfach wegzunehmen und so zu tun, als wär gar nichts gewesen. Vielleicht sollte man den Verkehrsbetrieben vorschlagen, das Programm in „easy.Wait“ umzubenennen. Das hätte in meinem Fall heute deutlich mehr gebracht.

Mit der Zeit habe ich mich auch gefragt, ob vielleicht zufällig „Verstehen Sie Spaß?“ an meiner Bushaltestelle gedreht wurde… es ist echt keine Glanzleistung, die da heute geleistet wurde und ich hoffe, morgen fährt wieder ein Bus.

Vielen Dank an die Verkehrsbetriebe für den entspannten Vormittag an der Bushaltestelle und die dadurch verlorene Zeit. Wir haben ja sowieso alle genug davon.

Die WPtouch-Erweiterung für WordPress

So sieht die Mobilversion von FGNet.de aus.

Falls ihr schon mal mit eurem iPhone, iPod oder einem anderen Mobilgerät auf FGNet.de wart, habt ihr vielleicht festgestellt, dass die Seite anders aussieht, als auf eurem PC. Der Grund dafür ist die WPtouch-Erweiterung für WordPress-Blogs.

Mit dieser Erweiterung wird euer Blog speziell für kleine Bildschirme und Handys aufbereitet und dargestellt. Das spart unter Anderem Ladezeit, sieht besser aus und spart natürlich auch Kosten, da bei der Mobilversion weniger Daten übertragen werden, als auf dem Computer.

Die Frage ist nun, wie WPtouch erkennt, ob man FGNet.de überhaupt mit einem mobilen Gerät aufruft oder ob man über seinen Webbrowser am PC darauf zugreifen will. Die Lösung liegt bei den sogenannten „User Agents“. Jeder Browser, teilweise sogar jede Version eines Browsers sendet bei jedem Seitenaufruf seinen User Agent an die Seite. Wenn man die Seite beispielweise mit Safari auf einem Mac öffnet, ist der User Agent:

Mozilla/5.0 (Macintosh; U; Intel Mac OS X 10_6_2; de-de) AppleWebKit/531.22.7 (KHTML, like Gecko)
Version/4.0.5 Safari/531.22.7

So wird der Seite mitgeteilt, dass man einen Mac mit Mac OS Version 10.6.2 und Safari verwendet. Einige Seiten sind nun so programmiert, dass sie, je nach verwendetem User-Agent, unterschiedliche Informationen und Designs anzeigen. Nach diesem Prinzip arbeitet auch WPtouch. Wenn die Erweiterung erkennt, dass man sie mit einem Browser fürs Handy aufruft, wird die spezielle Mobilversion geladen. Öffnet man die Seite zum Beispiel auf einem iPhone, wird der User Agent „iphone“ übermittelt. Die Erweiterung erkennt: „Aha, der User ist mit dem iPhone online, ich zeige deshalb die Mobilversion, anstatt der PC-Version an“.

Allerdings wurde WPtouch ursprünglich nur für Geräte wie das iPhone programmiert und andere Geräte werden nicht unterstützt. Dies kann man aber mit einem kleinen Handgriff ändern.

Zuerst öffnet man die sein WordPress Backend (den Admin-Bereich) und geht dort auf die WPtouch-Einstellungsseite. Im Bereich „Advanced Options“ findet man ein „Custom User-Agents“-Feld. In dieses Feld tragt ihr einfach alle anderen User-Agents ein, bei denen die Mobilversion eures Blogs geladen werden soll.

Ich habe zum Beispiel

nokia, iemobile, symbian, opera mini, opera mobi, windows ce, samsung, wap, symbian, wml,
pda, ericsson, sonyericsson

als „Custom User-Agents“ eingetragen. Somit wird die Seite auch auf Geräten wie Nokia-Handys, dem Internet Explorer Mobile, einem PDA oder im Opera-Mobile-Browser in der Mobilversion dargestellt.

Wichtig ist, dass der Mobilbrowser JavaScript unterstützt und das JavaScript aktiviert ist – sonst funktioniert WPtouch nicht richtig. Falls man sich doch anders entscheidet und die PC-Version auf seinem Handy sehen möchte, kann man jeweils ganz unten auf den einzelnen Seiten die Mobilversion ausschalten.

Das "Custom User-Agents"-Feld im WordPress Backend.

Ich hoffe, euch hat der Artikel einen kleinen Einblick in WPtouch und die dahinterliegende Funktionsweise gegeben.

Kennt ihr andere Plugins für Mobile WordPress-Blogs? Verwendet ihr auch WPtouch? Wie sieht die Mobilversion von FGNet.de auf eurem Handy aus? – Lasst es mich wissen!

Viele Grüße aus der iPhone-Ecke,
– Fabi

Wie viele SIM-Karten habt ihr?

Letztens, als ich wieder etwas aufgeräumt habe, sind mir ein paar alte SIM-Karten unter die Augen gekommen. Ich habe überlegt wie lange es her ist, dass ich sie benutzt habe und ob ich mich überhaupt noch an die PIN-Nummern erinnern würde. Selbst wenn, wahrscheinlich sind beide Karten schon längst inaktiv und gesperrt. Jedoch wurde ich neugierig und hab in allen Handys und Mobilen Geräten nachgeschaut und hab festgestellt, dass ich mindestens 6 SIM-Karten besitze – so viele hab ich zumindest gefunden.

Mein Inventar beinhaltet unter anderem die SIM-Karte aus meinem ersten Handy (ein „Trium“-irgendwas), damals noch von VIAG Interkom im LOOP Prepaid-Tarif. Mit dem nächsten Handy (einem Nokia 3100), damals schon bei O2 kam die nächste Karte dazu. Als dann die Billigprovider wie ALDI Talk und Fonic auftauchten bin ich zu Simyo gewechselt, da die Kosten im Vergleich zu O2 unschlagbar waren.

Meine SIM-Karten-Sammlung

Mit der Zeit war ich öfter in Israel um einige Freunde zu besuchen. Da habe ich mir dann eine Cellcom (סלקום) Talkman-Karte besorgt. Talkman ist der Prepaid-Tarif von Cellcom. SMS und Anrufe mit dieser Karte nach Deutschland waren viel günstiger. Gerade bei SMS ist der Preis bei Cellcom gleich – egal ob man eine SMS ins In- oder Ausland schickt. Außerdem konnten mich meine Eltern aus Deutschland per Skype anrufen, ohne das ich für eingehende Anrufe zahlen musste. Wie teuer die Minutenpreise waren, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Eine Inlandsminute kostete 1 ILS (damals ungefähr 18 Cent), nach Deutschland habe ich sicher um die 5,5 ILS gezahlt. Anders als in Deutschland kann man mit der Talkman-Karte nicht einfach so ins Ausland telefonieren. Man wählt zuerst einen Operator aus und muss die Nummer des Operators anstatt der Landesvorwahl verwenden. Normalerweise wählt man nur „+49“, dort war z.B. „012-49“ oder „013-49“ (je nach Operator) nötig. Der Vorteil war, jeder Operator hatte unterschiedliche Preise und Konditionen. Bei einem sind die Gespräch am Abend billiger, bei einem anderen Operator konnte man am Wochenede für weniger Geld telefonieren. Bis vor einiger Zeit konnte man diese Karten auch im Ausland kostenlos aufladen, mittlerweile stellt sich Cellcom allerdings quer und verlangt eine israelische Kreditkarte wie z.B. Isracard. Andere Kreditkarten wie Master- oder Visacard werden per Telefon aus dem Ausland nicht mehr angenommen.

Zurück in Deutschland gab es gerade Flatrate-UMTS-Tarife zum Surfen, weshalb ich mir einen Surfstick für meinen Laptop gekauft habe. Da ich oft mit dem Zug unterwegs bin, ist das ziemlich praktisch um sich die Zeit zu vertreiben und ein paar Dinge zu erledigen. Meine Auswahl viel dann auf eine Karte von blau.de, dort gab es einen 1GB-Tarif für ~10 € pro Monat, jederzeit kündbar. Ein paar Monate später hat auch simyo diesen Tarif eingeführt – wenn ich das eher gewusst hätte, dann hätte ich einfach noch ein paar Wochen gewartet.

Natürlich ist dann noch die T-Mobile-SIM. Die steckt in meinem Handy und wird von mir überall rumgetragen. Sie war schon in den USA, in Russland, durfte auch mal mit nach Israel (allerdings ohne Daten-Roaming, sonst wär ich so arm, dass ich diesen Artikel nicht mehr schreiben könnte ;)) und natürlich auch in vielen Teilen Deutschlands.

Wie man sieht, können auch einfache Dinge wie SIM-Karten einige Geschichten erzählen.
Was denkt ihr, wie viele SIM-Karten ihr besitzt? Wie viele davon werden noch aktiv sein und wie viele Karten benutzt ihr noch regelmäßig? Habt ihr auch SIM-Karten aus dem Ausland?

Einen schönen Samstag noch,
– Fabi