Der Optimierungswahnsinn geht weiter

In der heutigen Zeit versucht man viele Dinge besser und effizienter zu gestalten. Gerade im Berufsleben ist man verloren, wenn man gerade nichts optimiert. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Arbeitsabläufe, Meetings, Diskussionsrunden oder Informationsbereitstellung handelt – aber auch im Privatleben geht einem der Optimierungswahn nicht aus dem Weg. Ich fühle mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr oder weniger heimlich versuche meinen Alltag zu optimieren. Das geht dabei los, wenn man verschiedene Wege versucht zusammenzufassen, die schnellste Bahnverbindung sucht oder nach dem Supermarkt Ausschau hält, in dem die Lieblingspizza gerade im Angebot ist. Das Ziel sämtlicher dieser „Optimierungsversuche“ ist meist gleich – es soll gespart werden: entweder Zeit oder ein bisschen Geld.

Mittlerweile geht es sogar schon soweit, dass nicht nur die „bewussten“ sondern auch die „unbewussten“ Dinge optimiert werden sollen. Eines dieser „unbewussten“ Dinge ist der Schlaf. So erhielt ich vor einigen Tagen den Newsletter eines Elektronikmarkts, in dem ein nahezu schon revolutionäres System vorgestellt wurde: ein System zur Schlafüberwachung.

Dieses High-End-Gerät soll den Schlaf nicht nur überwachen sondern auch detaillierte Auswertungen darüber geben, wie man selbigen optimieren kann. Weiterhin beinhaltet es ein „Nachtlicht“, welches die Farbe je nach dem ob man einschlafen oder aufwachen soll ändert, und diverse Sensoren. So sollen beispielsweise Herzschlag, Atmung und Bewegung auf der Matratze erfasst werden. Der Clou des Ganzen: nach dem Aufwachen werden die gesammelten Daten direkt an Tablet oder Smartphone übertragen damit man – festhalten – sehen kann, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Gerade auf diese Erkenntnis hat die Menschheit schon Jahrhunderte gewartet – ein Gerät, das einem verrät, ob man gut oder schlecht schlief. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke relativ zeitnah nach dem Aufwachen, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe. Dummerweise merke ich das meist nicht nur allein sondern lasse auch ab und an meine Mitmenschen an dieser Körpererfahrung teilhaben – aber egal, das hat sich nach einer halben Stunde sowieso meist wieder gegeben.

Durch das eingangs erwähnte Nachtlicht soll das Aufwachen sogar noch leichter werden – da das Licht einen Sonnenaufgang (mit blauen Tönen, wohlgemerkt) simuliert braucht man quasi gar keinen Wecker mehr. Das ist natürlich eine nette Geschichte, aber auch dafür haben unsere lieben Vorfahren eine Abhilfe geschaffen. Diese Abhilfe nennt sich: Fenster. Sobald es draußen hell wird, fällt durch dieses „Fenster“ natürliches Licht in das Schlafzimmer. Schon unsere Vorfahren wurden so geweckt – weshalb brauchen wir dazu ein Gerät? Ich habe es selbst bemerkt und werde in abgedunkelten Räumen weitaus schlechter wach als bei mir zu Hause, wo mein Fenster nur durch einen dünnen, lichtdurchlässigen Vorhang etwas abgedeckt wird. Natürlich soll das Gerät auch beim Einschlafen helfen – dieses wird durch rote Lichttöne unterstützt. Auch dazu haben sich auch vorher schon Menschen Gedanken gemacht. Neben der erwähnten Abhilfe „Fenster“ gesellt sich noch ein zweiter Abhilfen-Kamerad dazu: der Lichtschalter. Angenommen man geht im Sommer nicht schon um 20 Uhr ins Bett, hilft es so lange abzuwarten, bis durch dieses „Fenster“ kein natürliches Licht mehr fällt. Anschließend stellt man nur noch den „Lichtschalter“ auf „aus“ und schon sollte man seine Hand nicht mehr vor Augen sehen können. Ganz einfach und es kostet nicht mal viel.

Da nur Licht und Datenaufzeichnung natürlich langweilig sind, liefert das Gerät auch Audiountermalungen, um uns beim Aufwachen zu helfen. Ich muss es mittlerweile sicherlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch zu diesem Punkt hilft uns die Natur völlig gratis und jeden Tag aufs Neue. Je nach Wohnlage werden entweder die Tonlagen „Vogelzwitschern“, „Schulkinder“, „Berufsverkehr“ oder „Baustelle“ ausgeliefert – in einigen exklusiven Lagen sogar eine Mischung aus zwei oder mehreren Varianten.

Mir tut es zwar außerordentlich Leid, dass ich versuche so ein ausgefeiltes Geschäftsmodell mit „billigen Hausmitteln“ zu schlagen, allerdings bin ich der Meinung, dass man gerade bei elementaren Dingen wie dem Schlaf ruhig etwas auf das Optimieren verzichten kann und sich auf die natürlichen Gegebenheiten verlassen sollte. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jeden Tag vom Sonnenaufgang wecken lassen soll, aber mit einem sanften Wecker und vor allem vorher ausreichendem Schlaf ist es meist schon getan. Falls das nicht hilft oder man sich nach jeder Nacht wie totgeschlagen fühlt, stehen sicher auch Arzt und Schlaflabor mit Rat und Tat zur Seite – sicher auch zuverlässiger und wissenschaftlich fundierter als ein Gerät zur Eigendiagnose.

Übrigens: Das „Gerät“ wird mit einem Preis von ungefähr 300 Euro beworben. Noch ein Grund weshalb man das Optimieren ruhig einmal sein lassen kann.

Wie steht ihr zum „Optimierungswahn“? Habt ihr „Helfer“, die euch beim Schlafen unterstützen? Lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Allzeit schöne Träume wünscht,
– Fabian.

Veggieday, Falschrumschlaftag und weitere Ideen

Es ist mal wieder soweit – der Wahlkampf läuft und die Parteien tun scheinbar alles, um etwas mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch die ein oder andere Wählerstimme zu bekommen. Mit dabei sind natürlich auch unsere grünen Freunde, die sich (mal wieder) über die Einführung eines Veggieday äußerten.

Allen voran sollen staatliche Kantinen (in Schulen, Behörden, …) einen vegetarischen Tag anbieten und viele andere Versorger sollten sich anschließend ein Beispiel daran nehmen. Nun weiß ich nicht, wo die Politiker der Grünen normalerweise essen, denn es steht in vielen Kantinen bereits täglich ein vegetarisches Gericht auf dem Speiseplan. Damit meine ich nicht „Hauptgericht ohne Fleischbeilage“ sondern eine vollwertige Mahlzeit.

Weshalb sollte man also nun ausgerechnet einen Tag einführen, in dem die Wahlfreiheit Fleisch/Vegetarisch genommen wird? Sollen damit die Döner- und Currywurststände um die Ecke gefördert werden? Geht man ernsthaft davon aus, dass weniger Tiere verwertet werden, weil es an einem Tag kein Fleisch in der Kantine gibt? Bestimmt nicht. Die Tiere werden trotzdem geschlachtet und zu Schnitzeln, Steaks oder „Wurst“ genannten Fleischabfällen verarbeitet.

Ein Umdenken zum Fleischkonsum fängt bei jedem persönlich an und hat in der Politik nichts zu suchen – auch wenn das einige Personen anders sehen.

Alternativ bin ich sonst natürlich auch für die Einführung Tagen wie „Heute schlafen wir alle mit dem Kopf am Fußende“, „Wir schreiben alle mit der linken Hand“, „Fernsehfreier Sonntag“ oder „Heizungsfreies Weihnachten“.

Eine Sache haben unsere grünen Politiker allerdings geschafft: man spricht im Wahlkampf über sie. Ob dies nun gut oder schlecht ist werden wir zur Wahl im nächsten Monat sehen.

Cheers,
– Fabian.

It’s time to blog. Again.

Immer öfter dachte ich in den letzten Tagen daran, mal wieder etwas zu bloggen. Ich nahm es mir immer öfter vor aber letztendlich kam doch immer etwas dazwischen oder es war schon so spät, dass ich das Bett dem Computer vorzog. In diesen Tagen fragte ich mich immer öfter warum das so ist und warum so wenig Zeit für Dinge bleibt, die mir eigentlich Spaß machen und die ich bisher immer und immer wieder aufschob.

Einer der zeitaufwändigen Punkte ist sicherlich das Studium. Ich bin jetzt schon 3 Monate in die ersten Kurse des Psychologiestudiums eingeschrieben und bisher fand ich noch keinen wirklichen Gefallen daran. Vor allem der geschichtliche Teil des Studiums macht mir zu schaffen und die, teilweise sehr unverständlich geschriebenen, Skripte zu lesen fühlt sich oftmals eher „Ich quäle mich schnell durch…“ als „Hey! Heute lerne ich was und werde irgendwann richtig klug!“ an. Ich fragte mich oft, ob es nicht lieber sinnvoll ist mit dem Studium aufzuhören als durch solche Aktionen wertvolle Zeit zu verschwenden, in der ich richtig tolle Sachen machen könnte.

Ich habe deshalb einen kleinen Plan verfasst: im August findet eine Präsenzveranstaltung und im September die erste Klausur statt. Vielleicht gewinne ich durch die Präsenzveranstaltung ein paar neue Erkenntnisse und Einblicke die mir das Studium vereinfachen, vielleicht auch nicht. Sollte ich es im Anschluss durch die Klausur schaffen, wäre es sicher ein Grund, das Studium fortzuführen. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, da ich für das erste Semester sowieso nur als Gaststudent eingeschrieben bin und sowieso nichts verlieren würde – abgesehen vom Semesterbeitrag.

Neben einer Vollzeitstelle (40h/Woche) ist es einfach nur stressig und ich werde das Gefühl „Eigentlich müsste ich etwas für die Uni tun“ nie wirklich los, wenn ich etwas anderes mache, Freunde besuche oder mir einfach eine Pause gönne. Auf Dauer würde das sicherlich niemand durchhalten, von daher ziehe ich lieber rechtzeitig die Bremse etwas an.

Was könnte ich also in der dadurch freiwerdenden Zeit machen? Ich habe mir im Frühjahr ein neues Fahrrad gekauft und könnte öfter ein paar weitere Strecken mit dem Rad fahren. Ich könnte dem Blog ein neues Design gönnen und hier wieder öfter schreiben. Ich könnte meine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Ich könnte meine Freunde öfter sehen. Ich könnte mir endlich ein paar tiefergehende Fotografiekenntnisse aneignen. Ich könnte einfach mal ohne großen Druck ins Bett gehen und vielleicht mal wieder ordentlich schlafen.

Was würdest du tun, wenn du pro Woche ca. 20 Stunden mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Welche Wünsche würdest du dir erfüllen und wie managest du deine Zeit momentan? Auf Antworten freue ich mich sehr.

Cheers,
– Fabian. 

Bedingungsloses Grundeinkommen?

In einem interessanten Artikel hat sich Kenny über die Piratenpartei und das so genannte „bedingungslose Grundeinkommen“ geäußert.

Auch ich bin der Meinung, dass die Idee gar nicht so schlecht ist. Wie Kenny schon schrieb, werden in Zukunft durch die Technisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen. Dazu gehören vor allem Reinigungsbranche, Bergbau (in Deutschland) und sogar U-Bahn-Fahrer werden irgendwann überflüssig werden. In Nürnberg fährt eine komplette U-Bahn-Linie zum Beispiel schon vollständig automatisch, andere Städte überlegen auch, solche Systeme einzuführen. Irgendwann werden viele dieser Menschen auf der Straße stehen, weil man ihre Arbeit einfach nicht mehr benötigt. Natürlich kann man die Leute weiterbilden, in anderen Berufen beschäftigen, aber deshalb wird es trotzdem nicht mehr Arbeitsplätze geben – eher das Gegenteil wird der Fall sein. Wie soll es weiter mit diesen Leuten und ihrem Leben gehen?

Natürlich gibt es Arbeitslosengeld, aber alle die schon mal selbst arbeitslos waren, wissen bestimmt das dieses Geld vor allem in den o.g. Berufen bestimmt nicht ausreicht um mehr als die lebensnotwendigen Dinge wie Wohnung und Nahrung zu finanzieren. Durch diese Dinge sind zwar die Grundbedürfnisse eines Menschen geregelt, jedoch bleibt das Sozialleben meist komplett auf der Strecke. Schon um z.B. in den Zoo zu gehen, zahlt man in Leipzig mindestens 8 Euro als Erwachsener mit Familienpass, Kinder und Begleitpersonen sind noch nicht eingerechnet. In Kinos zum Beispiel gibt es überhaupt keine Ermäßigung für Leute ohne eigenes Einkommen.

Wenn man sich das so ansieht, ist es kein Wunder, warum sich viele Arbeitslose abschotten oder schon 9 Uhr am Vormittag mit der Bierflasche vor Aldi und Co. sitzen. Ich finde es einfach traurig, dass sich manche Leute in einem Land wie Deutschland nicht mal einen Kinobesuch mit Freunden oder einen Gang ins Schwimmbad leisten könne und das, obwohl sie vorher jahrelang gearbeitet haben. So wird man dann schnell aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Ohne Geld fallen Unternehmungen mit sozialen Kontakten einfach weg – und wenn wir ehrlich sind, würdet ihr andauernd jemanden fragen, etwas zu unternehmen, wenn diese Person sowieso jedes Mal nicht mitkommen kann? Eher nicht, denke ich.

Genau dafür sollte, meiner Meinung nach, eine Art „Grundeinkommen“ da sein. Die Leute sollten es verwenden um ihr Leben dadurch wertvoller gestalten zu können und um nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Sicherlich würde Bargeld in dieser Hinsicht nicht viel helfen, aber ein Gutscheinprinzip oder eine Art „Sozialkarte“ wäre sicher ein erster Schritt. Auf dieser Karte könnte man ein bestimmtes Guthaben speichern mit dem man sich zum Beispiel drei Mal pro Jahr einen Film im Kino ansehen oder jeden Monat ins Schwimmbad gehen kann. Für entsprechende Einrichtungen müsste es dann natürlich zur Pflicht werden, diese Karte auch anzunehmen.

Man sollte jedoch auch beachten, dass es kein „Spaßticket“ für jedermann sein soll. Selbstverständlich sollte es für Nutzer dieser Karte ebenfalls zur Pflicht werden, sich um einen neuen Arbeitsplatz zu bemühen. Dabei ist jedoch ein menschenwürdiger Arbeitsplatz mit anständiger Bezahlung gemeint. Dazu muss sich in Deutschland jedoch noch mehr verändern. Bestimmt würden nur die wenigsten Menschen auf die Idee kommen, für 100€ mehr jeden Tag arbeiten zu gehen, wenn sie sonst den ganzen Tag zu Hause sitzen können und auch noch vergünstigten Freizeitbeschäftigungen nachgehen dürfen. Wenn man allerdings sieht, wie manche Unternehmen ihre Mitarbeiter bezahlen, ist es in ein paar Jahren vielleicht sogar noch profitabler, arbeitslos zu sein. Obwohl angeblich immer Fachkräfte gesucht werden, stellen viele Unternehmen zu hohe Anforderungen und wollen dafür zu wenig bezahlen. Teilweise kommt man beim Lesen von Stellenausschreibungen sogar auf den Gedanken, dass eine Person für mehr als zwei Stellen gesucht wird. So ist es kein Wunder, dass viele Fachkräfte im Ausland arbeiten, wo ihre Arbeit geschätzt wird und sie auch anständig bezahlt werden. Bis das jedoch bei deutschen Unternehmen ankommt, wird es anscheinend noch eine Weile dauern.

Das war es auch schon für den Moment. Ich hoffe, euch hat der Artikel gefallen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Gedanken zu diesem Thema mitteilen würdet.

Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
– Fabian

Rückblick: September 2010

Schon wieder ist ein Monat um und viele Fragen sich, warum die Zeit so schnell vergeht. Leider gibt es zu dieser Frage keine Antwort in meinem Beitrag aber dafür werde ich versuchen, den vergangenen Monat aus meiner Sicht kurz zusammenzufassen.

Eigentlich begann der September ziemlich gut. Ich hatte meinen ersten, längeren Urlaub in diesem Jahr und war kurz davor für ein paar Tage nach Hongkong zu fliegen. Ich habe bis zur letzten Minute gewartet, aber der Flug war leider überbucht und ich konnte nicht mehr mit. Das hieß also, der Urlaub musste wohl oder übel zu Hause verbracht werden. Sehr schlimm war es nicht, obwohl etwas mehr „Spannung“ nicht geschadet hätte.

Gleich nach dem Urlaub hatte ich meine erste Frühschicht. Okay, „Frühschicht“ ist etwas ungünstig ausgedrückt, weil diese bei uns unter der Woche erst um 10:00 Uhr beginnt. Jedoch musste ich auch am Wochenende ran, und dann geht’s schon um 06:00 Uhr los. Somit musste ich mich bereits um 04:00 Uhr aus dem Bett quälen, um pünktlich im Büro zu sein. Da in dieser Zeit gerade eine neue Haltestelle auf meiner Bahnstrecke gebaut wurde, wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet und ich war noch länger unterwegs. Gerade am Wochenende war es aber von der Kundenseite her sehr ruhig, aber auch recht langweilig – von 06:15 Uhr bis 14:15 Uhr musste ich alleine im Büro rumsitzen.

Da ich am Wochenende arbeiten musste, hatte ich den Montag und Dienstag danach frei. Die Zeit habe ich genutzt, um etwas Sport zu machen und um dem Telekomladen einen kleinen Besuch abzustatten. Eigentlich wollte ich mich nur nach den Möglichkeiten einer Vertragsverlängerung erkundigen, da mein Telekomvertrag im Dezember ausgelaufen wäre. Bisher habe ich ja ein iPhone 3G genutzt, welches allerdings mit der Zeit immer langsamer wurde und ein paar Mal beim Tippen abgestürzt ist. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass man eine Ablösesumme zahlen muss, wenn man bereits vor Vertragsverlängerung ein neues Handy nutzen möchte, anscheinend war das bei mir aber nicht der Fall. Der nette Verkäufer hat mir angeboten, sofort ein neues iPhone mitzunehmen. Ohne Wartezeit, ohne Ablösegebühr und ab Dezember würde ich aufgrund meines Alters sogar 10€ pro Monat sparen. Sonst gibt’s doch die ganzen Vergünstigungen nur für Rentner oder Kleinkinder… 😀

Somit bin ich jetzt auch Besitzer eines neuen iPhones und ich kann mich überhaupt nicht beschweren. Vor allem die Geschwindigkeit und die Kamera kann man nicht mit dem 3G-Modell vergleichen. Von den berüchtigten Empfangsproblemen habe ich bisher auch noch nichts mitbekommen.

Zum Ende des Monats wurde er aber auch immer schlechter und langsam musste ich begreifen, dass der Herbst nach Leipzig gekommen ist. Letzte Woche hat es 4 Tage am Stück geregnet und die Flüsse in der Umgebung waren bis zum Überlaufen voll. Hier in Leipzig ist das Wasser jedoch größtenteils in den Flußbetten geblieben und es gab keine größeren Überschwemmungen. An eine gesperrte Brückenstraße hat man sich hier bei Überschwemungen sowieso schon gewöhnt 😀 Mittlerweile hat es aber auch schon wieder aufgehört und die Sonne ist draußen.

Wenn das Wetter auch im Oktober so bleibt, wie es gerade ist, finde ich den Herbst vielleicht sogar schön 🙂

Wie war euer September? Habt ihr etwas besonderes erlebt? Was sind euere Pläne für den Oktober?

Viele Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
– Fabian

Warum meine Tweets geschützt sind

Viele Twitter-Nutzer wissen bestimmt, dass man seine Tweets auch schützen kann. Durch diese Option können Tweets nur noch von Leuten gelesen werden, denen man es ausdrücklich erlaubt hat. Manche Twitterer verstehen jedoch nicht, warum einige Benutzer ihre Tweets schützen. Deshalb möchte ich hier kurz darstellen, weshalb ich meinen privaten Twitter-Account schütze.

  • Ich kann bestimmen, wer meine Tweets liest –> ich kann somit auch jederzeit wieder bestimmten Personen verbieten, meine Tweets zu lesen
  • es gibt weniger Spam, da Spam-Accounts meistens keinen geschützten Accounts folgen wollen
  • externe Websites und Anwendungen haben keinen Zugriff auf meine Tweets -> Privatsphäre wird erhöht
  • Ich möchte nicht, dass bestimmte Daten, wie mein aktueller Aufenthalsort (wenn ich ihn auf Twitter freigebe), von Millionen Menschen gelesen werden kann
  • Ich sehe, wer mir folgen möchte und kann so gezielt eine kleine Community innerhalb von Twitter aufbauen

Sicher könnte man, z.B. durch einen Fake-Account, dem ich erlaube meine Tweets zu lesen, an meine Tweets kommen, jedoch ist dies wesentlich sicherer, als wenn ich von vornherein alle meine Tweets und Daten freigebe.

Ich vergleiche Twitter auch gerne mit anderen Netzwerken wie z.B. Facebook. Dort möchte ich auch nicht, dass jeder x-beliebige Nutzer meine aktuellen Statusmeldungen liest – weshalb sollte man es also bei Twitter können?

Leider gibt es einen kleinen Nachteil für mich, wenn ich Tweets schütze. Wenn ich einem anderen Nutzer bei Twitter etwas schreiben möchte, und mir dieser Nutzer nicht folgt, kann er meine Nachricht nicht lesen, auch wenn ich den Nutzer gleich am Anfang des Tweets erwähne oder auf „Antworten“ drücke.

Wer also möchte, kann mir jederzeit folgen – interessante Benutzer folge ich natürlich auch gern zurück. In Zukunft wird es auch wieder mehr Updates mit dem FGNETDE-Twitter-Account geben. Die Tweets dieses Accounts sind ungeschützt und stehen allen offen.

Die Links zu beiden Twitter-Accounts gibt es auch noch mal hier (@Fabi1611 | @FGNETDE) und oben rechts bei den sozialen Netzwerken.

Habt ihr auch Twitter-Accounts? Schützt ihr eure Tweets oder nicht? Was sind eure Argumente für oder gegen das Schützen von Tweets? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bis bald,
– Fabian

Es geht bergab: Schulbildung

Heute abend habe ich meine Mutter zum Elternabend der Klasse meiner Schwester begleitet und ich muss sagen… es wird immer schlimmer mit der Bildung hier – zumindest wenn man sich das Gymnasium meiner Schwester anschaut.

Zuerst gab es einen Vortrag der Polizei zum Thema Drogen mit Schwerpunkt Haschisch und Herion. Okay, es war sehr interessant zu hören wie viele Drogentote es in Leipzig und Deutschland gab und es ist auch gut zu wissen, in welchen Gegenden sich hier die meisten Dealer / Junkies rumtreiben aber eine Sache hat mich mal wieder geschockt: laut den Zahlen der Polizei gab es in Leipzig im letzten Jahr mehr als 5 Kinder unter 14, die im Krankenhaus wegen übermäßigem Alkoholkonsum behandelt wurden. Bin ich einfach zu altmodisch oder ist es mittlerweile „normal“ wenn man sich schon in der siebten Klasse die Bierpulle nach der Schule auf macht? Ich glaube, als ich in diesem Alter war, war Alkohol tabu und nur für Erwachsene – ich hätte gar nicht daran gedacht auch nur einen Schluck davon zu trinken. Weiterhin ging es darum, dass schon letztes Jahr (also damals, als meine Schwester in der 6. Klasse war) von einigen aus der Klasse geraucht wurde. Mit 12 – rauchen!? Wenn das so weiter geht, lernen das die Kinder in 20 Jahren im Kindergarten. Ich will gar nicht daran denken.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil des Artikels. Nach dem Vortrag der Polizistin sind die einzelnen Klassenlehrer mit den Eltern in die Klassenzimmer gegangen wo allgemeine Dinge geklärt wurden. Unter anderem ging es um Klassenfahrten. Leider hat der Freistaat Sachsen momentan nicht gerade viel Geld und spart deshalb an erster Stelle mit Bildung und Wissenschaft. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass die Kinder nicht mehr zur Klassenfahrt fahren können, weil den Lehrern kein Abwesenheitsgeld gezahlt werden kann. Selbst wenn diese schriftlich darauf verzichten würden, würde eine Fahrt nicht genehmigt werden. Der Grund: die Lehrer könnten so gemein sein, und sich die paar Euro pro Tag hinterher gerichtlich einklagen. Wenn die Klasse Glück hat, würde die nächste Fahrt wohl wahrscheinlich in der 10. Klasse stattfinden. Falls das nicht klappt, dann noch die Fahrt in der Sekundarstufe II. Wie gesagt… momentan ist meiner Schwester in der siebten Klasse. Ich habe früher zwar auch keine Klassenfahrten gemocht aber sie dienen letztendlich dazu, die Klasse näher zusammenzubringen, das die Lehrer ihre Schüler besser kennenlernen und natürlich (offiziell zumindest) um etwas zu lernen.

Des weiteren gab es Berichte über Lehrer, die ihre Schüler den Großteil ihres Unterrichtes selbst aus Büchern ausarbeiten lassen oder einfach mal sagen „Ich habe keine Lust, blättert in euren Büchern“. Angeblich wurde er selbst, als er von anderen Lehrern darauf angesprochen wurde, ausfällig und hat schlecht gelaunt reagiert. Sind solche Leute wirklich für den Lehrerberuf geeignet?

Ach ja… noch eine Sache. In sächsischen Gymnasien gibt es von der 8. bis zur 10. Klasse Profilunterricht. An der Schule meiner Schwester kann man wohl zwischen einem gesellschaftswissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Profil wählen. Auf einem Elternbrief dazu stand, es würden beide Profile den Schülern vorgestellt. Letztendlich wurde nur das gesellschaftswissenschaftliche Profil vorgestellt weshalb sich die meisten Schüler auch für dieses Profil einschreiben möchten. Dummerweise sieht es aber gar nicht gut aus, wenn es gibt zu viele Schüler, die dieses Profl wählen möchten. Es gab schon mal einen Losentscheid, in dem ausgelost wurde ob die Schüler Französisch oder Latein lernen dürfen, weil der Lateinlehrer „urplötzlich“ in Rente gegangen ist und kein neuer Lehrer gekommen ist – festgestellt wurde das ganze wenige Wochen vor den Sommerferien. Eventuell kommt es nun auch wieder zu so einem Losentscheid. Kann es wirklich angehen, dass so über die Bildung der Kinder entschieden wird? Durch Lose!?

Wenn man das alles hört, fragt man sich wirklich, wie es mit dem Bildungssystem weiter gehen soll. Wahrscheinlich kann ich in 50 Jahren vergessen, irgendeine Rente von gut ausgebildeten Menschen zu bekommen 😉

Habt ihr ähnliche Erfahrungen in diesem Bereich? Gab es in eurer Schule damals ähnliche Dinge? Was sagt ihr dazu, dass immer jüngere Kinder mit Rauchen / Trinken anfangen? Ich freue mich über eure Kommentare.

Viele Grüße,
– Fabi