Unterwegs in der Tschechischen Republik: Prag

Wenn man schon mal gutes Wetter hat, dann sollte dieses auch genutzt werden. Das dachte ich mir auch letzten Montag, an dem ich wieder in Europa unterwegs war. Dieses Mal ging es in die Hauptstadt der Tschechischen Republik: Prag.

Los ging es ziemlich früh am morgen, genauer gesagt um 6:51 am Leipziger Hauptbahnhof. Dort fährt um diese Zeit ein aus Zürich kommender Nachtzug in Richtung Praha hlavni nadrazi (Prag Hbf.) ab. Auf dem Weg von Zürich nach Prag werden in Fulda normale IC-Reisezugwagen angehangen, die man zum normalen Schnellzugtarif und ohne Reservierung nutzen kann. Die Strecke führte über Dresden, durch die Sächsische Schweiz und entlang von Elbe und Moldau in die „goldene Stadt“, wo ich nach ca. 3,5 Stunden ankam.

Vom Prager Hauptbahnhof, der teilweise eher an einen Flughafen erinnert, ging es auch schon direkt zum Wenzelsplatz. Dort habe ich dann schon zum ersten Mal bemerkt, dass Prag anders als Breslau ist. Es sind viel mehr Touristen unterwegs und auch die Preise haben sich gewaschen. Das fing schon beim Starbucks an. Da ich ja die Starbucks City Mugs sammle, musste natürlich auch in Prag zugeschlagen werden. Im Vergleich zu Deutschland waren die Tassen da 5€ teurer und auch die Getränkepreise waren etwas höher als bei uns.

Am Wenzelsplatz sind wir bergab durch einige Gassen zum Altstädter Ring gelaufen. Teilweise war es sehr schwierig, dort vorwärts zu kommen, weil überall Touristenführer mit Regenschirmen und Reisegruppen im Schlepptau den Weg versperrt haben. Was mir an der Innenstadt außerdem besonders auffiel, war das hohe Polizeiaufgebot. Fast überall waren Polizeiautos und Polizisten zu sehen. Ob dies generell immer so ist oder nur aufgrund der Anschläge in Norwegen der Fall ist, kann ich allerdings nicht sagen.

An der Moldau angekommen, ging es dann zum nächsten Touristen-Highlight: der Karlsbrücke. Auf der Brücke gab es viele verschiedene Stände, an denen Schmuck oder Bilder angeboten wurden. Außerdem nutzten einige Straßenkünstler den starken Publikumsverkehr auf der Brücke um etwas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Am anderen Ufer der Moldau gab es im amerikanischen Spezialitätenrestaurant zum goldenen „M“ etwas zu Essen und dann ging es auch schon wieder zurück in die Innenstadt.

Dort ging es am Hardrock Café Prag vorbei zum Platz der Republik. Dort befinden sich der alte Pulverturm, das Gemeindehaus und ein großes Einkaufszentrum mit vielen, auch aus Deutschland bekannten, Geschäften wie „dm“, „Deichmann“, „H&M“, „New Yorker“ und „Puma“. Dort habe ich dann ein zweites Mal festgestellt, dass die Preise in Prag sehr gut mit den Preisen in Deutschland auf einer Höhe stehen oder die deutschen Preise sogar noch überbieten. Wer also billig einkaufen möchte, sollte nicht nach Prag fahren.

Da wir noch etwas Zeit hatten, bis der Zug nach Hause fuhr, haben wir den Prager Untergrund erkundet und sind mit der U-Bahn gefahren. Eine besondere Attraktion sind schon die sehr schnellen und steilen Rolltreppen in den Bahnhöfen. Da ist gekonntes Auf- und Absteigen sehr wichtig, wenn man nicht unbedingt den Boden abklopfen möchte. Eigentlich dachte ich ja, dass man sich noch den Karlsplatz anschauen könnte. Dummerweise habe ich dann erst vor Ort erfahren, dass der ehemalige Karlsplatz nur noch ein Park ist und es sonst nicht viel zu sehen gibt. Prager Metro

Auf dem Rückweg zum Bahnhof ging es dann noch ein mal durch die Innenstadt und am Wenzelsplatz und dem Nationalmuseum vorbei. Da es in Prag auch Ableger des britischen Supermarktes TESCO gibt, wollte ich dort auch noch ein mal rein schauen. In England ist mir Tesco durchweg positiv aufgefallen und vor allem die vielen verschiedenen Sandwiches waren empfehlenswert. Leider habe ich in Prag anscheinend die falsche Filiale erwischt und man konnte es nur mit einem sehr schlechten Aldi vergleichen.

Anschließend ging es zurück zum Bahnhof, wo um ca. 18:30 der Zug zurück nach Leipzig fuhr. Auch diesmal war es wieder ein Nachtzug mit IC-Sitzwagen, wobei man sehr gut aufpassen muss, in welchen Wagen man einsteigt. In Dresden wird der Zug in Abschnitte nach Amsterdam über Berlin und Zürich über Leipzig und Erfurt geteilt. Sollte man sich also im falschen Wagen befinden, findet man sich unter Umständen schnell in einer anderen Stadt wieder.

Insgesamt war es ein sehr schöner Tag und Prag ist eine wirklich sehenswerte Stadt. Wem es allerdings nur ums einkaufen geht, der sollte lieber eine andere Stadt besuchen.

Noch mehr Fotos findet ihr wie immer bei Flickr (hier klicken). Viel Spaß beim Anschauen!

[UPDATE] Amazon – Spedition mit Lieferproblemen

Wie ich hier ja bereits berichtet habe, bin ich auf der Suche nach einem neuen, schönen Fernseher. Nach ein paar weiteren Exkursionen zu weiteren Elektronikläden, habe ich endlich ein Modell gefunden, das mir zugesagt hat und auch innerhalb meiner Preisgrenze lag. Da ich aber auch nicht sinnlos Geld zum Fenster rauswerfen möchte, habe ich gleich im Laden (wieder Mediamarkt, aber eine andere Filiale) per Handy nachgeschaut, ob es den Fernseher nicht zufällig irgendwo preisgünstiger gibt. Komme was wolle, bei Amazon gab es das gleiche Modell für knapp 300 € weniger. Da man ja bei Mediamarkt angeblich mit dem Verkaufspersonal handeln kann, habe ich mir gleich einen Verkäufer geangelt und mal nachgefragt, ob sich da preislich nicht vielleicht etwas machen lässt. Mehr als 100 € wollte er aber nicht runter gehen und somit hätte ich den Fernseher bei Amazon immer noch für 200 € weniger bekommen.

Ohne Fernseher ging es daher wieder nach Hause, gleich an den Laptop und auf zu Amazon. Nach ein paar Klicks war das Gerät im Einkaufswagen und eine Bestellbestätigung kam per E-Mail. Am nächsten Tag war es dann auch schon soweit, und ich habe eine Versandbestätigung bekommen. Als Liefertermin wurde der 21. Juni 2010 prophezeit. Wie ihr euch sicherlich schon denken könnt, habe ich meinen Fernseher bis jetzt natürlich immer noch nicht.

Eigentlich sollte die Spedition, die den Fernseher ausliefert vorher bei mir anrufen um einen Termin zu vereinbaren. Natürlich war dies nicht der Fall und am Montag kam alles mögliche, nur kein Fernseher für mich. Okay… wer weiß, was dort schief gelaufen ist. Am nächsten Tag habe ich deshalb den Kundenservice kontaktiert und die nette Dame meinte nur, dass die Spedition gerade soooo viel zu tun hat, dass man einfach nicht mit dem Ausliefern hinterher kommt. Sie hat dann kurz bei der Spedition angerufen und meinte zu mir, dass ich am Dienstag oder Mittwoch angerufen werde und einen Liefertermin bekomme.

Wie ihr euch vielleicht auch denken könnt, wurde ich bisher noch nicht von der Spedition angerufen und der Fernseher hätte schon vor 4 Tagen bei mir sein sollen. Okay… noch mal mit dem Kundenservice telefonieren und das Gleiche ging von vorn los. Die Dame meinte dieses Mal, dass andere Kunden bereits 14 Tage auf ihre Ware warten und sie auch nicht verstehen kann, warum die Spedition nicht aus der Falte kommt. Amazon wurde wohl versprochen, dass mit Hochdruck an der Situation gearbeitet wird und man mich sicher in den nächsten Tagen wegen einem Liefertermin kontaktiert.

Ich verstehe es nicht, warum sich Amazon als riesengroßes Unternehmen so etwas leisten kann. Wurde hier die kleinste und unzuverlässigste Spedition in der Umgebung mit so etwas beauftragt? Warum kann man diese Prozesse nicht etwas beschleunigen und die Geräte dann über einen anderen Dienstleister ausliefern lassen, wenn man genau weiß, es gibt Lieferengpässe? Warum werden die Kunden nicht benachrichtigt sondern erfahren von den Problemen erst, wenn man beim Kundenservice anruft? Fragen über Fragen und niemand kann sie beantworten…

Auf jeden Fall bin ich von Amazon sehr enttäuscht. Mittlerweile bestelle ich seit 7 Jahren Sachen dort und hatte bisher, ungelogen, noch nie irgendwelche Probleme. Dann vertraut man diesem Unternehmen eine Bestellung von mehreren hundert Euro an und was passiert… nichts! Ich bin sehr enttäuscht und hoffe, dass sich Amazon eine originelle Entschuldigung einfallen lässt. Wenn der Fernseher bis nächste Woche nicht hier ist, muss ich mein Geld wohl oder übel zurückbuchen lassen und mich an einen anderen Anbieter wenden.

UPDATE: Am Dienstag, dem 29. Juni klingelt es an der Tür und die Spedition war da. Mit meinem Fernseher! Sie haben sich zwar vorher nicht angekündigt aber ich bin froh, dass die ganze Prozedur jetzt ein Ende hat. Anscheinend gibt es aber immer noch ein kleines Problem. Am Donnerstag (01. Juli) rief mich am Nachmittag Kim vom Amazon Kundenservice an und hat sich noch mal dafür entschuldigt, dass es noch ein paar Tage dauern wird. Anscheinend hat die Spedition immer noch nicht an Amazon durchgegeben, dass das Gerät ausgeliefert wurde. Vielleicht bekomme ich ja jetzt einen zweiten? 😀 – Danke übrigens für alle eure Kommentare! Ich freue mich jedes Mal, wenn sich jemand zu meinen Beiträgen äußert 🙂

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen mit Amazon gemacht? Würdet ihr große Geräte wie Fernseher über das Internet bestellen?

Einen schönen Tag noch,
– Fabian