Mein bester Freund beim Hebräischlernen I

Um eine Sprache, außerhalb von Schulen, zu lernen gibt es Unmengen an Materialien, die man verwenden kann: Bücher, Podcasts, Sprachkurse, Foren, Chats, diverse Online-Übersetzer und Wörterbücher.

Ich möchte euch einige Materialien vorstellen, die ich sehr gerne benutze, wenn ich Hebräisch lerne.

Da ich mir teilweise einige Verben bzw. deren Formen nicht merken kann, ist die absolute Nummer eins für mich der „Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs„. Wie der Name schon sagt, ist es ein Sprachführer für hebräische Verben.

In der zweiten Ausgabe, die ich besitze, umfasst das Buch ganze 886 Seiten und beinhaltet die gebräuchlichsten 1580 Verben, gruppiert in 565 Wurzelgruppen. Ebenfalls im Buch: ein Verbverzeichnis Hebräisch->Englisch und Englisch->Hebräisch mit Angabe der Wurzel und Seitennummer. Außerdem gibt es zu jeder Wurzelgruppe gleich noch Beispielsätze auf Hebräisch, inklusive der englischen Übersetzung.

Die einzelnen Verben sind übersichtlich in Tabellenform aufgelistet und man hat Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft und sogar den Imperativ schnell im Blick. Zu einigen Verben sind außerdem auch noch weniger gebräuchliche Formen angegeben und entsprechend markiert. Ganz wichtig ist außerdem, dass alle Verben komplett mit Nikudim punktiert sind! Wenn man also die Vokalzeichen kann, hat das Rätselraten nach der richtigen Aussprache ein Ende.

Kleiner Hinweis für alle „Unwissenden“ 😉 : In hebräischen Alltagstexten werden nur Konsonanten geschrieben. Vergleichbar wäre es, wenn man in Deutsch einfach “ ‚pfl “ an Stelle von „Apfel“ schreiben würde. Wenn jemand nur “ ‚pfl “ liest, kann er natürlich nicht wissen, dass es „Apfel“ ausgesprochen wird. In religiösen Texten, Kinderbüchern und Lernmaterialien werden die Vokale durch Nikudim, kleine Punkte und Striche bei den Konsonanten dargestellt.

Das Wort „קטן“ (katan – klein) sieht mit Nikudim so aus: קָטָן. Könnt ihr die kleinen „T“ unter den beiden ersten Zeichen* erkennen? Sie sagen uns, dass nach den Konsonanten ein „a“ gesprochen wird.

Ursprünglich wurde dies in religiösen Texten eingeführt, damit die Texte überall gleich ausgesprochen werden können, da die Nikudim ja sagen, wie die Worte ausgesprochen werden. In der modernen Zeit hat man dies dann auch für Kinderbücher und Lermaterialien übernommen, damit man die Sprache besser lesen lernt. Mit der Zeit prägt man sich die Aussprache ein und kann die Worte auch ohne Nikudim lesen.

* Hebräisch wird von rechts nach links geschrieben und gelesen.

Für mich ist das Buch ein unverzichtbares Nachschlagewerk und auch im Internet habe ich bisher keine Website gefunden, die so viele Verben auch nur annähernd so komplex und detailliert darstellt. Da es in Deutschland (bei Amazon) auch nur ca. 14€ kostet, ist es eine sehr gelungene Investition für alle, die sich näher mit Hebräisch bzw. den Verben beschäftigen möchten.

Demnächst möchte ich euch an dieser Stelle auch noch andere Materialien vorstellen, die ich zum Lernen benutze. Geplant sind noch mindestens zwei weitere Artikel zum Thema, wobei ich derzeit einen Artikel pro Woche zu dieser Serie veröffentlichen möchte.

להתראות
– פבי


Die Artikelserie „Mein bester Freund beim Hebräischlernen“ besteht momentan aus zwei Artikeln:
Teil 1: Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs
Teil 2: virtuelle Tastaturen

Leipziger Buchmesse

Endlich ist es soweit, der Frühling ist auch in Leipzig angekommen. Im Gepäck hat er schönes Wetter, angenehme Temperaturen bei 15°C und natürlich auch gute Laune. Gleichzeitig war es auch ein perfekter Auftakt für die Leipziger Buchmesse, die heute gestartet ist. Als ich um 10:02 in der Eingangshalle war, war schon unheimlich viel los und in einigen Gängen konnte man kaum noch treten. Fotos konnte ich aber leider wegen meinem leeren Kamera-Akku nicht machen. Es gab eine Menge an unterschiedlichen Büchern aus allen Themengebieten. Unter anderem waren Schulbücher, Bücher zu Religion, wissenschaftliche Fachbücher, Antiquitäten und „normale“ Thriller und Romane im Angebot. Außerdem haben sich einige Länder, wie zum Beispiel die USA, Serbien, Israel, Luxemburg und die Schweiz mit Ständen und Büchern einheimischer Schriftsteller auf der Messe präsentiert.

Da dort auch Bücher zu Messepreise verkauft werden, ist es eine relativ gute Möglichkeit um an preisgünstige Fachbücher zu kommen.
Die Buchmesse läuft noch bis einschließlich Sonntag und ist ab 10:00 geöffnet. Aufgrund der vielen Besucher würde ich aber empfehlen, entweder direkt am Morgen oder in den Abendstunden zur Messe zu gehen. In den Vorverkaufstickets ist außerdem eine Fahrtberechtigung für einige Zonen im MDV enthalten, man muss allerdings vorher den Tag ankreuzen, an dem man die Fahrtberechtigung nutzen möchte.

Wart ihr auf der Buchmesse oder habt ihr vor, dort hinzugehen?

Viele Grüße
– Fabi

Marihuana und die US-Wirtschaft

Da ich über das Wochenende nicht genug ausgelastet war, bin ich heute nach dem Aufstehen in die Stadt gefahren und habe etwas trainiert. Viele moderne Sportstudios bieten bei den Cardiogeräten glücklicherweise Fernseher an, damit man sich die Zeit etwas vertreiben kann. Ich hab selbstverständlich auch einen Fernseher blockiert und mich für CNN entschieden. Dort lief gerade Larry King Live mit Larry King (wie ja der Name schon sagt…) und Jesse Ventura, früherer Gouverneur von Minnesota (USA), als Gesprächspartner. Im Interview ging es hauptsächlich Venturas neues Buch „American Conspiracies: Lies, Lies, and More Dirty Lies that the Government Tells Us“. Auf Deutsch heißt das ungefähr „Das amerikanische Komplott / die amerikanische Verschwörung: Lügen, Lügen und noch mehr dreckige Lügen die uns die Regierung erzählt“.

Okay, jetzt aber zum eigentlichen Titelthema „Marihuana und die US-Wirtschaft“. Leider habe ich das Interview nicht von Anfang an gesehen aber folgende Stelle war, von Larry Kings Style abgesehen, sehr interessant für mich.

King und Ventura redeten gerade über Drogen und die Legalisierung von Marihuana in den USA / in Kalifornien. Ventura war der Meinung, dass Marihuana doch gar nicht soooo schlimm ist, und deshalb ruhig legalisiert werden sollte. Eines seiner Hauptargumente war, dass die Legalisierung die amerikanische Wirtschaft stärken würde. Seiner Meinung nach würde durch die Legalisierung von Marihuana, der Verkauf, die dadurch entstehenden Firmen und die dazugehörige Infrastruktur bestens in die amerikanische Wirtschaft investiert werden. Anstatt Geld für das Verbot, Kontrollen und für Prävention auszugeben würde durch die Legalisierung viel mehr Geld in die Kassen kommen. Spezielle Steuern auf Marihuana könnten zudem auch eingeführt werden.

Wenn man also nach Mr. Ventura gehen würde, würde Marihuana schnell mal legalisiert werden und sobald es der Wirtschaft besser geht, verbieten wir es wieder? Was ist mit den Kosten für Gesundheit, Aufklärung, Vorbeugung von Langzeitschäden? Okay, beim amerikanischen Gesundheitssystem muss man derzeit sowieso davon ausgehen, das man alles selbst bezahlt, aber das kann es doch wohl nicht sein!?

Auf welche Ideen werden die Menschen noch kommen, damit man einfach und schnell wieder zu Geld kommt? Die Idee, eine Droge zu legalisieren, nur damit mehr Geld in die Kassen kommt, halte ich jedenfalls für sehr verwerflich. Überhaupt daran zu denken, Drogen zu legalisieren würde für mich nicht in Frage kommen.

Was sagt ihr zur Idee von Ventura? Was haltet ihr allgemein davon, Marihuana zu legalisieren? Was sind eure Ideen um die Wirtschaft anzukurbeln?

Viele kopfschüttelnde Grüße,
– Fabi