Besprechungen und der Notizwahn

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich andauernd mit dieser Frage konfrontiert sieht: Wie halte ich meine Besprechungsnotizen fest, um auch eine Woche nach der Besprechung noch zu wissen, was ich eigentlich aufgeschrieben habe?

Die Qual der Wahl…

Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt – vom Notizbuch über den Notizblock bis hin zu Mitschriften im Laptop, jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Bei handschriftlichen Notizen auf Papier ist der nachträgliche Aufwand für mich relativ hoch. Entweder man ordnet die Notizen so, dass man sie später wiederfindet, was auch schnell mal zur Bastelstunde werden kann, oder man digitalisiert sie nachträglich aufwändig, um sie im Laptop mit von A nach B zu nehmen.

Stattdessen bietet sich auch das direkte Mitschreiben von Notizen während der Besprechung auf dem Laptop an – auch das halte ich aber eher für kontraproduktiv. Auf der einen Seite distanziert man sich durch den hochgeklappten Laptopbildschirm räumlich von den anderen Teilnehmern, auf der anderen Seite wird man durch die Möglichkeiten des Laptops auch schnell von der eigentlichen Besprechung abgelenkt.

Wer kennt es nicht, dass trotz Skype-Status „In einer Besprechung“ unablässig Anrufe im Hintergrund eingehen oder eine verlockende E-Mail-Benachrichtigung die Aufmerksamkeit auf ein vollkommen anderes Thema lenkt? Zumal auch die anderen Teilnehmer verunsichert werden können: Bedeutet das „wilde Tippen“ wirklich, dass akribisch Notizen gemacht werden oder ist im Hintergrund vielleicht eher ein Chatfenster oder das E-Mail-Programm geöffnet? Optimal finde ich das nicht.

Handschriftliche Notizen – digital. Eine Mögliche Lösung?

Um Abhilfe zu schaffen möchte ich daher in den nächsten Wochen einen anderen Weg ausprobieren: digitale handschriftliche Notizen. Als Equipment dienen mir ein iPad Pro (9.7″), der dazugehörige Apple Pencil und Microsoft OneNote, das kostenlos für iPad erhältlich ist.

OneNote ist in meinem Team sowieso schon als eines der Standardwerkzeuge verankert. Es ist einfach Notizen zu verfassen, sie zu gliedern und sie Anderen zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass gleichzeitig mehrere Personen in einem virtuellen Notizbuch arbeiten können ohne in Konflikt mit dem Schreibschutz zu kommen. Auch Änderungen von anderen Personen sind leicht erkennbar, wenn man denn sein Notizbuch mit anderen Personen teilen möchte oder ein Notizbuch auf einem Netzlaufwerk verwendet. Sehr praktisch ist die Synchronisation zu OneDrive bzw. OneDrive for Business, so dass die neuen Notizen sofort auf allen anderen Geräten zur Verfügung stehen.

Eine OneNote-Seite

Eine OneNote-Seite

Mit dem Apple Pencil gibt es nun auch endlich einen vernünftigen Eingabestift für iOS-Geräte: Man muss sich keine Gedanken mehr über falsche Striche machen, weil der Handballen das Display berührt, und auch Verzögerungen vom Schreiben bis zum Erscheinen der Notizen auf dem Bildschirm gibt es quasi nicht.

Durch Größe und Gewicht kann man das iPad Pro kaum von einem normalgroßen Block oder Notizbuch unterscheiden, weshalb es auf dem Besprechungstisch deutlich angenehmer als ein 15″-Laptop wirkt. Einen weiteren Pluspunkt verdient es sich durch die lange Akkulaufzeit. Während ich an Tagen mit „Meetingmarathons“ irgendwann immer eine Steckdose suchen muss, um meinen Laptop aufzuladen, hält das iPad Pro auch mal 2 lange Tage ohne Akkuladung durch – und auch wenn der Akku vom Stift mal leer wird, reichen ein paar Sekunden Ladezeit für eine halbe Stunde Energie.

Nach der Besprechung hält sich auch der Nachbereitungsaufwand in Grenzen – die Windows-Version von OneNote bringt glücklicherweise eine Handschrifterkennung mit, wodurch die Handschrift schnell und relativ zuverlässig in Text umgewandelt wird. Noch nicht ausprobiert habe ich allerdings mehrsprachige Notizen umzuwandeln.

Ich bin gespannt, ob ich auch in ein paar Wochen noch von dieser Methode begeistert bin oder sie sich auf längere Zeit vielleicht doch als unpraktisch herausstellt…

Wie löst ihr dieses Problem? Habt ihr noch andere Ideen, um dem Notizchaos Herr zu werden? Bitte lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Viele Grüße
– Fabian

Eine Woche iPad – Mobile Office

Vor knapp einer Woche habe ich bereits über das neue iPad 2 berichtet und möchte nun an diesen Artikel anknüpfen. Nach etwas mehr Zeit mit dem Tablett-PC von Apple kann ich nun ein paar zusätzliche Eindrücke dazu aufschreiben.

Heute möchte ich auf das Thema „Mobile Office“ eingehen. Darunter verstehe ich es, unterwegs über das iPad Textdokumente, Präsentationen und Tabellen zu erstellen. In den vergangenen Tagen habe ich mich ausschließlich mit der Textverarbeitung beschäftigt. So ist es vor allem bei Besprechungen praktisch, keine Notizblöcke mitzunehmen und man kann seine Mitschriften anschließend gleich an die anderen Teilnehmer per Mail schicken.

Getestet habe ich dazu die App „Quickoffice“ beziehungsweise die „Quickoffice Connect Mobile Suite for iPad“ für ca. 12€ im AppStore. Das Programm enthält Editoren zum Erstellen von Word- und Excel-Dokumenten (jeweils doc, docx, xls, xlsx) und Powerpoint-Dokumenten (nur ppt). Man kann sich außerdem PDF-Dateien anzeigen aber nicht bearbeiten. Bei großen PDF-Dokumenten mit vielen Grafiken kommt der PDF-Betrachter jedoch schnell an seine Grenzen. Zum reinen Betrachten von PDFs bevorzuge ich daher „GoodReader„, da ich die Dateien dort gleichzeitig mit Kommentare und Notizen versehen kann.

Weiterhin ist es möglich, zahlreiche Dienste wie die iDisk, Dropbox und Google Docs einzubinden um Dokumente runter- und hochzuladen. Quickoffice selbst benutzt jedoch auch eine lokale Dateiverwaltung mit mehreren Ordnern die man derzeit nicht automatisch mit einem Webdienst wie der iDisk synchronisieren kann. So eine Funktion wäre durchaus wünschenswert.

Speziell im Textverarbeitungsmodus gibt es die wichtigsten Möglichkeiten um seine Dokumente zu gestalten. Man kann zwischen sieben Schriftarten, sechzehn Farben und den drei Formatierungsmöglichkeiten „fett“, „kursiv“ und „unterstrichen“ wählen. Man hat außerdem die Möglichkeit Listen zu erstellen und Absätze linksbündig, rechtsbündig und zentriert auszurichten. Formatvorlagen oder eine Möglichkeit eigene Farben zu definieren fehlen jedoch komplett. Außerdem gibt es keine Dokumentenvorlagen, man startet also immer mit einem komplett weißen Dokument ohne irgendwelche vordefinierten Stile.

Sobald man sein fertiges Dokument erstellt hat, bietet Quickoffice die Möglichkeit, das Dokument auch als PDF zu speichern oder über AirPrint-fähige Drucker zu drucken. Fertige Dateien kann man außerdem per E-Mail versenden. Was mir negativ aufgefallen ist, ist jedoch, dass man immer nur eine Datei per Mail versenden kann. Gerade bei mehreren Dokumenten ist das äußerst ungünstig. Als Workaround habe ich diese Dokumente erst auf die iDisk geladen, mit „GoodReader“ als ZIP-Archiv gepackt und dann von dort per Mail verschickt.

Für einfache Dokumente ohne spezielle Gestaltungselemente wie Gesprächsnotizen oder andere Mitschriften reicht das Programm also vollkommen aus. Wenn man umfangreichere Dokumente erstellen will, wird man allerdings nicht um eine Nachbearbeitung am PC kommen.

Sicherlich gibt es andere Programme auf dem iPad wie „Pages“, „Keynote“ und „Numbers“ von Apple, die erweiterte Funktionen anbieten jedoch auch deutlich teurer sind. Mit „Quickoffice“ bekomme ich drei Editoren mit ein paar weniger Funktionen und zahle nur die Hälfte vom Preis aller drei Apple-Programme.

Allgemein lerne ich das iPad wirklich zu schätzen. Gerade jetzt bei unserer Schulung wo keine internetfähigen Computer zur Verfügung stehen, ist es sehr praktisch, bei Unklarheiten zu Themen direkt auf die entsprechenden Websites zu gehen und um Informationen direkt an Kollegen weiterzuleiten. Außerdem ist es mir möglich, sämtliche Schulungsunterlagen auf dem iPad mitzunehmen ohne sie auszudrucken. So wurden einige hundert Seiten Papier und eine Menge Toner gespart.

Derzeit habe ich nur noch einige Probleme mit der Tastatur. An die Tastatur auf dem iPhone konnte ich mich damals relativ schnell gewöhnen, beim iPad scheint es allerdings etwas länger zu dauern. Ich bin mir jedoch sicher, dass mir dies bei längerer Benutzung genau so in Fleisch und Blut übergehen wird 🙂

Benutzt ihr eine App zum Erstellen von Dokumenten auf dem iPad? Wie zufrieden seit ihr? Wie hilft euch euer iPad im Beruf und unterwegs? — Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian

Der erste Tag mit dem iPad 2

Vorgestern war es soweit. Der 25. März 2011. Der Erscheinungstag des neuen iPad 2 von Apple. Ein Tag wie jeder andere, dachte ich erst. Als ich um 15:00 Arbeitsschluss hätte, dachte ich, ich kann noch schnell in die Stadt fahren um etwas zu Essen, bevor ich dann um 17:00 zu Gravis gehe um das iPad zu kaufen. So viel zur Theorie… die Praxis sah etwas anders aus.

Da ich zufällig schon auf dem Hinweg bei Gravis vorbei kam, habe ich eine Warteschlange entdeckt. Ungefähr 20 Leute waren schon da und haben auf das iPad 2 gewartet. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Wer will denn in Leipzig schon ein iPad haben? Da ich das Risiko nicht eingehen wollte, mit leeren Händen nach Hause zu gehen, habe ich mich also brav angestellt. Es war zu diesem Zeitpunkt übrigens 15:30. Irgendwie erinnerte mich das an die Erzählungen von früher, in denen berichtet wurde, dass in der DDR auch oft angestanden werden musste.

Im Gravis selbst war es erst mal ziemlich warm. Schal ab und Jacke aus. Dummerweise füllte sich der Laden immer weiter und um 17:00 ging die Schlange bis nach draußen. Alle wollten ein iPad haben. Um ehrlich zu sein, hätte ich mich ab ungefähr der Hälfte gar nicht mehr angestellt. Die Chance da noch eins zu bekommen war sehr unrealistisch. Bei Twitter habe ich schon gelesen, dass in den Apple Stores für die Leute in der Schlange kostenloses Wasser verteilt wurde damit niemand zusammenbricht. Bei Gravis war das überhaupt nicht der Fall. Am Anfang der Schlange gab es einen Wasserspender aber um den zu erreichen musste man natürlich seinen Platz aufgeben. Um 17:00 war es dann auch schon soweit und alle dachten, sie bekommen jetzt endlich ihr neues iPad. Auch da wurde nichts draus, da sich pünktlich zum Verkaufsstart das Kassensystem von Gravis aufgehangen hat. Anstatt das dann die Rechnungen z.B. per Hand geschrieben wurde, stand erst mal alles still. Den Mitarbeitern hat man die Motivation und die Begeisterung auch richtig angesehen. Vorgestern war sicher einer dieser Tage, an denen die dort richtig viel Geld verdient haben – warum hingen dann die Mundwinkel so weit unten, dass sie fast in China wieder raus gekommen wären? Informationen für die Kunden gab es natürlich überhaupt keine und jeder hat sich gewundert, warum es nicht vorwärts ging.

Um 17:45 war ich dann fast am Anfang der Schlange und es lagen noch ungefähr 5 iPads da. Das Modell, das ich gerne kaufen wollte, war natürlich nur noch 1x vorhanden und der Käufer vor mir hat die Gelegenheit genutzt um es zu kaufen. Toll. Immerhin hatte ich aber überhaupt noch eine gewisse Auswahl und hab mich dann für das schwarze 64GB Modell mit UMTS entschieden. Anscheinend hatten die Gravis-Mitarbeiter dann Angst, dass ich das iPad klaue und es wurde bis zur Kasse getragen. Sehe ich so verdächtig aus? Ich stelle mich bestimmt nicht 2h in eine Schlange an um dann etwas zu nehmen, was ich nicht bezahlen kann… Tsss… Auf jeden Fall ist mir klar geworden, dass ich mich das nächste Mal nicht wieder dort anstelle und lieber etwas warte oder das Gerät im Internet bestelle.

Später war ich dann zu Hause und es ging los. Der Lieferumfang des iPad 2 ist recht spartanisch, wie man es von Apple Produkten kennt. In der Box lagen Kurzbeschreibungen in Deutsch und Französisch, zwei Apple-Aufkleber, eine Nadel um das SIM-Kartenfach zu öffnen, ein USB-Verbindungskabel und ein USB-Adapter für die Steckdose zum Aufladen. Das letzterer Adapter dabei war, hat mich schon sehr gewundert. Ein Microfaser-Tuch zum Reinigen des Displays vermisse ich da allerdings schon. Bei der Größe des Displays wäre das eine nette Zugabe gewesen.

Ansonsten liegt das iPad super in der Hand. Es ist 117 Gramm leichter und 4,4 Millimeter flacher als sein Vorgänger. Am Display hat sich nicht viel geändert. Ein Retina-Display wie beim iPhone 4 wurde nicht verbaut, die Auflösung ist jedoch trotzdem sehr hoch und Grafiken lassen sich gut darstellen. Neu sind außerdem zwei Kameras, jeweils auf Vorder- und Rückseite des Gerätes um z.B. Videoanrufe durchzuführen und Videos aufzunehmen. Die Frontkamera nimmt Videos und Fotos in VGA-Qualität auf, die Kamera auf der Rückseite kann HD-Videos (720p) aufnehmen, die Fotos zeugen jedoch eher von geringer Qualität. Offizielle Megapixel-Zahlen dieser Kamera gibt es nicht, mich erinnert es jedoch an die Bilder des neuen iPod touch – dessen Kamera hat 0,7 Megapixel. Da man das iPad aber sicherlich sowieso nicht unterwegs mitnimmt um Fotos zu machen, ist das sicherlich zu verschmerzen. Eine etwas bessere (Foto-)Kamera wäre aber bestimmt nicht zu viel verlangt gewesen.

Zum Betriebssystem selbst muss ich sicherlich nicht viel sagen. Zum Einsatz kommt das von iPhone und iPod touch bekannte iOS in Version 4.3 (mittlerweile 4.3.1), welches auch auf dem iPad 1 läuft. Leider vermisse ich einige Apps, die zum Beispiel beim iPhone inklusive sind. So fehlt eine Uhr-Funktion mit Timer, Weltzeituhr und mehreren Alarmen. Ebenfalls fehlen Wetter-App, Aktien-App und Sprachmemo-App. Die letzteren drei Apps sind sicherlich noch verschmerzbar aber warum es keine Uhr gibt, wundert mich schon sehr. Es ist sicherlich nicht schwierig, diese vom iPhone aufs iPad umzusetzen.

Diesbezüglich habe ich mich um Ersatz bemüht: als Wecker habe ich mir „Nightstand“ im App Store gekauft. Diese App hat den Vorteil, dass sie einen mit eigener Musik wecken kann und man nicht auf die vorgefertigten Töne von Apple beschränkt ist. Um diese Funktion zu nutzen muss die App jedoch während der Nacht im Vordergrund geöffnet sein. Neben der Wecker-Funktion zeigt sie automatisch das Wetter der aktuellen Umgebung an – sehr praktisch wenn man morgens aufwacht.

Auch empfehlen kann ich den „GoodReader„. Diese App ist wirklich ein Muss für jeden iPad-Besitzer. Man kann sich so über FTP, WebDAV, Dropbox, Google Docs, iDisk, verschiedene POP3 und IMAP-Server und andere Webdienste Dokumente, Musik und Videos auf das iPad laden und sie so wiedergeben. So kann man seine kompletten Word, Powerpoint, Excel und PDF-Dateien mitnehmen und sich unterwegs anschauen. PDF-Dateien kann man außerdem bearbeiten (Kommentare hinzufügen, beschneiden, Notizen per Hand aufmalen usw.). Es ist sogar möglich, mehrere Dateien als ZIP-Archiv zusammenzufassen und per E-Mail zu verschicken. Die 4€ für diese App sind es auf jeden Fall Wert. Hier noch ein Hinweis von meiner Seite: man kann mit diesem Programm keine neuen Dokumente erstellen, dazu braucht man andere Apps (z.B. Pages oder Keynote) aus dem AppStore.

Weiterhin empfehlenswert sind „TeamViewer HD“ (kostenlos) zur Kontrolle seines Computers über das iPad, „GarageBand“ um sich musikalisch etwas auszuprobieren und „Plants VS Zombies HD“ um auch ein bisschen Spielspaß zu haben. Für iTunes-Nutzer lohnt sich sicher auch die App „Remote“ mit der man seine iTunes-Mediathek auf dem Computer über das iPad steuern kann.

Neu auf dem iPad 2 ist übrigens „Photo Booth„, das man schon von Mac OS X kennt. Hier kann man über die integrierte Kamera Fotos mit verschiedenen Effekten machen. Im Vergleich zur Mac OS X-Version sind jedoch nur die Effekte „Röntgen“, „Lichttunnel“, „Strecken“, „Spiegel“, „Wirbel“, „Wärmebildkamera“, „Kaleidoskop“ und „Quetschen“ verfügbar. Für etwas Spaß zwischendurch reicht es aber natürlich aus.

Ich komme bisher gut mit dem iPad klar und finde es vor allem als Alternative zu Laptop im Bett sehr sinnvoll. Auch wenn man nur schnell etwas im Internet nachsehen will, muss man nicht immer den Laptop einschalten oder ewig auf dem kleinen iPhone-Display suchen. Für Video-Anrufe über „Facetime“ ist es sicher auch sehr praktisch – bisher hatte ich jedoch keine Gelegenheit, diese Funktion zu testen.

Den Kauf bereue ich nicht und bin mir sicher, dass ich in nächster Zeit auch öfter über das iPad bzw. meine Erfahrungen damit berichte.
Ob es sich auch für iPad 1-Nutzer lohnt, diese Version zu kaufen, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst besitze kein iPad 1, würde aber aufgrund der relativ geringen neuen Funktionen nicht upgraden. Sicher ist es nur für Nutzer interessant, die wirklich schnellere Chips und die Kameras benötigen – für die meisten anderen Zwecke sollte das iPad 1 vollkommen ausreichen.

Benutzt ihr ein iPad oder ein anderes Tablet? Habt ihr App-Empfehlungen? In wieweit hat sich euer Leben durch das Tablet geändert? – Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian.

Neuer Job, neue Herausforderung

Heute ist der erste März. Heute hieß es auch für mich, einen neuen Schritt zu machen. Nachdem ich einige Zeit lang im IT-Support gearbeitet habe, wurde es für mich Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen – heute war es dann soweit: der erste Tag im neuen Unternehmen.

Meinen neue Aufgabe besteht weiterhin darin, (Groß-)Kunden im IT-Bereich zu betreuen. Anders als bei meinem Job im Support betrifft es aber Kunden aus Deutschland und ich bin nicht mehr für das Lösen von Hard- und Softwareproblemen verantwortlich. Vielmehr geht es darum, dem Kunden unterschiedliche Produkte / Softwarelizenzen großer Hersteller wie Microsoft anzubieten und um zu erkennen, welches IT-Equipment dem Kunden fehlt um die IT seines Unternehmens auf einem neuen und sicherem Stand zu halten.

Der Bereich „Vertrieb“ ist komplett neu für mich, ich glaube allerdings fest daran, dass ich mich in diesem Gebiet viel breiter entfalten kann als z.B. im Support oder in der Programmierung. Ein weiterer Vorteil liegt natürlich auch daran, dass meine neue Arbeitsstelle viel näher an meinem derzeitigen Zuhause liegt und endlich die Nacht- und Spätschichten wegfallen.

In den nächsten Monaten geht es nun erstmal mit Schulungen und Workshops weiter, die meine Kollegen und mich optimal auf unsere neue Aufgabe vorbereiten sollen.

Ich freue mich schon sehr darauf und werde, falls es sich anbietet, natürlich hier berichten.

Viele Grüße,
– Fabian

Bedingungsloses Grundeinkommen?

In einem interessanten Artikel hat sich Kenny über die Piratenpartei und das so genannte „bedingungslose Grundeinkommen“ geäußert.

Auch ich bin der Meinung, dass die Idee gar nicht so schlecht ist. Wie Kenny schon schrieb, werden in Zukunft durch die Technisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen. Dazu gehören vor allem Reinigungsbranche, Bergbau (in Deutschland) und sogar U-Bahn-Fahrer werden irgendwann überflüssig werden. In Nürnberg fährt eine komplette U-Bahn-Linie zum Beispiel schon vollständig automatisch, andere Städte überlegen auch, solche Systeme einzuführen. Irgendwann werden viele dieser Menschen auf der Straße stehen, weil man ihre Arbeit einfach nicht mehr benötigt. Natürlich kann man die Leute weiterbilden, in anderen Berufen beschäftigen, aber deshalb wird es trotzdem nicht mehr Arbeitsplätze geben – eher das Gegenteil wird der Fall sein. Wie soll es weiter mit diesen Leuten und ihrem Leben gehen?

Natürlich gibt es Arbeitslosengeld, aber alle die schon mal selbst arbeitslos waren, wissen bestimmt das dieses Geld vor allem in den o.g. Berufen bestimmt nicht ausreicht um mehr als die lebensnotwendigen Dinge wie Wohnung und Nahrung zu finanzieren. Durch diese Dinge sind zwar die Grundbedürfnisse eines Menschen geregelt, jedoch bleibt das Sozialleben meist komplett auf der Strecke. Schon um z.B. in den Zoo zu gehen, zahlt man in Leipzig mindestens 8 Euro als Erwachsener mit Familienpass, Kinder und Begleitpersonen sind noch nicht eingerechnet. In Kinos zum Beispiel gibt es überhaupt keine Ermäßigung für Leute ohne eigenes Einkommen.

Wenn man sich das so ansieht, ist es kein Wunder, warum sich viele Arbeitslose abschotten oder schon 9 Uhr am Vormittag mit der Bierflasche vor Aldi und Co. sitzen. Ich finde es einfach traurig, dass sich manche Leute in einem Land wie Deutschland nicht mal einen Kinobesuch mit Freunden oder einen Gang ins Schwimmbad leisten könne und das, obwohl sie vorher jahrelang gearbeitet haben. So wird man dann schnell aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Ohne Geld fallen Unternehmungen mit sozialen Kontakten einfach weg – und wenn wir ehrlich sind, würdet ihr andauernd jemanden fragen, etwas zu unternehmen, wenn diese Person sowieso jedes Mal nicht mitkommen kann? Eher nicht, denke ich.

Genau dafür sollte, meiner Meinung nach, eine Art „Grundeinkommen“ da sein. Die Leute sollten es verwenden um ihr Leben dadurch wertvoller gestalten zu können und um nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Sicherlich würde Bargeld in dieser Hinsicht nicht viel helfen, aber ein Gutscheinprinzip oder eine Art „Sozialkarte“ wäre sicher ein erster Schritt. Auf dieser Karte könnte man ein bestimmtes Guthaben speichern mit dem man sich zum Beispiel drei Mal pro Jahr einen Film im Kino ansehen oder jeden Monat ins Schwimmbad gehen kann. Für entsprechende Einrichtungen müsste es dann natürlich zur Pflicht werden, diese Karte auch anzunehmen.

Man sollte jedoch auch beachten, dass es kein „Spaßticket“ für jedermann sein soll. Selbstverständlich sollte es für Nutzer dieser Karte ebenfalls zur Pflicht werden, sich um einen neuen Arbeitsplatz zu bemühen. Dabei ist jedoch ein menschenwürdiger Arbeitsplatz mit anständiger Bezahlung gemeint. Dazu muss sich in Deutschland jedoch noch mehr verändern. Bestimmt würden nur die wenigsten Menschen auf die Idee kommen, für 100€ mehr jeden Tag arbeiten zu gehen, wenn sie sonst den ganzen Tag zu Hause sitzen können und auch noch vergünstigten Freizeitbeschäftigungen nachgehen dürfen. Wenn man allerdings sieht, wie manche Unternehmen ihre Mitarbeiter bezahlen, ist es in ein paar Jahren vielleicht sogar noch profitabler, arbeitslos zu sein. Obwohl angeblich immer Fachkräfte gesucht werden, stellen viele Unternehmen zu hohe Anforderungen und wollen dafür zu wenig bezahlen. Teilweise kommt man beim Lesen von Stellenausschreibungen sogar auf den Gedanken, dass eine Person für mehr als zwei Stellen gesucht wird. So ist es kein Wunder, dass viele Fachkräfte im Ausland arbeiten, wo ihre Arbeit geschätzt wird und sie auch anständig bezahlt werden. Bis das jedoch bei deutschen Unternehmen ankommt, wird es anscheinend noch eine Weile dauern.

Das war es auch schon für den Moment. Ich hoffe, euch hat der Artikel gefallen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Gedanken zu diesem Thema mitteilen würdet.

Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
– Fabian

Don’t lie | Nicht lügen

Sicherlich habt ihr schon mitbekommen, dass ich im IT-Support arbeite und jeden Tag vielen Menschen in den USA und Kanada bei ihren Computerproblemen helfe. Viele dieser Menschen sind sehr dankbar, wenn man eines dieser Probleme behoben hat oder einen Techniker zum Ort des Geschehens geschickt hat. Jedoch gibt es ein großes Problem: ein Großteil der Kunden lügt, wenn man versucht das jeweilige Problem zu beheben.

Meistens sind es einfache Dinge wie zum Beispiel „Haben Sie Ihr System bereits neugestartet?“. Sicherlich ist es eine einfache Frage und viele verspotten diese Frage sicherlich sowieso als nutzlos. Es ist jedoch trotzdem so, dass ein Neustart viele Probleme beheben kann. Warum sagt dann ein Kunde „Ja, ich habe es heute schon mindestens 5x neugestartet“ wenn in unserem System „Last reboot: 6 days, 4 hours, 9 minutes“ angezeigt wird?

Eine weitere Frage wäre „Haben Sie schon mal die Kabel an der Rückseite des Computers überprüft? Sind alle Kabel fest eingesteckt?“. Auch auf diese Antwort ist die Frage meistens „Ja klar, das habe ich schon gemacht“. Gerade bei fehlender Netzwerkkonnektivität  sitzt oftmals ein Stecker nicht richtig oder es gibt einen kleinen Wackelkontakt. Erst wenn wir den Kunden noch mal an die Rückseite des Computer schicken, heißt es dann „Oh! Ein Kabel war doch locker! Jetzt funktioniert es wieder!“ – super!

Ganz besonders toll sind auch solche Dinge wie „Haben Sie neue Programme installiert, bevor das Problem zum ersten Mal auftrat?“ – „Nein! Natürlich nicht, ich habe absolut gar nichts verändert!“. Dann schaut man halt bei einigen Problemen im Taskmanager nach und schon ist irgendein merkwürdiger Prozess da. Man schaut, zu welchem Programm er gehört und findet dann heraus, dass dieses Programm erst seit kurzer Zeit installiert ist und möglicherweise nicht mal für den Einsatz auf Firmencomputern bestimmt wurde. Warum sagen das die Kunden nicht?

Auf solche einfachen Fragen ehrlich zu antworten hat nur Vorteile – für den Kunden und für uns:

  • als Kunde wird man ernstgenommen
  • man kann bestimmte Probleme ausschließen / die Fehlersuche auf bestimmte Kategorien beschränken
  • es wird wahnsinnig viel Zeit eingespart

Es braucht kein Kunde Angst zu haben, dass man ihm den Kopf abreißt, nur weil er seinen Computer nicht neugestartet hat oder weil er irgendeine Software installiert hat. Wir sind dazu da, das Problem schnellstmöglich zu beheben und ggf. einen Spezialisten mit tiefgründiger Fehlersuche zu beauftragen. Je ehrlicher da die Kunden arbeiten und je mehr Informationen wir bekommen, desto schneller ist das System wieder funktionsfähig und der Kunde kann es weiter wie gewohnt nutzen.

Also: Wenn ihr den technischen Support anruft, dann sagt die Wahrheit und lügt nicht rum. Niemand braucht vor irgendeinem Techniker Angst zu haben – nur wenn sich im Nachhinein rausstellt, dass der Kunde von Anfang an mit falschen Karten gespielt hat, dann kann es auch mal teuer werden.

Arbeitet vielleicht auch jemand von euch im technischen Support? Habt ihr selbst Erfahrungen mit Kunden, Technikern, Ausreden und Lügen gemacht? Schreibt mir eure Geschichten als Kommentar! Vielleicht seid ihr selbst Kunden und ruft regelmäßig beim Support an – wurde euch bisher immer schnell geholfen? Was waren eure Probleme? Was wünschen sich Kunden vom PC-Support? Ich warte auf Kommentare!

Bis bald und viele Grüße,
– Fabian