Der Optimierungswahnsinn geht weiter

In der heutigen Zeit versucht man viele Dinge besser und effizienter zu gestalten. Gerade im Berufsleben ist man verloren, wenn man gerade nichts optimiert. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Arbeitsabläufe, Meetings, Diskussionsrunden oder Informationsbereitstellung handelt – aber auch im Privatleben geht einem der Optimierungswahn nicht aus dem Weg. Ich fühle mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr oder weniger heimlich versuche meinen Alltag zu optimieren. Das geht dabei los, wenn man verschiedene Wege versucht zusammenzufassen, die schnellste Bahnverbindung sucht oder nach dem Supermarkt Ausschau hält, in dem die Lieblingspizza gerade im Angebot ist. Das Ziel sämtlicher dieser „Optimierungsversuche“ ist meist gleich – es soll gespart werden: entweder Zeit oder ein bisschen Geld.

Mittlerweile geht es sogar schon soweit, dass nicht nur die „bewussten“ sondern auch die „unbewussten“ Dinge optimiert werden sollen. Eines dieser „unbewussten“ Dinge ist der Schlaf. So erhielt ich vor einigen Tagen den Newsletter eines Elektronikmarkts, in dem ein nahezu schon revolutionäres System vorgestellt wurde: ein System zur Schlafüberwachung.

Dieses High-End-Gerät soll den Schlaf nicht nur überwachen sondern auch detaillierte Auswertungen darüber geben, wie man selbigen optimieren kann. Weiterhin beinhaltet es ein „Nachtlicht“, welches die Farbe je nach dem ob man einschlafen oder aufwachen soll ändert, und diverse Sensoren. So sollen beispielsweise Herzschlag, Atmung und Bewegung auf der Matratze erfasst werden. Der Clou des Ganzen: nach dem Aufwachen werden die gesammelten Daten direkt an Tablet oder Smartphone übertragen damit man – festhalten – sehen kann, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Gerade auf diese Erkenntnis hat die Menschheit schon Jahrhunderte gewartet – ein Gerät, das einem verrät, ob man gut oder schlecht schlief. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke relativ zeitnah nach dem Aufwachen, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe. Dummerweise merke ich das meist nicht nur allein sondern lasse auch ab und an meine Mitmenschen an dieser Körpererfahrung teilhaben – aber egal, das hat sich nach einer halben Stunde sowieso meist wieder gegeben.

Durch das eingangs erwähnte Nachtlicht soll das Aufwachen sogar noch leichter werden – da das Licht einen Sonnenaufgang (mit blauen Tönen, wohlgemerkt) simuliert braucht man quasi gar keinen Wecker mehr. Das ist natürlich eine nette Geschichte, aber auch dafür haben unsere lieben Vorfahren eine Abhilfe geschaffen. Diese Abhilfe nennt sich: Fenster. Sobald es draußen hell wird, fällt durch dieses „Fenster“ natürliches Licht in das Schlafzimmer. Schon unsere Vorfahren wurden so geweckt – weshalb brauchen wir dazu ein Gerät? Ich habe es selbst bemerkt und werde in abgedunkelten Räumen weitaus schlechter wach als bei mir zu Hause, wo mein Fenster nur durch einen dünnen, lichtdurchlässigen Vorhang etwas abgedeckt wird. Natürlich soll das Gerät auch beim Einschlafen helfen – dieses wird durch rote Lichttöne unterstützt. Auch dazu haben sich auch vorher schon Menschen Gedanken gemacht. Neben der erwähnten Abhilfe „Fenster“ gesellt sich noch ein zweiter Abhilfen-Kamerad dazu: der Lichtschalter. Angenommen man geht im Sommer nicht schon um 20 Uhr ins Bett, hilft es so lange abzuwarten, bis durch dieses „Fenster“ kein natürliches Licht mehr fällt. Anschließend stellt man nur noch den „Lichtschalter“ auf „aus“ und schon sollte man seine Hand nicht mehr vor Augen sehen können. Ganz einfach und es kostet nicht mal viel.

Da nur Licht und Datenaufzeichnung natürlich langweilig sind, liefert das Gerät auch Audiountermalungen, um uns beim Aufwachen zu helfen. Ich muss es mittlerweile sicherlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch zu diesem Punkt hilft uns die Natur völlig gratis und jeden Tag aufs Neue. Je nach Wohnlage werden entweder die Tonlagen „Vogelzwitschern“, „Schulkinder“, „Berufsverkehr“ oder „Baustelle“ ausgeliefert – in einigen exklusiven Lagen sogar eine Mischung aus zwei oder mehreren Varianten.

Mir tut es zwar außerordentlich Leid, dass ich versuche so ein ausgefeiltes Geschäftsmodell mit „billigen Hausmitteln“ zu schlagen, allerdings bin ich der Meinung, dass man gerade bei elementaren Dingen wie dem Schlaf ruhig etwas auf das Optimieren verzichten kann und sich auf die natürlichen Gegebenheiten verlassen sollte. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jeden Tag vom Sonnenaufgang wecken lassen soll, aber mit einem sanften Wecker und vor allem vorher ausreichendem Schlaf ist es meist schon getan. Falls das nicht hilft oder man sich nach jeder Nacht wie totgeschlagen fühlt, stehen sicher auch Arzt und Schlaflabor mit Rat und Tat zur Seite – sicher auch zuverlässiger und wissenschaftlich fundierter als ein Gerät zur Eigendiagnose.

Übrigens: Das „Gerät“ wird mit einem Preis von ungefähr 300 Euro beworben. Noch ein Grund weshalb man das Optimieren ruhig einmal sein lassen kann.

Wie steht ihr zum „Optimierungswahn“? Habt ihr „Helfer“, die euch beim Schlafen unterstützen? Lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Allzeit schöne Träume wünscht,
– Fabian.

Liebe Leipziger Verkehrsbetriebe!

… nach meinen letzten Erlebnissen in euren Verkehrsmitteln habe ich mich dazu entschlossen, einmal eine andere Form zur Kontaktaufnahme zu wählen und schreibe euch deshalb diesen Brief.

In letzter Zeit fühle ich mich als Fahrgast in euren Verkehrsmitteln einfach nicht mehr wohl und komme mir als Kunde immer mehr wie das letzte Rad an Bahn oder Bus vor. Natürlich ist es für euch nicht einfach und auch schlichtweg nicht möglich für jeden Fahrgast immer und überall da zu sein aber in der heutigen Zeit (und bei den heutigen Ticketpreisen) erwartet man als Fahrgast mehr, als nur mehr oder weniger schnell von A über B nach C gebracht zu werden.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ihr euch in den letzten Jahren schon um einiges verbessert habt – dies betrifft vor allem die Fahrgastinformation. Seitdem es euer Social Media Team auf Facebook und Twitter gibt, hat man wenigstens das Gefühl, einen „festen“ Ansprechpartner zu haben, der die Kommentare der Fahrgäste / Internetnutzer ernst nimmt und versucht darauf einzugehen – die beiden Kolleginnen machen das echt super und verdienen mein Lob, denn ihr Job ist sicherlich nicht immer einfach und ab und an auch ziemlich ärgerlich.

Jedoch ist es nicht unbedingt zielführend, wenn man Lob, Kritik und sonstige Anmerkungen einkippt und nie das Gefühl hat, dass sich wirklich etwas ändert. Es ist ungefähr so, als ob ich das Unkraut jedes Mal nur an der Oberfläche abschneide, anstatt es gleich mit der Wurzel zu entfernen. Daraufhin folgt, dass man sich wundert, weshalb das Unkraut immer wieder auftaucht, obwohl man doch scheinbar etwas dagegen unternahm.

Meist ist es einfach ärgerlich, wenn man sich auf euren Fahrplan nicht verlassen kann. Natürlich gibt es viele Faktoren, die zu Verspätungen führen können – dazu gehören Falschparker, Baustellen, überfüllte Straßen und viel mehr. Das weiß man als Fahrgast zwar aber es ist nicht erfüllend, wenn man jedes Mal rätseln muss, wann die Bahn fährt / ob sie schon fuhr und wann man an sein Ziel kommt. Gerade im Berufsverkehr merkt man sehr oft, dass Verspätungen auftauchen, die nicht immer wieder eingeholt werden können – aber wozu gibt es einen Fahrplan, wenn man ihn sowieso nicht gebrauchen kann?

Nehmt euch doch ein Beispiel an anderen Städten – da ist es zum Beispiel üblich, dass während des Berufsverkehrs nur der Takt angegeben wird, in dem die Bahnen oder Busse fahren. So weiß man als Fahrgast, wie lange man ungefähr auf die nächste Fahrt warten muss, aber ärgert sich nicht, falls die Bahn mal eine Minute später kommt oder eine Minute eher abfährt. Natürlich funktioniert dies nur auf Streckenabschnitten die einigermaßen dicht befahren sind – zum Beispiel in der Karl-Liebtknecht-Straße oder in der Eisenbahnstraße – wenn nur alle 20 Minuten ein Bus oder eine Bahn fährt sind Fahrgäste über „fixe“ Abfahrtszeiten dankbarer. Es liegt an euch, einen guten Mittelweg zu finden und die Sache umzusetzen – falls ihr es in Erwägung zieht.

Ein weiterer Punkt, der mir immer wieder bitter aufstößt, ist das „Gemuffel“ eurer Fahrer – vor allem im Bus. Ich möchte keinesfalls alle Fahrer über einen Kamm scheren, da es auch sehr positive Ausnahmen gibt, aber in der Regel kommt man sich als Fahrgast im Bus nicht wirklich willkommen vor. Vielleicht bin ich aus anderen Städten, wie z.B. London, verwöhnt – denn dort wird auf ein freundliches „Good Morning!“ oder „Thank you!“ (beim Verlassen des Busses) genau so freundlich reagiert. Hier in Leipzig werden die Fahrgäste beim Einsteigen teilweise nicht mal angesehen (was auch die Fahrscheinprüfung unnötig macht) und auf ein „Guten Morgen“ oder „Guten Abend“ folgt in den meisten Fällen höchstens ein „Mrrhhn“ oder „Mmmhnd“. Wenn mir dies in einer Woche 3-4x passiert, ist es kein Wunder, dass man beim 5. oder 6. Mal auch keine Lust mehr hat, gegen eine scheinbare Wand zu sprechen.

Wenn es dann noch passiert, dass ein Fahrer während eines 5-minütigen Aufenthalts an einer Haltestelle den Motor laufen lassen muss (während er nicht mal im Bus ist, sondern weiter weg mit Kollegen plauscht (mir juckt es schon in den Fingern, bei so einer Gelegenheit selbst mal zu fahren ;-)), ihr aber andererseits jedes Jahr erneut von „gestiegenen Energiekosten“ sprecht und die Fahrpreise erhöht, kommt man sich als Fahrgast erst recht verarscht vor. Mittlerweile ist es Standard, dass man in der Fahrschule „vorausschauendes“ und „umweltschonendes Fahren“ lernt – vielleicht wäre ein kleiner Auffrischungskurs bei euren Fahrern keine schlechte Idee.

In den letzten Jahren hat sich zwar vieles verbessert, aber wie ihr seht, gibt es noch genügend offene Baustellen, die sich nicht auf defekte Gleise oder Fahrzeuge beziehen. Redet einfach mit euren Fahrgästen – wie wäre es zum Beispiel mit einer  Zufriedenheitsumfrage bei langjährigen Abokunden? Als zahlender Kunde finde ich es wichtig, wertgeschätzt und angehört zu werden. Wenn man dann noch merkt, dass Feedback vielleicht sogar umgesetzt wird, ist das Ziel von wirklich gutem Service nicht weit entfernt. Falls allerdings bei den Kunden das Gefühl entsteht, dass einfach nur eine Monopolstellung ausgenutzt wird und man auch gern ohne Kunden durch die Gegend fahren würde, ist das ein Schritt in die falsche Richtung.

Gibt es eigentlich jemanden bei euch, der zur Hauptaufgabe hat, „Innovationen“ zu suchen und das Netz benutzerfreundlicher zu machen? In einer ruhigen Minute hätte ich bestimmt noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag.

Viele Grüße,
– ein Kunde, der die Hoffnung auf ein wirklich gutes Angebot noch nicht ganz aufgab.

[Anmerkung: Ich werde den LVB diesen Brief in den nächsten Tagen auch noch einmal schriftlich zukommen lassen und bin sehr auf die Antwort gespannt.]

Veggieday, Falschrumschlaftag und weitere Ideen

Es ist mal wieder soweit – der Wahlkampf läuft und die Parteien tun scheinbar alles, um etwas mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch die ein oder andere Wählerstimme zu bekommen. Mit dabei sind natürlich auch unsere grünen Freunde, die sich (mal wieder) über die Einführung eines Veggieday äußerten.

Allen voran sollen staatliche Kantinen (in Schulen, Behörden, …) einen vegetarischen Tag anbieten und viele andere Versorger sollten sich anschließend ein Beispiel daran nehmen. Nun weiß ich nicht, wo die Politiker der Grünen normalerweise essen, denn es steht in vielen Kantinen bereits täglich ein vegetarisches Gericht auf dem Speiseplan. Damit meine ich nicht „Hauptgericht ohne Fleischbeilage“ sondern eine vollwertige Mahlzeit.

Weshalb sollte man also nun ausgerechnet einen Tag einführen, in dem die Wahlfreiheit Fleisch/Vegetarisch genommen wird? Sollen damit die Döner- und Currywurststände um die Ecke gefördert werden? Geht man ernsthaft davon aus, dass weniger Tiere verwertet werden, weil es an einem Tag kein Fleisch in der Kantine gibt? Bestimmt nicht. Die Tiere werden trotzdem geschlachtet und zu Schnitzeln, Steaks oder „Wurst“ genannten Fleischabfällen verarbeitet.

Ein Umdenken zum Fleischkonsum fängt bei jedem persönlich an und hat in der Politik nichts zu suchen – auch wenn das einige Personen anders sehen.

Alternativ bin ich sonst natürlich auch für die Einführung Tagen wie „Heute schlafen wir alle mit dem Kopf am Fußende“, „Wir schreiben alle mit der linken Hand“, „Fernsehfreier Sonntag“ oder „Heizungsfreies Weihnachten“.

Eine Sache haben unsere grünen Politiker allerdings geschafft: man spricht im Wahlkampf über sie. Ob dies nun gut oder schlecht ist werden wir zur Wahl im nächsten Monat sehen.

Cheers,
– Fabian.

It’s time to blog. Again.

Immer öfter dachte ich in den letzten Tagen daran, mal wieder etwas zu bloggen. Ich nahm es mir immer öfter vor aber letztendlich kam doch immer etwas dazwischen oder es war schon so spät, dass ich das Bett dem Computer vorzog. In diesen Tagen fragte ich mich immer öfter warum das so ist und warum so wenig Zeit für Dinge bleibt, die mir eigentlich Spaß machen und die ich bisher immer und immer wieder aufschob.

Einer der zeitaufwändigen Punkte ist sicherlich das Studium. Ich bin jetzt schon 3 Monate in die ersten Kurse des Psychologiestudiums eingeschrieben und bisher fand ich noch keinen wirklichen Gefallen daran. Vor allem der geschichtliche Teil des Studiums macht mir zu schaffen und die, teilweise sehr unverständlich geschriebenen, Skripte zu lesen fühlt sich oftmals eher „Ich quäle mich schnell durch…“ als „Hey! Heute lerne ich was und werde irgendwann richtig klug!“ an. Ich fragte mich oft, ob es nicht lieber sinnvoll ist mit dem Studium aufzuhören als durch solche Aktionen wertvolle Zeit zu verschwenden, in der ich richtig tolle Sachen machen könnte.

Ich habe deshalb einen kleinen Plan verfasst: im August findet eine Präsenzveranstaltung und im September die erste Klausur statt. Vielleicht gewinne ich durch die Präsenzveranstaltung ein paar neue Erkenntnisse und Einblicke die mir das Studium vereinfachen, vielleicht auch nicht. Sollte ich es im Anschluss durch die Klausur schaffen, wäre es sicher ein Grund, das Studium fortzuführen. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, da ich für das erste Semester sowieso nur als Gaststudent eingeschrieben bin und sowieso nichts verlieren würde – abgesehen vom Semesterbeitrag.

Neben einer Vollzeitstelle (40h/Woche) ist es einfach nur stressig und ich werde das Gefühl „Eigentlich müsste ich etwas für die Uni tun“ nie wirklich los, wenn ich etwas anderes mache, Freunde besuche oder mir einfach eine Pause gönne. Auf Dauer würde das sicherlich niemand durchhalten, von daher ziehe ich lieber rechtzeitig die Bremse etwas an.

Was könnte ich also in der dadurch freiwerdenden Zeit machen? Ich habe mir im Frühjahr ein neues Fahrrad gekauft und könnte öfter ein paar weitere Strecken mit dem Rad fahren. Ich könnte dem Blog ein neues Design gönnen und hier wieder öfter schreiben. Ich könnte meine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Ich könnte meine Freunde öfter sehen. Ich könnte mir endlich ein paar tiefergehende Fotografiekenntnisse aneignen. Ich könnte einfach mal ohne großen Druck ins Bett gehen und vielleicht mal wieder ordentlich schlafen.

Was würdest du tun, wenn du pro Woche ca. 20 Stunden mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Welche Wünsche würdest du dir erfüllen und wie managest du deine Zeit momentan? Auf Antworten freue ich mich sehr.

Cheers,
– Fabian. 

Mission »Psych« beginnt!

Nach wirklich langer Pause ist es mal wieder an der Zeit, etwas Leben auf diese Seite zu bringen. Der 1. April bringt für mich nicht nur einen neuen Monat sondern auch eine Menge anderer Veränderungen mit sich.

Die vermutlich wichtigste Veränderung ist, dass ich ab sofort nicht nur arbeite sondern auch Student bin. Möglich macht es ein Fernstudium an der Fernuniversität in Hagen. So muss ich nicht auf meinen Job verzichten und kann mich neben der Arbeit in meinem eigenen Tempo weiterbilden.

Da ich mich nicht nur privat für dieses Thema interessiere sondern sich sicher auch einige interessante berufliche Perspektiven eröffnen, habe ich mich für den Bachelor-Studiengang Psychologie entschieden. Der Studiengang teilt sich grob gesehen in 11 Module auf – je nach verfügbarer Zeit schafft man, laut verschiedener Angaben, 1-2 Module pro Semester im Teilzeitstudium. Wenn alles gut läuft sollte es also nicht länger als 6 Jahre bis zum Abschluss des Studiums dauern – mit der Option später noch einen Masterstudiengang mit 7 Modulen anzuknüpfen.

Jetzt warte ich noch auf das Vorlesungsmaterial, welches in den nächsten Tagen versendet werden sollte und dann geht es richtig los. Die Klausur für das erste Modul findet im September statt. also ist (hoffentlich) genug Zeit zum Lernen da.

Ich werde versuchen, euch über meine Fortschritte und eventuell auftretende Herausforderungen zu informieren und hoffe, vielleicht auch den ein oder anderen Mitstreiter zu finden – meldet euch einfach.

Viele Grüße,
Fabian. 

PS.: Dies ist kein Aprilscherz 😉

Starbucks City Mugs – wer hat sie alle?

Nachdem ich in letzter Zeit öfter wieder bei Starbucks war, habe ich eine sehr interessante Sache entdeckt: die Starbucks City Mugs. In vielen Städten mit Starbucks-Filialen gibt es Tassen mit den Sehenswürdigkeiten und dem Namen der jeweiligen Stadt – die Starbucks City Mugs. Zusätzlich gibt es in vielen Ländern auch noch eine Tasse des entsprechenden Landes.

Da sowas natürlich auch immer ein schönes Andenken an Städte ist, in denen man zu Besuch war, habe ich mich auch dazu entschlossen, diese Tassen zu sammeln. Bisher zählen Leipzig, London, Hamburg und die Deutschland-Tasse zu meiner Sammlung.

Sammelt ihr auch City Mugs? Wie groß ist euer Sammlung oder sammelt ihr komplett andere Dinge?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Viele Grüße und bis bald,
Fabian

(Dieser Artikel wurde übrigens bei Starbucks in der Leipziger Nikolaistraße komplett mit dem iPad geschrieben – Premiere: der erste Artikel von unterwegs und zugleich der erste iPad-Artikel)

Eine Woche iPad – Mobile Office

Vor knapp einer Woche habe ich bereits über das neue iPad 2 berichtet und möchte nun an diesen Artikel anknüpfen. Nach etwas mehr Zeit mit dem Tablett-PC von Apple kann ich nun ein paar zusätzliche Eindrücke dazu aufschreiben.

Heute möchte ich auf das Thema „Mobile Office“ eingehen. Darunter verstehe ich es, unterwegs über das iPad Textdokumente, Präsentationen und Tabellen zu erstellen. In den vergangenen Tagen habe ich mich ausschließlich mit der Textverarbeitung beschäftigt. So ist es vor allem bei Besprechungen praktisch, keine Notizblöcke mitzunehmen und man kann seine Mitschriften anschließend gleich an die anderen Teilnehmer per Mail schicken.

Getestet habe ich dazu die App „Quickoffice“ beziehungsweise die „Quickoffice Connect Mobile Suite for iPad“ für ca. 12€ im AppStore. Das Programm enthält Editoren zum Erstellen von Word- und Excel-Dokumenten (jeweils doc, docx, xls, xlsx) und Powerpoint-Dokumenten (nur ppt). Man kann sich außerdem PDF-Dateien anzeigen aber nicht bearbeiten. Bei großen PDF-Dokumenten mit vielen Grafiken kommt der PDF-Betrachter jedoch schnell an seine Grenzen. Zum reinen Betrachten von PDFs bevorzuge ich daher „GoodReader„, da ich die Dateien dort gleichzeitig mit Kommentare und Notizen versehen kann.

Weiterhin ist es möglich, zahlreiche Dienste wie die iDisk, Dropbox und Google Docs einzubinden um Dokumente runter- und hochzuladen. Quickoffice selbst benutzt jedoch auch eine lokale Dateiverwaltung mit mehreren Ordnern die man derzeit nicht automatisch mit einem Webdienst wie der iDisk synchronisieren kann. So eine Funktion wäre durchaus wünschenswert.

Speziell im Textverarbeitungsmodus gibt es die wichtigsten Möglichkeiten um seine Dokumente zu gestalten. Man kann zwischen sieben Schriftarten, sechzehn Farben und den drei Formatierungsmöglichkeiten „fett“, „kursiv“ und „unterstrichen“ wählen. Man hat außerdem die Möglichkeit Listen zu erstellen und Absätze linksbündig, rechtsbündig und zentriert auszurichten. Formatvorlagen oder eine Möglichkeit eigene Farben zu definieren fehlen jedoch komplett. Außerdem gibt es keine Dokumentenvorlagen, man startet also immer mit einem komplett weißen Dokument ohne irgendwelche vordefinierten Stile.

Sobald man sein fertiges Dokument erstellt hat, bietet Quickoffice die Möglichkeit, das Dokument auch als PDF zu speichern oder über AirPrint-fähige Drucker zu drucken. Fertige Dateien kann man außerdem per E-Mail versenden. Was mir negativ aufgefallen ist, ist jedoch, dass man immer nur eine Datei per Mail versenden kann. Gerade bei mehreren Dokumenten ist das äußerst ungünstig. Als Workaround habe ich diese Dokumente erst auf die iDisk geladen, mit „GoodReader“ als ZIP-Archiv gepackt und dann von dort per Mail verschickt.

Für einfache Dokumente ohne spezielle Gestaltungselemente wie Gesprächsnotizen oder andere Mitschriften reicht das Programm also vollkommen aus. Wenn man umfangreichere Dokumente erstellen will, wird man allerdings nicht um eine Nachbearbeitung am PC kommen.

Sicherlich gibt es andere Programme auf dem iPad wie „Pages“, „Keynote“ und „Numbers“ von Apple, die erweiterte Funktionen anbieten jedoch auch deutlich teurer sind. Mit „Quickoffice“ bekomme ich drei Editoren mit ein paar weniger Funktionen und zahle nur die Hälfte vom Preis aller drei Apple-Programme.

Allgemein lerne ich das iPad wirklich zu schätzen. Gerade jetzt bei unserer Schulung wo keine internetfähigen Computer zur Verfügung stehen, ist es sehr praktisch, bei Unklarheiten zu Themen direkt auf die entsprechenden Websites zu gehen und um Informationen direkt an Kollegen weiterzuleiten. Außerdem ist es mir möglich, sämtliche Schulungsunterlagen auf dem iPad mitzunehmen ohne sie auszudrucken. So wurden einige hundert Seiten Papier und eine Menge Toner gespart.

Derzeit habe ich nur noch einige Probleme mit der Tastatur. An die Tastatur auf dem iPhone konnte ich mich damals relativ schnell gewöhnen, beim iPad scheint es allerdings etwas länger zu dauern. Ich bin mir jedoch sicher, dass mir dies bei längerer Benutzung genau so in Fleisch und Blut übergehen wird 🙂

Benutzt ihr eine App zum Erstellen von Dokumenten auf dem iPad? Wie zufrieden seit ihr? Wie hilft euch euer iPad im Beruf und unterwegs? — Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian

Der erste Tag mit dem iPad 2

Vorgestern war es soweit. Der 25. März 2011. Der Erscheinungstag des neuen iPad 2 von Apple. Ein Tag wie jeder andere, dachte ich erst. Als ich um 15:00 Arbeitsschluss hätte, dachte ich, ich kann noch schnell in die Stadt fahren um etwas zu Essen, bevor ich dann um 17:00 zu Gravis gehe um das iPad zu kaufen. So viel zur Theorie… die Praxis sah etwas anders aus.

Da ich zufällig schon auf dem Hinweg bei Gravis vorbei kam, habe ich eine Warteschlange entdeckt. Ungefähr 20 Leute waren schon da und haben auf das iPad 2 gewartet. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Wer will denn in Leipzig schon ein iPad haben? Da ich das Risiko nicht eingehen wollte, mit leeren Händen nach Hause zu gehen, habe ich mich also brav angestellt. Es war zu diesem Zeitpunkt übrigens 15:30. Irgendwie erinnerte mich das an die Erzählungen von früher, in denen berichtet wurde, dass in der DDR auch oft angestanden werden musste.

Im Gravis selbst war es erst mal ziemlich warm. Schal ab und Jacke aus. Dummerweise füllte sich der Laden immer weiter und um 17:00 ging die Schlange bis nach draußen. Alle wollten ein iPad haben. Um ehrlich zu sein, hätte ich mich ab ungefähr der Hälfte gar nicht mehr angestellt. Die Chance da noch eins zu bekommen war sehr unrealistisch. Bei Twitter habe ich schon gelesen, dass in den Apple Stores für die Leute in der Schlange kostenloses Wasser verteilt wurde damit niemand zusammenbricht. Bei Gravis war das überhaupt nicht der Fall. Am Anfang der Schlange gab es einen Wasserspender aber um den zu erreichen musste man natürlich seinen Platz aufgeben. Um 17:00 war es dann auch schon soweit und alle dachten, sie bekommen jetzt endlich ihr neues iPad. Auch da wurde nichts draus, da sich pünktlich zum Verkaufsstart das Kassensystem von Gravis aufgehangen hat. Anstatt das dann die Rechnungen z.B. per Hand geschrieben wurde, stand erst mal alles still. Den Mitarbeitern hat man die Motivation und die Begeisterung auch richtig angesehen. Vorgestern war sicher einer dieser Tage, an denen die dort richtig viel Geld verdient haben – warum hingen dann die Mundwinkel so weit unten, dass sie fast in China wieder raus gekommen wären? Informationen für die Kunden gab es natürlich überhaupt keine und jeder hat sich gewundert, warum es nicht vorwärts ging.

Um 17:45 war ich dann fast am Anfang der Schlange und es lagen noch ungefähr 5 iPads da. Das Modell, das ich gerne kaufen wollte, war natürlich nur noch 1x vorhanden und der Käufer vor mir hat die Gelegenheit genutzt um es zu kaufen. Toll. Immerhin hatte ich aber überhaupt noch eine gewisse Auswahl und hab mich dann für das schwarze 64GB Modell mit UMTS entschieden. Anscheinend hatten die Gravis-Mitarbeiter dann Angst, dass ich das iPad klaue und es wurde bis zur Kasse getragen. Sehe ich so verdächtig aus? Ich stelle mich bestimmt nicht 2h in eine Schlange an um dann etwas zu nehmen, was ich nicht bezahlen kann… Tsss… Auf jeden Fall ist mir klar geworden, dass ich mich das nächste Mal nicht wieder dort anstelle und lieber etwas warte oder das Gerät im Internet bestelle.

Später war ich dann zu Hause und es ging los. Der Lieferumfang des iPad 2 ist recht spartanisch, wie man es von Apple Produkten kennt. In der Box lagen Kurzbeschreibungen in Deutsch und Französisch, zwei Apple-Aufkleber, eine Nadel um das SIM-Kartenfach zu öffnen, ein USB-Verbindungskabel und ein USB-Adapter für die Steckdose zum Aufladen. Das letzterer Adapter dabei war, hat mich schon sehr gewundert. Ein Microfaser-Tuch zum Reinigen des Displays vermisse ich da allerdings schon. Bei der Größe des Displays wäre das eine nette Zugabe gewesen.

Ansonsten liegt das iPad super in der Hand. Es ist 117 Gramm leichter und 4,4 Millimeter flacher als sein Vorgänger. Am Display hat sich nicht viel geändert. Ein Retina-Display wie beim iPhone 4 wurde nicht verbaut, die Auflösung ist jedoch trotzdem sehr hoch und Grafiken lassen sich gut darstellen. Neu sind außerdem zwei Kameras, jeweils auf Vorder- und Rückseite des Gerätes um z.B. Videoanrufe durchzuführen und Videos aufzunehmen. Die Frontkamera nimmt Videos und Fotos in VGA-Qualität auf, die Kamera auf der Rückseite kann HD-Videos (720p) aufnehmen, die Fotos zeugen jedoch eher von geringer Qualität. Offizielle Megapixel-Zahlen dieser Kamera gibt es nicht, mich erinnert es jedoch an die Bilder des neuen iPod touch – dessen Kamera hat 0,7 Megapixel. Da man das iPad aber sicherlich sowieso nicht unterwegs mitnimmt um Fotos zu machen, ist das sicherlich zu verschmerzen. Eine etwas bessere (Foto-)Kamera wäre aber bestimmt nicht zu viel verlangt gewesen.

Zum Betriebssystem selbst muss ich sicherlich nicht viel sagen. Zum Einsatz kommt das von iPhone und iPod touch bekannte iOS in Version 4.3 (mittlerweile 4.3.1), welches auch auf dem iPad 1 läuft. Leider vermisse ich einige Apps, die zum Beispiel beim iPhone inklusive sind. So fehlt eine Uhr-Funktion mit Timer, Weltzeituhr und mehreren Alarmen. Ebenfalls fehlen Wetter-App, Aktien-App und Sprachmemo-App. Die letzteren drei Apps sind sicherlich noch verschmerzbar aber warum es keine Uhr gibt, wundert mich schon sehr. Es ist sicherlich nicht schwierig, diese vom iPhone aufs iPad umzusetzen.

Diesbezüglich habe ich mich um Ersatz bemüht: als Wecker habe ich mir „Nightstand“ im App Store gekauft. Diese App hat den Vorteil, dass sie einen mit eigener Musik wecken kann und man nicht auf die vorgefertigten Töne von Apple beschränkt ist. Um diese Funktion zu nutzen muss die App jedoch während der Nacht im Vordergrund geöffnet sein. Neben der Wecker-Funktion zeigt sie automatisch das Wetter der aktuellen Umgebung an – sehr praktisch wenn man morgens aufwacht.

Auch empfehlen kann ich den „GoodReader„. Diese App ist wirklich ein Muss für jeden iPad-Besitzer. Man kann sich so über FTP, WebDAV, Dropbox, Google Docs, iDisk, verschiedene POP3 und IMAP-Server und andere Webdienste Dokumente, Musik und Videos auf das iPad laden und sie so wiedergeben. So kann man seine kompletten Word, Powerpoint, Excel und PDF-Dateien mitnehmen und sich unterwegs anschauen. PDF-Dateien kann man außerdem bearbeiten (Kommentare hinzufügen, beschneiden, Notizen per Hand aufmalen usw.). Es ist sogar möglich, mehrere Dateien als ZIP-Archiv zusammenzufassen und per E-Mail zu verschicken. Die 4€ für diese App sind es auf jeden Fall Wert. Hier noch ein Hinweis von meiner Seite: man kann mit diesem Programm keine neuen Dokumente erstellen, dazu braucht man andere Apps (z.B. Pages oder Keynote) aus dem AppStore.

Weiterhin empfehlenswert sind „TeamViewer HD“ (kostenlos) zur Kontrolle seines Computers über das iPad, „GarageBand“ um sich musikalisch etwas auszuprobieren und „Plants VS Zombies HD“ um auch ein bisschen Spielspaß zu haben. Für iTunes-Nutzer lohnt sich sicher auch die App „Remote“ mit der man seine iTunes-Mediathek auf dem Computer über das iPad steuern kann.

Neu auf dem iPad 2 ist übrigens „Photo Booth„, das man schon von Mac OS X kennt. Hier kann man über die integrierte Kamera Fotos mit verschiedenen Effekten machen. Im Vergleich zur Mac OS X-Version sind jedoch nur die Effekte „Röntgen“, „Lichttunnel“, „Strecken“, „Spiegel“, „Wirbel“, „Wärmebildkamera“, „Kaleidoskop“ und „Quetschen“ verfügbar. Für etwas Spaß zwischendurch reicht es aber natürlich aus.

Ich komme bisher gut mit dem iPad klar und finde es vor allem als Alternative zu Laptop im Bett sehr sinnvoll. Auch wenn man nur schnell etwas im Internet nachsehen will, muss man nicht immer den Laptop einschalten oder ewig auf dem kleinen iPhone-Display suchen. Für Video-Anrufe über „Facetime“ ist es sicher auch sehr praktisch – bisher hatte ich jedoch keine Gelegenheit, diese Funktion zu testen.

Den Kauf bereue ich nicht und bin mir sicher, dass ich in nächster Zeit auch öfter über das iPad bzw. meine Erfahrungen damit berichte.
Ob es sich auch für iPad 1-Nutzer lohnt, diese Version zu kaufen, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst besitze kein iPad 1, würde aber aufgrund der relativ geringen neuen Funktionen nicht upgraden. Sicher ist es nur für Nutzer interessant, die wirklich schnellere Chips und die Kameras benötigen – für die meisten anderen Zwecke sollte das iPad 1 vollkommen ausreichen.

Benutzt ihr ein iPad oder ein anderes Tablet? Habt ihr App-Empfehlungen? In wieweit hat sich euer Leben durch das Tablet geändert? – Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian.

Rückblick: September 2010

Schon wieder ist ein Monat um und viele Fragen sich, warum die Zeit so schnell vergeht. Leider gibt es zu dieser Frage keine Antwort in meinem Beitrag aber dafür werde ich versuchen, den vergangenen Monat aus meiner Sicht kurz zusammenzufassen.

Eigentlich begann der September ziemlich gut. Ich hatte meinen ersten, längeren Urlaub in diesem Jahr und war kurz davor für ein paar Tage nach Hongkong zu fliegen. Ich habe bis zur letzten Minute gewartet, aber der Flug war leider überbucht und ich konnte nicht mehr mit. Das hieß also, der Urlaub musste wohl oder übel zu Hause verbracht werden. Sehr schlimm war es nicht, obwohl etwas mehr „Spannung“ nicht geschadet hätte.

Gleich nach dem Urlaub hatte ich meine erste Frühschicht. Okay, „Frühschicht“ ist etwas ungünstig ausgedrückt, weil diese bei uns unter der Woche erst um 10:00 Uhr beginnt. Jedoch musste ich auch am Wochenende ran, und dann geht’s schon um 06:00 Uhr los. Somit musste ich mich bereits um 04:00 Uhr aus dem Bett quälen, um pünktlich im Büro zu sein. Da in dieser Zeit gerade eine neue Haltestelle auf meiner Bahnstrecke gebaut wurde, wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet und ich war noch länger unterwegs. Gerade am Wochenende war es aber von der Kundenseite her sehr ruhig, aber auch recht langweilig – von 06:15 Uhr bis 14:15 Uhr musste ich alleine im Büro rumsitzen.

Da ich am Wochenende arbeiten musste, hatte ich den Montag und Dienstag danach frei. Die Zeit habe ich genutzt, um etwas Sport zu machen und um dem Telekomladen einen kleinen Besuch abzustatten. Eigentlich wollte ich mich nur nach den Möglichkeiten einer Vertragsverlängerung erkundigen, da mein Telekomvertrag im Dezember ausgelaufen wäre. Bisher habe ich ja ein iPhone 3G genutzt, welches allerdings mit der Zeit immer langsamer wurde und ein paar Mal beim Tippen abgestürzt ist. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass man eine Ablösesumme zahlen muss, wenn man bereits vor Vertragsverlängerung ein neues Handy nutzen möchte, anscheinend war das bei mir aber nicht der Fall. Der nette Verkäufer hat mir angeboten, sofort ein neues iPhone mitzunehmen. Ohne Wartezeit, ohne Ablösegebühr und ab Dezember würde ich aufgrund meines Alters sogar 10€ pro Monat sparen. Sonst gibt’s doch die ganzen Vergünstigungen nur für Rentner oder Kleinkinder… 😀

Somit bin ich jetzt auch Besitzer eines neuen iPhones und ich kann mich überhaupt nicht beschweren. Vor allem die Geschwindigkeit und die Kamera kann man nicht mit dem 3G-Modell vergleichen. Von den berüchtigten Empfangsproblemen habe ich bisher auch noch nichts mitbekommen.

Zum Ende des Monats wurde er aber auch immer schlechter und langsam musste ich begreifen, dass der Herbst nach Leipzig gekommen ist. Letzte Woche hat es 4 Tage am Stück geregnet und die Flüsse in der Umgebung waren bis zum Überlaufen voll. Hier in Leipzig ist das Wasser jedoch größtenteils in den Flußbetten geblieben und es gab keine größeren Überschwemmungen. An eine gesperrte Brückenstraße hat man sich hier bei Überschwemungen sowieso schon gewöhnt 😀 Mittlerweile hat es aber auch schon wieder aufgehört und die Sonne ist draußen.

Wenn das Wetter auch im Oktober so bleibt, wie es gerade ist, finde ich den Herbst vielleicht sogar schön 🙂

Wie war euer September? Habt ihr etwas besonderes erlebt? Was sind euere Pläne für den Oktober?

Viele Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
– Fabian

Kunden vergraulen leicht gemacht

Ich hatte heute wieder ein Erlebnis der besonderen Art mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (auch LVB genannt). Aufgefallen sind die LVB schon letztens, durch ihre ziemlich, meiner Meinung nach rückschrittliche, neue Website. Außerdem wurde die Handyanwendung „easy.Go“ veröffentlich. Es ist eine Anwendung, bei der man z.B. den Fahrplan abfragen, Onlinetickets kaufen und sich den Liniennetzplan ansehen kann. So weit, so gut. Funktionieren muss das Ganze schließlich auch noch.

Wie immer stand ich, unschuldig wie immer :D, an der Bushaltestelle und hab auf den 82er Bus in Richtung BMW-Werk gewartet, der dort seine Nummer in 84 ändert und bis zum Bahnhof Messe weiterfährt. Wie gesagt, ich stand da, aber ein Bus war nicht in Sicht.

Ich wollte natürlich besonders schlau sein, und hab deshalb „easy.Go“ auf meinem Handy aufgerufen um zu sehen, wo der Bus denn bleibt. Das nette Programm zeigte mir als Abfahrtszeit „ca. 08:12“ an. Okay… 6 Minuten Verspätung, kann durchaus mal vorkommen – nicht so schlimm. Das Problem war allerdings, dass um 08:12 natürlich kein Bus kam. Wieder „easy.Go“ geöffnet und „OHA!“ jetzt stand die Abfahrtszeit bei „ca. 08:22“. In der Zeit kam dann schon der Bus in die Gegenrichtung. Der Fahrer wusste natürlich nicht, was mit dem anderen Bus passiert ist, und fuhr weiter. Vom Bus zum BMW-Werk fehlte jedoch weiterhin jede Spur. „easy.Go“ spuckte nun als Abfahrtszeit „ca. 08:30“ auf mein Display. Kurz vorher kam ein Bus! Ich dachte, jetzt endlich wird er es sein. Pustekuchen! Es kam die 82E, die Endstation hatte, um später wieder zurück zu fahren – allerdings nicht zum BMW-Werk.

Auch dieser Fahrer wusste nicht, wo denn der andere Bus bleibt und machte gleich eine Anspielung im Sinne von „Na, der wird bestimmt nicht mehr kommen.“ Recht hatte er. Nachdem um „ca. 08:30“ immer noch kein Bus kam, hat sich die Abfahrtszeit schnell und unauffällig auf „ca. 08:38“ und dann auf „ca. 08:46“ geändert. So lange wollte ich natürlich nicht mehr warten, und bin mit dem Bus in die andere Richtung gefahren.

Der Bus, der dann um „ca. 08:46“ bei mir abfahren sollte, ist natürlich nicht erschienen. Theoretisch hätte er mir ja entgegenkommen müssen, das war aber nicht der Fall. Ich war neugierig und hab noch mal den Versuch mit „easy.Go“ gewagt… auf einmal war der Bus weg, und es stand „09:06“ als Abfahrtszeit. Schön. Dumm nur, dass der nächste planmäßige Bus zum BMW-Werk sowieso um 09:06 gefahren wäre.

Das Messegelände habe ich dann um ca. 09:20, also ungefähr 50 Minuten später als eigentlich geplant, und durch „nur“ dreimaliges Umsteigen erreicht. Mit dem anderen Bus hätte ich direkt fahren können.

Ich finde, es ist mal wieder eine super Aktion, die geplante Abfahrtszeit immer weiter rauszuschieben um sie dann einfach wegzunehmen und so zu tun, als wär gar nichts gewesen. Vielleicht sollte man den Verkehrsbetrieben vorschlagen, das Programm in „easy.Wait“ umzubenennen. Das hätte in meinem Fall heute deutlich mehr gebracht.

Mit der Zeit habe ich mich auch gefragt, ob vielleicht zufällig „Verstehen Sie Spaß?“ an meiner Bushaltestelle gedreht wurde… es ist echt keine Glanzleistung, die da heute geleistet wurde und ich hoffe, morgen fährt wieder ein Bus.

Vielen Dank an die Verkehrsbetriebe für den entspannten Vormittag an der Bushaltestelle und die dadurch verlorene Zeit. Wir haben ja sowieso alle genug davon.