[UPDATE] Amazon – Spedition mit Lieferproblemen

Wie ich hier ja bereits berichtet habe, bin ich auf der Suche nach einem neuen, schönen Fernseher. Nach ein paar weiteren Exkursionen zu weiteren Elektronikläden, habe ich endlich ein Modell gefunden, das mir zugesagt hat und auch innerhalb meiner Preisgrenze lag. Da ich aber auch nicht sinnlos Geld zum Fenster rauswerfen möchte, habe ich gleich im Laden (wieder Mediamarkt, aber eine andere Filiale) per Handy nachgeschaut, ob es den Fernseher nicht zufällig irgendwo preisgünstiger gibt. Komme was wolle, bei Amazon gab es das gleiche Modell für knapp 300 € weniger. Da man ja bei Mediamarkt angeblich mit dem Verkaufspersonal handeln kann, habe ich mir gleich einen Verkäufer geangelt und mal nachgefragt, ob sich da preislich nicht vielleicht etwas machen lässt. Mehr als 100 € wollte er aber nicht runter gehen und somit hätte ich den Fernseher bei Amazon immer noch für 200 € weniger bekommen.

Ohne Fernseher ging es daher wieder nach Hause, gleich an den Laptop und auf zu Amazon. Nach ein paar Klicks war das Gerät im Einkaufswagen und eine Bestellbestätigung kam per E-Mail. Am nächsten Tag war es dann auch schon soweit, und ich habe eine Versandbestätigung bekommen. Als Liefertermin wurde der 21. Juni 2010 prophezeit. Wie ihr euch sicherlich schon denken könnt, habe ich meinen Fernseher bis jetzt natürlich immer noch nicht.

Eigentlich sollte die Spedition, die den Fernseher ausliefert vorher bei mir anrufen um einen Termin zu vereinbaren. Natürlich war dies nicht der Fall und am Montag kam alles mögliche, nur kein Fernseher für mich. Okay… wer weiß, was dort schief gelaufen ist. Am nächsten Tag habe ich deshalb den Kundenservice kontaktiert und die nette Dame meinte nur, dass die Spedition gerade soooo viel zu tun hat, dass man einfach nicht mit dem Ausliefern hinterher kommt. Sie hat dann kurz bei der Spedition angerufen und meinte zu mir, dass ich am Dienstag oder Mittwoch angerufen werde und einen Liefertermin bekomme.

Wie ihr euch vielleicht auch denken könnt, wurde ich bisher noch nicht von der Spedition angerufen und der Fernseher hätte schon vor 4 Tagen bei mir sein sollen. Okay… noch mal mit dem Kundenservice telefonieren und das Gleiche ging von vorn los. Die Dame meinte dieses Mal, dass andere Kunden bereits 14 Tage auf ihre Ware warten und sie auch nicht verstehen kann, warum die Spedition nicht aus der Falte kommt. Amazon wurde wohl versprochen, dass mit Hochdruck an der Situation gearbeitet wird und man mich sicher in den nächsten Tagen wegen einem Liefertermin kontaktiert.

Ich verstehe es nicht, warum sich Amazon als riesengroßes Unternehmen so etwas leisten kann. Wurde hier die kleinste und unzuverlässigste Spedition in der Umgebung mit so etwas beauftragt? Warum kann man diese Prozesse nicht etwas beschleunigen und die Geräte dann über einen anderen Dienstleister ausliefern lassen, wenn man genau weiß, es gibt Lieferengpässe? Warum werden die Kunden nicht benachrichtigt sondern erfahren von den Problemen erst, wenn man beim Kundenservice anruft? Fragen über Fragen und niemand kann sie beantworten…

Auf jeden Fall bin ich von Amazon sehr enttäuscht. Mittlerweile bestelle ich seit 7 Jahren Sachen dort und hatte bisher, ungelogen, noch nie irgendwelche Probleme. Dann vertraut man diesem Unternehmen eine Bestellung von mehreren hundert Euro an und was passiert… nichts! Ich bin sehr enttäuscht und hoffe, dass sich Amazon eine originelle Entschuldigung einfallen lässt. Wenn der Fernseher bis nächste Woche nicht hier ist, muss ich mein Geld wohl oder übel zurückbuchen lassen und mich an einen anderen Anbieter wenden.

UPDATE: Am Dienstag, dem 29. Juni klingelt es an der Tür und die Spedition war da. Mit meinem Fernseher! Sie haben sich zwar vorher nicht angekündigt aber ich bin froh, dass die ganze Prozedur jetzt ein Ende hat. Anscheinend gibt es aber immer noch ein kleines Problem. Am Donnerstag (01. Juli) rief mich am Nachmittag Kim vom Amazon Kundenservice an und hat sich noch mal dafür entschuldigt, dass es noch ein paar Tage dauern wird. Anscheinend hat die Spedition immer noch nicht an Amazon durchgegeben, dass das Gerät ausgeliefert wurde. Vielleicht bekomme ich ja jetzt einen zweiten? 😀 – Danke übrigens für alle eure Kommentare! Ich freue mich jedes Mal, wenn sich jemand zu meinen Beiträgen äußert 🙂

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen mit Amazon gemacht? Würdet ihr große Geräte wie Fernseher über das Internet bestellen?

Einen schönen Tag noch,
– Fabian

VDSL, wo bleibst du?

Eigentlich sollte unser VDSL-Anschluss ja bereits letzten Freitag freigeschaltet wurden sein, aber anscheinend ist es dazu bisher nicht gekommen. Wir surfen hier weiter mit einer Geschwindigkeit von 448 kBit/s (downstream) und 96 kBit/s (upstream) rum, ohne bisher nur die geringste Besserung gespürt zu haben. Sicherlich könnt ihr euch vorstellen, wie „schnell“ dann unser Anschluss ist, wenn 3 Personen gleichzeitig surfen und vielleicht eine Person davon noch ein Video bei YouTube sieht und die andere „schnell“ ein Foto auf eine Website lädt.

Die Kundendienstmitarbeiterin von letzter Woche scheint allerdings auch ziemlichen Mist geredet zu haben. Da ist nichts mit „am nächsten Tag wird es freigeschaltet“. Der Prozess läuft normalerweise so ab, dass man vorher erst noch eine schriftliche Auftragsbestätigung von der Telekom bekommt, in der dann der Termin zur VDSL-Freischaltung genannt wird. Doch auch diese Auftragsbestätigung ist bisher nicht bei uns eingetroffen.

Aus gegebenem Anlass rief ich heute noch mal bei der tollen Servicehotline an… die Kollegin mit schwäbischem Akzent meinte dann auch nur, dass sie nur sieht, dass es in Bearbeitung ist und das sie „den Kollege, wo desch bearbeite“ noch mal eine Mail schickt und sie sich dann wohl in den nächsten Tagen bei uns melden werden. Ha ha ha. Die Telekom will sich bei uns melden!? Ich glaube ja an vieles, aber nicht daran. Als ich mich dann bei ihr beschwert habe, dass man mit unserer jetzigen Geschwindigkeit nicht vernünftig arbeiten kann, meinte sie dann auch nur, dass wir „ja Glück hätte, dasch es ei Fläträt isch“ und es sozusagen ruhig mal länger dauern kann, bis eine Seite geladen ist. Unfassbar dreist, sage ich dazu nur.

Ich verstehe einfach nicht, warum ein so großes Unternehmen derart unfähig sein kann. Wenn es heißt, wir möchten es zum 1.6. und eine Woche später ist immer noch nichts passiert, dann ist das eigentlich ziemlich peinlich. Mittlerweile habe ich auch beschlossen, jeden Tag bei der Hotline anzurufen, an dem wir kein VDSL haben. Anscheinend muss man die genug nerven, damit sich irgendwas in diesem Unternehmen tut.

Wütende Grüße,
– Fabian

Ein Fernseher, Mediamarkt und die Kreditkarten

Eigentlich wäre es gestern so weit gewesen und ein schöner Fernseher hätte seinen Besitzer wechseln können. Ja… hätte!

Ich wollte schon seit längerer Zeit einen neuen Fernseher kaufen, denn mein über 10 Jahre alter Röhrenfernseher hat langsam ausgedient und es macht nicht ganz so viel Spaß, darauf XBOX zu spielen und DVDs anzusehen.

Der Fernseher sollte folgende Eigenschaften erfüllen, dann wäre er perfekt:

  • Flachbildschirm / LCD oder LED-Technologie
  • 40″ oder 42″ groß
  • mindestens 2 SCART-Anschlüsse
  • 3 oder 4 HDMI-Anschlüsse
  • VGA- und/oder DVI-Eingang zum Anschluss von PC / Notebook
  • USB-Anschluss
  • integrierter DVB-T-Tuner
  • Preis: 900€ – 1.000€ Limit

Gestern waren wir dann zufälligerweise beim Mediamarkt (in Günthersdorf bei Leipzig) und ich habe mich in der dortigen Fernseherabteilung umgesehen und wurde nach etwas Suche auch schon fündig. Ein schöner Flachbildschirm von Samsung, 40″ groß, Full HD und allen möglichen Kram, den man vielleicht irgendwann mal gebrauchen könnte. Der Preis von ca. 770€ war auch angemessen und das Bild sah sehr gut aus.

Ich sah den neuen Fernseher schon in meinem Zimmer stehen, aber dann hieß es plötzlich „Mediamarkt nimmt keine Kreditkarten“. Super! Da möchte man diesem Laden nun schon sein Geld anbieten aber es scheitert an einer modernen Bezahlmethode. Sicherlich kann ich es verstehen, dass Kreditkartenkäufe für den Laden auch etwas kosten, aber an der Stelle von Mediamarkt würde ich meinen Kunden natürlich lieber mehr Komfort anbieten und auf einen Bruchteil des Umsatzes verzichten.

Mediamarkt scheint aber nicht die einzige Kette zu sein, die sich gegen Kreditkarten wehrt. Auch Medimax nimmt keine Kreditkarten an (ich habe mich telefonisch erkundigt) und bei Saturn bieten auch nicht alle Filialen diesen Service. Sicher hätte ich auch mit der EC-Karte bezahlen können, aber wozu? Je mehr ich mit meiner Kreditkarte bezahle, desto geringer wird meine Kartengebühr. Wieso sollte ich das, gerade bei großen Käufen, nicht ausnutzen? Wenn jemand mein Geld nicht möchte, dann bekommt es halt jemand anderes.

Zur Not gehe ich nächste Woche dann zu Karstadt, die können momentan sowieso Geld gebrauchen, oder bestelle mir den Fernseher bei Amazon. Dann heißt es zwar wieder, der Onlinehandel mache den Einzelhandel kaputt, aber immerhin kann ich dort so bezahlen wie ich möchte und bekomme meine Einkäufe sogar kostenlos bis vor die Tür geliefert.

Konntet ihr in einer Mediamarkt / Saturn-Filiale schon mal mit Kreditkarte bezahlen? Was für einen Fernseher habt ihr? Könnt ihr ein bestimmtes Modell oder eine bestimmte Marke empfehlen?

Viele Grüße und einen sonnigen Sonntag,
– Fabian.

Es ist Zeit für eine Veränderung

… genau das dachten wir uns, als es hieß, dass die Telekom eine VDSL-Leitung in unserer Straße liegen hat.
Nach ein paar Recherchen haben wir dann herausgefunden, dass Vodafone uns diesen Luxus leider nicht zur Verfügung stellen kann. Dort bleibt es bei DSL 1000, und nicht mal selbiges würde uns Vodafone in voller Geschwindigkeit bereitstellen können. Im März haben wir uns dann deshalb entschieden, den Vodafone-Vertrag zu kündigen und zur Telekom zu wechseln. Die Auftragsbestätigung war auch bald da und am 1. Juni sollte es eigentlich so weit sein.

Pustekuchen! Die Zugangsdaten waren zwar ein paar Tage vorher da, von dem neuen Router der Telekom fehlte jedoch leider jede Spur. Ein paar Tage vorher riefen wir dann bei der Kundenhotline an und fragten nach dem Verbleib der neuen Wunderkiste. Anscheinend haben sie dann bemerkt, dass der Router noch gar nicht verschickt wurde und leiteten den Versand deshalb „erneut“ ein. Montag verging, kein Router war da. Nun war Dienstag – der 1. Juni 2010. Am Vormittag habe ich wieder zum Telefon gegriffen und nach dem Verbleib des Routers gefragt. Da hieß es dann natürlich, dass der Router schon auf dem Weg ist und im Laufe des Tages eintreffen sollte.

Ich weiß nicht, ob es geplant war, dass er durch den Schornstein fliegt, per DHL kam allerdings nichts. Den ganzen Tag lang. Es wurde Dienstag. Die DSL-Leitung war mittlerweile schon geschalten nur das nutzte mir natürlich nichts – unser alter Router kam mit den Telekom-Zugangsdaten nämlich nicht klar. Also gab es einen erneuten Griff zum Telefon und diesmal schien ich anscheinend eine kompetentere Mitarbeiterin am Telefon gehabt zu haben. Diese konnte mir sagen, dass der Router eigentlich erst zum 3. Juni bestellt wurde, aber schon per DHL unterwegs ist und deshalb im Laufe des Tages ankommen sollte. Außerdem konnte sie mir gleich noch eine Sendungsverfolgungsnummer geben und bot mir als Entschuldigung eine 10 € Gutschrift auf der nächsten Rechnung an – warum nicht.

Ein paar Stunden später war es dann auch schon soweit und der DHL-Bote klingelte an der Tür und konnte mir das Paket mit dem Router übergeben. Schnell aufgebaut, angeschlossen, die Zugangsdaten über die Weboberfläche eingegeben und die DSL-Verbindung war da. Ihr habt richtig gelesen, die DSL-Verbindung. Wer gut aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass da etwas faul dran ist. Eigentlich war nämlich VDSL bestellt.

Um zu fragen, wann das VDSL dann noch zusätzlich geschalten wird, griff ich also noch mal zum Telefonhörer und hab den Kundenservice angerufen. Nach stundenlangem Suchen im Telefon habe ich dann erfahren, dass VDSL wohl am 4. Juni geschaltet wird. Ich bin gespannt, ob das diesmal wirklich der Fall sein wird. Wenn ja, dann heißt es ab morgen abend mit VDSL 50.000 im Internet unterwegs zu sein.

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Habt ihr schon mal euren Internetanbieter gewechselt? Gab es dabei irgendwelche Komplikationen oder Probleme? Wann hat der Anschluss endgültig funktioniert?

Gute-Nacht-Grüße,
– Fabi

Whatsapp – kostenlose SMS und MMS für iPhone und Blackberry

Hallo Leute!

Ja, nach einiger Zeit von mir gibt es wieder einen neuen Eintrag von mir. Es ist viel in den letzten Tagen passiert. Ich habe einen neuen Job bei einer großen, internationalen Firma und helfe englischsprachigen Kunden bei ihren Hard- und Softwareproblemen. Mehr dazu erfahrt ihr dann aber gegebenenfalls an anderer Stelle 🙂

Zum eigentlichen Thema: Ihr kennt es sicherlich… eure Frei-SMS gehen langsam zu Ende, jede weitere SMS kostet viel zu viel und bis es neue Frei-SMS gibt, dauert es einfach noch viel zu lange.

Eine Abhilfe für iPhone und Blackberry-Benutzer könnte „Whatsapp“ sein. Ihr findet es im AppStore bzw. für Blackberrys direkt auf der Whatsapp-Website. Im Grunde funktioniert es wie ein normales Instant Messaging Programm. Der Unterschied beim iPhone ist es, dass ihr neue Nachrichten direkt als Push-Mitteilung angezeigt bekommt – genau so, wie wenn ihr eine neue SMS erhaltet. Man kann sogar einstellen, dass der SMS-Ton beim Eintreffen einer neuen Whatsapp-Mitteilung ertönt.

Ihr bezahlt bei Whatsapp nur ein mal weniger als einen Euro und könnt danach unbegrenzt Nachrichten versenden. Neben Textnachrichten können allerdings auch noch Bilder, Sprachnachrichten, Einträge aus eurem Telefonbuch und eure aktuelle GPS-Position gesendet werden. Multimedia-Messaging zum kleinen Preis sozusagen.

Wenn ihr Whatsapp das erste Mal benutzt, durchsucht es automatisch euer Telefonbuch und findet anhand eurer Telefonnummer heraus, welche eurer Kontakte ebenfalls Whatsapp verwenden. Nachdem dies innerhalb von Sekunden passiert ist, könnt ihr auch schon anfangen zu chatten. Da ihr über eure Telefonnummer identifiziert werdet, können euch auch neue Benutzer einfach und schnell finden und euch Nachrichten per Whatsapp schicken. Ein lästiges Austauschen von Nicknames oder User-IDs entfällt praktisch komplett.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Benutzer der einzelnen Mobilgeräte auch untereinander chatten können. Das heißt, dass ein Benutzer von Whatsapp auf dem Blackberry mit einem iPhone-Besitzer chatten kann. Bald sollen, laut der offiziellen Website, außerdem bestimmte Nokia-Handys und Android-Geräte dazukommen.

Die einzelnen Nachrichten werden übrigens über eure Internetverbindung gesendet. Solltet ihr also keine Flatrate haben, könnte es unter Umständen teuer werden. Genau so teuer wird es dann im Ausland, denn dort fallen Roaminggebühren an. Verhindern kann man diese zusätzlichen Gebühren, wenn man sich mit seinem Gerät einfach per WLAN ins Internet einwählt.

Whatsapp funktioniert übrigens auch auf eurem iPod touch. Allerdings werdet ihr dann halt nur über neue Mitteilungen informiert, wenn euer iPod gerade mit dem Internet verbunden ist. Gebt einfach eure Telefonnummer bei Whatsapp auf dem iPod ein und ihr erhaltet alle Nachrichten an diese Nummer ab sofort auf euren iPod. Der Nachteil ist allerdings: wenn der iPod nicht an einem Stromkabel hängt, wird die WLAN-Verbindung automatisch deaktiviert wenn der iPod gesperrt wird. Das bedeutet, dass ihr in diesem Fall keine Push-Mitteilungen über neue Nachrichten erhaltet.

Update: Soweit ich erfahren habe, wird Whatsapp für iPod touch nicht mehr unterstützt. Falls ihr es schon mal für den iPod runtergeladen habt, solltet ihr es weiterhin nutzen können, anscheinend ist es aber nicht mehr möglich, es auf einen neuen iPod touch runterzuladen.

Ansonsten kann ich Whatsapp nur empfehlen. Der, momentan, sehr geringe Preis von 0,79€ im AppStore ist wirklich günstig und ihr spart im Vergleich zu herkömmlichen SMS schon Geld wenn ihr nur mit einem Kontakt regelmäßig Nachrichten austauscht.

Verwendet ihr auch Whatsapp? Kennt ihr vielleicht auch noch ähnliche Programme? Habt ihr weitere Fragen? – Schreibt‘ einfach einen Kommentar und lasst es mich wissen.

Viele Grüße aus dem verregneten Leipzig,
– Fabi

Endlich schnelles Internet?

Es ist soweit… der VDSL-Anschluss bei der Telekom ist bestellt.
Bisher beziehen wir hier unser Internet über Vodafone – allerdings ziemlich langsam. Technisch Verfügbar ist hier bei uns gerade mal DSL 1000 – die Geschwindigkeit, die tatsächlich ankommt ist noch mal ungefähr ein Viertel geringer. Sicherlich könnt ihr euch vorstellen, dass diese Geschwindigkeit nicht wirklich viel Spaß beim Surfen und Online spielen bringt, vor allem, wenn die Leitung oft von 3 Personen gleichzeitig genutzt wird.

Da wir regelmäßig die Verfügbarkeit von schnelleren Leitungen überprüft haben, waren wir überrascht, dass auf der Vodafone-Website angepriesen wurde „High-Speed-Internet 50.000 – an Ihrer Adresse verfügbar“. Obwohl dieser Text ausgegeben wurde, konnte man über die Website nur ein All-Inclusive-Paket über UMTS bestellen. Wer weiß… vielleicht gibt’s den schnellen Anschluss für Bestandskunden ja nur, wenn man ihn über die Hotline oder einen Vodafone-Shop bestellt. Also habe ich mein Glück beim Vodafone-Kundenservice versucht. Erstmal überhaupt eine Telefonnummer auf der Website zu finden, die nicht sau-teuer ist, war sowieso eine Glanzleistung. Bei der sogegannten Hotline kam ich dann in der Mobilfunkabteilung raus, kein Problem, denn der Mitarbeiter wollte mich sofort zur Internetabteilung verbinden. Wieder Warteschleife… und plötzlich höre ich, wie man am anderen Ende abhebt und gleich wieder auflegt. Toller Service, oder?

Nachdem ich ein paar alte Rechnungen geholt habe – waren noch von Arcor – habe ich dort versucht jemanden zu erreichen. Die Hotline von Arcor war nicht mehr besetzt aber ich wurde – welch Wunder – kostenlos zu Vodafone weiterverbunden und durfte erstmal mit einem Computer kommunizieren. Nachdem ich mich durch etliche Menüs gedrückt und gesprochen habe, durfte ich die Kundennummer, Telefonnummer etc. eingeben. Angeblich, damit sie dann der Mitarbeiter an der Hotline gleich da hat, und mich nicht erst fragen muss. Das sagte zumindest der Computer.

Ich kam dann erneut in die geliebte Warteschleife und durfte mir über 15 Minuten das selbe Lied anhören. Sogar Firmen wie IKEA haben unterschiedliche Lieder in ihrer Warteschleife… aber egal, es war ja kostenlos…

Später durfte ich dann doch mit einer Mitarbeiterin reden. Meine vorher eingegebenenn Daten wurden natürlich nicht vom Computer übermittelt, weshalb ich alles noch mal sagen durfte. Ich hab sowieso das Gefühl, dass diese ganzen Auswahlmenüs nur zum Wichtigtun sind, am Ende kommt man sicher immer im gleichen Callcenter raus…

Es hat erst mal ewig gedauert, bis die Dame unseren Anschluss ausfindig gemacht hat und meinte dann, bei uns wäre höchstens DSL 1000 verfügbar. Das, was die Website sagt, stimmt nicht. Es ist auch nicht geplant, VDSL in unserer Straße einzurichten. Ein Zeichen für schnelleres Internet und neue Telefonleitungen wäre, wenn in der Straße größere Straßenbauarbeiten stattfinden. Als ich sie darauf hinwies, dass der VDSL-Kasten schon seit mehreren Jahren vor unserem Haus steht meinte sie dann, dass die einzelnen Häuser sicher noch nicht angeschlossen sind. Ja, klar, ganz bestimmt… ich wollte ihr dann nicht erzählen, dass es damit eigentlich gar nichts zu tun hat… auf jeden Fall konnte sie mir nicht weiterhelfen und das Gespräch war dann beendet.

Okay… wenn Vodafone nicht will, gehen wir halt zur Konkurrenz. Die Hotlinenummer der Telekom war schnell gefunden und ich hing nicht mal länger als 30 Sekunden in der Warteschleife, bis ich eine sehr freundliche Mitarbeiterin am Hörer hatte. Was ich auch sehr positiv fand war, dass man ihr angehört hat, dass sie aus unserer Umgebung kam und nicht in einem Callcenter hunderte Kilometer weit weg sitzt. Nach einer Überprüfung unserer Adresse teilte sie uns dann mit, dass der VDSL-Kasten ja gleich in der Nähe ist und die 50.000er-Leitung am Haus anliegt. VDSL würde also nichts im Weg stehen. Yay!

Mit dieser Information haben wir dann ein Schreiben an Vodafone verfasst und fragten, wann VDSL denn auch von Vodafone angeboten wird. Gleichzeitig auch mit dem Hinweis, dass zur Telekom gewechselt wird, wenn von Vodafone in näherer Zukunft keine schnellere Leitung bereitgestellt wird. Nach ein paar Tagen kam dann eine Antwort und, wie schon die Hotline-Tante meinte, gibt es kein VDSL (entgegen der Onlineshop-Auskunft) und es ist in näherer Zukunft auch nicht geplant.

Gestern war mein Vater dann im Telekom-Shop (oder wie auch immer die Läden von denen heißen) und hat die Anschlussportierung in Auftrag gegeben. Wenn dann der Vodafonevertrag im Juni ausläuft sollten wir dann nach jahrelangem Warten auch schnell surfen können.

Meine Meinung dazu ist: ich glaube es erst, wenn’s funktioniert. Wer weiß, vielleicht haben wir dann, wie beim letzten Wechsel, erst mal zwei Wochen gar kein Internet mehr. Mitterlweile gibt es ja aber glücklicherweise Surf-Sticks als kurzzeitige Alternative.

Seit ihr schon mal von Vodafone / Arcor zur Telekom gewechselt? Wie lief der Wechsel ab? War alles pünktlich und ohne Probleme? Habt ihr selbst VDSL bzw. wie schnell ist eure derzeitige Internetleitung?

Viele langsam-surfende Grüße,
– Fabi

Die verschollene E-Mail

Eigentlich war und bin ich der Annahme, dass E-Mails eine relativ zuverlässige Möglichkeit zum Informationsaustausch darstellen. Anscheinend ist dies nicht immer der Fall.

Letzte Woche habe ich mich online bei einer Firma in Hamburg auf eine Stelle beworben. Die E-Mail ging raus, danach war erst mal Stille. Vielleicht kommt ja eine Eingangsbestätigung? Naja, lieber nicht drängeln und ein paar Tage warten. Mittlerweile ist eine Woche vergangen und gestern abend schaue ich in meinen Posteingang und finde einen Hinweis darauf, dass meine Mail nach 8Tagen nicht zugestellt werden konnte und es auch nicht weiter versucht wird.

Na gut, also habe ich die Adresse peinlich genau auf Tippfehler überprüft, jedoch keine gefunden. Da ich nicht noch mal die Ungewissheit haben wollte, ob die Mail ankommt oder nicht, rief ich heute vormittag dann bei besagter Firma an. Mein Ansprechparner hatte das Telefon schon in der Hand, so dass ich gerade ein Mal das Freizeichen hörte, bevor ich jemandem am anderen Ende hatte.

Ich habe ihn dann erstmal gefragt, ob er der richtige Ansprechparner für das Angebot als „IT-…“ wäre. Er bejahte, meinte jedoch, dass dieses Stellenangebot seit gestern abend geschlossen ist, und neue Bewerbungen nicht mehr angenommen werden. Er hat mir in Zwischenzeit schon „einen schönen Tag noch“ gewünscht aber so schnell habe ich mich nicht abwimmeln lassen. Ich hab noch mal nachgefragt, ob meine E-Mail denn angekommen wäre. Reaktion: „Welche E-Mail?“ – „Ja, ich habe Ihnen letzte Woche meine Bewerbung per Mail geschickt, gestern abend erhielt ich eine Fehlermeldung, dass meine Mail unzustellbar wäre“. Er frage mich daraufhin, wie groß meine Mail denn gewesen wäre. Als ich ihm sagte, dass es 3,4MB waren, meinte er, dass ich bestimmt einen Tippfehler in der Adresse hatte – außerdem kommen sonst alle E-Mails bei ihm an. „Trotzdem vielen Dank für Ihr Interesse“ und das war es mit dem Gespräch.

Ehrlich gesagt, finde ich das ziemlich merkwürdig. Es war auch das erste Mal, dass ich erst nach 8 Tagen einen Hinweis erhielt, dass eine Mail unzustellbar war. 8 Tage ist sowieso ein merkwürdiger Zeitraum. Normalerweise kenne ich es, dass versucht wird, unzustellbare Mails 4 Tage lang zuzustellen und man bereits nach dem ersten Tag darüber informiert wird. Wenn Mailadressen gänzlich unbekannt sind, gibt es die Meldung direkt nach dem Versenden.Dazu kommt noch, dass das Stellenangebot gestern abend geschlossen wurde und ich die Fehlermeldung gestern abend bekommen habe.

Glücklicherweise kenne ich mich wenigstens etwas im Mailbereich aus und weiß, dass man solche Fehlermeldungen auch selbst generieren kann. Manche Mailprogramme haben sogar eine Funktion, mit der man E-Mails zurückschicken kann. Der Absender der Mail erhält dann eine Fehlermeldung die oftmals ähnlich aussieht, wie vom Server generierte Meldungen wenn eine E-Mail-Adresse unbekannt ist / eine Mail unzustellbar war.

War es für diese Firma vielleicht einfacher, einfach ein paar Meldungen zu generieren, als Absagen zu schreiben? Ich halte es für eine sehr fragwürdige Methode und fand auch die Art des Herrn am Telefon nicht sonderlich nett mir gegenüber. Vielleicht ist es aber auch besser, dass meine Bewerbung (offiziell zumindest) nicht angekommen ist – wer weiß…

Ist euch schon mal etwas Ähnliches passiert? Was waren eure merkwürdigsten Bewerbungserlebnisse?

Einen schönen Abend noch
– Fabi

Auf Nennung des Firmennamens habe ich im Beitrag absichtlich verzichtet und möchte den Namen auch nicht auf Nachfrage nennen.

Die WPtouch-Erweiterung für WordPress

So sieht die Mobilversion von FGNet.de aus.

Falls ihr schon mal mit eurem iPhone, iPod oder einem anderen Mobilgerät auf FGNet.de wart, habt ihr vielleicht festgestellt, dass die Seite anders aussieht, als auf eurem PC. Der Grund dafür ist die WPtouch-Erweiterung für WordPress-Blogs.

Mit dieser Erweiterung wird euer Blog speziell für kleine Bildschirme und Handys aufbereitet und dargestellt. Das spart unter Anderem Ladezeit, sieht besser aus und spart natürlich auch Kosten, da bei der Mobilversion weniger Daten übertragen werden, als auf dem Computer.

Die Frage ist nun, wie WPtouch erkennt, ob man FGNet.de überhaupt mit einem mobilen Gerät aufruft oder ob man über seinen Webbrowser am PC darauf zugreifen will. Die Lösung liegt bei den sogenannten „User Agents“. Jeder Browser, teilweise sogar jede Version eines Browsers sendet bei jedem Seitenaufruf seinen User Agent an die Seite. Wenn man die Seite beispielweise mit Safari auf einem Mac öffnet, ist der User Agent:

Mozilla/5.0 (Macintosh; U; Intel Mac OS X 10_6_2; de-de) AppleWebKit/531.22.7 (KHTML, like Gecko)
Version/4.0.5 Safari/531.22.7

So wird der Seite mitgeteilt, dass man einen Mac mit Mac OS Version 10.6.2 und Safari verwendet. Einige Seiten sind nun so programmiert, dass sie, je nach verwendetem User-Agent, unterschiedliche Informationen und Designs anzeigen. Nach diesem Prinzip arbeitet auch WPtouch. Wenn die Erweiterung erkennt, dass man sie mit einem Browser fürs Handy aufruft, wird die spezielle Mobilversion geladen. Öffnet man die Seite zum Beispiel auf einem iPhone, wird der User Agent „iphone“ übermittelt. Die Erweiterung erkennt: „Aha, der User ist mit dem iPhone online, ich zeige deshalb die Mobilversion, anstatt der PC-Version an“.

Allerdings wurde WPtouch ursprünglich nur für Geräte wie das iPhone programmiert und andere Geräte werden nicht unterstützt. Dies kann man aber mit einem kleinen Handgriff ändern.

Zuerst öffnet man die sein WordPress Backend (den Admin-Bereich) und geht dort auf die WPtouch-Einstellungsseite. Im Bereich „Advanced Options“ findet man ein „Custom User-Agents“-Feld. In dieses Feld tragt ihr einfach alle anderen User-Agents ein, bei denen die Mobilversion eures Blogs geladen werden soll.

Ich habe zum Beispiel

nokia, iemobile, symbian, opera mini, opera mobi, windows ce, samsung, wap, symbian, wml,
pda, ericsson, sonyericsson

als „Custom User-Agents“ eingetragen. Somit wird die Seite auch auf Geräten wie Nokia-Handys, dem Internet Explorer Mobile, einem PDA oder im Opera-Mobile-Browser in der Mobilversion dargestellt.

Wichtig ist, dass der Mobilbrowser JavaScript unterstützt und das JavaScript aktiviert ist – sonst funktioniert WPtouch nicht richtig. Falls man sich doch anders entscheidet und die PC-Version auf seinem Handy sehen möchte, kann man jeweils ganz unten auf den einzelnen Seiten die Mobilversion ausschalten.

Das "Custom User-Agents"-Feld im WordPress Backend.

Ich hoffe, euch hat der Artikel einen kleinen Einblick in WPtouch und die dahinterliegende Funktionsweise gegeben.

Kennt ihr andere Plugins für Mobile WordPress-Blogs? Verwendet ihr auch WPtouch? Wie sieht die Mobilversion von FGNet.de auf eurem Handy aus? – Lasst es mich wissen!

Viele Grüße aus der iPhone-Ecke,
– Fabi

Wie viele SIM-Karten habt ihr?

Letztens, als ich wieder etwas aufgeräumt habe, sind mir ein paar alte SIM-Karten unter die Augen gekommen. Ich habe überlegt wie lange es her ist, dass ich sie benutzt habe und ob ich mich überhaupt noch an die PIN-Nummern erinnern würde. Selbst wenn, wahrscheinlich sind beide Karten schon längst inaktiv und gesperrt. Jedoch wurde ich neugierig und hab in allen Handys und Mobilen Geräten nachgeschaut und hab festgestellt, dass ich mindestens 6 SIM-Karten besitze – so viele hab ich zumindest gefunden.

Mein Inventar beinhaltet unter anderem die SIM-Karte aus meinem ersten Handy (ein „Trium“-irgendwas), damals noch von VIAG Interkom im LOOP Prepaid-Tarif. Mit dem nächsten Handy (einem Nokia 3100), damals schon bei O2 kam die nächste Karte dazu. Als dann die Billigprovider wie ALDI Talk und Fonic auftauchten bin ich zu Simyo gewechselt, da die Kosten im Vergleich zu O2 unschlagbar waren.

Meine SIM-Karten-Sammlung

Mit der Zeit war ich öfter in Israel um einige Freunde zu besuchen. Da habe ich mir dann eine Cellcom (סלקום) Talkman-Karte besorgt. Talkman ist der Prepaid-Tarif von Cellcom. SMS und Anrufe mit dieser Karte nach Deutschland waren viel günstiger. Gerade bei SMS ist der Preis bei Cellcom gleich – egal ob man eine SMS ins In- oder Ausland schickt. Außerdem konnten mich meine Eltern aus Deutschland per Skype anrufen, ohne das ich für eingehende Anrufe zahlen musste. Wie teuer die Minutenpreise waren, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Eine Inlandsminute kostete 1 ILS (damals ungefähr 18 Cent), nach Deutschland habe ich sicher um die 5,5 ILS gezahlt. Anders als in Deutschland kann man mit der Talkman-Karte nicht einfach so ins Ausland telefonieren. Man wählt zuerst einen Operator aus und muss die Nummer des Operators anstatt der Landesvorwahl verwenden. Normalerweise wählt man nur „+49“, dort war z.B. „012-49“ oder „013-49“ (je nach Operator) nötig. Der Vorteil war, jeder Operator hatte unterschiedliche Preise und Konditionen. Bei einem sind die Gespräch am Abend billiger, bei einem anderen Operator konnte man am Wochenede für weniger Geld telefonieren. Bis vor einiger Zeit konnte man diese Karten auch im Ausland kostenlos aufladen, mittlerweile stellt sich Cellcom allerdings quer und verlangt eine israelische Kreditkarte wie z.B. Isracard. Andere Kreditkarten wie Master- oder Visacard werden per Telefon aus dem Ausland nicht mehr angenommen.

Zurück in Deutschland gab es gerade Flatrate-UMTS-Tarife zum Surfen, weshalb ich mir einen Surfstick für meinen Laptop gekauft habe. Da ich oft mit dem Zug unterwegs bin, ist das ziemlich praktisch um sich die Zeit zu vertreiben und ein paar Dinge zu erledigen. Meine Auswahl viel dann auf eine Karte von blau.de, dort gab es einen 1GB-Tarif für ~10 € pro Monat, jederzeit kündbar. Ein paar Monate später hat auch simyo diesen Tarif eingeführt – wenn ich das eher gewusst hätte, dann hätte ich einfach noch ein paar Wochen gewartet.

Natürlich ist dann noch die T-Mobile-SIM. Die steckt in meinem Handy und wird von mir überall rumgetragen. Sie war schon in den USA, in Russland, durfte auch mal mit nach Israel (allerdings ohne Daten-Roaming, sonst wär ich so arm, dass ich diesen Artikel nicht mehr schreiben könnte ;)) und natürlich auch in vielen Teilen Deutschlands.

Wie man sieht, können auch einfache Dinge wie SIM-Karten einige Geschichten erzählen.
Was denkt ihr, wie viele SIM-Karten ihr besitzt? Wie viele davon werden noch aktiv sein und wie viele Karten benutzt ihr noch regelmäßig? Habt ihr auch SIM-Karten aus dem Ausland?

Einen schönen Samstag noch,
– Fabi

Bewegungsprofile durch Gowalla und Co.?

Soziale Netzwerke wie Gowalla und foursquare sind mittlerweile auch in Europa stark am kommen. Sie sind gut dafür geeignet um seinen Freunden mitzuteilen wo man gerade ist und was man an diesem Ort gerade macht. Außerdem kann man an einer Art „Schnitzeljagd“ teilnehmen, indem man zu bestimmten, vorher festgelegten, Orten geht und dort „eincheckt“. Es macht Spaß diese Netzwerke zu nutzen und dadurch neue Orte zu entdecken aber das ist leider nur eine Seite der Medaille.

Beide Netzwerke können mit Twitter und Facebook verknüpft werden – somit kann man beim einchecken in einen neuen Ort dies automatisch seinen Freunden / Followern mitteilen. Will man das aber wirklich? Insbesondere wenn man einen Ort für sein zu Hause angeleget hat und sich dort immer eincheckt kann man sehr gut Regelmäßigkeiten erkennen. Ich merke es selber bei Twitter, dass sich einige Nutzer oft zur gleichen Zeit in ihrer Wohnung einchecken. Somit weiß ich auch, wann diejenigen zu Hause sind. Für mich als Freund ist das natürlich vorteilhaft aber, gerade bei öffentlichen Twitter-Accounts, kann es auch jede andere Person lesen.

Durch den Ort beim jeweilgen Netzwerk kann man mit etwas Glück die dazugehörige Anschrift rausfinden, über Facebook oder Twitter kommt man an den realen Namen und schon hat man die perfekte Adresse wenn man mal in eine Wohnung einsteigen möchte. Wenn ich dann auch noch sehe, dass sich User XYZ jeden Tag, außer Montag, um 18:00 in seiner Wohnung anmeldet, kann ich gut davon ausgehen, wann er gerade nicht da ist und meinen Einsatz genau planen.

Selbiges kann man auch auf andere Situationen auslegen, zum Beispiel, wenn man regelmäßig in ein bestimmtes Restaurant essen geht oder zur gleichen Zeit an der gleichen Bahnhaltestelle steht. Ich persönlich würde es ungern wollen, wenn jede Person, die meinen Usernamen kennt, dies lesen kann und so die Gelegenheit hat, mich auf der Straße abzupassen. Zusammen mit der Voratsdatenspeicherung und dem Bundestrojaner würde ein noch besseres Überwachungssystem zustande kommen. Sicherlich tut man den Datensammlern sogar einen Gefallen, wenn man freiwillig jeden Ort mitteilt, an dem man sich gerade befindet.

Gowalla bietet inzwischen die Möglichkeit an, seinen Account dort zu schützen so das nur „Freunde“ sehen können, wo man sich gerade aufhält. Bei Foursquare habe ich so eine Funktion bisher nicht finden können.

Ich empfehle euch daher gut zu überlegen wann ihr an welchem Ort eincheckt und ob man dadurch Regelmäßigkeiten feststellen kann. Wenn man konsequent an jedem Ort eincheckt, an dem man vorbeikommt, fehlt sicherlich nicht mehr viel um ein persönliches Bewegungsprofil erstellen zu können – wer möchte das schon?

Hoffentlich konnte ich euch durch diesen Artikel etwas zum Nachdenken bringen wie ihr solche Dienste nutzt. Ich verwende selbst Gowalla (und selten auch foursquare) und finde, es ist gut geeignet um Freunden mitzuteilen, in welchem Restaurant man Mittag gegessen hat, aber ich halte es nicht für angebracht jeden einzelnen meiner Schritte zu hinterlegen.

Nutzt ihr Gowalla, foursquare oder ähnliche Dienste? Könnt ihr euch meiner Meinung anschließen oder haltet ihr es für Schwachsinn? Auf eure Kommentare bin ich gespannt.

Viele Grüße
– Fabi