Besprechungen und der Notizwahn

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich andauernd mit dieser Frage konfrontiert sieht: Wie halte ich meine Besprechungsnotizen fest, um auch eine Woche nach der Besprechung noch zu wissen, was ich eigentlich aufgeschrieben habe?

Die Qual der Wahl…

Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt – vom Notizbuch über den Notizblock bis hin zu Mitschriften im Laptop, jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Bei handschriftlichen Notizen auf Papier ist der nachträgliche Aufwand für mich relativ hoch. Entweder man ordnet die Notizen so, dass man sie später wiederfindet, was auch schnell mal zur Bastelstunde werden kann, oder man digitalisiert sie nachträglich aufwändig, um sie im Laptop mit von A nach B zu nehmen.

Stattdessen bietet sich auch das direkte Mitschreiben von Notizen während der Besprechung auf dem Laptop an – auch das halte ich aber eher für kontraproduktiv. Auf der einen Seite distanziert man sich durch den hochgeklappten Laptopbildschirm räumlich von den anderen Teilnehmern, auf der anderen Seite wird man durch die Möglichkeiten des Laptops auch schnell von der eigentlichen Besprechung abgelenkt.

Wer kennt es nicht, dass trotz Skype-Status „In einer Besprechung“ unablässig Anrufe im Hintergrund eingehen oder eine verlockende E-Mail-Benachrichtigung die Aufmerksamkeit auf ein vollkommen anderes Thema lenkt? Zumal auch die anderen Teilnehmer verunsichert werden können: Bedeutet das „wilde Tippen“ wirklich, dass akribisch Notizen gemacht werden oder ist im Hintergrund vielleicht eher ein Chatfenster oder das E-Mail-Programm geöffnet? Optimal finde ich das nicht.

Handschriftliche Notizen – digital. Eine Mögliche Lösung?

Um Abhilfe zu schaffen möchte ich daher in den nächsten Wochen einen anderen Weg ausprobieren: digitale handschriftliche Notizen. Als Equipment dienen mir ein iPad Pro (9.7″), der dazugehörige Apple Pencil und Microsoft OneNote, das kostenlos für iPad erhältlich ist.

OneNote ist in meinem Team sowieso schon als eines der Standardwerkzeuge verankert. Es ist einfach Notizen zu verfassen, sie zu gliedern und sie Anderen zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass gleichzeitig mehrere Personen in einem virtuellen Notizbuch arbeiten können ohne in Konflikt mit dem Schreibschutz zu kommen. Auch Änderungen von anderen Personen sind leicht erkennbar, wenn man denn sein Notizbuch mit anderen Personen teilen möchte oder ein Notizbuch auf einem Netzlaufwerk verwendet. Sehr praktisch ist die Synchronisation zu OneDrive bzw. OneDrive for Business, so dass die neuen Notizen sofort auf allen anderen Geräten zur Verfügung stehen.

Eine OneNote-Seite

Eine OneNote-Seite

Mit dem Apple Pencil gibt es nun auch endlich einen vernünftigen Eingabestift für iOS-Geräte: Man muss sich keine Gedanken mehr über falsche Striche machen, weil der Handballen das Display berührt, und auch Verzögerungen vom Schreiben bis zum Erscheinen der Notizen auf dem Bildschirm gibt es quasi nicht.

Durch Größe und Gewicht kann man das iPad Pro kaum von einem normalgroßen Block oder Notizbuch unterscheiden, weshalb es auf dem Besprechungstisch deutlich angenehmer als ein 15″-Laptop wirkt. Einen weiteren Pluspunkt verdient es sich durch die lange Akkulaufzeit. Während ich an Tagen mit „Meetingmarathons“ irgendwann immer eine Steckdose suchen muss, um meinen Laptop aufzuladen, hält das iPad Pro auch mal 2 lange Tage ohne Akkuladung durch – und auch wenn der Akku vom Stift mal leer wird, reichen ein paar Sekunden Ladezeit für eine halbe Stunde Energie.

Nach der Besprechung hält sich auch der Nachbereitungsaufwand in Grenzen – die Windows-Version von OneNote bringt glücklicherweise eine Handschrifterkennung mit, wodurch die Handschrift schnell und relativ zuverlässig in Text umgewandelt wird. Noch nicht ausprobiert habe ich allerdings mehrsprachige Notizen umzuwandeln.

Ich bin gespannt, ob ich auch in ein paar Wochen noch von dieser Methode begeistert bin oder sie sich auf längere Zeit vielleicht doch als unpraktisch herausstellt…

Wie löst ihr dieses Problem? Habt ihr noch andere Ideen, um dem Notizchaos Herr zu werden? Bitte lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Viele Grüße
– Fabian

Telekom: „Smart Traveller“ – meine Kostenfalle des Jahres

Ich hätte nicht gedacht, dass mein neuster Blogeintrag ausgerechnet von der Telekom handelt, aber aus gegebenem Anlass kann ich nicht anders als über die Geschäftspraktiken dieses Unternehmens zu schreiben.

Geplant war alles ganz einfach: Ich buche zu meinem Laufzeitvertrag mit deutschlandweiter Flatrate die Option „Smart Traveller“ hinzu und kann im EU-Ausland zu günstigen Konditionen telefonieren, ohne mir den Kopf über die kommende Handyrechnung zerbrechen zu müssen. So weit, so gut.

Auf Übersichtsseite der Telekom wird das soweit auch alles einfach erklärt dargestellt:

Kunden mit Smart Traveller-Option

Seit dem 1. Juli 2014 gelten in der Roaming-Ländergruppe 1 folgende Preise:

  • Tefonieren: Abgehend 0,75 € Verbindungspreis pro Gespräch und zusätzlich ab der ersten Minute Anrechnung der nationalen Inklusiv-Minuten. Bei Inlands-Tarifen ohne Inklusivminuten wird zusätzlich zu dem Verbindungspreis von 0,75 € der Preis pro Minute nach Ihrem jeweiligen Tarif (max. 0,29 € /Min.) berechnet.

Das klingt echt verlockend, denn unter der Annahme, es handelt sich bei einer nationalen Flatrate um „Inklusivminuten“ würde man nur 75 Cent pro Gespräch im Ausland bezahlen und der Rest wird ohne Probleme und weitere Kosten über die Flatrate abgerechnet.

Da mir so ein gutes Angebot selbst für die Telekom fast zu kundenfreundlich vorkam, fragte ich bereits im Ende letzten Jahres bei @Telekom_hilft auf Twitter nach und bekam die Antwort: „Ja, wenn du eine Flatrate hast, zahlst du mit Smart Traveller nur die Verbindungsgebühr.“

Für mich war die Sache erledigt und ich freute mich schon auf meinen nächsten Auslandsaufenthalt, bei dem ich zu günstigen Konditionen telefonieren kann. Vor einigen Wochen kam es dazu und voller Freude rief ich zu Hause an, um zu berichten wie es mir in fremden Städten und Ländern so erging. Nun gingen wieder einige Wochen ins Land und als ich meinen Briefkasten öffnete, flatterte mir direkt die Telekom-Rechnung entgegen.

Zu meiner Überraschung stellte ich nun fest, dass neben der Verbindungsgebühr auch noch knapp 3 Euro für das Gespräch an sich abgezogen wurden. „Wer weiß“, dachte ich, „vielleicht schleicht sich ja auch bei einer ehemaligen Behörde mal ein Fehler ein“ und so kontaktierte ich erneut die Damen und Herren bei @Telekom_hilft. Es dauerte auch nicht lange und eine magentafarbene Antwort trudelte auf meinem Handy ein:

Vermutlich liegt also doch ein Fehler mit meiner Rechnung vor? Oder wie kommt diese Antwort zustande? Nach einiger Diskussion stellte sich nun Folgendes heraus:

Wie jetzt? Ein Minutenpreis? Eben hieß es doch noch, es gibt nur einen Verbindungspreis, wenn man eine Inlandsflatrate hat?

Man sagt mir also nun „Hätte ich einen Tarif mit Inklusivminuten (z.B. 100 Freiminuten im Monat), dann würde es bei der Verbindungsgebühr bleiben. Da ich aber eine Flatrate habe, zahle ich nicht nur die Verbindungsgebühr sondern auch noch 29 Cent pro Gesprächsminute.“

Bisher war ich immer in der Annahme, dass es sich bei einer Telefonflatrate um nichts anderes als „unbegrenzte Gesprächsminuten“ handelt, die ja im meinem Tarif inklusive sind – daher auch Inklusivminuten – schließlich bezahle ich dafür ja nicht noch mal extra sondern nur meine Grundgebühr.

Bei der Telekom ist es nun allerdings so, dass eine Flatrate viel weniger Wert ist als sogenannte „Freiminuten“, denn bei diesen zahlen die Nutzer in Verbindung mit der Smart Traveller-Option nun ja deutlich weniger – nämlich nur 75 Cent pro Gespräch, so lange sie ihre Freiminuten nicht überschritten haben.

Als Flatrate-Kunde ist man nun mit dieser „tollen Zusatzoption“ aber gleich doppelt gestraft: Man zahlt nicht nur deutlich mehr als selbst die Telekom auf einem ihrer Social Media-Kanäle sagt, sondern zahlt auch deutlich mehr als Nutzer ohne diese Zusatzoption.

Nutzer der normalen „Welt-Option“ zahlen nämlich nur die von der EU regulierten Roaminggebühren in Höhe von 22 Cent pro Minute und 0,05 Cent für ankommende Gespräche.

Zum Vergleich: ein 10-minütiges Gespräch mit Smart Traveller kostet demnach 0,75€ Verbindungsgebühr + 0,29€ pro Minute = 3,65€. In der voreingestellten „Welt-Option“ 0,22€ pro Minute = 2,20€ für das gesamte Gespräch.

Angenommen ich hätte in meinem Urlaub nun nur 5 Gespräche zu jeweils 10 Minuten geführt, hätte ich durch die Auskunft der Telekom nun 7,25€ mehr ausgegeben als ich eigentlich gemusst hätte.

Als Kunde fühle ich mich mehr als schlecht beraten – schließlich frage ich doch nicht explizit mehrfach nach, um letztendlich falsche Informationen zu bekommen, die mir finanziell schaden. In meinem Fall bin ich nur froh, dass es bei diesem einen, relativ kurzen Gespräch blieb und ich mein Handy nicht exzessiver nutzte.

Allen anderen Kunden, insbesondere denen mit deutschlandweiter Flatrate und Telekom-Laufzeitvertrag, kann ich nur von der Nutzung der Smart Traveller-Option abraten, da sich diese nur als Kostenfalle entpuppt. Für mich erschließen sich bei der Nutzung dieser Option im EU-Ausland keinerlei Vorteile.

Besonders traurig fand ich, dass sich die Kollegen der Telekom fast 7 Stunden nach Absenden meines Tweets auch nicht mal für die Verbreitung der falschen Informationen entschuldigen konnten.

Für mich steht nun fest: der Laufzeitvertrag wird nächstes Jahr gekündigt und die „Smart Traveller“-Option sofort deaktiviert. Jeder Prepaid-Anbieter im E-Plus-Netz schafft es, verständlichere Tarifinformationen zu kommunizieren als der „pinke Riese“. Leider.

Ärgerliche Grüße,
– Fabian.

 

Der Optimierungswahnsinn geht weiter

In der heutigen Zeit versucht man viele Dinge besser und effizienter zu gestalten. Gerade im Berufsleben ist man verloren, wenn man gerade nichts optimiert. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Arbeitsabläufe, Meetings, Diskussionsrunden oder Informationsbereitstellung handelt – aber auch im Privatleben geht einem der Optimierungswahn nicht aus dem Weg. Ich fühle mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr oder weniger heimlich versuche meinen Alltag zu optimieren. Das geht dabei los, wenn man verschiedene Wege versucht zusammenzufassen, die schnellste Bahnverbindung sucht oder nach dem Supermarkt Ausschau hält, in dem die Lieblingspizza gerade im Angebot ist. Das Ziel sämtlicher dieser „Optimierungsversuche“ ist meist gleich – es soll gespart werden: entweder Zeit oder ein bisschen Geld.

Mittlerweile geht es sogar schon soweit, dass nicht nur die „bewussten“ sondern auch die „unbewussten“ Dinge optimiert werden sollen. Eines dieser „unbewussten“ Dinge ist der Schlaf. So erhielt ich vor einigen Tagen den Newsletter eines Elektronikmarkts, in dem ein nahezu schon revolutionäres System vorgestellt wurde: ein System zur Schlafüberwachung.

Dieses High-End-Gerät soll den Schlaf nicht nur überwachen sondern auch detaillierte Auswertungen darüber geben, wie man selbigen optimieren kann. Weiterhin beinhaltet es ein „Nachtlicht“, welches die Farbe je nach dem ob man einschlafen oder aufwachen soll ändert, und diverse Sensoren. So sollen beispielsweise Herzschlag, Atmung und Bewegung auf der Matratze erfasst werden. Der Clou des Ganzen: nach dem Aufwachen werden die gesammelten Daten direkt an Tablet oder Smartphone übertragen damit man – festhalten – sehen kann, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Gerade auf diese Erkenntnis hat die Menschheit schon Jahrhunderte gewartet – ein Gerät, das einem verrät, ob man gut oder schlecht schlief. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke relativ zeitnah nach dem Aufwachen, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe. Dummerweise merke ich das meist nicht nur allein sondern lasse auch ab und an meine Mitmenschen an dieser Körpererfahrung teilhaben – aber egal, das hat sich nach einer halben Stunde sowieso meist wieder gegeben.

Durch das eingangs erwähnte Nachtlicht soll das Aufwachen sogar noch leichter werden – da das Licht einen Sonnenaufgang (mit blauen Tönen, wohlgemerkt) simuliert braucht man quasi gar keinen Wecker mehr. Das ist natürlich eine nette Geschichte, aber auch dafür haben unsere lieben Vorfahren eine Abhilfe geschaffen. Diese Abhilfe nennt sich: Fenster. Sobald es draußen hell wird, fällt durch dieses „Fenster“ natürliches Licht in das Schlafzimmer. Schon unsere Vorfahren wurden so geweckt – weshalb brauchen wir dazu ein Gerät? Ich habe es selbst bemerkt und werde in abgedunkelten Räumen weitaus schlechter wach als bei mir zu Hause, wo mein Fenster nur durch einen dünnen, lichtdurchlässigen Vorhang etwas abgedeckt wird. Natürlich soll das Gerät auch beim Einschlafen helfen – dieses wird durch rote Lichttöne unterstützt. Auch dazu haben sich auch vorher schon Menschen Gedanken gemacht. Neben der erwähnten Abhilfe „Fenster“ gesellt sich noch ein zweiter Abhilfen-Kamerad dazu: der Lichtschalter. Angenommen man geht im Sommer nicht schon um 20 Uhr ins Bett, hilft es so lange abzuwarten, bis durch dieses „Fenster“ kein natürliches Licht mehr fällt. Anschließend stellt man nur noch den „Lichtschalter“ auf „aus“ und schon sollte man seine Hand nicht mehr vor Augen sehen können. Ganz einfach und es kostet nicht mal viel.

Da nur Licht und Datenaufzeichnung natürlich langweilig sind, liefert das Gerät auch Audiountermalungen, um uns beim Aufwachen zu helfen. Ich muss es mittlerweile sicherlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch zu diesem Punkt hilft uns die Natur völlig gratis und jeden Tag aufs Neue. Je nach Wohnlage werden entweder die Tonlagen „Vogelzwitschern“, „Schulkinder“, „Berufsverkehr“ oder „Baustelle“ ausgeliefert – in einigen exklusiven Lagen sogar eine Mischung aus zwei oder mehreren Varianten.

Mir tut es zwar außerordentlich Leid, dass ich versuche so ein ausgefeiltes Geschäftsmodell mit „billigen Hausmitteln“ zu schlagen, allerdings bin ich der Meinung, dass man gerade bei elementaren Dingen wie dem Schlaf ruhig etwas auf das Optimieren verzichten kann und sich auf die natürlichen Gegebenheiten verlassen sollte. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jeden Tag vom Sonnenaufgang wecken lassen soll, aber mit einem sanften Wecker und vor allem vorher ausreichendem Schlaf ist es meist schon getan. Falls das nicht hilft oder man sich nach jeder Nacht wie totgeschlagen fühlt, stehen sicher auch Arzt und Schlaflabor mit Rat und Tat zur Seite – sicher auch zuverlässiger und wissenschaftlich fundierter als ein Gerät zur Eigendiagnose.

Übrigens: Das „Gerät“ wird mit einem Preis von ungefähr 300 Euro beworben. Noch ein Grund weshalb man das Optimieren ruhig einmal sein lassen kann.

Wie steht ihr zum „Optimierungswahn“? Habt ihr „Helfer“, die euch beim Schlafen unterstützen? Lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Allzeit schöne Träume wünscht,
– Fabian.

Meine iOS-Wunschliste: Version 2

Mehr als ein Jahr ist es her, als ich kurz vor Weihnachten eine iOS-Wunschliste mit einigen, damals nicht vorhandenen Funktionen geschrieben habe. Nun ist es an der Zeit, einen Rückblick auf diese Liste zu werfen und zu schauen, welche Punkte umgesetzt wurden, welche Punkte vielleicht abgeändert werden können und welche Punkte ich jetzt, 1 1/2 Jahre später, hinzufügen würde.

Folgende Funktionen wünschte ich mir bei Version 1 meiner Wunschliste:

1 ) Wecken mit dem iPod
… und zwar mit einem frei wählbaren Lied oder einer frei wählbaren Playlist. Bisher war dies nur über eigene Apps möglich, die nicht im Hintergrund laufen konnten. Mit der derzeitigen iOS 6-Beta ist es jedoch auch möglich, sich ein frei wählbares Lied als Weckton zu hinterlegen. Die Möglichkeit eine Playlist, mehrere Lieder oder den iPod-Zufallsmodus auszuwählen fehlt jedoch weiterhin.

Wunsch erfüllt: teilweise (zukünftig mit iOS 6).

2 ) Synchronisation per WLAN
… ganz einfach ohne Kabel sämtliche Inhalte synchronisieren. Dies ist seit einiger Zeit möglich und wird sogar automatisch gestartet, sobald man das iGerät ans Stromnetz anschließt und der PC, mit dem man synchronisieren möchte, eingeschaltet ist. Aber auch ein Synchronisieren ohne Stromanschluss ist möglich.

Wunsch erfüllt: ja.

3 ) mehr Informationen auf dem Lock-Screen
… damit waren unter anderem die Anzeige anstehender Termine, verpasster Anrufe, neuen E-Mails usw. gemeint. Dies wurde mit der „Benachrichtungszentrale“ in iOS 5 eingeführt, jedoch noch nicht komplett so, wie ich es mir vorgestellt habe. So können z.B. (soweit ich derzeit rausgefunden habe) nur bereits geschehene Ereignisse angezeigt werden, jedoch keine anstehenden Termine oder ähnliches.

Wunsch erfüllt: teilweise.

4 ) stärker anpassbarer Homescreen + 5) mehr Platz in Ordnern + 9) dynamisches Wetter-Icon
… z.B. das man seine Ordner anders sortieren kann oder mehr als nur 12 Apps in einen Ordner packen kann. Dies wurde nach wie vor nicht geändert. Auch ein dynamisches Icon der Wetter-App fehlt nach wie vor.

Wünsche erfüllt: nein.

6 ) Profile
Jeder, der schon mal ein Nokia-Handy hatte, kennt Profile wie „Draußen“, „Nicht stören“, „Lautlos“ usw. Bei Apple gibt es diese Profile nach wie vor nicht. Mit iOS 6 kommt eine „Nicht stören“-Funktion, bei der man keine Benachrichtigungen und nur Anrufe von vorher definierten VIPs erhalten kann – allerdings kommt das nicht wirklich meinem Wunsch gleich.

Wunsch erfüllt: nein. 

7 ) Ordner für Bilder direkt auf dem Gerät erstellen
Damit war gemeint, dass man fotografierte Bilder gleich auf dem iGerät in entsprechende Ordner packen kann und nicht erst über den PC synchronisieren muss. Mit iOS 5 wurde auch diese Funktion umgesetzt.

Wunsch erfüllt: ja.

8 ) E-Mails einfach als gelesen und ungelesen markieren + Anhänge hinzufügen
E-Mails als gelesen oder ungelesen markieren, bevor man sie einzeln auf dem iGerät öffnet sowie Anhänge direkt aus der E-Mail App ohne Umweg anhängen. Dies ist noch nicht möglich, aber immerhin kann man jetzt z.B. mehrere Bilder auf einmal versenden.

Wunsch erfüllt: nein.

10 ) “aktive” Statusleiste
… „aktiv“ im Sinne von „Ich tippe auf die Uhr und die Wecker-App öffnet sich“ oder „Ich tippe auf das WLAN-Icon und ich komme ins WLAN-Menü“. Leider gibt es diese Funktion nach wie vor auch nur mit einem Jailbreak.

Wunsch erfüllt: nein.

Fazit: Von den 10 Wünschen wurden nur 2 vollständig erfüllt, weitere 2 Wünsche wurden teilweise erfüllt bzw. kommen mit einer neuen Version von iOS in Kürze auf die Geräte der User. Auch wenn die Wünsche meiner Meinung nach nicht besonders „ungewöhnlich“ sind und auf anderen mobilen Betriebssystemen bereits umgesetzt wurden, sollte sich Apple beeilen und etwas mehr „Usability“ auf iOS bringen. Die Nutzer möchten ihre Geräte stärker individualisieren und gerade anpassbare Homescreens, verschiedene Widgets und kürzere Wege zu oft genutzten Einstellungen würden sicher einige User begeistern.

Als neue Wünsche würde ich definitiv folgende Punkte hinzufügen:

11) Widgets
… und damit eine weitere Möglichkeit, seinen Homescreen zu personalisieren.

12) Fremdanbieter Apps als Standardapplikationen festlegen
Da es mittlerweile nicht nur noch einen Browser oder einen E-Mail-Client auf iOS gibt wäre es eine schöne Funktion, wenn man z.B. alle Weblinks mit dem Chrome-Browser öffnen könnte oder anstatt der Kamera zum Fotografieren aus Apps heraus eine App wie „Camerea+“ verwendet werden könnte.

Vielleicht werden diese, zusammen mit den nicht erfüllten Wünschen, in einer der zukünftigen iOS-Version umgesetzt. Ich bin auf den nächsten Rückblick gespannt.

Welche Funktionen würdet ihr gern zu iOS hinzufügen oder ändern? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Cheers,
– Fabian.

Geofences – mehr Privatsphäre in sozialen Netzwerken

In der Zeit von sozialen Netzwerken war es noch nie so einfach, persönliche Daten öffentlich in das Internet zu stellen. Was vor ein paar Jahren nur „Computerfreaks“ mit HTML-Kenntnissen und Webspace möglich war, kann mittlerweile fast jeder Internetnutzer. Die angegebenen Daten reichen von den Hobbys bis zu kompletten Lebensläufen und nicht selten können solche Daten auch gegen die Nutzer selbst verwendet werden. Identitätsdiebstahl, Stalking und vieles mehr ist einfacher als je zuvor – wenn man nicht auf die Sicherheit seiner Daten achtet.

Noch immer gibt es viele Profile auf Facebook und anderen Websites, auf denen E-Mail-Adressen, Handynummern und weitere persönliche Informationen für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sind und sobald es diese Daten ein mal in das Internet geschafft haben, bekommt man sie, wenn überhaupt, nur äußerst schwer wieder hinaus.

Die Fotoplattform Flickr hat vor einiger Zeit eine neue Funktion zur Verfügung gestellt, die den Nutzern mehr Kontrolle über ihre veröffentlichten Fotos gibt. Viele moderne Kameras hinterlegen zu jedem Foto sogenannte EXIF-Daten. Diese Daten enthalten unter anderem die verwendete Kamera, Einstellungen, Datum und Uhrzeit der Aufnahme und teilweise auch die GPS-Koordinaten, an denen das Foto aufgenommen wurde.

So könnte zum Beispiel jeder, der Zugriff auf diese Daten hat, die Position meines Gartens sehen, wenn ich dort z.B. Blumen fotografiere. Möchte ich das wirklich? Wenn man unterwegs ist, ist ein Anspeichern des Standortes sicher nicht verkehrt – so kann man auch anderen Fotografen zeigen, wo seine Bilder entstanden sind. Jedoch würde ich nicht wollen, dass mein Garten von Fotografen zertrampelt wird, die Bilder von den Blumen machen möchten.

Bisher war es nur möglich, die EXIF-Daten jedes einzelnen Fotos entweder dem Upload auf Flickr zu verändern oder zu entfernen, oder die Positionsangaben nachträglich zu löschen. Das dies gerade bei vielen Fotos sehr mühevoll ist, kann sich bestimmt jeder vorstellen.

Bei der von Flickr eingeführten Funktion, kann sich genau das vermeiden lassen. Geofences (virtuelle Zäune) verhindern, dass fremde User die Positionsdaten bestimmter Fotos sehen können.

So funktioniert es: in den Einstellungen auf Flickr hat man die Möglichkeit, einen Radius um einen bestimmten Punkt (z.B. Garten, Arbeitsplatz, …) von mehreren Metern bis Kilometern erstellen. Anschließend wählt man aus, wem man die Position der Fotos in dieser Zone zeigen möchte. Man kann entweder Freunde, Familie oder gar keine User auswählen. Bei allen „unberechtigten“ Nutzern werden die Positionsdaten nun ausgeblendet, wenn diese die entsprechenden Fotos aufrufen.

Der Vorteil an der ganzen Sache ist einfach zu erklären: man muss die Fotos nicht bearbeiten, kann selbst auf die Positionsdaten zugreifen und man kann sich jederzeit überlegen, ob man die Position nicht doch wieder allen anderen Usern anzeigen möchte.

Man kann nun nur hoffen, dass auch andere große Netzwerke wie Facebook und Twitter nachziehen, und ähnliche Funktionen einbauen – denn eine Kontrolle über die veröffentlichten Geodaten hat man dort kaum oder man hat nur die Möglichkeit, diese ein- oder auszuschalten.

Was haltet ihr von so einer Funktion auf anderen Websites? Würdet ihr sie nutzen? Sollten solche Optionen zum Standard auf allen Websites werden, die Geodaten verwenden?

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Viele Grüße,
Fabi.

Ein Stück England auf dem iPad

Bestimmt hat jeder von euch schon mal von der BBC (British Broadcasting Corporation) gehört. Bereits seit 1922 verbreitet diese renommierte Rundfunkanstalt  Radio- und seit 1936 TV-Programme in Großbritannien und der ganzen Welt. Besonders beliebt sind die zahlreichen, qualitativ hochwertigen TV-Produktionen. Einige der BBC-Dokus sieht man auch oft in deutscher Übersetzung auf VOX und anderen TV-Sendern.

Zu den BBC-Programmen gehören jedoch nicht nur Wissenssendungen und Dokus sondern auch Serien wie Doctor Who, Little Britain, East Enders und viele mehr. Aus rechtlichen Gründen waren viele dieser Sendungen in der Originalfassung in Deutschland nicht über das Internet empfangbar und um die BBC-Programme über Satellit zu empfangen bedarf es oft einer übergroßen Satellitenschüssel.

Seit einigen Wochen ist dies, zumindest für alle iPad-Besitzer, anders. Mit der BBC iPlayer-App kann man sich viele dieser Serien nach Hause holen – genau dann, wenn man gerade Lust hat. Alle Inhalte stehen auf Abruf zur Verfügung, das bedeutet, man muss sich keine Gedanken über irgendwelche Sendezeiten machen und verpasst keine Folge seiner Lieblingssendung.

Ganz ohne Haken ist die ganze Sache natürlich nicht, denn die iPlayer-App kostet Geld. Hierbei ist zu beachten, dass es zwei verschiedene Anwendungen gibt:

  • iPlayer (UK) zum kostenlosen Empfang der Programme innerhalb des Vereinigten Königreichs
  • iPlayer (Global) zum Empfang der Programme in einigen europäischen Ländern (inkl. DE, AT, CH), teilweise gebührenpflichtig

Wie ihr seht, unterscheiden sich die Apps nicht nur innerhalb der Kosten, auch die Inhalte sind unterschiedlich. Die globale iPlayer-Version beinhaltet sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Inhalte. Kostenfrei sind meist Trailer, Episoden-Previews und kürzere Videos. Um in den kompletten Genuss aller Inhalte zu kommen, ist ein Abo notwendig. Dieses Abo kostet entweder ca. 7€ pro Monat oder 50€ im Jahr und wird direkt über den iTunes-Account verwaltet und kann jederzeit gekündigt werden. Im Vergleich zu deutschen Pay-TV-Angeboten wie z.B. Sky, das gerne mal bis zu 50€ im Monat kosten kann, halte ich das für eine sehr sinnvolle Alternative.

Um die einzelnen Sendungen und Folgen auf das iPad zu bekommen, kann man die Inhalte sowohl per Wifi als auch über eine 3G-Verbindung laden. Weiterhin ist es möglich, die Inhalte vorab auf das iPad zu laden und zu speichern, um diese erst später anzusehen. Über den HDMI-Adapter für das iPad ist es außerdem möglich, die einzelnen Inhalte direkt auf dem Fernseher anzuschauen. Airplay wird zurzeit leider nicht unterstützt – ob es noch kommt, weiß sicher nur die BBC selbst.

Mit der App kann man also nicht nur über den deutschen TV-Tellerrand hinüber sehen sondern auch seine Englischkenntnisse verbessern bzw. auffrischen. Ich nutze die App seit ungefähr einer Woche und kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich ein Abo lohnt. Sonst sehe ich kaum Fernsehen, durch den iPlayer hat sich das geändert.

Wer selbst noch skeptisch ist, kann einfach und komfortabel einen Monat für 7€ buchen. Wichtig ist nur, dass das Abo rechtzeitig über iTunes gekündigt wird, sonst verlängert es sich automatisch bei Ablauf.

Wie interessant sind Apps wie der iPlayer für euch? Wünscht ihr euch solche Angebote auch für andere TV-Sender und Länder? Sehr ihr allgemein viel oder wenig TV? Kommentare sind jederzeit willkommen!

Viele Grüße,
– Fabian.

Programmübersicht des BBC iPlayers nach Genre

Der BBC iPlayer

Erste Eindrücke zu iOS 5

Wie von vielen Quellen bereits erwartet, wurde auf der gestrigen WWDC 2011 die neuste Version von Apples neuem Betriebssystem für mobile Geräte iOS 5 angekündigt. Noch am selben Abend wurde die Beta-Version der im Herbst erscheinenden Version für Entwickler zur Verfügung gestellt.

Auch einige Funktionen meiner Wunschliste wurden mit der neuen Version eingeführt oder angepasst.

Für mich ist das Kernstück von iOS 5 das neue Benachrichtungssystem. Anstatt der bisherigen Benachrichtigungs-Popups werden jetzt kleine Felder am oberen Rand des Bildschirms eingeblendet ohne die gerade laufende Appplikaton zu unterbrechen. Im Menü „Benachrichtigungen“ kann man außerdem genauer einstellen, wie man von Apps benachrichtigt werden möchte.

Benachrichtigungen unter iOS 5

Benachrichtigungen unter iOS 5

Um die Benachrichtigungen anzusehen, kann man eine schicke Übersicht einblenden lassen, indem man mit dem Finger von der Statusleiste zur Bildschirmmitte wischt.

Besonders Benachrichtigungen von Twitter haben bei meinen ersten Tests gut funktioniert. Andere Applikationen habe ich noch nicht ausführlich getestet. Eine gute Sache ist übrigens auch, dass man sich die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm (Lock Screen) anschauen kann.

Auch auf meiner Wunschliste stand die Funktion, seine iOS-Geräte über WLAN zu synchronisieren. Laut Apple sollen sich die Geräte zukünftig jedes Mal mit iTunes verbinden, sobald man sie an eine Stromquelle anschließt. Außerdem sollen kabellose Softwareaktualisierungen (z.B. bei zukünftigen iOS-Versionen) möglich sein.

Weitere Veränderungen sind unter anderem ein verbessertes Handling von Tabs im Safari-Browser, einfache Formatierungsmöglichkeiten beim Schreiben von E-Mails, neue Multi-Touch-Gesten auf dem iPad und eine „Zeitungskiosk“-App. Über diese App kann man seine (über iOS gekauften) Zeitungsabos verwalten und die Zeitungen lesen. Neue Ausgaben sollen automatisch im Hintergrund runtergeladen werden, so dass man bei der nächsten Nutzung schnell darauf zugreifen kann.

Neu sind außerdem „iMessages“ (auf Deutsch einfach „Nachrichten“) und „Reminders“. Bei letzterer App handelt es sich um eine einfache To-Do-Liste. Mit ihr könnt ihr Listen anlegen und Erinnerungen, z.B. zu einer bestimmten Zeit oder an einem bestimmten Ort hinzufügen.

"Reminders" unter iOS 5 auf dem iPad

„Reminders“ unter iOS 5 auf dem iPad

iMessages ist im Gründe das, was heute Whatsapp oder andere Instant Messenger bieten. Ihr könnt euch darüber mit anderen iOS 5-Nutzern Textnachrichten, Bilder und Videos austauschen. Ich persönlich halte diese App für nicht besonders innovativ, da es genügend andere Applikationen wie diese gibt, die nicht nur auf das iOS-System beschränkt sind.

Für alle Social Networks Fans ist bestimmt auch die Integration von Twitter in iOS interessant. Mit iOS 5 könnt ihr direkt aus Anwendungen wie z.B. Safari oder Maps Tweets absenden ohne in die Twitter-App wechseln zu müssen. Auch Entwickler von anderen Anwendungen sollen so die Möglichkeit erhalten, Twitter direkt in ihre Apps zu integrieren.

Ich bin sehr gespannt, wie sich iOS weiterentwickelt und welche Änderungen es noch bis zur Vollversion geben wird. Bis zum Herbst wird es sicher auch mehr Details zum neuen Dienst iCloud geben, der MobileMe ablösen soll.

Jetzt seid ihr erstmal dran: Welche iOS-Funktionen interessieren euch am meisten? Nutzt ihr Beta-Versionen? Welche Funktionen vermisst ihr noch? Kommentare sind gern gesehen!

Viele Grüße,
Fabian

Eine Woche iPad – Mobile Office

Vor knapp einer Woche habe ich bereits über das neue iPad 2 berichtet und möchte nun an diesen Artikel anknüpfen. Nach etwas mehr Zeit mit dem Tablett-PC von Apple kann ich nun ein paar zusätzliche Eindrücke dazu aufschreiben.

Heute möchte ich auf das Thema „Mobile Office“ eingehen. Darunter verstehe ich es, unterwegs über das iPad Textdokumente, Präsentationen und Tabellen zu erstellen. In den vergangenen Tagen habe ich mich ausschließlich mit der Textverarbeitung beschäftigt. So ist es vor allem bei Besprechungen praktisch, keine Notizblöcke mitzunehmen und man kann seine Mitschriften anschließend gleich an die anderen Teilnehmer per Mail schicken.

Getestet habe ich dazu die App „Quickoffice“ beziehungsweise die „Quickoffice Connect Mobile Suite for iPad“ für ca. 12€ im AppStore. Das Programm enthält Editoren zum Erstellen von Word- und Excel-Dokumenten (jeweils doc, docx, xls, xlsx) und Powerpoint-Dokumenten (nur ppt). Man kann sich außerdem PDF-Dateien anzeigen aber nicht bearbeiten. Bei großen PDF-Dokumenten mit vielen Grafiken kommt der PDF-Betrachter jedoch schnell an seine Grenzen. Zum reinen Betrachten von PDFs bevorzuge ich daher „GoodReader„, da ich die Dateien dort gleichzeitig mit Kommentare und Notizen versehen kann.

Weiterhin ist es möglich, zahlreiche Dienste wie die iDisk, Dropbox und Google Docs einzubinden um Dokumente runter- und hochzuladen. Quickoffice selbst benutzt jedoch auch eine lokale Dateiverwaltung mit mehreren Ordnern die man derzeit nicht automatisch mit einem Webdienst wie der iDisk synchronisieren kann. So eine Funktion wäre durchaus wünschenswert.

Speziell im Textverarbeitungsmodus gibt es die wichtigsten Möglichkeiten um seine Dokumente zu gestalten. Man kann zwischen sieben Schriftarten, sechzehn Farben und den drei Formatierungsmöglichkeiten „fett“, „kursiv“ und „unterstrichen“ wählen. Man hat außerdem die Möglichkeit Listen zu erstellen und Absätze linksbündig, rechtsbündig und zentriert auszurichten. Formatvorlagen oder eine Möglichkeit eigene Farben zu definieren fehlen jedoch komplett. Außerdem gibt es keine Dokumentenvorlagen, man startet also immer mit einem komplett weißen Dokument ohne irgendwelche vordefinierten Stile.

Sobald man sein fertiges Dokument erstellt hat, bietet Quickoffice die Möglichkeit, das Dokument auch als PDF zu speichern oder über AirPrint-fähige Drucker zu drucken. Fertige Dateien kann man außerdem per E-Mail versenden. Was mir negativ aufgefallen ist, ist jedoch, dass man immer nur eine Datei per Mail versenden kann. Gerade bei mehreren Dokumenten ist das äußerst ungünstig. Als Workaround habe ich diese Dokumente erst auf die iDisk geladen, mit „GoodReader“ als ZIP-Archiv gepackt und dann von dort per Mail verschickt.

Für einfache Dokumente ohne spezielle Gestaltungselemente wie Gesprächsnotizen oder andere Mitschriften reicht das Programm also vollkommen aus. Wenn man umfangreichere Dokumente erstellen will, wird man allerdings nicht um eine Nachbearbeitung am PC kommen.

Sicherlich gibt es andere Programme auf dem iPad wie „Pages“, „Keynote“ und „Numbers“ von Apple, die erweiterte Funktionen anbieten jedoch auch deutlich teurer sind. Mit „Quickoffice“ bekomme ich drei Editoren mit ein paar weniger Funktionen und zahle nur die Hälfte vom Preis aller drei Apple-Programme.

Allgemein lerne ich das iPad wirklich zu schätzen. Gerade jetzt bei unserer Schulung wo keine internetfähigen Computer zur Verfügung stehen, ist es sehr praktisch, bei Unklarheiten zu Themen direkt auf die entsprechenden Websites zu gehen und um Informationen direkt an Kollegen weiterzuleiten. Außerdem ist es mir möglich, sämtliche Schulungsunterlagen auf dem iPad mitzunehmen ohne sie auszudrucken. So wurden einige hundert Seiten Papier und eine Menge Toner gespart.

Derzeit habe ich nur noch einige Probleme mit der Tastatur. An die Tastatur auf dem iPhone konnte ich mich damals relativ schnell gewöhnen, beim iPad scheint es allerdings etwas länger zu dauern. Ich bin mir jedoch sicher, dass mir dies bei längerer Benutzung genau so in Fleisch und Blut übergehen wird 🙂

Benutzt ihr eine App zum Erstellen von Dokumenten auf dem iPad? Wie zufrieden seit ihr? Wie hilft euch euer iPad im Beruf und unterwegs? — Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian

Der erste Tag mit dem iPad 2

Vorgestern war es soweit. Der 25. März 2011. Der Erscheinungstag des neuen iPad 2 von Apple. Ein Tag wie jeder andere, dachte ich erst. Als ich um 15:00 Arbeitsschluss hätte, dachte ich, ich kann noch schnell in die Stadt fahren um etwas zu Essen, bevor ich dann um 17:00 zu Gravis gehe um das iPad zu kaufen. So viel zur Theorie… die Praxis sah etwas anders aus.

Da ich zufällig schon auf dem Hinweg bei Gravis vorbei kam, habe ich eine Warteschlange entdeckt. Ungefähr 20 Leute waren schon da und haben auf das iPad 2 gewartet. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Wer will denn in Leipzig schon ein iPad haben? Da ich das Risiko nicht eingehen wollte, mit leeren Händen nach Hause zu gehen, habe ich mich also brav angestellt. Es war zu diesem Zeitpunkt übrigens 15:30. Irgendwie erinnerte mich das an die Erzählungen von früher, in denen berichtet wurde, dass in der DDR auch oft angestanden werden musste.

Im Gravis selbst war es erst mal ziemlich warm. Schal ab und Jacke aus. Dummerweise füllte sich der Laden immer weiter und um 17:00 ging die Schlange bis nach draußen. Alle wollten ein iPad haben. Um ehrlich zu sein, hätte ich mich ab ungefähr der Hälfte gar nicht mehr angestellt. Die Chance da noch eins zu bekommen war sehr unrealistisch. Bei Twitter habe ich schon gelesen, dass in den Apple Stores für die Leute in der Schlange kostenloses Wasser verteilt wurde damit niemand zusammenbricht. Bei Gravis war das überhaupt nicht der Fall. Am Anfang der Schlange gab es einen Wasserspender aber um den zu erreichen musste man natürlich seinen Platz aufgeben. Um 17:00 war es dann auch schon soweit und alle dachten, sie bekommen jetzt endlich ihr neues iPad. Auch da wurde nichts draus, da sich pünktlich zum Verkaufsstart das Kassensystem von Gravis aufgehangen hat. Anstatt das dann die Rechnungen z.B. per Hand geschrieben wurde, stand erst mal alles still. Den Mitarbeitern hat man die Motivation und die Begeisterung auch richtig angesehen. Vorgestern war sicher einer dieser Tage, an denen die dort richtig viel Geld verdient haben – warum hingen dann die Mundwinkel so weit unten, dass sie fast in China wieder raus gekommen wären? Informationen für die Kunden gab es natürlich überhaupt keine und jeder hat sich gewundert, warum es nicht vorwärts ging.

Um 17:45 war ich dann fast am Anfang der Schlange und es lagen noch ungefähr 5 iPads da. Das Modell, das ich gerne kaufen wollte, war natürlich nur noch 1x vorhanden und der Käufer vor mir hat die Gelegenheit genutzt um es zu kaufen. Toll. Immerhin hatte ich aber überhaupt noch eine gewisse Auswahl und hab mich dann für das schwarze 64GB Modell mit UMTS entschieden. Anscheinend hatten die Gravis-Mitarbeiter dann Angst, dass ich das iPad klaue und es wurde bis zur Kasse getragen. Sehe ich so verdächtig aus? Ich stelle mich bestimmt nicht 2h in eine Schlange an um dann etwas zu nehmen, was ich nicht bezahlen kann… Tsss… Auf jeden Fall ist mir klar geworden, dass ich mich das nächste Mal nicht wieder dort anstelle und lieber etwas warte oder das Gerät im Internet bestelle.

Später war ich dann zu Hause und es ging los. Der Lieferumfang des iPad 2 ist recht spartanisch, wie man es von Apple Produkten kennt. In der Box lagen Kurzbeschreibungen in Deutsch und Französisch, zwei Apple-Aufkleber, eine Nadel um das SIM-Kartenfach zu öffnen, ein USB-Verbindungskabel und ein USB-Adapter für die Steckdose zum Aufladen. Das letzterer Adapter dabei war, hat mich schon sehr gewundert. Ein Microfaser-Tuch zum Reinigen des Displays vermisse ich da allerdings schon. Bei der Größe des Displays wäre das eine nette Zugabe gewesen.

Ansonsten liegt das iPad super in der Hand. Es ist 117 Gramm leichter und 4,4 Millimeter flacher als sein Vorgänger. Am Display hat sich nicht viel geändert. Ein Retina-Display wie beim iPhone 4 wurde nicht verbaut, die Auflösung ist jedoch trotzdem sehr hoch und Grafiken lassen sich gut darstellen. Neu sind außerdem zwei Kameras, jeweils auf Vorder- und Rückseite des Gerätes um z.B. Videoanrufe durchzuführen und Videos aufzunehmen. Die Frontkamera nimmt Videos und Fotos in VGA-Qualität auf, die Kamera auf der Rückseite kann HD-Videos (720p) aufnehmen, die Fotos zeugen jedoch eher von geringer Qualität. Offizielle Megapixel-Zahlen dieser Kamera gibt es nicht, mich erinnert es jedoch an die Bilder des neuen iPod touch – dessen Kamera hat 0,7 Megapixel. Da man das iPad aber sicherlich sowieso nicht unterwegs mitnimmt um Fotos zu machen, ist das sicherlich zu verschmerzen. Eine etwas bessere (Foto-)Kamera wäre aber bestimmt nicht zu viel verlangt gewesen.

Zum Betriebssystem selbst muss ich sicherlich nicht viel sagen. Zum Einsatz kommt das von iPhone und iPod touch bekannte iOS in Version 4.3 (mittlerweile 4.3.1), welches auch auf dem iPad 1 läuft. Leider vermisse ich einige Apps, die zum Beispiel beim iPhone inklusive sind. So fehlt eine Uhr-Funktion mit Timer, Weltzeituhr und mehreren Alarmen. Ebenfalls fehlen Wetter-App, Aktien-App und Sprachmemo-App. Die letzteren drei Apps sind sicherlich noch verschmerzbar aber warum es keine Uhr gibt, wundert mich schon sehr. Es ist sicherlich nicht schwierig, diese vom iPhone aufs iPad umzusetzen.

Diesbezüglich habe ich mich um Ersatz bemüht: als Wecker habe ich mir „Nightstand“ im App Store gekauft. Diese App hat den Vorteil, dass sie einen mit eigener Musik wecken kann und man nicht auf die vorgefertigten Töne von Apple beschränkt ist. Um diese Funktion zu nutzen muss die App jedoch während der Nacht im Vordergrund geöffnet sein. Neben der Wecker-Funktion zeigt sie automatisch das Wetter der aktuellen Umgebung an – sehr praktisch wenn man morgens aufwacht.

Auch empfehlen kann ich den „GoodReader„. Diese App ist wirklich ein Muss für jeden iPad-Besitzer. Man kann sich so über FTP, WebDAV, Dropbox, Google Docs, iDisk, verschiedene POP3 und IMAP-Server und andere Webdienste Dokumente, Musik und Videos auf das iPad laden und sie so wiedergeben. So kann man seine kompletten Word, Powerpoint, Excel und PDF-Dateien mitnehmen und sich unterwegs anschauen. PDF-Dateien kann man außerdem bearbeiten (Kommentare hinzufügen, beschneiden, Notizen per Hand aufmalen usw.). Es ist sogar möglich, mehrere Dateien als ZIP-Archiv zusammenzufassen und per E-Mail zu verschicken. Die 4€ für diese App sind es auf jeden Fall Wert. Hier noch ein Hinweis von meiner Seite: man kann mit diesem Programm keine neuen Dokumente erstellen, dazu braucht man andere Apps (z.B. Pages oder Keynote) aus dem AppStore.

Weiterhin empfehlenswert sind „TeamViewer HD“ (kostenlos) zur Kontrolle seines Computers über das iPad, „GarageBand“ um sich musikalisch etwas auszuprobieren und „Plants VS Zombies HD“ um auch ein bisschen Spielspaß zu haben. Für iTunes-Nutzer lohnt sich sicher auch die App „Remote“ mit der man seine iTunes-Mediathek auf dem Computer über das iPad steuern kann.

Neu auf dem iPad 2 ist übrigens „Photo Booth„, das man schon von Mac OS X kennt. Hier kann man über die integrierte Kamera Fotos mit verschiedenen Effekten machen. Im Vergleich zur Mac OS X-Version sind jedoch nur die Effekte „Röntgen“, „Lichttunnel“, „Strecken“, „Spiegel“, „Wirbel“, „Wärmebildkamera“, „Kaleidoskop“ und „Quetschen“ verfügbar. Für etwas Spaß zwischendurch reicht es aber natürlich aus.

Ich komme bisher gut mit dem iPad klar und finde es vor allem als Alternative zu Laptop im Bett sehr sinnvoll. Auch wenn man nur schnell etwas im Internet nachsehen will, muss man nicht immer den Laptop einschalten oder ewig auf dem kleinen iPhone-Display suchen. Für Video-Anrufe über „Facetime“ ist es sicher auch sehr praktisch – bisher hatte ich jedoch keine Gelegenheit, diese Funktion zu testen.

Den Kauf bereue ich nicht und bin mir sicher, dass ich in nächster Zeit auch öfter über das iPad bzw. meine Erfahrungen damit berichte.
Ob es sich auch für iPad 1-Nutzer lohnt, diese Version zu kaufen, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst besitze kein iPad 1, würde aber aufgrund der relativ geringen neuen Funktionen nicht upgraden. Sicher ist es nur für Nutzer interessant, die wirklich schnellere Chips und die Kameras benötigen – für die meisten anderen Zwecke sollte das iPad 1 vollkommen ausreichen.

Benutzt ihr ein iPad oder ein anderes Tablet? Habt ihr App-Empfehlungen? In wieweit hat sich euer Leben durch das Tablet geändert? – Ich freue mich auf eure Kommentare!

Bis bald,
– Fabian.

Neuer Job, neue Herausforderung

Heute ist der erste März. Heute hieß es auch für mich, einen neuen Schritt zu machen. Nachdem ich einige Zeit lang im IT-Support gearbeitet habe, wurde es für mich Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen – heute war es dann soweit: der erste Tag im neuen Unternehmen.

Meinen neue Aufgabe besteht weiterhin darin, (Groß-)Kunden im IT-Bereich zu betreuen. Anders als bei meinem Job im Support betrifft es aber Kunden aus Deutschland und ich bin nicht mehr für das Lösen von Hard- und Softwareproblemen verantwortlich. Vielmehr geht es darum, dem Kunden unterschiedliche Produkte / Softwarelizenzen großer Hersteller wie Microsoft anzubieten und um zu erkennen, welches IT-Equipment dem Kunden fehlt um die IT seines Unternehmens auf einem neuen und sicherem Stand zu halten.

Der Bereich „Vertrieb“ ist komplett neu für mich, ich glaube allerdings fest daran, dass ich mich in diesem Gebiet viel breiter entfalten kann als z.B. im Support oder in der Programmierung. Ein weiterer Vorteil liegt natürlich auch daran, dass meine neue Arbeitsstelle viel näher an meinem derzeitigen Zuhause liegt und endlich die Nacht- und Spätschichten wegfallen.

In den nächsten Monaten geht es nun erstmal mit Schulungen und Workshops weiter, die meine Kollegen und mich optimal auf unsere neue Aufgabe vorbereiten sollen.

Ich freue mich schon sehr darauf und werde, falls es sich anbietet, natürlich hier berichten.

Viele Grüße,
– Fabian