Apple-Geräte zukünftig mit interner SIM-Karte?

Verschiedene Websites (u.a. heise, CNN) haben in den letzten Tagen berichtet, dass Apple wohl Interesse an einem neuen SIM-Modul für Mobilgeräte entwickelt hat. Das bedeutet, das Geräte mit solch einer integrierten SIM-Karte wohlmöglich bald gar keine Plastik-SIM-Karte mehr benötigen. Auf der einen Seite kann dieses System durchaus praktisch sein, auf der anderen Seite kann man aber auch klare Nachteile des Systems erkennen.

Sinnvoll wäre es beispielsweise, um sein Mobilgerät einfach zu einem anderen Anbieter zu transferieren. So wäre es möglich, eine Applikation oder Website zu entwickeln, über welche die SIM-Informationen des Gerätes ausgelesen werden und einfach an den neuen Anbieter übermittelt werden. Dieser kann dann das Gerät in seinem System aktivieren und ggf. eine neue Nummer zuweisen. Gerade auf Reisen würde dadurch der nervige SIM-Karten-Wechsel entfallen, wenn man im Ausland lieber eine inländische Karte und damit teilweise oft günstigere Tarife nutzt. Auch im Inland kann es durchaus vorteilhaft sein. Wenn ein Handyvertrag ausläuft und man zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, könnte man seinen neuen Tarif bestellen und die integrierte SIM-Karte gleich mit den neuen Daten aktivieren. Somit wäre es nicht mehr nötig, erst auf einen Brief mit der neuen SIM-Karte zu warten oder zu einem Geschäft des Anbieters zu gehen.

Trotz dieser durchaus nützlichen Vorteile des Systems, kann es jedoch auch gegen den Willen des Kunden eingesetzt werden, und genau davor habe ich Angst.

Bisher war in Deutschland die Telekom der offizielle Vertragspartner von Apple zum Verkauf von iPhones. Erst seit wenigen Tagen kann man sich auch hierzulande iPhones ohne Netzsperre im Apple Store oder bei anderen Mobilfunknetzen bestellen. Trotzdem war es bisher relativ einfach möglich, mit diversen Programmen die Netzsperre (Netlock) aufzuheben und auch andere SIM-Karten mit dem iPhone zu nutzen.

Wenn sich Apple in Zukunft wieder für eine Providerbindung entscheiden wird, könnte man die Nutzer einfach und bequem auf ein einzelnes Netz beschränken. Den Netlock kann man dann vielleicht noch deaktivieren, jedoch würde es sich als problematisch erweisen, eine andere SIM-Karte in das Gerät zu stecken, da dies durch eine integrierte Karte ggf. nicht mehr möglich wäre.

Weiterhin ist es sehr ungünstig, wenn das Gerät kaputt gehen sollte. Wenn mein iPhone auf einmal den Dienst einstellen würde, könnte ich die SIM-Karte einfach entfernen und in ein anderes Handy einlegen und weiter telefonieren . Bei einer eingebauten Karte müsste ich erst meinen Mobilfunkanbieter kontaktieren, damit mir dieser eine „richtige“ SIM-Karte zukommen lässt.

Außerdem wäre es Apple möglich, bestimmte Mobilfunknetze auszusperren. So könnte Apple von Mobilfunknetzen eine Gebühr verlangen, damit Nutzer diese Netze z.B. im Appstore auf ihrem Gerät aktivieren. Weigert sich ein Mobilfunknetz diese Gebühr zu bezahlen, wäre es für den Kunden nicht möglich das Netz auf dem Gerät zu nutzen.

Ein weiteres Problem wären Viren und andere schädliche Software. Ein Virus wäre somit eventuell in der Lage, die SIM-Karten-Information unerkannt zu überschreiben wodurch sich das Gerät in ein anderes Netz einwählen könnte und unter Umständen überteurte Tarife abgerechnet werden. Durch Trojaner könnte man diese Informationen auch stehlen und duplizieren. Dadurch wäre es möglich, dass sich Kriminelle mit der geklauten Nummer in Netzen einwählen und somit auf Kosten Anderer telefonieren, surfen oder Verbrechen planen könnten.

Noch kann man nicht sagen, ob die integrierte SIM-Karte überhaupt in iPhones und dem iPad eingesetzt wird – ausgehen kann man allerdings davon.
Es wird spekuliert, dass es in nächster Zeit ein neues iPad angekündigt wird, das diese Funktion bereits nutzen könnte.

Welchen Weg Apple einschlagen wird, ist jedoch noch unklar. Man kann nur hoffen, dass die Kunden nicht weiter oder noch stärker bevormundet werden.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Seid ihr pro oder kontra integrierte SIM-Karte? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Ein schönes Wochenende und bis bald,
– Fabian

Warum meine Tweets geschützt sind

Viele Twitter-Nutzer wissen bestimmt, dass man seine Tweets auch schützen kann. Durch diese Option können Tweets nur noch von Leuten gelesen werden, denen man es ausdrücklich erlaubt hat. Manche Twitterer verstehen jedoch nicht, warum einige Benutzer ihre Tweets schützen. Deshalb möchte ich hier kurz darstellen, weshalb ich meinen privaten Twitter-Account schütze.

  • Ich kann bestimmen, wer meine Tweets liest –> ich kann somit auch jederzeit wieder bestimmten Personen verbieten, meine Tweets zu lesen
  • es gibt weniger Spam, da Spam-Accounts meistens keinen geschützten Accounts folgen wollen
  • externe Websites und Anwendungen haben keinen Zugriff auf meine Tweets -> Privatsphäre wird erhöht
  • Ich möchte nicht, dass bestimmte Daten, wie mein aktueller Aufenthalsort (wenn ich ihn auf Twitter freigebe), von Millionen Menschen gelesen werden kann
  • Ich sehe, wer mir folgen möchte und kann so gezielt eine kleine Community innerhalb von Twitter aufbauen

Sicher könnte man, z.B. durch einen Fake-Account, dem ich erlaube meine Tweets zu lesen, an meine Tweets kommen, jedoch ist dies wesentlich sicherer, als wenn ich von vornherein alle meine Tweets und Daten freigebe.

Ich vergleiche Twitter auch gerne mit anderen Netzwerken wie z.B. Facebook. Dort möchte ich auch nicht, dass jeder x-beliebige Nutzer meine aktuellen Statusmeldungen liest – weshalb sollte man es also bei Twitter können?

Leider gibt es einen kleinen Nachteil für mich, wenn ich Tweets schütze. Wenn ich einem anderen Nutzer bei Twitter etwas schreiben möchte, und mir dieser Nutzer nicht folgt, kann er meine Nachricht nicht lesen, auch wenn ich den Nutzer gleich am Anfang des Tweets erwähne oder auf „Antworten“ drücke.

Wer also möchte, kann mir jederzeit folgen – interessante Benutzer folge ich natürlich auch gern zurück. In Zukunft wird es auch wieder mehr Updates mit dem FGNETDE-Twitter-Account geben. Die Tweets dieses Accounts sind ungeschützt und stehen allen offen.

Die Links zu beiden Twitter-Accounts gibt es auch noch mal hier (@Fabi1611 | @FGNETDE) und oben rechts bei den sozialen Netzwerken.

Habt ihr auch Twitter-Accounts? Schützt ihr eure Tweets oder nicht? Was sind eure Argumente für oder gegen das Schützen von Tweets? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bis bald,
– Fabian

DVD-Abzocke bei Navy CIS!

Bald ist es wieder soweit: eine neue Staffel von Navy CIS erscheint auf DVD. Wieder ein mal überzeugte die sechste Staffel durch Action, Spannung und Humor. Leider werden jedoch die deutschen Fans wieder grundlos abgezockt, sollten sie sich die DVDs zur Staffel kaufen wollen.

Nachdem die fünfte Staffel endlich in einer DVD-Box erschienen ist, wurde die sechste Staffel wieder in zwei Halbstaffeln aufgeteilt. Das bedeutet, hierzulande erhält man je 2 Boxen mit 3 DVDs. Das ist anders als im europäischen Ausland, wo man eine Box mit allen 6 DVDs erwerben kann.

Im Grunde ist es ja nicht weiter schlimm, wenn der Preis dieser Halbstaffeln nicht so dreist wäre. Bei Amazon in Deutschland kosten die einzelnen Halbstaffeln 27€ bzw. 28€ (Box 1, Box 2). Insgesamt zahlt man bei kostenloser Lieferung also ungefähr 55€. Die DVDs erscheinen in Deutschland am 5. August 2010.

Schaut man jedoch zu unseren Nachbarn nach Frankreich, stellt man fest, dass man eine Box mit allen 6 DVDs für nur 34,99€ bekommen kann. Dazu kommen noch ca. 7€ Versand hinzu, also zahlt man am Ende für alle 6 DVDs ungefähr 42€. In Frankreich sind die DVDs übrigens bereits jetzt erhältlich.

Bei unseren Freunden in England ist es ähnlich. Dort erhält man die komplette sechste Staffel (alle 6 DVDs in einer Box) für 33£. Bei einer Bestellung aus England kommen zusätzlich 2.24£ Versandkosten dazu. Hier wären wir am Ende also bei 35.65£ Gesamtpreis. Umgerechnet sind das bei aktuellem Kurs 42,47€. Der Veröffentlichungstermin für die DVDs in England ist der 19. Juli 2010.

Wie man sieht, sind unsere Nachbarn klar im Vorteil. Sie erhalten nicht nur eine Box mit allen DVDs sondern sparen auch noch richtig Geld. Jeder, der im Besitz einer Kreditkarte ist, sollte sich also genau überlegen, ob er sich diese DVDs nicht lieber aus dem Ausland bestellt.

Ich habe bereits die vierte NCIS-Staffel aus England bestellt und hatte sogar die deutsche Tonspur auf meinen DVDs. Somit konnte die Serie also genau so genießen, wie sie hier im Fernsehen läuft beziehungsweise auf DVDs ausgeliefert wird. Bei der sechsten Staffel steht zwar in den Produktspezifikationen keine deutsche Tonspur, jedoch werden bei Amazon.co.uk wenigstens deutsche Untertitel aufgelistet. Für alle, die sich die Serie aber sowieso lieber in der Originalsprache ansehen, wäre es reinste Verschwendung, eine deutsche DVD-Box zu kaufen.

Habt ihr bisher ähnliche Erfahrungen beim Kauf von DVDs, Spielen oder anderen Dingen erlebt? Bestellt ihr öfter Dinge aus dem Ausland? Sammelt ihr bestimmte TV-Serien auf DVD?

Verschwitzte Grüße aus Leipzig,
– Fabian

1. Leipziger Postcrossing-Treffen

Wisst ihr auch, wie das ist, wenn ihr in den Briefkasten seht und ihr nicht nur Rechnungen und Werbebriefe sondern auch eine schöne Postkarte findet? Also ich meine nicht die Postkarten vom Optiker, der einem zum Geburtstag gratuliert und neue Brillen verkaufen möchte, sondern Postkarten aus anderen Städten und Ländern mit schönen Motiven und ein paar netten Grüßen drauf.

Da ich viel zu selten solche Postkarten bekomme, habe ich mich Ende 2009 bei Postcrossing angemeldet. Das Prinzip ist relativ einfach: wenn man sich auf dieser Website registriert, bekommt man am Anfang fünf zufällige Adressen aus der ganzen Welt zugeteilt. An diese Adressen schickt ihr Postkarten die euch (und hoffentlich auch dem Empfänger) gefallen. Sobald der Empfänger eine eurer Karten bekommen hat, registriert er diese auf der Postcrossing-Website und eure Adresse kommt in den großen Lostopf. Ein anderer Postcrosser aus irgendeinem Land bekommt diese nun zugeteilt und schickt euch eine Postkarte. Ihr registriert diese Karte wieder und der Kreis schließt sich. Je mehr Karten ihr insgesamt verschickt habt, desto mehr Adressen könnt ihr zugeordnet bekommen (und desto mehr Postkarten bekommt ihr später zugeschickt). Das Ganze macht, mir zumindest, relativ viel Spaß. Mittlerweile habe ich auf diesem Weg in einem halben Jahr schon über 90 Karten aus mehr als 30 verschiedenen Ländern bekommen.

Vor einiger Zeit hat mich dann mein Vater, der ebenfalls bei Postcrossing mitmacht, auf ein Postcrossing-Treffen in Leipzig aufmerksam gemacht. Zwar war ich am Anfang noch nicht wirklich davon überzeugt und hatte auch nicht vor, so „zeitig“ (der Beginn war 11:00) aufzustehen. Am Freitagabend hatte ich dann aber plötzlich doch einen Geistesblitz und habe mich entschieden auszuschlafen und etwas später zur Postcrossing-Truppe zu kommen. Dank meiner tollen Planung… na gut… es war eher Zufall… war ich genau in dem Moment vor der richtigen Kneipe, als ein paar Leute mit Postcrossing-Ansteckern auf mich zu kamen.

Wir haben es uns dann im Restaurant 100-Wasser in der Innenstadt gemütlich gemacht. Die ersten Getränke und Mahlzeiten wurden bestellt und in Zwischenzeit haben alle ihre Postkarten ausgepackt. Irgendwie kam ich mir mit meinen acht Postkarten etwas verloren vor, denn die Anderen hatten etwas größere Stapel mit 40 oder mehr Postkarten dabei. Dann ging es auch schon los… die Postkarten machten ihre Runde und wurden von den Teilnehmern unterschrieben. Jetzt weiß ich, wie es den ganzen Promis gehen muss, wenn sie Autogramme geben müssen. Wenn man fast 300 Karten mit seinem Benutzernamen unterschriebt, bemerkt man dann schon leichte Taubheitsgefühle in der Hand 😀

Als alle Karten fertig geschrieben waren, ging es dann zum nächstgelegenen Briefkasten am Markt, der sogar noch am selben Tag geleert wurde. Wahrscheinlich hatte dieser Briefkasten noch nie so viele Postkarten auf einmal geschluckt. Ich bin sehr gespannt, wann die erste Karte ihren Empfänger erreicht und freue mich auch schon auf die Karten, die ich dann erhalten werde.

Das Treffen war sehr schön, es war sehr interessant zu sehen, wer noch alles so Postkarten an wildfremde Leute schreibt und ich denke, es wird nicht das letzte Postcrossing-Treffen für mich gewesen sein.

Vielen Dank an stadtschreiber und leoloewe für das Organisieren und bis zum nächsten Mal in …?

Briefmarken-ableckende Grüße,
– Fabian

PS.: Fotos kommen sicherlich später noch bei Flickr, aufgrund meiner beschi… bescheidenen Internetverbindung kann es sich nur noch Jahrhunderte dauern…

VDSL, wo bleibst du?

Eigentlich sollte unser VDSL-Anschluss ja bereits letzten Freitag freigeschaltet wurden sein, aber anscheinend ist es dazu bisher nicht gekommen. Wir surfen hier weiter mit einer Geschwindigkeit von 448 kBit/s (downstream) und 96 kBit/s (upstream) rum, ohne bisher nur die geringste Besserung gespürt zu haben. Sicherlich könnt ihr euch vorstellen, wie „schnell“ dann unser Anschluss ist, wenn 3 Personen gleichzeitig surfen und vielleicht eine Person davon noch ein Video bei YouTube sieht und die andere „schnell“ ein Foto auf eine Website lädt.

Die Kundendienstmitarbeiterin von letzter Woche scheint allerdings auch ziemlichen Mist geredet zu haben. Da ist nichts mit „am nächsten Tag wird es freigeschaltet“. Der Prozess läuft normalerweise so ab, dass man vorher erst noch eine schriftliche Auftragsbestätigung von der Telekom bekommt, in der dann der Termin zur VDSL-Freischaltung genannt wird. Doch auch diese Auftragsbestätigung ist bisher nicht bei uns eingetroffen.

Aus gegebenem Anlass rief ich heute noch mal bei der tollen Servicehotline an… die Kollegin mit schwäbischem Akzent meinte dann auch nur, dass sie nur sieht, dass es in Bearbeitung ist und das sie „den Kollege, wo desch bearbeite“ noch mal eine Mail schickt und sie sich dann wohl in den nächsten Tagen bei uns melden werden. Ha ha ha. Die Telekom will sich bei uns melden!? Ich glaube ja an vieles, aber nicht daran. Als ich mich dann bei ihr beschwert habe, dass man mit unserer jetzigen Geschwindigkeit nicht vernünftig arbeiten kann, meinte sie dann auch nur, dass wir „ja Glück hätte, dasch es ei Fläträt isch“ und es sozusagen ruhig mal länger dauern kann, bis eine Seite geladen ist. Unfassbar dreist, sage ich dazu nur.

Ich verstehe einfach nicht, warum ein so großes Unternehmen derart unfähig sein kann. Wenn es heißt, wir möchten es zum 1.6. und eine Woche später ist immer noch nichts passiert, dann ist das eigentlich ziemlich peinlich. Mittlerweile habe ich auch beschlossen, jeden Tag bei der Hotline anzurufen, an dem wir kein VDSL haben. Anscheinend muss man die genug nerven, damit sich irgendwas in diesem Unternehmen tut.

Wütende Grüße,
– Fabian

Whatsapp – kostenlose SMS und MMS für iPhone und Blackberry

Hallo Leute!

Ja, nach einiger Zeit von mir gibt es wieder einen neuen Eintrag von mir. Es ist viel in den letzten Tagen passiert. Ich habe einen neuen Job bei einer großen, internationalen Firma und helfe englischsprachigen Kunden bei ihren Hard- und Softwareproblemen. Mehr dazu erfahrt ihr dann aber gegebenenfalls an anderer Stelle 🙂

Zum eigentlichen Thema: Ihr kennt es sicherlich… eure Frei-SMS gehen langsam zu Ende, jede weitere SMS kostet viel zu viel und bis es neue Frei-SMS gibt, dauert es einfach noch viel zu lange.

Eine Abhilfe für iPhone und Blackberry-Benutzer könnte „Whatsapp“ sein. Ihr findet es im AppStore bzw. für Blackberrys direkt auf der Whatsapp-Website. Im Grunde funktioniert es wie ein normales Instant Messaging Programm. Der Unterschied beim iPhone ist es, dass ihr neue Nachrichten direkt als Push-Mitteilung angezeigt bekommt – genau so, wie wenn ihr eine neue SMS erhaltet. Man kann sogar einstellen, dass der SMS-Ton beim Eintreffen einer neuen Whatsapp-Mitteilung ertönt.

Ihr bezahlt bei Whatsapp nur ein mal weniger als einen Euro und könnt danach unbegrenzt Nachrichten versenden. Neben Textnachrichten können allerdings auch noch Bilder, Sprachnachrichten, Einträge aus eurem Telefonbuch und eure aktuelle GPS-Position gesendet werden. Multimedia-Messaging zum kleinen Preis sozusagen.

Wenn ihr Whatsapp das erste Mal benutzt, durchsucht es automatisch euer Telefonbuch und findet anhand eurer Telefonnummer heraus, welche eurer Kontakte ebenfalls Whatsapp verwenden. Nachdem dies innerhalb von Sekunden passiert ist, könnt ihr auch schon anfangen zu chatten. Da ihr über eure Telefonnummer identifiziert werdet, können euch auch neue Benutzer einfach und schnell finden und euch Nachrichten per Whatsapp schicken. Ein lästiges Austauschen von Nicknames oder User-IDs entfällt praktisch komplett.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Benutzer der einzelnen Mobilgeräte auch untereinander chatten können. Das heißt, dass ein Benutzer von Whatsapp auf dem Blackberry mit einem iPhone-Besitzer chatten kann. Bald sollen, laut der offiziellen Website, außerdem bestimmte Nokia-Handys und Android-Geräte dazukommen.

Die einzelnen Nachrichten werden übrigens über eure Internetverbindung gesendet. Solltet ihr also keine Flatrate haben, könnte es unter Umständen teuer werden. Genau so teuer wird es dann im Ausland, denn dort fallen Roaminggebühren an. Verhindern kann man diese zusätzlichen Gebühren, wenn man sich mit seinem Gerät einfach per WLAN ins Internet einwählt.

Whatsapp funktioniert übrigens auch auf eurem iPod touch. Allerdings werdet ihr dann halt nur über neue Mitteilungen informiert, wenn euer iPod gerade mit dem Internet verbunden ist. Gebt einfach eure Telefonnummer bei Whatsapp auf dem iPod ein und ihr erhaltet alle Nachrichten an diese Nummer ab sofort auf euren iPod. Der Nachteil ist allerdings: wenn der iPod nicht an einem Stromkabel hängt, wird die WLAN-Verbindung automatisch deaktiviert wenn der iPod gesperrt wird. Das bedeutet, dass ihr in diesem Fall keine Push-Mitteilungen über neue Nachrichten erhaltet.

Update: Soweit ich erfahren habe, wird Whatsapp für iPod touch nicht mehr unterstützt. Falls ihr es schon mal für den iPod runtergeladen habt, solltet ihr es weiterhin nutzen können, anscheinend ist es aber nicht mehr möglich, es auf einen neuen iPod touch runterzuladen.

Ansonsten kann ich Whatsapp nur empfehlen. Der, momentan, sehr geringe Preis von 0,79€ im AppStore ist wirklich günstig und ihr spart im Vergleich zu herkömmlichen SMS schon Geld wenn ihr nur mit einem Kontakt regelmäßig Nachrichten austauscht.

Verwendet ihr auch Whatsapp? Kennt ihr vielleicht auch noch ähnliche Programme? Habt ihr weitere Fragen? – Schreibt‘ einfach einen Kommentar und lasst es mich wissen.

Viele Grüße aus dem verregneten Leipzig,
– Fabi

YouTube: Die Gurus

Sicher habt ihr auch schon mal Videos von sogenannten „Gurus“ auf YouTube gesehen. Diese Gurus sind Leute, die hilfreiche Videos mit Tipps und Tricks zum Nachmachen ins Internet stellen. Mädchen beschäftigen sich gern mit Kosmetik und Makeup und stellen der Welt ihre perfekten Schminktipps für jeden Anlass vor, während sich Jungen eher mit „Wie vermeide ich eine Erkältung?“, „Welches Haargel für meine Haare“ oder „Flirttipps“ (auch wenn sie vorher sagen, dass sie eigentlich gar nicht gut flirten können) abgeben.

Bekannte Gurus aus Deutschland sind zum Beispiel Herr Tutrorial, EbruZa – oder auch ganz neu – TheTutorialsChannel. Bei allen funktioniert es ähnlich. Sie verfilmen meistens ihre Tipps und fordern die Zuschauer auf, ihre Videos zu abonnieren, hoch zu bewerten und allen Freunden davon zu erzählen. Einige dieser Gurus, wie zum Beispiel HerrTutorial, haben mittlerweile viele, tausende Abonennten und bekommen sogar von Firmen Produkte zugeschickt, die sie dann in ihren Videos bewerten und vorführen. Meistens überzeugen in ihren Videos aber eher durch ihre Ausstrahlung als durch den Inhalt, denn viele der sogenannten Tipps kann man teilweise durch ausprobieren oder etwas lesen bei Wikipedia selbst rausfinden – teilweise gehören sie aber auch einfach zum Allgemeinwissen. So weiß zum Beispiel jeder, dass man seine Zähne ohne Zähneputzen nicht sauber halten kann.

Etwas neuer sind auch sogenannte „Videofragen“. Die Gurus fragen ihre Zuschauer bestimmte Dinge in den Videos und fordern sie auf, die Antworten dazu in die Kommentare zu schreiben. Dazu gehören sogar irgendwelche banalen Fragen wie „Wie alt bist du? Bist du ein Junge oder ein Mädchen?“. Es soll dazu dienen, die Zuschauer besser kennenzulernen. Okay, mag vielleicht stimmen, ich vermute aber einen ganz anderen Hintergrund. Durch das Beantworten der Videofragen steigt automatisch die Anzahl der Kommentare weshalb die Videos so bekannter werden und zum Beispiel in den Suchergebnissen auf YouTube an einer höheren Position erscheinen. Eigentlich war derjenige, der sich die Idee mit den Videofragen ausgedacht hat, ziemlich clever. Die Besucher denken, der Guru interessiert sich für sie (ok, stimmt sicher auch in einigen Fällen) und gleichzeitig wird das Video bekannter – die Idee hätte glatt von mir sein können 🙂

Okay, das waren ein paar Informationen zu den Standard-Gurus. Es gibt jedoch auch noch ganz andere User bei YouTube. Eins der besten Beispiele: kleinesmariechen. Sie nimmt in ihren Videos die Gurus auf die Schüppe, und zwar auf eine sehr lustige Art und Weise.

Ich könnte während der Videos sicherlich nicht so ernst bleiben, wie es bei ihr der Fall ist. Schaut doch einfach mal rein… wie wäre es mit dem perfekten Look für die Schule? Sicherlich wird er euch genau so gut wie mir gefallen.

Neu ist bei den Gurus übrigens auch, dass sie sich gegenseitig Fragen stellen und diese Fragen dann in Videos beantworten. Bestes Beispiel bei der weiblichen Fraktion: „Was ist in meiner Tasche?“ Sicherlich kennt ihr es – Frauenhandtaschen sind wie Wühltische im Sommerschlussverkauf, nur noch kleiner und noch unübersichtlicher. Mich wundert es, dass manche Damen diese Frage überhaupt noch einfach so beantworten können, ohne dabei verloren zu gehen 😉

Welche Tasche kleinesmariechen hat, und was in ihrer Tasche so alles steckt, könnt ihr selbstverständlich hier sehen.

Komemn wir nun zu meinen ganz eigenen Kommentar-Fragen 🙂

Kennt ihr Gurus auf YouTube? Wie findet ihr sie? Stellt ihr selbst Videos auf YouTube? Soll ich euch auch mal zeigen, was alles so in meiner Tasche steckt? Was würdet ihr für Tipps in euren Videos geben? Gefallen euch die Videos von kleinesmariechen? – Auf eure Antworten freue ich mich schon. Selbstverständlich könnt ihr wie immer auch ganz andere Dinge, die zum Thema passen, in den Kommentaren abgeben 😉

Viele Grüße aus dem Liegestuhl bei mir im Garten
– Fabi

PS.: Vielen Dank an Julia, wenn du das Video nicht bei Facebook gepostet hättest, wär‘ ich sicherlich gar nicht darauf aufmerksam geworden.

Der perfekte Spanisch-Podcast

¡Buenas tardes!

Da ich immer ziemliches Interesse daran habe, meine Spanischkenntnisse zu verbessern, beziehungsweise gegen das langsame Vergessen vorzugehen, war ich mal wieder auf der Suche nach guten Lernmaterialien. Bisher fehlt es mir noch an einem guten Podcast, der sich mit der spanischen Sprache beschäftigt.

Okay, erst mal stellt sich die Frage, was für mich ein „guter Podcast“ ist:

  1. Er sollte nicht länger als 20 Minuten pro Folge gehen.
    So habe ich die Möglichkeit eine Folge während der Busfahrt zu hören.
  2. Aktualität! Es sollte regelmäßig neue Folgen geben – eine Sprache ist kompliziert und man ist nie fertig, sie zu lernen.
  3. Der Podcast sollte nicht komplett auf Spanisch sondern auch auf Deutsch oder Englisch kommentiert sein.
  4. Die Sprecher sollten deutlich sprechen, aber trotzdem nicht beim Sprechen einschlafen.
  5. Man sollte die Möglichkeit haben, alle wichtigen Vokabeln der aktuellen Folge kostenlos als PDF runterladen zu können.
  6. Ganz wichtig für mich: es nervt total, wenn in 5 von 20 Minuten pro Folge über kostenpflichtige Zusatzmaterialien (wie z.B. Online-Vokabeltrainer oder Community-Foren) geredet wird. Es reicht, das ganze ein Mal zu hören, und nicht in jeder Folge auf „sensationelle Angebote“ aufmerksam gemacht zu werden.
  7. Nice-to-have: einfache Synchronisation via iTunes

Früher habe ich ganz gerne den Podcast von Coffee Break Spanish benutzt aber gerade die Punkte 4 und 6 haben mich mit der Zeit extrem genervt. Die weibliche Sprecherin hat manchmal schon ziemlich genuschelt… okay, das ist bei Spanisch ein generelles Problem der Sprache, nur bei ihr trat es bei den englischen Erklärungen auf. Des weiteren sind die „Lesson Guides“ nur gegen Bezahlung erhältlich – die „Bronze-Mitgliedschaft“ kostet auch nicht gerade wenig. Für 40 Podcasts stehen 27 £ auf der Preisliste.

Ein weiteres, interessantes Spanischangebot bietet auch die BBC an. Problem ist nur, das ganze einfach und unkompliziert auf den iPod zu bekommen. Gerade der „Mi vida loca“-Kurs wäre als iPod-Applikation sicher ziemlich interessant.

Bisher war meine Suche leider noch nicht erfolgreich, aber ich werde euch über die Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Kennt ihr zufällig gute Sprach-Podcasts? Wie sollte ein perfekter Podcast für euch aussehen? Nutzt ihr überhaupt Podcasts bzw. könnt ihr mit Podcasts lernen?

¡Saludos y hasta pronto!
– Fabi

Leipziger Buchmesse

Endlich ist es soweit, der Frühling ist auch in Leipzig angekommen. Im Gepäck hat er schönes Wetter, angenehme Temperaturen bei 15°C und natürlich auch gute Laune. Gleichzeitig war es auch ein perfekter Auftakt für die Leipziger Buchmesse, die heute gestartet ist. Als ich um 10:02 in der Eingangshalle war, war schon unheimlich viel los und in einigen Gängen konnte man kaum noch treten. Fotos konnte ich aber leider wegen meinem leeren Kamera-Akku nicht machen. Es gab eine Menge an unterschiedlichen Büchern aus allen Themengebieten. Unter anderem waren Schulbücher, Bücher zu Religion, wissenschaftliche Fachbücher, Antiquitäten und „normale“ Thriller und Romane im Angebot. Außerdem haben sich einige Länder, wie zum Beispiel die USA, Serbien, Israel, Luxemburg und die Schweiz mit Ständen und Büchern einheimischer Schriftsteller auf der Messe präsentiert.

Da dort auch Bücher zu Messepreise verkauft werden, ist es eine relativ gute Möglichkeit um an preisgünstige Fachbücher zu kommen.
Die Buchmesse läuft noch bis einschließlich Sonntag und ist ab 10:00 geöffnet. Aufgrund der vielen Besucher würde ich aber empfehlen, entweder direkt am Morgen oder in den Abendstunden zur Messe zu gehen. In den Vorverkaufstickets ist außerdem eine Fahrtberechtigung für einige Zonen im MDV enthalten, man muss allerdings vorher den Tag ankreuzen, an dem man die Fahrtberechtigung nutzen möchte.

Wart ihr auf der Buchmesse oder habt ihr vor, dort hinzugehen?

Viele Grüße
– Fabi

Marihuana und die US-Wirtschaft

Da ich über das Wochenende nicht genug ausgelastet war, bin ich heute nach dem Aufstehen in die Stadt gefahren und habe etwas trainiert. Viele moderne Sportstudios bieten bei den Cardiogeräten glücklicherweise Fernseher an, damit man sich die Zeit etwas vertreiben kann. Ich hab selbstverständlich auch einen Fernseher blockiert und mich für CNN entschieden. Dort lief gerade Larry King Live mit Larry King (wie ja der Name schon sagt…) und Jesse Ventura, früherer Gouverneur von Minnesota (USA), als Gesprächspartner. Im Interview ging es hauptsächlich Venturas neues Buch „American Conspiracies: Lies, Lies, and More Dirty Lies that the Government Tells Us“. Auf Deutsch heißt das ungefähr „Das amerikanische Komplott / die amerikanische Verschwörung: Lügen, Lügen und noch mehr dreckige Lügen die uns die Regierung erzählt“.

Okay, jetzt aber zum eigentlichen Titelthema „Marihuana und die US-Wirtschaft“. Leider habe ich das Interview nicht von Anfang an gesehen aber folgende Stelle war, von Larry Kings Style abgesehen, sehr interessant für mich.

King und Ventura redeten gerade über Drogen und die Legalisierung von Marihuana in den USA / in Kalifornien. Ventura war der Meinung, dass Marihuana doch gar nicht soooo schlimm ist, und deshalb ruhig legalisiert werden sollte. Eines seiner Hauptargumente war, dass die Legalisierung die amerikanische Wirtschaft stärken würde. Seiner Meinung nach würde durch die Legalisierung von Marihuana, der Verkauf, die dadurch entstehenden Firmen und die dazugehörige Infrastruktur bestens in die amerikanische Wirtschaft investiert werden. Anstatt Geld für das Verbot, Kontrollen und für Prävention auszugeben würde durch die Legalisierung viel mehr Geld in die Kassen kommen. Spezielle Steuern auf Marihuana könnten zudem auch eingeführt werden.

Wenn man also nach Mr. Ventura gehen würde, würde Marihuana schnell mal legalisiert werden und sobald es der Wirtschaft besser geht, verbieten wir es wieder? Was ist mit den Kosten für Gesundheit, Aufklärung, Vorbeugung von Langzeitschäden? Okay, beim amerikanischen Gesundheitssystem muss man derzeit sowieso davon ausgehen, das man alles selbst bezahlt, aber das kann es doch wohl nicht sein!?

Auf welche Ideen werden die Menschen noch kommen, damit man einfach und schnell wieder zu Geld kommt? Die Idee, eine Droge zu legalisieren, nur damit mehr Geld in die Kassen kommt, halte ich jedenfalls für sehr verwerflich. Überhaupt daran zu denken, Drogen zu legalisieren würde für mich nicht in Frage kommen.

Was sagt ihr zur Idee von Ventura? Was haltet ihr allgemein davon, Marihuana zu legalisieren? Was sind eure Ideen um die Wirtschaft anzukurbeln?

Viele kopfschüttelnde Grüße,
– Fabi