Public Viewing – Leichenschau für jedermann!

Eigentlich wollte ich ja keinen besonderen Artikel zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika schreiben aber anscheinend geht es nicht anders und ich muss es einfach mal rauslassen. Public Viewing ist kein schöner Begriff! Vermutlich musste zur letzten WM einfach schnell ein Wort her, dass sich gut anhört und optimalerweise auch noch aus dem Englischem stammt. Dummerweise hat sich der „Erfinder“ oder die „Erfinderin“ des Wortes nicht sehr viel dabei gedacht.

Die Amerikaner verbinden mit „Public Viewing“ zwar auch eine größere Zusammenkunft, jedoch sieht sich diese Zusammenkunft keine Sportereignisse oder Konzerte auf einer großen Leinwand an. Vielmehr handelt es sich dabei um eine öffentliche Aufbahrung eines Leichnams. Soweit ich es mitbekommen habe, werden bei der WM allerdings keine Toten ausgestellt, weshalb ich den Begriff daher einfach etwas unpassend finde.

Okay, „Öffentliche Übertragung“ hört sich vielleicht auch etwas lahm an, aber wenn man schon Englisch benutzen möchte, dann soll man es auch richtig machen und einen Begriff wie „Outdoor Screening“ verwenden. Die „Public Viewing Area“ wäre dann sozusagen die „Outdoor Screening Area“.

Hört sich doch auch „cool“ an und ist sogar richtig, oder was sagt ihr dazu?

Das war’s für den Moment. Den „Public Viewern“ eine schöne Leichenschau, allen Anderen eine schöne Zeit 🙂

Sonnige Grüße,
– Fabian

Ein Fernseher, Mediamarkt und die Kreditkarten

Eigentlich wäre es gestern so weit gewesen und ein schöner Fernseher hätte seinen Besitzer wechseln können. Ja… hätte!

Ich wollte schon seit längerer Zeit einen neuen Fernseher kaufen, denn mein über 10 Jahre alter Röhrenfernseher hat langsam ausgedient und es macht nicht ganz so viel Spaß, darauf XBOX zu spielen und DVDs anzusehen.

Der Fernseher sollte folgende Eigenschaften erfüllen, dann wäre er perfekt:

  • Flachbildschirm / LCD oder LED-Technologie
  • 40″ oder 42″ groß
  • mindestens 2 SCART-Anschlüsse
  • 3 oder 4 HDMI-Anschlüsse
  • VGA- und/oder DVI-Eingang zum Anschluss von PC / Notebook
  • USB-Anschluss
  • integrierter DVB-T-Tuner
  • Preis: 900€ – 1.000€ Limit

Gestern waren wir dann zufälligerweise beim Mediamarkt (in Günthersdorf bei Leipzig) und ich habe mich in der dortigen Fernseherabteilung umgesehen und wurde nach etwas Suche auch schon fündig. Ein schöner Flachbildschirm von Samsung, 40″ groß, Full HD und allen möglichen Kram, den man vielleicht irgendwann mal gebrauchen könnte. Der Preis von ca. 770€ war auch angemessen und das Bild sah sehr gut aus.

Ich sah den neuen Fernseher schon in meinem Zimmer stehen, aber dann hieß es plötzlich „Mediamarkt nimmt keine Kreditkarten“. Super! Da möchte man diesem Laden nun schon sein Geld anbieten aber es scheitert an einer modernen Bezahlmethode. Sicherlich kann ich es verstehen, dass Kreditkartenkäufe für den Laden auch etwas kosten, aber an der Stelle von Mediamarkt würde ich meinen Kunden natürlich lieber mehr Komfort anbieten und auf einen Bruchteil des Umsatzes verzichten.

Mediamarkt scheint aber nicht die einzige Kette zu sein, die sich gegen Kreditkarten wehrt. Auch Medimax nimmt keine Kreditkarten an (ich habe mich telefonisch erkundigt) und bei Saturn bieten auch nicht alle Filialen diesen Service. Sicher hätte ich auch mit der EC-Karte bezahlen können, aber wozu? Je mehr ich mit meiner Kreditkarte bezahle, desto geringer wird meine Kartengebühr. Wieso sollte ich das, gerade bei großen Käufen, nicht ausnutzen? Wenn jemand mein Geld nicht möchte, dann bekommt es halt jemand anderes.

Zur Not gehe ich nächste Woche dann zu Karstadt, die können momentan sowieso Geld gebrauchen, oder bestelle mir den Fernseher bei Amazon. Dann heißt es zwar wieder, der Onlinehandel mache den Einzelhandel kaputt, aber immerhin kann ich dort so bezahlen wie ich möchte und bekomme meine Einkäufe sogar kostenlos bis vor die Tür geliefert.

Konntet ihr in einer Mediamarkt / Saturn-Filiale schon mal mit Kreditkarte bezahlen? Was für einen Fernseher habt ihr? Könnt ihr ein bestimmtes Modell oder eine bestimmte Marke empfehlen?

Viele Grüße und einen sonnigen Sonntag,
– Fabian.

Kunden vergraulen leicht gemacht

Ich hatte heute wieder ein Erlebnis der besonderen Art mit den Leipziger Verkehrsbetrieben (auch LVB genannt). Aufgefallen sind die LVB schon letztens, durch ihre ziemlich, meiner Meinung nach rückschrittliche, neue Website. Außerdem wurde die Handyanwendung „easy.Go“ veröffentlich. Es ist eine Anwendung, bei der man z.B. den Fahrplan abfragen, Onlinetickets kaufen und sich den Liniennetzplan ansehen kann. So weit, so gut. Funktionieren muss das Ganze schließlich auch noch.

Wie immer stand ich, unschuldig wie immer :D, an der Bushaltestelle und hab auf den 82er Bus in Richtung BMW-Werk gewartet, der dort seine Nummer in 84 ändert und bis zum Bahnhof Messe weiterfährt. Wie gesagt, ich stand da, aber ein Bus war nicht in Sicht.

Ich wollte natürlich besonders schlau sein, und hab deshalb „easy.Go“ auf meinem Handy aufgerufen um zu sehen, wo der Bus denn bleibt. Das nette Programm zeigte mir als Abfahrtszeit „ca. 08:12“ an. Okay… 6 Minuten Verspätung, kann durchaus mal vorkommen – nicht so schlimm. Das Problem war allerdings, dass um 08:12 natürlich kein Bus kam. Wieder „easy.Go“ geöffnet und „OHA!“ jetzt stand die Abfahrtszeit bei „ca. 08:22“. In der Zeit kam dann schon der Bus in die Gegenrichtung. Der Fahrer wusste natürlich nicht, was mit dem anderen Bus passiert ist, und fuhr weiter. Vom Bus zum BMW-Werk fehlte jedoch weiterhin jede Spur. „easy.Go“ spuckte nun als Abfahrtszeit „ca. 08:30“ auf mein Display. Kurz vorher kam ein Bus! Ich dachte, jetzt endlich wird er es sein. Pustekuchen! Es kam die 82E, die Endstation hatte, um später wieder zurück zu fahren – allerdings nicht zum BMW-Werk.

Auch dieser Fahrer wusste nicht, wo denn der andere Bus bleibt und machte gleich eine Anspielung im Sinne von „Na, der wird bestimmt nicht mehr kommen.“ Recht hatte er. Nachdem um „ca. 08:30“ immer noch kein Bus kam, hat sich die Abfahrtszeit schnell und unauffällig auf „ca. 08:38“ und dann auf „ca. 08:46“ geändert. So lange wollte ich natürlich nicht mehr warten, und bin mit dem Bus in die andere Richtung gefahren.

Der Bus, der dann um „ca. 08:46“ bei mir abfahren sollte, ist natürlich nicht erschienen. Theoretisch hätte er mir ja entgegenkommen müssen, das war aber nicht der Fall. Ich war neugierig und hab noch mal den Versuch mit „easy.Go“ gewagt… auf einmal war der Bus weg, und es stand „09:06“ als Abfahrtszeit. Schön. Dumm nur, dass der nächste planmäßige Bus zum BMW-Werk sowieso um 09:06 gefahren wäre.

Das Messegelände habe ich dann um ca. 09:20, also ungefähr 50 Minuten später als eigentlich geplant, und durch „nur“ dreimaliges Umsteigen erreicht. Mit dem anderen Bus hätte ich direkt fahren können.

Ich finde, es ist mal wieder eine super Aktion, die geplante Abfahrtszeit immer weiter rauszuschieben um sie dann einfach wegzunehmen und so zu tun, als wär gar nichts gewesen. Vielleicht sollte man den Verkehrsbetrieben vorschlagen, das Programm in „easy.Wait“ umzubenennen. Das hätte in meinem Fall heute deutlich mehr gebracht.

Mit der Zeit habe ich mich auch gefragt, ob vielleicht zufällig „Verstehen Sie Spaß?“ an meiner Bushaltestelle gedreht wurde… es ist echt keine Glanzleistung, die da heute geleistet wurde und ich hoffe, morgen fährt wieder ein Bus.

Vielen Dank an die Verkehrsbetriebe für den entspannten Vormittag an der Bushaltestelle und die dadurch verlorene Zeit. Wir haben ja sowieso alle genug davon.

Marihuana und die US-Wirtschaft

Da ich über das Wochenende nicht genug ausgelastet war, bin ich heute nach dem Aufstehen in die Stadt gefahren und habe etwas trainiert. Viele moderne Sportstudios bieten bei den Cardiogeräten glücklicherweise Fernseher an, damit man sich die Zeit etwas vertreiben kann. Ich hab selbstverständlich auch einen Fernseher blockiert und mich für CNN entschieden. Dort lief gerade Larry King Live mit Larry King (wie ja der Name schon sagt…) und Jesse Ventura, früherer Gouverneur von Minnesota (USA), als Gesprächspartner. Im Interview ging es hauptsächlich Venturas neues Buch „American Conspiracies: Lies, Lies, and More Dirty Lies that the Government Tells Us“. Auf Deutsch heißt das ungefähr „Das amerikanische Komplott / die amerikanische Verschwörung: Lügen, Lügen und noch mehr dreckige Lügen die uns die Regierung erzählt“.

Okay, jetzt aber zum eigentlichen Titelthema „Marihuana und die US-Wirtschaft“. Leider habe ich das Interview nicht von Anfang an gesehen aber folgende Stelle war, von Larry Kings Style abgesehen, sehr interessant für mich.

King und Ventura redeten gerade über Drogen und die Legalisierung von Marihuana in den USA / in Kalifornien. Ventura war der Meinung, dass Marihuana doch gar nicht soooo schlimm ist, und deshalb ruhig legalisiert werden sollte. Eines seiner Hauptargumente war, dass die Legalisierung die amerikanische Wirtschaft stärken würde. Seiner Meinung nach würde durch die Legalisierung von Marihuana, der Verkauf, die dadurch entstehenden Firmen und die dazugehörige Infrastruktur bestens in die amerikanische Wirtschaft investiert werden. Anstatt Geld für das Verbot, Kontrollen und für Prävention auszugeben würde durch die Legalisierung viel mehr Geld in die Kassen kommen. Spezielle Steuern auf Marihuana könnten zudem auch eingeführt werden.

Wenn man also nach Mr. Ventura gehen würde, würde Marihuana schnell mal legalisiert werden und sobald es der Wirtschaft besser geht, verbieten wir es wieder? Was ist mit den Kosten für Gesundheit, Aufklärung, Vorbeugung von Langzeitschäden? Okay, beim amerikanischen Gesundheitssystem muss man derzeit sowieso davon ausgehen, das man alles selbst bezahlt, aber das kann es doch wohl nicht sein!?

Auf welche Ideen werden die Menschen noch kommen, damit man einfach und schnell wieder zu Geld kommt? Die Idee, eine Droge zu legalisieren, nur damit mehr Geld in die Kassen kommt, halte ich jedenfalls für sehr verwerflich. Überhaupt daran zu denken, Drogen zu legalisieren würde für mich nicht in Frage kommen.

Was sagt ihr zur Idee von Ventura? Was haltet ihr allgemein davon, Marihuana zu legalisieren? Was sind eure Ideen um die Wirtschaft anzukurbeln?

Viele kopfschüttelnde Grüße,
– Fabi

Wie viele SIM-Karten habt ihr?

Letztens, als ich wieder etwas aufgeräumt habe, sind mir ein paar alte SIM-Karten unter die Augen gekommen. Ich habe überlegt wie lange es her ist, dass ich sie benutzt habe und ob ich mich überhaupt noch an die PIN-Nummern erinnern würde. Selbst wenn, wahrscheinlich sind beide Karten schon längst inaktiv und gesperrt. Jedoch wurde ich neugierig und hab in allen Handys und Mobilen Geräten nachgeschaut und hab festgestellt, dass ich mindestens 6 SIM-Karten besitze – so viele hab ich zumindest gefunden.

Mein Inventar beinhaltet unter anderem die SIM-Karte aus meinem ersten Handy (ein „Trium“-irgendwas), damals noch von VIAG Interkom im LOOP Prepaid-Tarif. Mit dem nächsten Handy (einem Nokia 3100), damals schon bei O2 kam die nächste Karte dazu. Als dann die Billigprovider wie ALDI Talk und Fonic auftauchten bin ich zu Simyo gewechselt, da die Kosten im Vergleich zu O2 unschlagbar waren.

Meine SIM-Karten-Sammlung

Mit der Zeit war ich öfter in Israel um einige Freunde zu besuchen. Da habe ich mir dann eine Cellcom (סלקום) Talkman-Karte besorgt. Talkman ist der Prepaid-Tarif von Cellcom. SMS und Anrufe mit dieser Karte nach Deutschland waren viel günstiger. Gerade bei SMS ist der Preis bei Cellcom gleich – egal ob man eine SMS ins In- oder Ausland schickt. Außerdem konnten mich meine Eltern aus Deutschland per Skype anrufen, ohne das ich für eingehende Anrufe zahlen musste. Wie teuer die Minutenpreise waren, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Eine Inlandsminute kostete 1 ILS (damals ungefähr 18 Cent), nach Deutschland habe ich sicher um die 5,5 ILS gezahlt. Anders als in Deutschland kann man mit der Talkman-Karte nicht einfach so ins Ausland telefonieren. Man wählt zuerst einen Operator aus und muss die Nummer des Operators anstatt der Landesvorwahl verwenden. Normalerweise wählt man nur „+49“, dort war z.B. „012-49“ oder „013-49“ (je nach Operator) nötig. Der Vorteil war, jeder Operator hatte unterschiedliche Preise und Konditionen. Bei einem sind die Gespräch am Abend billiger, bei einem anderen Operator konnte man am Wochenede für weniger Geld telefonieren. Bis vor einiger Zeit konnte man diese Karten auch im Ausland kostenlos aufladen, mittlerweile stellt sich Cellcom allerdings quer und verlangt eine israelische Kreditkarte wie z.B. Isracard. Andere Kreditkarten wie Master- oder Visacard werden per Telefon aus dem Ausland nicht mehr angenommen.

Zurück in Deutschland gab es gerade Flatrate-UMTS-Tarife zum Surfen, weshalb ich mir einen Surfstick für meinen Laptop gekauft habe. Da ich oft mit dem Zug unterwegs bin, ist das ziemlich praktisch um sich die Zeit zu vertreiben und ein paar Dinge zu erledigen. Meine Auswahl viel dann auf eine Karte von blau.de, dort gab es einen 1GB-Tarif für ~10 € pro Monat, jederzeit kündbar. Ein paar Monate später hat auch simyo diesen Tarif eingeführt – wenn ich das eher gewusst hätte, dann hätte ich einfach noch ein paar Wochen gewartet.

Natürlich ist dann noch die T-Mobile-SIM. Die steckt in meinem Handy und wird von mir überall rumgetragen. Sie war schon in den USA, in Russland, durfte auch mal mit nach Israel (allerdings ohne Daten-Roaming, sonst wär ich so arm, dass ich diesen Artikel nicht mehr schreiben könnte ;)) und natürlich auch in vielen Teilen Deutschlands.

Wie man sieht, können auch einfache Dinge wie SIM-Karten einige Geschichten erzählen.
Was denkt ihr, wie viele SIM-Karten ihr besitzt? Wie viele davon werden noch aktiv sein und wie viele Karten benutzt ihr noch regelmäßig? Habt ihr auch SIM-Karten aus dem Ausland?

Einen schönen Samstag noch,
– Fabi

Es geht bergab: Schulbildung

Heute abend habe ich meine Mutter zum Elternabend der Klasse meiner Schwester begleitet und ich muss sagen… es wird immer schlimmer mit der Bildung hier – zumindest wenn man sich das Gymnasium meiner Schwester anschaut.

Zuerst gab es einen Vortrag der Polizei zum Thema Drogen mit Schwerpunkt Haschisch und Herion. Okay, es war sehr interessant zu hören wie viele Drogentote es in Leipzig und Deutschland gab und es ist auch gut zu wissen, in welchen Gegenden sich hier die meisten Dealer / Junkies rumtreiben aber eine Sache hat mich mal wieder geschockt: laut den Zahlen der Polizei gab es in Leipzig im letzten Jahr mehr als 5 Kinder unter 14, die im Krankenhaus wegen übermäßigem Alkoholkonsum behandelt wurden. Bin ich einfach zu altmodisch oder ist es mittlerweile „normal“ wenn man sich schon in der siebten Klasse die Bierpulle nach der Schule auf macht? Ich glaube, als ich in diesem Alter war, war Alkohol tabu und nur für Erwachsene – ich hätte gar nicht daran gedacht auch nur einen Schluck davon zu trinken. Weiterhin ging es darum, dass schon letztes Jahr (also damals, als meine Schwester in der 6. Klasse war) von einigen aus der Klasse geraucht wurde. Mit 12 – rauchen!? Wenn das so weiter geht, lernen das die Kinder in 20 Jahren im Kindergarten. Ich will gar nicht daran denken.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil des Artikels. Nach dem Vortrag der Polizistin sind die einzelnen Klassenlehrer mit den Eltern in die Klassenzimmer gegangen wo allgemeine Dinge geklärt wurden. Unter anderem ging es um Klassenfahrten. Leider hat der Freistaat Sachsen momentan nicht gerade viel Geld und spart deshalb an erster Stelle mit Bildung und Wissenschaft. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass die Kinder nicht mehr zur Klassenfahrt fahren können, weil den Lehrern kein Abwesenheitsgeld gezahlt werden kann. Selbst wenn diese schriftlich darauf verzichten würden, würde eine Fahrt nicht genehmigt werden. Der Grund: die Lehrer könnten so gemein sein, und sich die paar Euro pro Tag hinterher gerichtlich einklagen. Wenn die Klasse Glück hat, würde die nächste Fahrt wohl wahrscheinlich in der 10. Klasse stattfinden. Falls das nicht klappt, dann noch die Fahrt in der Sekundarstufe II. Wie gesagt… momentan ist meiner Schwester in der siebten Klasse. Ich habe früher zwar auch keine Klassenfahrten gemocht aber sie dienen letztendlich dazu, die Klasse näher zusammenzubringen, das die Lehrer ihre Schüler besser kennenlernen und natürlich (offiziell zumindest) um etwas zu lernen.

Des weiteren gab es Berichte über Lehrer, die ihre Schüler den Großteil ihres Unterrichtes selbst aus Büchern ausarbeiten lassen oder einfach mal sagen „Ich habe keine Lust, blättert in euren Büchern“. Angeblich wurde er selbst, als er von anderen Lehrern darauf angesprochen wurde, ausfällig und hat schlecht gelaunt reagiert. Sind solche Leute wirklich für den Lehrerberuf geeignet?

Ach ja… noch eine Sache. In sächsischen Gymnasien gibt es von der 8. bis zur 10. Klasse Profilunterricht. An der Schule meiner Schwester kann man wohl zwischen einem gesellschaftswissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Profil wählen. Auf einem Elternbrief dazu stand, es würden beide Profile den Schülern vorgestellt. Letztendlich wurde nur das gesellschaftswissenschaftliche Profil vorgestellt weshalb sich die meisten Schüler auch für dieses Profil einschreiben möchten. Dummerweise sieht es aber gar nicht gut aus, wenn es gibt zu viele Schüler, die dieses Profl wählen möchten. Es gab schon mal einen Losentscheid, in dem ausgelost wurde ob die Schüler Französisch oder Latein lernen dürfen, weil der Lateinlehrer „urplötzlich“ in Rente gegangen ist und kein neuer Lehrer gekommen ist – festgestellt wurde das ganze wenige Wochen vor den Sommerferien. Eventuell kommt es nun auch wieder zu so einem Losentscheid. Kann es wirklich angehen, dass so über die Bildung der Kinder entschieden wird? Durch Lose!?

Wenn man das alles hört, fragt man sich wirklich, wie es mit dem Bildungssystem weiter gehen soll. Wahrscheinlich kann ich in 50 Jahren vergessen, irgendeine Rente von gut ausgebildeten Menschen zu bekommen 😉

Habt ihr ähnliche Erfahrungen in diesem Bereich? Gab es in eurer Schule damals ähnliche Dinge? Was sagt ihr dazu, dass immer jüngere Kinder mit Rauchen / Trinken anfangen? Ich freue mich über eure Kommentare.

Viele Grüße,
– Fabi

Bewegungsprofile durch Gowalla und Co.?

Soziale Netzwerke wie Gowalla und foursquare sind mittlerweile auch in Europa stark am kommen. Sie sind gut dafür geeignet um seinen Freunden mitzuteilen wo man gerade ist und was man an diesem Ort gerade macht. Außerdem kann man an einer Art „Schnitzeljagd“ teilnehmen, indem man zu bestimmten, vorher festgelegten, Orten geht und dort „eincheckt“. Es macht Spaß diese Netzwerke zu nutzen und dadurch neue Orte zu entdecken aber das ist leider nur eine Seite der Medaille.

Beide Netzwerke können mit Twitter und Facebook verknüpft werden – somit kann man beim einchecken in einen neuen Ort dies automatisch seinen Freunden / Followern mitteilen. Will man das aber wirklich? Insbesondere wenn man einen Ort für sein zu Hause angeleget hat und sich dort immer eincheckt kann man sehr gut Regelmäßigkeiten erkennen. Ich merke es selber bei Twitter, dass sich einige Nutzer oft zur gleichen Zeit in ihrer Wohnung einchecken. Somit weiß ich auch, wann diejenigen zu Hause sind. Für mich als Freund ist das natürlich vorteilhaft aber, gerade bei öffentlichen Twitter-Accounts, kann es auch jede andere Person lesen.

Durch den Ort beim jeweilgen Netzwerk kann man mit etwas Glück die dazugehörige Anschrift rausfinden, über Facebook oder Twitter kommt man an den realen Namen und schon hat man die perfekte Adresse wenn man mal in eine Wohnung einsteigen möchte. Wenn ich dann auch noch sehe, dass sich User XYZ jeden Tag, außer Montag, um 18:00 in seiner Wohnung anmeldet, kann ich gut davon ausgehen, wann er gerade nicht da ist und meinen Einsatz genau planen.

Selbiges kann man auch auf andere Situationen auslegen, zum Beispiel, wenn man regelmäßig in ein bestimmtes Restaurant essen geht oder zur gleichen Zeit an der gleichen Bahnhaltestelle steht. Ich persönlich würde es ungern wollen, wenn jede Person, die meinen Usernamen kennt, dies lesen kann und so die Gelegenheit hat, mich auf der Straße abzupassen. Zusammen mit der Voratsdatenspeicherung und dem Bundestrojaner würde ein noch besseres Überwachungssystem zustande kommen. Sicherlich tut man den Datensammlern sogar einen Gefallen, wenn man freiwillig jeden Ort mitteilt, an dem man sich gerade befindet.

Gowalla bietet inzwischen die Möglichkeit an, seinen Account dort zu schützen so das nur „Freunde“ sehen können, wo man sich gerade aufhält. Bei Foursquare habe ich so eine Funktion bisher nicht finden können.

Ich empfehle euch daher gut zu überlegen wann ihr an welchem Ort eincheckt und ob man dadurch Regelmäßigkeiten feststellen kann. Wenn man konsequent an jedem Ort eincheckt, an dem man vorbeikommt, fehlt sicherlich nicht mehr viel um ein persönliches Bewegungsprofil erstellen zu können – wer möchte das schon?

Hoffentlich konnte ich euch durch diesen Artikel etwas zum Nachdenken bringen wie ihr solche Dienste nutzt. Ich verwende selbst Gowalla (und selten auch foursquare) und finde, es ist gut geeignet um Freunden mitzuteilen, in welchem Restaurant man Mittag gegessen hat, aber ich halte es nicht für angebracht jeden einzelnen meiner Schritte zu hinterlegen.

Nutzt ihr Gowalla, foursquare oder ähnliche Dienste? Könnt ihr euch meiner Meinung anschließen oder haltet ihr es für Schwachsinn? Auf eure Kommentare bin ich gespannt.

Viele Grüße
– Fabi