Ein Jahr Niederländisch am Stück

Vielleicht habt ihr schon aus früheren Beiträgen herausgefunden, dass ich mich sehr für Fremdsprachen interessiere. Heute möchte ich euch vorstellen wie ich es geschafft habe eine für mich komplett neue Sprache zu lernen: Niederländisch. Das Besondere daran ist, dass es mich quasi nichts gekostet hat und ich, meiner Meinung nach, bisher trotzdessen ziemlich erfolgreich mit dieser Methode war.

Warum Niederländisch?
Zunächst fragen sich bestimmt einige von euch weshalb ich mir ausgerechnet Niederländisch ausgesucht habe. Schließlich können doch alle Niederländer sowieso Englisch oder ganz gut Deutsch – zumindest ist das eines der „Vorurteile“ auf der deutschen Seite der Grenze, dem ich auch nicht komplett widersprechen kann. Dennoch war Niederländisch die Sprache meiner Wahl, da ich einerseits beruflich viel Kontakt mit Kollegen und Lieferanten aus Belgien und den Niederlanden habe und auf der anderen Seite auch das ein oder andere Mal in den Niederlanden unterwegs bin. Bei jedem meiner Aufenthalte in den Niederlanden versuche ich mit meinen erlernten Kenntnissen zu glänzen und stelle immer wieder fest, wie überrascht die Einheimischen sind, wenn ein Deutscher „ihre Sprache“ mit ihnen spricht (oder es zumindest versucht 😉 ). Zudem kommt hinzu, dass Niederländisch viele Ähnlichkeiten zu Deutsch und Englisch aufweisen kann, wodurch ich noch neugieriger auf diese Sprache wurde.

Wie ging es los?
Irgendwo in den Untiefen der sozialen Netzwerke wurde ich auf die Website „Duolingo“ aufmerksam – die Leitlinie der Seite ist, dass jeder Mensch kostenlosen Zugang zu hochwertigen Bildungsangeboten haben sollte. Diese Meinung teile ich, weshalb ich mich damals entschloss mir die Seite genauer anzusehen. Sie steckte noch in den Kinderschuhen – so konnte man beispielsweise einen Englisch->Spanisch oder einen Deutsch->Englisch-Kurs belegen. Ich entschied mich damals für den Spanischkurs, da ein Urlaub in Spanien bevorstand und ich so die Möglichkeit hatte ein bisschen zu üben und meine Kenntnisse aus der Volkshochschule etwas zu kräftigen.

Mit der Zeit kamen immer mehr Kurse dazu, so zum Beispiel Deutsch->Französisch oder Englisch->Italienisch und irgendwann folgte auch Englisch->Niederländisch. Das war meine Chance loszulegen und die Website auf „Herz und Nieren“ zu testen. Besonders hervorzuheben ist, dass viele Kursinhalte von Duolingo-Nutzern freiwillig und ohne Vergütung erstellt werden – um anderen Menschen den Zugang zu diesen Sprachen zu ermöglichen. Gerade auch wegen dieses Punktes war ich gespannt, wie einfach es sein wird, eine Sprache komplett ohne Vorkenntnisse nur unter Zuhilfenahme einer Internetseite zu erlernen.

Wie funktioniert es?
Nach einer kurzen Registrierung entscheidet man sich für den Sprachkurs den man belegen möchte. Man kann nun auswählen, ob man einen Einstufungstest ablegen möchte, der sich an Lerner mit Vorkenntnissen der jeweiligen Sprache richtet, oder „von Grund auf“ startet. Da mir die Niederländisch-Vorkenntnisse fehlten, entschied ich mich für die letztere Variante.

Duolingo NL BaumJeder Sprachkurs auf Duolingo ist wie ein Baum angeordnet. Anders als bei einem „echten“ Baum wachsen die Kenntnisse allerdings mit einer relativ schmalen Spitze von oben und man arbeitet sich mit der Zeit nach unten in die Breite durch. Jeder Ast dieses Baums ist mit einer Art Fähigkeit gleichzusetzen – beispielsweise enthält ein Ast Vokabeln zu einem bestimmten Themengebiet wie „Essen“ oder einem grammatikalischem Sachverhalt. Innerhalb dieser Äste gibt es wiederum eine oder mehrere Lektionen in denen man Schritt für Schritt neue Begriffe oder andere sprachliche Besonderheiten lernt.

Die Lektionen führen die neuen Wörter nun nacheinander ein – wie es sich für eine Website gehört natürlich auf interaktive Art und Weise durch Bilder, Hör-, Schreib- und Sprechübungen. So wird man beispielsweise bei einigen Sätzen aufgefordert das Mikrofon anzuschalten* und den entsprechenden Satz vorzulesen. In den meisten Fällen funktioniert die Spracherkennung sogar ausgesprochen gut.

* Wer nicht möchte, dass seine Stimme aufgenommen wird, kann die Sprechübungen auch in den Optionen ausschalten.

Sehr vorteilhaft für die Lerner ist es, dass man mit der Maus über jedes Wort fahren kann und die entsprechende Übersetzung angezeigt bekommt – so entfällt der Griff zum (Online)wörterbuch und man kann bequem auf Duolingo bleiben. Duolingo NL LektionDie Wörter und Sätze werden zudem noch durch eine Sprachsoftware vorgelesen. Nachdem sich die Computerstimme (man kennt sie bspw. von Bahnhofsansagen) anfangs noch ziemlich blächern und stockend anhörte, wurde sie nach Nachjustierungen des Kursteams ständig besser und verständlicher – selbst wenn sie ab und an zu schnell ist, hat man die Möglichkeit sich den ganzen Satz noch einmal langsamer ausgesprochen anzuhören.

Nachdem man alle Lektionen eines „Asts“ abgeschlossen hat, ist dieser „stark“ und er färbt sich, wie man oben im Bild erkennen kann, goldgelb im Baum – das behandelte Thema ist sozusagen noch frisch im Kopf abgelegt und man kann mit dem nächsten Ast weitermachen oder legt eine kleine Pause ein. Nach einer Zeit werden die Äste allerdings schwächer – ihre Farbe ändert sich von goldgelb zu bunt und man wird daran erinnert, dass es Zeit für eine Wiederholung ist. In sogenannten „Auffrischungsübungen“ stärkt man nun die Wörter mit denen man in der Vergangenheit öfter Probleme hatte oder die in den letzten Lektionen nicht so oft vorkamen. Sobald ein Ast „gestärkt“ wurde, färbt er sich wieder goldgelb und bleibt eine Weile lang so bestehen. So wiederholt sich der Kreislauf Tag für Tag und es bleibt selbst nachdem man alle Themen behandelt hat spannend, da man ja möglichst viele „Äste“ seines Baums gestärkt haben möchte.

Was kam dabei raus?
Seitdem ich anfing Niederländisch zu lernen ist ziemlich genau ein Jahr vergangen. Ich habe jeden Tag auf Duolingo geübt, was mir dank der kleinen Lektionen und der Apps für iOS und Android nie schwer fiel. Selbst 10 Minuten am Tag, beispielsweise im Zug oder nach dem Frühstück, reichen aus um die Wörter wieder ins Gedächtnis zu bringen. Motiviert wird man dadurch übrigens vom „Streak“ – jeder aufeinanderfolgende Übungstag wird gezählt und nachdem man eine zwei- oder dreistellige Zahl erreicht hat möchte man schließlich nicht, dass der „Streak“ nach einem Tag Pause wieder auf „0“ zurückgesetzt wird.

Nachdem ich anfangs etwas skeptisch war, stellte ich schon innerhalb kurzer Zeit fest, dass ich deutlich mehr Niederländisch verstehe als vorher. Das ging bei den Anfragen der Kollegen los und hörte mit den Nachrichten oder Werbespots im Radio auf – so wusste ich beispielsweise auf welchen „snelwegen“ (Autobahnen) mich in den Niederlanden ein „file“ (Stau) erwartete oder in welcher Drogerie es gerade wieder zwei Haarwäschen zum Preis von Einer gab – aber Achtung: „op is op“ – „wenn’s weg ist, ist’s weg“ oder etwas förmlicher: „nur solage der Vorrat reicht“ 😀

Reicht eine Website wirklich aus?
Duolingo ist ein guter Ansatz um Vokabeln und einfache grammatikalische Strukturen zu erlernen, damit ist es allerdings nicht getan. Dadurch, dass hinter jeder Software eine gewisse Logik steckt, kann man manche Dinge wie Redewendungen nicht sinnvoll in die Lektionen einbauen, wodurch dieser Teil etwas zu kurz gekommen ist. Eine wirkliche Hilfe war (und ist) mir gerade bei solchen Themen „Buurtaal“, der Blog von Alexandra. Ohne ihn hätte ich nicht gelernt, dass ich mich am Telefon einfach nur mit „met Fabian“ melden oder wie ich eine niederländische E-Mail abschließen kann – 1000 Dank für diese interessanten Beiträge!

Zusätzlich zu den Redewendungen kamen mir auch einige grammatikalische Fragen in den Kopf, die mir auf Duolingo entweder nicht ausreichend genug beantwortet wurden oder nicht komplett verständlich waren, da die Zielgruppe des Kurses ja hauptsächlich englische Muttersprachler sind. In diesem Fall hilft mir „Grammatik kurz & bündig – Niederländisch“ von PONS (ISBN: 978-3-12-562656) weiter. Dort sind die wichtigsten Regeln kurz und verständlich anhand von Beispielen erklärt.

Wenn man bedenkt, dass der komplette Kurs von Duolingo kostenfrei ist und meine einzigen Ausgaben für das Grammatikbuch entstanden, halte ich das Kosten/Nutzen-Verhältnis für sehr hoch. Der Vorteil von Duolingo im Vergleich zu einem Anfängerkurs in der VHS ist für mich eindeutig, dass ich immer, wann ich möchte, üben kann – und zwar in meinem eignenen Tempo. Das ist zwar sicher nicht jedermanns Geschmack aber für mich war es einer der überwiegenden Vorteile. Immerhin behauptet Duolingo auch, dass 34 Stunden Übungszeit auf Duolingo ungefähr so viel Wissen vermitteln wie ein Semester an der Universität.

Ob diese Frage wirklich zutrifft ist eine andere Geschichte, aber ich bin mit meinem Wissensgewinn mehr als zufrieden. Ich kann mich im Niederlandeurlaub mit den Menschen unterhalten, (einfache) E-Mails in der Muttersprache meiner Kollegen und Lieferanten schreiben und die niederländischen Nachrichten verstehen. Nun freue ich mich darauf meine Kenntnisse zu vertiefen.

Habt ihr schon einmal einen Onlinesprachkurs gemacht? Führte er euch zum Erfolg? Welche Tipps und Kniffe zum Niederländisch lernen habt ihr? Über eure Kommentare freue ich mich sehr!

Tot de volgende keer,
– Fabian.


(Zur Vollständigkeit: Dieser Beitrag wurde von keiner der genannten Websites oder Unternehmen finanziell unterstützt und basiert auf rein persönlicher Erfahrung und Empfehlung.)

Mission »Psych« beginnt!

Nach wirklich langer Pause ist es mal wieder an der Zeit, etwas Leben auf diese Seite zu bringen. Der 1. April bringt für mich nicht nur einen neuen Monat sondern auch eine Menge anderer Veränderungen mit sich.

Die vermutlich wichtigste Veränderung ist, dass ich ab sofort nicht nur arbeite sondern auch Student bin. Möglich macht es ein Fernstudium an der Fernuniversität in Hagen. So muss ich nicht auf meinen Job verzichten und kann mich neben der Arbeit in meinem eigenen Tempo weiterbilden.

Da ich mich nicht nur privat für dieses Thema interessiere sondern sich sicher auch einige interessante berufliche Perspektiven eröffnen, habe ich mich für den Bachelor-Studiengang Psychologie entschieden. Der Studiengang teilt sich grob gesehen in 11 Module auf – je nach verfügbarer Zeit schafft man, laut verschiedener Angaben, 1-2 Module pro Semester im Teilzeitstudium. Wenn alles gut läuft sollte es also nicht länger als 6 Jahre bis zum Abschluss des Studiums dauern – mit der Option später noch einen Masterstudiengang mit 7 Modulen anzuknüpfen.

Jetzt warte ich noch auf das Vorlesungsmaterial, welches in den nächsten Tagen versendet werden sollte und dann geht es richtig los. Die Klausur für das erste Modul findet im September statt. also ist (hoffentlich) genug Zeit zum Lernen da.

Ich werde versuchen, euch über meine Fortschritte und eventuell auftretende Herausforderungen zu informieren und hoffe, vielleicht auch den ein oder anderen Mitstreiter zu finden – meldet euch einfach.

Viele Grüße,
Fabian. 

PS.: Dies ist kein Aprilscherz 😉

Bedingungsloses Grundeinkommen?

In einem interessanten Artikel hat sich Kenny über die Piratenpartei und das so genannte „bedingungslose Grundeinkommen“ geäußert.

Auch ich bin der Meinung, dass die Idee gar nicht so schlecht ist. Wie Kenny schon schrieb, werden in Zukunft durch die Technisierung immer mehr Arbeitsplätze wegfallen. Dazu gehören vor allem Reinigungsbranche, Bergbau (in Deutschland) und sogar U-Bahn-Fahrer werden irgendwann überflüssig werden. In Nürnberg fährt eine komplette U-Bahn-Linie zum Beispiel schon vollständig automatisch, andere Städte überlegen auch, solche Systeme einzuführen. Irgendwann werden viele dieser Menschen auf der Straße stehen, weil man ihre Arbeit einfach nicht mehr benötigt. Natürlich kann man die Leute weiterbilden, in anderen Berufen beschäftigen, aber deshalb wird es trotzdem nicht mehr Arbeitsplätze geben – eher das Gegenteil wird der Fall sein. Wie soll es weiter mit diesen Leuten und ihrem Leben gehen?

Natürlich gibt es Arbeitslosengeld, aber alle die schon mal selbst arbeitslos waren, wissen bestimmt das dieses Geld vor allem in den o.g. Berufen bestimmt nicht ausreicht um mehr als die lebensnotwendigen Dinge wie Wohnung und Nahrung zu finanzieren. Durch diese Dinge sind zwar die Grundbedürfnisse eines Menschen geregelt, jedoch bleibt das Sozialleben meist komplett auf der Strecke. Schon um z.B. in den Zoo zu gehen, zahlt man in Leipzig mindestens 8 Euro als Erwachsener mit Familienpass, Kinder und Begleitpersonen sind noch nicht eingerechnet. In Kinos zum Beispiel gibt es überhaupt keine Ermäßigung für Leute ohne eigenes Einkommen.

Wenn man sich das so ansieht, ist es kein Wunder, warum sich viele Arbeitslose abschotten oder schon 9 Uhr am Vormittag mit der Bierflasche vor Aldi und Co. sitzen. Ich finde es einfach traurig, dass sich manche Leute in einem Land wie Deutschland nicht mal einen Kinobesuch mit Freunden oder einen Gang ins Schwimmbad leisten könne und das, obwohl sie vorher jahrelang gearbeitet haben. So wird man dann schnell aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Ohne Geld fallen Unternehmungen mit sozialen Kontakten einfach weg – und wenn wir ehrlich sind, würdet ihr andauernd jemanden fragen, etwas zu unternehmen, wenn diese Person sowieso jedes Mal nicht mitkommen kann? Eher nicht, denke ich.

Genau dafür sollte, meiner Meinung nach, eine Art „Grundeinkommen“ da sein. Die Leute sollten es verwenden um ihr Leben dadurch wertvoller gestalten zu können und um nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Sicherlich würde Bargeld in dieser Hinsicht nicht viel helfen, aber ein Gutscheinprinzip oder eine Art „Sozialkarte“ wäre sicher ein erster Schritt. Auf dieser Karte könnte man ein bestimmtes Guthaben speichern mit dem man sich zum Beispiel drei Mal pro Jahr einen Film im Kino ansehen oder jeden Monat ins Schwimmbad gehen kann. Für entsprechende Einrichtungen müsste es dann natürlich zur Pflicht werden, diese Karte auch anzunehmen.

Man sollte jedoch auch beachten, dass es kein „Spaßticket“ für jedermann sein soll. Selbstverständlich sollte es für Nutzer dieser Karte ebenfalls zur Pflicht werden, sich um einen neuen Arbeitsplatz zu bemühen. Dabei ist jedoch ein menschenwürdiger Arbeitsplatz mit anständiger Bezahlung gemeint. Dazu muss sich in Deutschland jedoch noch mehr verändern. Bestimmt würden nur die wenigsten Menschen auf die Idee kommen, für 100€ mehr jeden Tag arbeiten zu gehen, wenn sie sonst den ganzen Tag zu Hause sitzen können und auch noch vergünstigten Freizeitbeschäftigungen nachgehen dürfen. Wenn man allerdings sieht, wie manche Unternehmen ihre Mitarbeiter bezahlen, ist es in ein paar Jahren vielleicht sogar noch profitabler, arbeitslos zu sein. Obwohl angeblich immer Fachkräfte gesucht werden, stellen viele Unternehmen zu hohe Anforderungen und wollen dafür zu wenig bezahlen. Teilweise kommt man beim Lesen von Stellenausschreibungen sogar auf den Gedanken, dass eine Person für mehr als zwei Stellen gesucht wird. So ist es kein Wunder, dass viele Fachkräfte im Ausland arbeiten, wo ihre Arbeit geschätzt wird und sie auch anständig bezahlt werden. Bis das jedoch bei deutschen Unternehmen ankommt, wird es anscheinend noch eine Weile dauern.

Das war es auch schon für den Moment. Ich hoffe, euch hat der Artikel gefallen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Gedanken zu diesem Thema mitteilen würdet.

Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
– Fabian

Public Viewing – Leichenschau für jedermann!

Eigentlich wollte ich ja keinen besonderen Artikel zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika schreiben aber anscheinend geht es nicht anders und ich muss es einfach mal rauslassen. Public Viewing ist kein schöner Begriff! Vermutlich musste zur letzten WM einfach schnell ein Wort her, dass sich gut anhört und optimalerweise auch noch aus dem Englischem stammt. Dummerweise hat sich der „Erfinder“ oder die „Erfinderin“ des Wortes nicht sehr viel dabei gedacht.

Die Amerikaner verbinden mit „Public Viewing“ zwar auch eine größere Zusammenkunft, jedoch sieht sich diese Zusammenkunft keine Sportereignisse oder Konzerte auf einer großen Leinwand an. Vielmehr handelt es sich dabei um eine öffentliche Aufbahrung eines Leichnams. Soweit ich es mitbekommen habe, werden bei der WM allerdings keine Toten ausgestellt, weshalb ich den Begriff daher einfach etwas unpassend finde.

Okay, „Öffentliche Übertragung“ hört sich vielleicht auch etwas lahm an, aber wenn man schon Englisch benutzen möchte, dann soll man es auch richtig machen und einen Begriff wie „Outdoor Screening“ verwenden. Die „Public Viewing Area“ wäre dann sozusagen die „Outdoor Screening Area“.

Hört sich doch auch „cool“ an und ist sogar richtig, oder was sagt ihr dazu?

Das war’s für den Moment. Den „Public Viewern“ eine schöne Leichenschau, allen Anderen eine schöne Zeit 🙂

Sonnige Grüße,
– Fabian

Mein bester Freund beim Hebräischlernen II

Letzte Woche habe ich euch bereits den Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs vorgestellt und möchte jetzt meiner Mini-Serie über Lernmaterialien für die hebräische Sprache fortführen.

Wenn ihr Sprachen sprecht, die einen anderen, als den lateinischen Zeichensatz verwenden, habt ihr euch sicherlich schon mal darüber geärgert, dass der entsprechende Zeichensatz nicht auf dem Computer installiert war und ihr deshalb auch nicht in der jeweiligen Sprache schreiben konntet. Solche Probleme begegnen einem häufig in Internetcafés, an Arbeitsplatz-PCs oder an Computern von Freunden und Bekannten. Entweder hat man nicht die benötigten Rechte um die entsprechenden Zeichensätze zu installieren, es fehlt eine dazu benötigte CD oder es lohnt sich nicht, extra einen neuen Zeichensatz zu installieren – vor allem, wenn man nur schnell etwas am PC suchen möchte und man sonst eigentlich nicht in dieser Sprache schreibt.

Um diesen Problemen vorzubeugen gibt es mittlerweile virtuelle Tastaturen. Auf einer Website seht ihr eine Miniaturversion der Tastatur in der jeweiligen Sprache – in unserem Fall Hebräisch. Um nun in hebräischer Schrift zu schreiben, tippt ihr ganz normal im Textfeld auf der Website und es erscheinen die Hebräischen, anstelle der lateinischen / deutschen Buchstaben.

Leider ist das ganze System noch nicht ausgereift. So kann man zum Beispiel, mit einem Mac und der Verwendung einer deutschen Tastatur, keinen Punkt (.) setzen und Buchstaben wie „z“ und „y“ sind vertauscht. Dies hat anscheinend den Hintergrund, dass englische Tastaturen die Vorbilder der „virtual keyboards“ waren. Dort befindet sich der Punkt zum Beispiel auf der selben Taste wie das Fragezeichen (?). Da sich das Fragezeichen auf unserer Tastatur jedoch mit dem ß einen Platz teilt, wird der Punkt nicht von der virtuellen Tastatur geschrieben. Inwiefern dieses Problem auch unter Windows auftritt, kann ich euch allerdings momentan nicht sagen. Ich vermute jedoch, dass es ähnlich sein wird.

Daher sind solche virtuellen Tastaturen zwar für Dinge wie Suchanfragen bei Google oder um einen Eintrag in einem Online-Wörterbuch zu finden recht praktisch, um einen richtigen, langen Text zu verfassen eignen sie sich jedoch, zumindest mit einer deutschen Originaltastatur nicht unbedingt.

Ich persönlich empfehle mikledet.com als virtuelle Tastatur für Hebräisch. Die Seite ist schlicht und einfach gehalten, es gibt als Werbeform nur einige Textanzeigen am oberen Rand und das Eingabefenster ist für kurze Texte ausreichend groß. Eine weitere Seite mit virtueller Tastatur ist Gate2Home.com. Das Eingabefenster ist etwas kleiner und das Design ist, meiner Meinung nach, nicht sehr ansprechend. Vorteil dieser Seite ist jedoch, dass viele verschiedene virtuelle Tastaturen angeboten werden. So kann man auf der Website auch Hindi, Koreanisch, Russisch, Arabisch und viele weitere Sprachen schreiben.

Mikledet - virtuelle Tastatur

Virtuelle Tastatur "mikledet"

Was haltet ihr von der Idee der virtuellen Tastaturen? Benutzt selbst ab und an eine? Seid ihr mit den Funktionen zufrieden? Welche virtuelle Tastatur ist euer Favorit? Wenn ihr möchtet, stelle ich auch eine kleine Anleitung zur Verfügung, wie man hebräische Schrift auf Windows 7 und Mac OS X installiert und einrichtet.

Viele Grüße,
– Fabi


Die Artikelserie „Mein bester Freund beim Hebräischlernen“ besteht momentan aus zwei Artikeln:
Teil 1: Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs
Teil 2: virtuelle Tastaturen

Frühjahrsputz

Jetzt wo der Frühling endlich da ist und es langsam wärmer wird, denken die ersten Leute sicherlich schon wieder an den Frühjahrsputz. Doch woher kommt eigentlich der „Brauch“ sein Haus zum Frühjahr komplett zu reinigen und aufzuräumen?

Es gibt mehrere Theorien und eine davon möchte ich euch vorstellen. Sie geht auf das jüdsche Pessachfest zurück, dass immer zu Beginn des Frühlings gefeiert wird.  Während des Festes, ist es gläubigen Juden verboten, gesäuerte Nahrung zu verzehren oder überhaupt im Haus zu haben. Unter „gesäuerter“ Nahrung versteht man alle Produkte, die aus Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel bestehen oder es enthalten.

Da es verboten ist, diese Nahrungsmittel im Haus zu haben, werden sie vor Pessach entweder gegessen, verschenkt oder verkauft. Um nun sicher zu gehen, dass wirklich kein Chametz (חמץ), so wird gesäuerte Nahrung genannt, mehr im Haus ist, werden alle Räume gründlich nach Resten abgesucht und gereinigt. Alles was nun noch gefunden wird, darf nicht mit genutzt werden und wird weggeworfen.

Die Theorie ist nun, dass sich aus diesem traditionellen Putzeinsatz der hier bekannte Frühjahrsputz entwickelt hat.

Ich selbst halte es eher für weniger sinnvoll, ein mal im Jahr eine Grundreinigung durchzuführen. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, dass über das ganze Jahr saubere und hygienische Zustände herrschen, und sich keine Essensreste in den Ecken versammeln.

Dieses Jahr findet Pessach vom 30. März bis zum 6. April statt. Einige orthodoxen Juden außerhalb Israels feiern das Fest dann eines Jahr länger.

Macht ihr einen Frühjahrsputz? Wie steht ihr zu dieser Theorie? Feiert ihr das Pessachfest?

Viele Grüße und ein schönes Wochenende sowie חג פסח שמח an alle Pessach-feiernden unter uns 😀
– Fabi

Mein bester Freund beim Hebräischlernen I

Um eine Sprache, außerhalb von Schulen, zu lernen gibt es Unmengen an Materialien, die man verwenden kann: Bücher, Podcasts, Sprachkurse, Foren, Chats, diverse Online-Übersetzer und Wörterbücher.

Ich möchte euch einige Materialien vorstellen, die ich sehr gerne benutze, wenn ich Hebräisch lerne.

Da ich mir teilweise einige Verben bzw. deren Formen nicht merken kann, ist die absolute Nummer eins für mich der „Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs„. Wie der Name schon sagt, ist es ein Sprachführer für hebräische Verben.

In der zweiten Ausgabe, die ich besitze, umfasst das Buch ganze 886 Seiten und beinhaltet die gebräuchlichsten 1580 Verben, gruppiert in 565 Wurzelgruppen. Ebenfalls im Buch: ein Verbverzeichnis Hebräisch->Englisch und Englisch->Hebräisch mit Angabe der Wurzel und Seitennummer. Außerdem gibt es zu jeder Wurzelgruppe gleich noch Beispielsätze auf Hebräisch, inklusive der englischen Übersetzung.

Die einzelnen Verben sind übersichtlich in Tabellenform aufgelistet und man hat Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft und sogar den Imperativ schnell im Blick. Zu einigen Verben sind außerdem auch noch weniger gebräuchliche Formen angegeben und entsprechend markiert. Ganz wichtig ist außerdem, dass alle Verben komplett mit Nikudim punktiert sind! Wenn man also die Vokalzeichen kann, hat das Rätselraten nach der richtigen Aussprache ein Ende.

Kleiner Hinweis für alle „Unwissenden“ 😉 : In hebräischen Alltagstexten werden nur Konsonanten geschrieben. Vergleichbar wäre es, wenn man in Deutsch einfach “ ‚pfl “ an Stelle von „Apfel“ schreiben würde. Wenn jemand nur “ ‚pfl “ liest, kann er natürlich nicht wissen, dass es „Apfel“ ausgesprochen wird. In religiösen Texten, Kinderbüchern und Lernmaterialien werden die Vokale durch Nikudim, kleine Punkte und Striche bei den Konsonanten dargestellt.

Das Wort „קטן“ (katan – klein) sieht mit Nikudim so aus: קָטָן. Könnt ihr die kleinen „T“ unter den beiden ersten Zeichen* erkennen? Sie sagen uns, dass nach den Konsonanten ein „a“ gesprochen wird.

Ursprünglich wurde dies in religiösen Texten eingeführt, damit die Texte überall gleich ausgesprochen werden können, da die Nikudim ja sagen, wie die Worte ausgesprochen werden. In der modernen Zeit hat man dies dann auch für Kinderbücher und Lermaterialien übernommen, damit man die Sprache besser lesen lernt. Mit der Zeit prägt man sich die Aussprache ein und kann die Worte auch ohne Nikudim lesen.

* Hebräisch wird von rechts nach links geschrieben und gelesen.

Für mich ist das Buch ein unverzichtbares Nachschlagewerk und auch im Internet habe ich bisher keine Website gefunden, die so viele Verben auch nur annähernd so komplex und detailliert darstellt. Da es in Deutschland (bei Amazon) auch nur ca. 14€ kostet, ist es eine sehr gelungene Investition für alle, die sich näher mit Hebräisch bzw. den Verben beschäftigen möchten.

Demnächst möchte ich euch an dieser Stelle auch noch andere Materialien vorstellen, die ich zum Lernen benutze. Geplant sind noch mindestens zwei weitere Artikel zum Thema, wobei ich derzeit einen Artikel pro Woche zu dieser Serie veröffentlichen möchte.

להתראות
– פבי


Die Artikelserie „Mein bester Freund beim Hebräischlernen“ besteht momentan aus zwei Artikeln:
Teil 1: Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs
Teil 2: virtuelle Tastaturen

Der perfekte Spanisch-Podcast

¡Buenas tardes!

Da ich immer ziemliches Interesse daran habe, meine Spanischkenntnisse zu verbessern, beziehungsweise gegen das langsame Vergessen vorzugehen, war ich mal wieder auf der Suche nach guten Lernmaterialien. Bisher fehlt es mir noch an einem guten Podcast, der sich mit der spanischen Sprache beschäftigt.

Okay, erst mal stellt sich die Frage, was für mich ein „guter Podcast“ ist:

  1. Er sollte nicht länger als 20 Minuten pro Folge gehen.
    So habe ich die Möglichkeit eine Folge während der Busfahrt zu hören.
  2. Aktualität! Es sollte regelmäßig neue Folgen geben – eine Sprache ist kompliziert und man ist nie fertig, sie zu lernen.
  3. Der Podcast sollte nicht komplett auf Spanisch sondern auch auf Deutsch oder Englisch kommentiert sein.
  4. Die Sprecher sollten deutlich sprechen, aber trotzdem nicht beim Sprechen einschlafen.
  5. Man sollte die Möglichkeit haben, alle wichtigen Vokabeln der aktuellen Folge kostenlos als PDF runterladen zu können.
  6. Ganz wichtig für mich: es nervt total, wenn in 5 von 20 Minuten pro Folge über kostenpflichtige Zusatzmaterialien (wie z.B. Online-Vokabeltrainer oder Community-Foren) geredet wird. Es reicht, das ganze ein Mal zu hören, und nicht in jeder Folge auf „sensationelle Angebote“ aufmerksam gemacht zu werden.
  7. Nice-to-have: einfache Synchronisation via iTunes

Früher habe ich ganz gerne den Podcast von Coffee Break Spanish benutzt aber gerade die Punkte 4 und 6 haben mich mit der Zeit extrem genervt. Die weibliche Sprecherin hat manchmal schon ziemlich genuschelt… okay, das ist bei Spanisch ein generelles Problem der Sprache, nur bei ihr trat es bei den englischen Erklärungen auf. Des weiteren sind die „Lesson Guides“ nur gegen Bezahlung erhältlich – die „Bronze-Mitgliedschaft“ kostet auch nicht gerade wenig. Für 40 Podcasts stehen 27 £ auf der Preisliste.

Ein weiteres, interessantes Spanischangebot bietet auch die BBC an. Problem ist nur, das ganze einfach und unkompliziert auf den iPod zu bekommen. Gerade der „Mi vida loca“-Kurs wäre als iPod-Applikation sicher ziemlich interessant.

Bisher war meine Suche leider noch nicht erfolgreich, aber ich werde euch über die Fortschritte auf dem Laufenden halten.

Kennt ihr zufällig gute Sprach-Podcasts? Wie sollte ein perfekter Podcast für euch aussehen? Nutzt ihr überhaupt Podcasts bzw. könnt ihr mit Podcasts lernen?

¡Saludos y hasta pronto!
– Fabi

Leipziger Buchmesse

Endlich ist es soweit, der Frühling ist auch in Leipzig angekommen. Im Gepäck hat er schönes Wetter, angenehme Temperaturen bei 15°C und natürlich auch gute Laune. Gleichzeitig war es auch ein perfekter Auftakt für die Leipziger Buchmesse, die heute gestartet ist. Als ich um 10:02 in der Eingangshalle war, war schon unheimlich viel los und in einigen Gängen konnte man kaum noch treten. Fotos konnte ich aber leider wegen meinem leeren Kamera-Akku nicht machen. Es gab eine Menge an unterschiedlichen Büchern aus allen Themengebieten. Unter anderem waren Schulbücher, Bücher zu Religion, wissenschaftliche Fachbücher, Antiquitäten und „normale“ Thriller und Romane im Angebot. Außerdem haben sich einige Länder, wie zum Beispiel die USA, Serbien, Israel, Luxemburg und die Schweiz mit Ständen und Büchern einheimischer Schriftsteller auf der Messe präsentiert.

Da dort auch Bücher zu Messepreise verkauft werden, ist es eine relativ gute Möglichkeit um an preisgünstige Fachbücher zu kommen.
Die Buchmesse läuft noch bis einschließlich Sonntag und ist ab 10:00 geöffnet. Aufgrund der vielen Besucher würde ich aber empfehlen, entweder direkt am Morgen oder in den Abendstunden zur Messe zu gehen. In den Vorverkaufstickets ist außerdem eine Fahrtberechtigung für einige Zonen im MDV enthalten, man muss allerdings vorher den Tag ankreuzen, an dem man die Fahrtberechtigung nutzen möchte.

Wart ihr auf der Buchmesse oder habt ihr vor, dort hinzugehen?

Viele Grüße
– Fabi

Es geht bergab: Schulbildung

Heute abend habe ich meine Mutter zum Elternabend der Klasse meiner Schwester begleitet und ich muss sagen… es wird immer schlimmer mit der Bildung hier – zumindest wenn man sich das Gymnasium meiner Schwester anschaut.

Zuerst gab es einen Vortrag der Polizei zum Thema Drogen mit Schwerpunkt Haschisch und Herion. Okay, es war sehr interessant zu hören wie viele Drogentote es in Leipzig und Deutschland gab und es ist auch gut zu wissen, in welchen Gegenden sich hier die meisten Dealer / Junkies rumtreiben aber eine Sache hat mich mal wieder geschockt: laut den Zahlen der Polizei gab es in Leipzig im letzten Jahr mehr als 5 Kinder unter 14, die im Krankenhaus wegen übermäßigem Alkoholkonsum behandelt wurden. Bin ich einfach zu altmodisch oder ist es mittlerweile „normal“ wenn man sich schon in der siebten Klasse die Bierpulle nach der Schule auf macht? Ich glaube, als ich in diesem Alter war, war Alkohol tabu und nur für Erwachsene – ich hätte gar nicht daran gedacht auch nur einen Schluck davon zu trinken. Weiterhin ging es darum, dass schon letztes Jahr (also damals, als meine Schwester in der 6. Klasse war) von einigen aus der Klasse geraucht wurde. Mit 12 – rauchen!? Wenn das so weiter geht, lernen das die Kinder in 20 Jahren im Kindergarten. Ich will gar nicht daran denken.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil des Artikels. Nach dem Vortrag der Polizistin sind die einzelnen Klassenlehrer mit den Eltern in die Klassenzimmer gegangen wo allgemeine Dinge geklärt wurden. Unter anderem ging es um Klassenfahrten. Leider hat der Freistaat Sachsen momentan nicht gerade viel Geld und spart deshalb an erster Stelle mit Bildung und Wissenschaft. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass die Kinder nicht mehr zur Klassenfahrt fahren können, weil den Lehrern kein Abwesenheitsgeld gezahlt werden kann. Selbst wenn diese schriftlich darauf verzichten würden, würde eine Fahrt nicht genehmigt werden. Der Grund: die Lehrer könnten so gemein sein, und sich die paar Euro pro Tag hinterher gerichtlich einklagen. Wenn die Klasse Glück hat, würde die nächste Fahrt wohl wahrscheinlich in der 10. Klasse stattfinden. Falls das nicht klappt, dann noch die Fahrt in der Sekundarstufe II. Wie gesagt… momentan ist meiner Schwester in der siebten Klasse. Ich habe früher zwar auch keine Klassenfahrten gemocht aber sie dienen letztendlich dazu, die Klasse näher zusammenzubringen, das die Lehrer ihre Schüler besser kennenlernen und natürlich (offiziell zumindest) um etwas zu lernen.

Des weiteren gab es Berichte über Lehrer, die ihre Schüler den Großteil ihres Unterrichtes selbst aus Büchern ausarbeiten lassen oder einfach mal sagen „Ich habe keine Lust, blättert in euren Büchern“. Angeblich wurde er selbst, als er von anderen Lehrern darauf angesprochen wurde, ausfällig und hat schlecht gelaunt reagiert. Sind solche Leute wirklich für den Lehrerberuf geeignet?

Ach ja… noch eine Sache. In sächsischen Gymnasien gibt es von der 8. bis zur 10. Klasse Profilunterricht. An der Schule meiner Schwester kann man wohl zwischen einem gesellschaftswissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Profil wählen. Auf einem Elternbrief dazu stand, es würden beide Profile den Schülern vorgestellt. Letztendlich wurde nur das gesellschaftswissenschaftliche Profil vorgestellt weshalb sich die meisten Schüler auch für dieses Profil einschreiben möchten. Dummerweise sieht es aber gar nicht gut aus, wenn es gibt zu viele Schüler, die dieses Profl wählen möchten. Es gab schon mal einen Losentscheid, in dem ausgelost wurde ob die Schüler Französisch oder Latein lernen dürfen, weil der Lateinlehrer „urplötzlich“ in Rente gegangen ist und kein neuer Lehrer gekommen ist – festgestellt wurde das ganze wenige Wochen vor den Sommerferien. Eventuell kommt es nun auch wieder zu so einem Losentscheid. Kann es wirklich angehen, dass so über die Bildung der Kinder entschieden wird? Durch Lose!?

Wenn man das alles hört, fragt man sich wirklich, wie es mit dem Bildungssystem weiter gehen soll. Wahrscheinlich kann ich in 50 Jahren vergessen, irgendeine Rente von gut ausgebildeten Menschen zu bekommen 😉

Habt ihr ähnliche Erfahrungen in diesem Bereich? Gab es in eurer Schule damals ähnliche Dinge? Was sagt ihr dazu, dass immer jüngere Kinder mit Rauchen / Trinken anfangen? Ich freue mich über eure Kommentare.

Viele Grüße,
– Fabi