Apple-Geräte zukünftig mit interner SIM-Karte?

Verschiedene Websites (u.a. heise, CNN) haben in den letzten Tagen berichtet, dass Apple wohl Interesse an einem neuen SIM-Modul für Mobilgeräte entwickelt hat. Das bedeutet, das Geräte mit solch einer integrierten SIM-Karte wohlmöglich bald gar keine Plastik-SIM-Karte mehr benötigen. Auf der einen Seite kann dieses System durchaus praktisch sein, auf der anderen Seite kann man aber auch klare Nachteile des Systems erkennen.

Sinnvoll wäre es beispielsweise, um sein Mobilgerät einfach zu einem anderen Anbieter zu transferieren. So wäre es möglich, eine Applikation oder Website zu entwickeln, über welche die SIM-Informationen des Gerätes ausgelesen werden und einfach an den neuen Anbieter übermittelt werden. Dieser kann dann das Gerät in seinem System aktivieren und ggf. eine neue Nummer zuweisen. Gerade auf Reisen würde dadurch der nervige SIM-Karten-Wechsel entfallen, wenn man im Ausland lieber eine inländische Karte und damit teilweise oft günstigere Tarife nutzt. Auch im Inland kann es durchaus vorteilhaft sein. Wenn ein Handyvertrag ausläuft und man zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, könnte man seinen neuen Tarif bestellen und die integrierte SIM-Karte gleich mit den neuen Daten aktivieren. Somit wäre es nicht mehr nötig, erst auf einen Brief mit der neuen SIM-Karte zu warten oder zu einem Geschäft des Anbieters zu gehen.

Trotz dieser durchaus nützlichen Vorteile des Systems, kann es jedoch auch gegen den Willen des Kunden eingesetzt werden, und genau davor habe ich Angst.

Bisher war in Deutschland die Telekom der offizielle Vertragspartner von Apple zum Verkauf von iPhones. Erst seit wenigen Tagen kann man sich auch hierzulande iPhones ohne Netzsperre im Apple Store oder bei anderen Mobilfunknetzen bestellen. Trotzdem war es bisher relativ einfach möglich, mit diversen Programmen die Netzsperre (Netlock) aufzuheben und auch andere SIM-Karten mit dem iPhone zu nutzen.

Wenn sich Apple in Zukunft wieder für eine Providerbindung entscheiden wird, könnte man die Nutzer einfach und bequem auf ein einzelnes Netz beschränken. Den Netlock kann man dann vielleicht noch deaktivieren, jedoch würde es sich als problematisch erweisen, eine andere SIM-Karte in das Gerät zu stecken, da dies durch eine integrierte Karte ggf. nicht mehr möglich wäre.

Weiterhin ist es sehr ungünstig, wenn das Gerät kaputt gehen sollte. Wenn mein iPhone auf einmal den Dienst einstellen würde, könnte ich die SIM-Karte einfach entfernen und in ein anderes Handy einlegen und weiter telefonieren . Bei einer eingebauten Karte müsste ich erst meinen Mobilfunkanbieter kontaktieren, damit mir dieser eine „richtige“ SIM-Karte zukommen lässt.

Außerdem wäre es Apple möglich, bestimmte Mobilfunknetze auszusperren. So könnte Apple von Mobilfunknetzen eine Gebühr verlangen, damit Nutzer diese Netze z.B. im Appstore auf ihrem Gerät aktivieren. Weigert sich ein Mobilfunknetz diese Gebühr zu bezahlen, wäre es für den Kunden nicht möglich das Netz auf dem Gerät zu nutzen.

Ein weiteres Problem wären Viren und andere schädliche Software. Ein Virus wäre somit eventuell in der Lage, die SIM-Karten-Information unerkannt zu überschreiben wodurch sich das Gerät in ein anderes Netz einwählen könnte und unter Umständen überteurte Tarife abgerechnet werden. Durch Trojaner könnte man diese Informationen auch stehlen und duplizieren. Dadurch wäre es möglich, dass sich Kriminelle mit der geklauten Nummer in Netzen einwählen und somit auf Kosten Anderer telefonieren, surfen oder Verbrechen planen könnten.

Noch kann man nicht sagen, ob die integrierte SIM-Karte überhaupt in iPhones und dem iPad eingesetzt wird – ausgehen kann man allerdings davon.
Es wird spekuliert, dass es in nächster Zeit ein neues iPad angekündigt wird, das diese Funktion bereits nutzen könnte.

Welchen Weg Apple einschlagen wird, ist jedoch noch unklar. Man kann nur hoffen, dass die Kunden nicht weiter oder noch stärker bevormundet werden.

Was denkt ihr zu diesem Thema? Seid ihr pro oder kontra integrierte SIM-Karte? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Ein schönes Wochenende und bis bald,
– Fabian

Rückblick: September 2010

Schon wieder ist ein Monat um und viele Fragen sich, warum die Zeit so schnell vergeht. Leider gibt es zu dieser Frage keine Antwort in meinem Beitrag aber dafür werde ich versuchen, den vergangenen Monat aus meiner Sicht kurz zusammenzufassen.

Eigentlich begann der September ziemlich gut. Ich hatte meinen ersten, längeren Urlaub in diesem Jahr und war kurz davor für ein paar Tage nach Hongkong zu fliegen. Ich habe bis zur letzten Minute gewartet, aber der Flug war leider überbucht und ich konnte nicht mehr mit. Das hieß also, der Urlaub musste wohl oder übel zu Hause verbracht werden. Sehr schlimm war es nicht, obwohl etwas mehr „Spannung“ nicht geschadet hätte.

Gleich nach dem Urlaub hatte ich meine erste Frühschicht. Okay, „Frühschicht“ ist etwas ungünstig ausgedrückt, weil diese bei uns unter der Woche erst um 10:00 Uhr beginnt. Jedoch musste ich auch am Wochenende ran, und dann geht’s schon um 06:00 Uhr los. Somit musste ich mich bereits um 04:00 Uhr aus dem Bett quälen, um pünktlich im Büro zu sein. Da in dieser Zeit gerade eine neue Haltestelle auf meiner Bahnstrecke gebaut wurde, wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet und ich war noch länger unterwegs. Gerade am Wochenende war es aber von der Kundenseite her sehr ruhig, aber auch recht langweilig – von 06:15 Uhr bis 14:15 Uhr musste ich alleine im Büro rumsitzen.

Da ich am Wochenende arbeiten musste, hatte ich den Montag und Dienstag danach frei. Die Zeit habe ich genutzt, um etwas Sport zu machen und um dem Telekomladen einen kleinen Besuch abzustatten. Eigentlich wollte ich mich nur nach den Möglichkeiten einer Vertragsverlängerung erkundigen, da mein Telekomvertrag im Dezember ausgelaufen wäre. Bisher habe ich ja ein iPhone 3G genutzt, welches allerdings mit der Zeit immer langsamer wurde und ein paar Mal beim Tippen abgestürzt ist. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass man eine Ablösesumme zahlen muss, wenn man bereits vor Vertragsverlängerung ein neues Handy nutzen möchte, anscheinend war das bei mir aber nicht der Fall. Der nette Verkäufer hat mir angeboten, sofort ein neues iPhone mitzunehmen. Ohne Wartezeit, ohne Ablösegebühr und ab Dezember würde ich aufgrund meines Alters sogar 10€ pro Monat sparen. Sonst gibt’s doch die ganzen Vergünstigungen nur für Rentner oder Kleinkinder… 😀

Somit bin ich jetzt auch Besitzer eines neuen iPhones und ich kann mich überhaupt nicht beschweren. Vor allem die Geschwindigkeit und die Kamera kann man nicht mit dem 3G-Modell vergleichen. Von den berüchtigten Empfangsproblemen habe ich bisher auch noch nichts mitbekommen.

Zum Ende des Monats wurde er aber auch immer schlechter und langsam musste ich begreifen, dass der Herbst nach Leipzig gekommen ist. Letzte Woche hat es 4 Tage am Stück geregnet und die Flüsse in der Umgebung waren bis zum Überlaufen voll. Hier in Leipzig ist das Wasser jedoch größtenteils in den Flußbetten geblieben und es gab keine größeren Überschwemmungen. An eine gesperrte Brückenstraße hat man sich hier bei Überschwemungen sowieso schon gewöhnt 😀 Mittlerweile hat es aber auch schon wieder aufgehört und die Sonne ist draußen.

Wenn das Wetter auch im Oktober so bleibt, wie es gerade ist, finde ich den Herbst vielleicht sogar schön 🙂

Wie war euer September? Habt ihr etwas besonderes erlebt? Was sind euere Pläne für den Oktober?

Viele Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
– Fabian

Aktion Sinnlos: Linienumbenennung

Vermutlich ist es die sinnloseste Änderung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) im Jahre 2010. Mit der Einführung des neuen (Bus)-Netzes am 10. Oktober 2010 muss auch bei den Straßenbahnlinien einiges geändert werden.

Dazu gehört laut LVB auch die „Vereinigung“ der Straßenbahnlinien 3 und 13. Die Linien starten im Südwesten der Stadt und fahren durch Plagwitz und Lindeau in Richtung Innenstadt. Von dort aus geht es über die Eisenbahnstraße und die Torgauer Straße bis zur Haltestelle Portitzer Alle. Dort endet der gemeinsame Weg beider Linien. Linie 3 fährt weiter über Paunsdorf-Nord nach Sommerfeld zum Paunsdorf-Center. Linie 13 verlässt die Stadt Leipzig nach dieser Haltestelle und fährt zur Endstation nach Taucha. Da Taucha in einer anderen Tarifzone liegt, muss man dementsprechend auch mehr für einen Fahrschein bezahlen, wenn man weiter bis nach Taucha fährt.

Der Fahrplan beider Linien ist eigentlich relativ simpel aufgebaut. Da sich auf dem Hauptabschnitt zwischen Knautkleeberg und Portitzer Allee die Bahnen abwechseln, entsteht Montag bis Freitag tagsüber ein 10-Minuten-Takt. Wenn man weiter nach Taucha oder Sommerfeld möchte, kann man „seine“ Linie jede 20 Minuten nehmen. Bisher ist mit dieser Situation jeder zurecht gekommen, es war einfach und unkompliziert sein Ziel mit diesen Linien zu erreichen.

Einfaches ist scheinbar jedoch nicht immer gut. Das denken sich vermutlich die LVB. Mit dem neuen Netz soll die Linie 13 abgeschafft werden und alle Bahnen nach Taucha und nach Sommerfeld sollen die einheitliche Nummer 3 haben. Vorteil der ganzen Sache soll wohl sein, dass auf der Stammstrecke nun eine Linie im 10-Minuten-Takt fährt und sich nicht mehr zwei Linien jede 20 Minuten abwechseln müssen. Wenn man weiter als zur Portitzer Allee möchte, muss man also zukünftig darauf achten, ob die 3, in der man sitzt, nach Taucha oder nach Sommerfeld fährt – sonst sitzt man ziemlich schnell in der Patsche. Unangenehm kann das vor allem werden, wenn man bisher immer mit der 3 nach Sommerfeld gefahren ist, und diese plötzlich weiter nach Taucha und somit in eine andere Tarifzone fährt. Falls Kontrolleure in der Bahn sind, wird es also teuer.

Ein weiteres Hindernis stellt sich zum Beispiel für Touristen.  Bisher konnte man einfach sagen „Fahr‘ einfach vom Bahnhof mit der 13 bis zur Otto-Schmidt-Straße“ . Das geht jetzt nicht mehr. Selbst wenn man sagt „Fahr‘ mit der 3 bis zur Otto-Schmidt-Straße“ muss man dazu sagen, dass man die 3 meint, die nach Taucha fährt und nicht die Bahn nach Sommerfeld. Das ist bestimmt gerade für Messe- oder Kongressbesucher ärgerlich, die oft in Hotels in Taucha übernachten.

Die Taucher selbst kommen sich wahrscheinlich auch mehr oder weniger verarscht vor. Nachdem jahrelang Linie 13 nach Taucha fuhr, wurde sie schon mal durch Linie 3 ersetzt. Später wechselte man wieder zurück zur „alten“ Linie 13 und jetzt kommt wieder Nummer 3 zum Einsatz.

Ich frage mich ernsthaft, ob für solche Dinge wirklich Geld ausgegeben werden muss um die Fahrpläne zu ändern, Informationsmaterial zu verteilen, alle Haltestellenschilder auf der Strecke anzupassen, neue Ansagen für die Bahnen aufzunehmen und so weiter. Vermutlich braucht man solche Dinge als Rechtfertigung, die Fahrpreise jedes Jahr zu erhöhen.

Das Argument, dass es jetzt einen „echten“ 10-Minuten-Takt auf der Stammstrecke gibt, zählt bei mir überhaupt nicht. Wer bisher nicht gemerkt hat, dass sich die Linien 3 und 13 abwechseln, wird auch garantiert nicht kapieren, dass es jetzt besser ist.

Ich bin gespannt, wann die ersten Berichte von Fahrgästen kommen, die sich verfahren haben oder die von Kontrolleuren abgezockt wurden, weil sie in der falschen Bahn mit dem falschen Ticket saßen.

Kopfschüttelnde Grüße,
– Fabian.

Warum meine Tweets geschützt sind

Viele Twitter-Nutzer wissen bestimmt, dass man seine Tweets auch schützen kann. Durch diese Option können Tweets nur noch von Leuten gelesen werden, denen man es ausdrücklich erlaubt hat. Manche Twitterer verstehen jedoch nicht, warum einige Benutzer ihre Tweets schützen. Deshalb möchte ich hier kurz darstellen, weshalb ich meinen privaten Twitter-Account schütze.

  • Ich kann bestimmen, wer meine Tweets liest –> ich kann somit auch jederzeit wieder bestimmten Personen verbieten, meine Tweets zu lesen
  • es gibt weniger Spam, da Spam-Accounts meistens keinen geschützten Accounts folgen wollen
  • externe Websites und Anwendungen haben keinen Zugriff auf meine Tweets -> Privatsphäre wird erhöht
  • Ich möchte nicht, dass bestimmte Daten, wie mein aktueller Aufenthalsort (wenn ich ihn auf Twitter freigebe), von Millionen Menschen gelesen werden kann
  • Ich sehe, wer mir folgen möchte und kann so gezielt eine kleine Community innerhalb von Twitter aufbauen

Sicher könnte man, z.B. durch einen Fake-Account, dem ich erlaube meine Tweets zu lesen, an meine Tweets kommen, jedoch ist dies wesentlich sicherer, als wenn ich von vornherein alle meine Tweets und Daten freigebe.

Ich vergleiche Twitter auch gerne mit anderen Netzwerken wie z.B. Facebook. Dort möchte ich auch nicht, dass jeder x-beliebige Nutzer meine aktuellen Statusmeldungen liest – weshalb sollte man es also bei Twitter können?

Leider gibt es einen kleinen Nachteil für mich, wenn ich Tweets schütze. Wenn ich einem anderen Nutzer bei Twitter etwas schreiben möchte, und mir dieser Nutzer nicht folgt, kann er meine Nachricht nicht lesen, auch wenn ich den Nutzer gleich am Anfang des Tweets erwähne oder auf „Antworten“ drücke.

Wer also möchte, kann mir jederzeit folgen – interessante Benutzer folge ich natürlich auch gern zurück. In Zukunft wird es auch wieder mehr Updates mit dem FGNETDE-Twitter-Account geben. Die Tweets dieses Accounts sind ungeschützt und stehen allen offen.

Die Links zu beiden Twitter-Accounts gibt es auch noch mal hier (@Fabi1611 | @FGNETDE) und oben rechts bei den sozialen Netzwerken.

Habt ihr auch Twitter-Accounts? Schützt ihr eure Tweets oder nicht? Was sind eure Argumente für oder gegen das Schützen von Tweets? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bis bald,
– Fabian

Strasbourg / August 2010

Hallo 🙂

Wie ich bereits angekündigt habe, soll es hier bald auch ein paar Berichte zu meinen Reisen / Ausflügen geben – heute geht es los!

Reiseziel: Strasbourg, Frankreich
Reisedaten: 05/08/2010 – 08/08/2010
Verkehrsmittel: Zug (TGV + ICE)
Hotel: ibis Hotel Strasbourg Centre Halles

Der Vorteil bei uns in der Firma Nachtschicht zu haben liegt klar auf der Hand: es gibt nicht nur mehr Geld, man hat anschließend auch vier volle Tage frei. Wenn man also nicht zu Hause rumsitzen möchte, ist es die perfekte Gelegenheit um etwas zu unternehmen und sich die Welt anzusehen.

Nur eine Woche vorher haben Julia und ich geplant, einfach mal nach Frankreich zu fahren. Damit es nicht zu weit und zu teuer wird, haben wir uns auf Strabourg, gleich hinter der deutschen Grenze festgelegt.

Donnerstagmorgen ging es los. Da ich bis um 3:00 in der Nacht arbeiten musste und erst kurz nach 4:00 zu Hause war, blieb nicht viel Zeit zum Schlafen. Eine Stunde ausruhen und dann musste die Reisetasche gepackt werden. Um 6:35 fuhr dann auch schon die Bahn zum Hauptbahnhof. Dort ging es mit dem ICE bis nach Frankfurt Hbf. Glücklicherweise war ich nicht der Einzige, der sehr müde war. Der halbe ICE-Wagen hat geschlafen und erst nach Fulda wurden die ersten Leute wieder wach. In Frankfurt ging es dann ganz schnell ein paar Gleise weiter, der ICE nach Karlsruhe hat schon gewartet und aufgrund der Verspätung meines Zuges, blieben nur 5 Minuten Zeit zum umsteigen.

In Karlsruhe selbst hatte ich dann ungefähr 60 Minuten Aufenthalt. Dank der T-Mobile Hotspot-Flatrate und einer McDonalds-Filale habe ich die Zeit genutzt um etwas im Internet zu surfen. Dann war es auch schon soweit… der TGV aus Stuttgart in Richtung Paris Est kam an. Nachdem sich alle durch die engen Eingangsbereiche gequetscht haben, habe ich es bis zu Julia geschafft, die schon seit Stuttgart im Zug saß. Natürlich haben wir keine Plätze nebeneinander bekommen und ich habe die 40 Minuten nach Strasbourg auf dem Gang verbracht.

Der TGV ist… naja… ungefähr wie ein ICE aber macht einen etwas älteren Eindruck. Die Reservierungen werden noch mit Pappschildern über den Sitzen angezeigt und es gibt keine Anzeige mit dem nächstem Bahnhof / der Geschwindigkeit etc. Vermutlich hatten wir aber einfach nur das „Glück“, in einem älteren Modell zu sitzen.

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Als wir in Strasbourg ankamen, ging es erstmal zur Straßenbahn. Die Haltestelle befindet sich unter dem Bahnhof. Ich war gleich von den Fahrpreisen begeistert. Bis zu drei Personen können volle 24 Stunden lang für nur 5,50€ mit allen Straßenbahnen und Buslinien fahren. In manchen deutschen Städten würde man für diesen Preis gerade mal Kurzstrecken für drei Personen bekommen…

Lange mussten wir nicht auf die Bahn warten und dann ging es auch schon los… unser Hotel lag nur eine Station vom Bahnhof entfernt. Dummerweise gab es zwei Hotels mit dem Namen „Centre Halles“ und wir sind natürlich gleich ins falsche Hotel gelaufen. Der freundliche Herr meinte aber, das richtige Hotel wäre nur eine Ecke weiter. Das richtige Hotel war wirklich direkt nebenan und das Zimmer war auch groß genug. Es war sauber, hatte eine Badewanne, einen Fernseher und ein großes Bett. Einziges Problem: es gab nur eine Bettdecke :-/

Da wir natürlich nicht die ganze Zeit im Hotel sitzen wollten, ging es dann in die Innenstadt. Strasbourg hat zwar eine relativ kleine Innenstadt aber dafür gibt es genügend Geschäfte, schöne Häuser und viel zu sehen. Der Hauptanziehungspunkt für Touristen ist aber die Kathedrale. Ich glaube, man kann sie gar nicht auf ein Foto bekommen, weil man nicht so weit weggehen kann, ohne das ein Haus die Sicht versperrt.

Nach einem Marsch durch die Innenstadt und das Einkaufszentrum unter dem Hotel ging es dann zurück ins Hotelzimmer. Irgendetwas essbares musste her. Da wir selbst keine Restaurants in Strasbourg kannten, musste Google Maps herhalten. Nur ein paar Stationen weiter gab es eine Filiale von Domino’s Pizza. Ich kannte die Kette schon aus Israel und war dort positiv überrascht wurden. Also auf in die nächste Bahn in Richtung Schulthfeld. Dort angekommen, mussten wir dummerweise feststellen, dass es kein Restaurant sondern nur ein Take-away ist. Okay… 10 Minuten haben wir auf die Pizza gewartet und dann ging es mit Pizzakarton zurück in die Bahn zum Hotel. Viel ist dann an diesem Tag nicht mehr passiert. Wahrscheinlich lag es daran, dass wir beide ziemlich müde waren.

DSC00525Das Wetter am nächsten Tag war dann schon wieder besser. Die Sonne schien und von den grauen Wolken war weit und breit nichts mehr zu sehen. Aufstehen, duschen, anziehen und dann gab es Frühstück. Das Buffet am Hotel war zwar nicht das Größte, aber ich wurde satt und geschmeckt hat es auch. Da Strasbourg die „Hauptstadt Europas“ genannt wird, haben wir uns als erstes auf den Weg zum Europaparlament am Stadtrand gemacht. Auch hier kommt man bequem mit der Bahn hin – wir mussten nur ein mal umsteigen. Das Parlament sieht schon sehr beeindruckend aus, aber leider kamen wir nur bis in den Innenhof. Um das Gebäude richtig zu betreten, muss man an einer Führung teilnehmen, wozu man eine angemeldete Reisegruppe braucht. Zwei Personen zählten leider nicht als Reisegruppe.

Nachdem genug Fotos gemacht wurden, ging es dann wieder zurück in die Innenstadt. Am Nachmittag haben wir dann noch ein weiteres, schönes Einkaufszentrum am Rand der Innenstadt gefunden. Im dortigen Supermarkt haben wir uns mit neuen Getränken und Schokolade versorgt und dann wurde das Ganze im Hotelzimmer abgeladen. Langsam wurde es wieder Abend und der Hunger machte sich immer deutlicher bemerkbar. Da wir auf dem Weg zum Europaparlament eine Filiale von Pizza Hut gesehen haben, ging es mit der Bahn diesmal nach „Landsberg“. Die Pizza Hut-Filiale entpuppte sich leider auch nur als Take-away aber immerhin hatte man Stühle zum Sitzen, während man auf die Pizza warten musste. Bei Pizza Hut lief außerdem ein spezielles Angebot… wenn man sich eine Pizza selbst abholt, zahlt man eine Pizza aber bekommt zwei. Besser ist es, denn eine Pizza für ~16 € ist nicht gerade billig. Mit dem Pizzakarton ging es wieder mit der Bahn zum Hotel. An diesem Tag waren wir außerdem in Kehl – das liegt schon wieder in Deutschland, direkt gegenüber von Strasbourg. Leider war in Kehl nicht wirklich viel los. Es hatte den Charme einer kleinen Kleinstadt (ja, einer KLEINEN Kleinstadt), aber der Bus dort hin war trotzdem brechend voll. Der Grund dafür: anscheinend sind Zigaretten in Deutschland noch billiger als in Frankreich, weshalb viele Franzosen über die Grenze gekommen sind. Naja… die Deutschen fahren nach Polen, die Franzosen nach Deutschland… anscheinend gibt es schon ein Preisgefälle von West nach Ost 😀

Langsam wurde es dann auch schon Samstag… der letzte, volle Tag in Strasbourg ist angebrochen. Julia hat auf dem Stadtplan ein Schloss entdeckt, das wir uns anschauen wollten. Das Schloss selbst lag in einem Park und wurde mittlerweile als Tagungszentrum umgebaut. Nachdem wir eine Runde durch den Park gedreht haben, ging es wieder zum Hotel und von dort aus mit der Bahn in Richtung Stadtrand. Linie A fuhr vom Hotel nach „Illkirch-Lixenbuhl“. Da sich dieser Name sehr interessant anhört, haben wir beschlossen, einfach mal dort hinzufahren. Leider war es dann aber überhaupt nicht interessant und es ging gleich wieder zurück. DSC00589Auf dem Rückweg sind wir bei „Baggersee“ ausgestiegen – dort gab es zwar keinen (für uns sichtbaren) See, aber noch ein Einkaufszentrum mit einem großen Supermarkt. Nachdem der Getränkevorrat wieder aufgefüllt war, fuhren wir noch mal zum anderen Einkaufszentrum. Dort haben wir im Puma-Laden sehr schöne Strasbourg T-Shirts entdeckt und haben natürlich zugeschlagen. Dann ging es noch mal zu H&M und wieder zurück zum Hotel, um die ganzen Sachen abzuladen. Der Plan für den Abend war, sich das Europaparlament bei Nacht anzusehen, weil es dann schön leuchtet. Bis dahin war aber noch viel Zeit, weshalb wir auch noch in die anderen Richtungen mit den Straßenbahnen fuhren.

Gegen Abend waren wir dann noch in der Innenstadt, haben Postkarten geschrieben und das Paradies für Schokoladenfans besucht. Ein ganzer Laden voll mit Nougat, Karamel und anderen Arten Schokolade. Leider waren die Preise nicht gerade wie im Paradies, aber für gute Schokolade aus Frankreich gibt man gern mal etwas Geld aus.

Die Sonne ging auch schon unter und es wurde Zeit zum Europaparlament zu fahren. Wieder ging es mit der Bahn bis zum Parlament. Es dauerte nur noch ein paar Minuten bis die Sonne weg war, aber geleuchtet hat das Parlament nicht. Entweder das Bild, das wir gesehen haben, wurde billig mit Photoshop bearbeitet oder das Parlament leuchtet nur an bestimmten Tagen. Julias Spruch dazu möchte ich hier lieber nicht erwähnen 😛 . Immerhin war es draußen nicht kalt, und die Bahn kam gleich um zurück zu fahren. Auf dem Rückweg kamen wir wieder bei „Landsberg“ vorbei. Da wir am Abend noch nichts gegessen haben, blieb uns eigentlich keine andere Wahl – Pizza Hut. Auch diesmal gab es wieder leckere Pizza zum Essen im Hotelzimmer. Kurz nach 12 waren wir dann fertig und die letzte Nacht in Strasbourg war da.

DSC00660Anscheinend wusste das Wetter, dass wir am Sonntag wieder nach Hause fahren wollten/mussten. Es war wieder grau, hat geregnet und wurde kälter. Trotzdem sind wir nach dem Frühstück noch eine Runde mit der Bahn durch die Stadt gefahren, bevor wir das Hotelzimmer räumen mussten. Das Straßenbahnnetz in Strasbourg ist schon toll. Die Bahnen sind supermodern, fahren sehr oft und die Haltestellen sind schön eingerichtet. Es gibt an jeder Station einen Fahrkartenautomaten, ein Wartehäuschen, Übersichtspläne, Entwerter, Sitzbänke usw. Hier in Deutschland sucht man das manchmal vergeblich. In den nächsten Jahren soll das Netz noch ausgebaut werden und eine Strecke ist bis nach Deutschland geplant. Richtig super sind auch die Ansagen in den Bahnen. Jede Haltestelle hat eine eigene Melodie bekommen und wird entweder von einem Kind, einem Mann oder einer Frau angesagt – auch singende Ansagen kamen vor. Es macht die Fahrt auf jeden Fall abwechslungsreicher, als irgendwelche Standardansagen wie bei uns.

Dann ging es auch schon wieder zum Bahnhof, wo wir noch eine Stunde Aufenthalt hatten, bis der TGV kam. Dort war es wieder sehr voll, weshalb ich mich schon am Bahnhof von Julia verabschieden musste. Im Zug selbst wollte sich erst ein Pakistani mit mir um den Sitzplatz streiten – der Punkt war nur: ich hatte eine Reservierung, er nicht. Auf dem Rückweg musste ich dann in Karlsruhe, Frankfurt und Fulda umsteigen. Natürlich hatte der ICE die Verspätung, die man erwartet und um kurz nach 20 Uhr war ich wieder in Leipzig.

Der Kurzurlaub in Strasbourg hat sich auf jeden Fall gelohnt, es hat Spaß und vor allem Lust auf mehr gemacht. Mal schauen, wo es das nächste Mal hingeht.

Noch mehr Fotos aus Strasbourg gibt es hier.

Don’t lie | Nicht lügen

Sicherlich habt ihr schon mitbekommen, dass ich im IT-Support arbeite und jeden Tag vielen Menschen in den USA und Kanada bei ihren Computerproblemen helfe. Viele dieser Menschen sind sehr dankbar, wenn man eines dieser Probleme behoben hat oder einen Techniker zum Ort des Geschehens geschickt hat. Jedoch gibt es ein großes Problem: ein Großteil der Kunden lügt, wenn man versucht das jeweilige Problem zu beheben.

Meistens sind es einfache Dinge wie zum Beispiel „Haben Sie Ihr System bereits neugestartet?“. Sicherlich ist es eine einfache Frage und viele verspotten diese Frage sicherlich sowieso als nutzlos. Es ist jedoch trotzdem so, dass ein Neustart viele Probleme beheben kann. Warum sagt dann ein Kunde „Ja, ich habe es heute schon mindestens 5x neugestartet“ wenn in unserem System „Last reboot: 6 days, 4 hours, 9 minutes“ angezeigt wird?

Eine weitere Frage wäre „Haben Sie schon mal die Kabel an der Rückseite des Computers überprüft? Sind alle Kabel fest eingesteckt?“. Auch auf diese Antwort ist die Frage meistens „Ja klar, das habe ich schon gemacht“. Gerade bei fehlender Netzwerkkonnektivität  sitzt oftmals ein Stecker nicht richtig oder es gibt einen kleinen Wackelkontakt. Erst wenn wir den Kunden noch mal an die Rückseite des Computer schicken, heißt es dann „Oh! Ein Kabel war doch locker! Jetzt funktioniert es wieder!“ – super!

Ganz besonders toll sind auch solche Dinge wie „Haben Sie neue Programme installiert, bevor das Problem zum ersten Mal auftrat?“ – „Nein! Natürlich nicht, ich habe absolut gar nichts verändert!“. Dann schaut man halt bei einigen Problemen im Taskmanager nach und schon ist irgendein merkwürdiger Prozess da. Man schaut, zu welchem Programm er gehört und findet dann heraus, dass dieses Programm erst seit kurzer Zeit installiert ist und möglicherweise nicht mal für den Einsatz auf Firmencomputern bestimmt wurde. Warum sagen das die Kunden nicht?

Auf solche einfachen Fragen ehrlich zu antworten hat nur Vorteile – für den Kunden und für uns:

  • als Kunde wird man ernstgenommen
  • man kann bestimmte Probleme ausschließen / die Fehlersuche auf bestimmte Kategorien beschränken
  • es wird wahnsinnig viel Zeit eingespart

Es braucht kein Kunde Angst zu haben, dass man ihm den Kopf abreißt, nur weil er seinen Computer nicht neugestartet hat oder weil er irgendeine Software installiert hat. Wir sind dazu da, das Problem schnellstmöglich zu beheben und ggf. einen Spezialisten mit tiefgründiger Fehlersuche zu beauftragen. Je ehrlicher da die Kunden arbeiten und je mehr Informationen wir bekommen, desto schneller ist das System wieder funktionsfähig und der Kunde kann es weiter wie gewohnt nutzen.

Also: Wenn ihr den technischen Support anruft, dann sagt die Wahrheit und lügt nicht rum. Niemand braucht vor irgendeinem Techniker Angst zu haben – nur wenn sich im Nachhinein rausstellt, dass der Kunde von Anfang an mit falschen Karten gespielt hat, dann kann es auch mal teuer werden.

Arbeitet vielleicht auch jemand von euch im technischen Support? Habt ihr selbst Erfahrungen mit Kunden, Technikern, Ausreden und Lügen gemacht? Schreibt mir eure Geschichten als Kommentar! Vielleicht seid ihr selbst Kunden und ruft regelmäßig beim Support an – wurde euch bisher immer schnell geholfen? Was waren eure Probleme? Was wünschen sich Kunden vom PC-Support? Ich warte auf Kommentare!

Bis bald und viele Grüße,
– Fabian

Irgendwann erwischt es jeden – Ring of Death

Schon über 2 Jahre habe ich keine Probleme mit meiner äußerst tollen XBOX 360 gehabt. Okay, es war eines der älteren Modelle und sie war manchmal ziemlich laut, aber gezickt hat sie nie – bis letzten Samstag. Ich kam von der Spätschicht nach Hause, wollte vor dem Schlafen noch etwas Call of Duty: Modern Warfare 2 spielen, war gerade in einer genialen Abschusserie und plötzlich fror das Bild ein. Gut, das ist schon ein mal passiert und nach 5 Minuten ging es ganz normal weiter. Nur letzten Samstag war das nicht der Fall. Der Konsole hat nicht mehr auf Controllereingaben reagiert und es blieb mir nur ein Kaltstart übrig. Super – das XBOX Logo erschien zumindest wieder auf dem Bildschirm, aber das war es auch. Nach ein paar Sekunden hat sich die Konsole wieder aufgehangen – Strom weg, Strom wieder ran und dann passierte es. Der Bildschirm blieb schwarz und drei rote Lichter an der Front blinkten munter vor sich her. Mir wurde klar, irgendwas stimmt da nicht.

Nach kurzen Recherchen im Internet erfuhr ich, dass es sich hierbei um den gefürchteten „Ring of Death“ handelt. Drei blinkende Lichter bedeuten demnach, dass entweder ein Problem mit der Hardware oder dem Netzteil vorliegt. Da die Lampe meines Netztzeils jedoch weiter „grün“ leuchtete, musste es sich also um ein Hardwareproblem handeln. Die Nacht war gelaufen und ich ging ins Bett.

Am nächsten Tag rief ich gleich nach dem Aufstehen beim XBOX Kundendienst an. Ein netter Herr begrüßte mich und teilte mir mit, dass meine Konsole zu Microsoft eingeschickt werden muss – „Super!“, dachte ich mir. Nachdem die Seriennummer überprüft wurde und die Adresse ins System aufgenommen wurde, erklärte mir der Mitarbeiter die Prozedur. Per E-Mail wird ein Versandaufkleber von UPS verschickt, sobald man diesen erhält, packt man die XBOX in eine neutrale Verpackung und ruft bei UPS an, damit sie die XBOX kostenlos abholen und an Microsoft senden. Dort wird die Konsole repariert und innerhalb von 2-3 Wochen an den Kunden zurückgeschickt.

Gesagt, getan. Nach ein paar Stunden erhielt ich die Mail mit dem Versandaufkleber von UPS und weiteren Instruktionen zum Einsenden der XBOX. Da Sonntag war, konnte ich die Konsole jedoch nicht sofort abholen lassen. Montag Vormittag rief ich dann bei UPS an und habe durch einen Sprachcomputer einen Abholauftrag erstellt. Dies funktionierte sehr gut – nur 50 Minuten späer war das UPS-Paketauto da. Am nächsten Tag kam die Konsole bei Microsoft an und wurde ins Servicecenter zur Reparatur eingereicht.

Schon zwei Tage später bekam ich dann eine Bestätigungsmail – meine XBOX wurde kostenfrei repariert und befindet sich schon auf dem Weg zurück zu mir. Heute war es dann soweit und sie kam an!

Ich habe meine vorherige Konsole zurückbekommen (die Seriennummer ist gleich) und einen Monat XBOX Live Gratismitgliedschaft gab es gratis dazu. Die Konsole funktioniert auch wieder, ist aber leider genau so laut wie vorher. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass sie mir eine neuere Hardware zur Verfügung stellen aber das ist ja nun nicht so wichtig – hauptsache ich kann wieder Spielen und alles funktioniert.

Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Kundendienst von XBOX / Microsoft gemacht? Spielt ihr selbst XBOX oder auf anderen Konsolen? Musste eure Konsole bereits repariert / ausgetauscht werden?

Sommerliche Grüße aus Leipzig,
– Fabian.

Der Kampf um VDSL geht weiter

Nachdem wir ja nun eigentlich schon am 1. Juni unseren VDSL-Anschluss bekommen sollten, bewegt sich langsam etwas in Richtung schnelles Internet. Vor einigen Tagen erhielten wir von der Telekom ein Schreiben mit einer Auftragsbestätigung für VDSL und einen ISDN-Anschluss. Ging ja richtig schnell.

Darin wurde dann erwähnt, dass uns am 12. Juli ein Techniker aufsuchen wird, um unseren Anschluss in Betrieb zu nehmen. Eigentlich dachte ich, dass es bisher nur ein Problem mit einer Schnittstelle im Terminbuchungssystem gab? Soweit ich weiß, wird bei VDSL einfach der Tarif geändert und nichts physikalisch am Anschluss geändert. Wozu muss man dann einen Techniker zu uns schicken?

Bisher habe ich irgendwie ein ungutes Gefühl und habe vorsorglich schon mal meinen Surfstick re-aktiviert – am Ende ist das Internet dann wieder komplett weg, weil das falsche Kabel durchgeschnitten wurde. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass wir am Montag endlich die versprochene VDSL 50 Geschwindigkeit im Haus haben werden. Bisher ist es echt ätzend, wenn man mit „DSL“ 386 mehr machen möchte, als nur chatten oder E-Mails zu schreiben. Nicht mal eine XBOX-Live Verbindung kommt zustande, weil durch den schlechten Ping einfach keine Spiele gefunden werden, bei denen man mitspielen könnte. Von irgendwelchen Downloads oder z.B. dem Hochladen von Bildern möchte ich erst gar nicht anfangen zu reden.

Hattet ihr Probleme bei der Umstellung auf VDSL? Kam euch ein Techniker besuchen? Was ist bisher euer größtes Abenteuer mit der Telekom?

Drückt mir die Daumen, dass am Montag alles klappt und ich bald wirklich im Internet surfen kann, und nicht auf einem altem Holzstück gegen die Wellen kämpfen muss 🙂

Ein schönes Wochenende und viele Grüße,
– Fabian

[UPDATE] Amazon – Spedition mit Lieferproblemen

Wie ich hier ja bereits berichtet habe, bin ich auf der Suche nach einem neuen, schönen Fernseher. Nach ein paar weiteren Exkursionen zu weiteren Elektronikläden, habe ich endlich ein Modell gefunden, das mir zugesagt hat und auch innerhalb meiner Preisgrenze lag. Da ich aber auch nicht sinnlos Geld zum Fenster rauswerfen möchte, habe ich gleich im Laden (wieder Mediamarkt, aber eine andere Filiale) per Handy nachgeschaut, ob es den Fernseher nicht zufällig irgendwo preisgünstiger gibt. Komme was wolle, bei Amazon gab es das gleiche Modell für knapp 300 € weniger. Da man ja bei Mediamarkt angeblich mit dem Verkaufspersonal handeln kann, habe ich mir gleich einen Verkäufer geangelt und mal nachgefragt, ob sich da preislich nicht vielleicht etwas machen lässt. Mehr als 100 € wollte er aber nicht runter gehen und somit hätte ich den Fernseher bei Amazon immer noch für 200 € weniger bekommen.

Ohne Fernseher ging es daher wieder nach Hause, gleich an den Laptop und auf zu Amazon. Nach ein paar Klicks war das Gerät im Einkaufswagen und eine Bestellbestätigung kam per E-Mail. Am nächsten Tag war es dann auch schon soweit, und ich habe eine Versandbestätigung bekommen. Als Liefertermin wurde der 21. Juni 2010 prophezeit. Wie ihr euch sicherlich schon denken könnt, habe ich meinen Fernseher bis jetzt natürlich immer noch nicht.

Eigentlich sollte die Spedition, die den Fernseher ausliefert vorher bei mir anrufen um einen Termin zu vereinbaren. Natürlich war dies nicht der Fall und am Montag kam alles mögliche, nur kein Fernseher für mich. Okay… wer weiß, was dort schief gelaufen ist. Am nächsten Tag habe ich deshalb den Kundenservice kontaktiert und die nette Dame meinte nur, dass die Spedition gerade soooo viel zu tun hat, dass man einfach nicht mit dem Ausliefern hinterher kommt. Sie hat dann kurz bei der Spedition angerufen und meinte zu mir, dass ich am Dienstag oder Mittwoch angerufen werde und einen Liefertermin bekomme.

Wie ihr euch vielleicht auch denken könnt, wurde ich bisher noch nicht von der Spedition angerufen und der Fernseher hätte schon vor 4 Tagen bei mir sein sollen. Okay… noch mal mit dem Kundenservice telefonieren und das Gleiche ging von vorn los. Die Dame meinte dieses Mal, dass andere Kunden bereits 14 Tage auf ihre Ware warten und sie auch nicht verstehen kann, warum die Spedition nicht aus der Falte kommt. Amazon wurde wohl versprochen, dass mit Hochdruck an der Situation gearbeitet wird und man mich sicher in den nächsten Tagen wegen einem Liefertermin kontaktiert.

Ich verstehe es nicht, warum sich Amazon als riesengroßes Unternehmen so etwas leisten kann. Wurde hier die kleinste und unzuverlässigste Spedition in der Umgebung mit so etwas beauftragt? Warum kann man diese Prozesse nicht etwas beschleunigen und die Geräte dann über einen anderen Dienstleister ausliefern lassen, wenn man genau weiß, es gibt Lieferengpässe? Warum werden die Kunden nicht benachrichtigt sondern erfahren von den Problemen erst, wenn man beim Kundenservice anruft? Fragen über Fragen und niemand kann sie beantworten…

Auf jeden Fall bin ich von Amazon sehr enttäuscht. Mittlerweile bestelle ich seit 7 Jahren Sachen dort und hatte bisher, ungelogen, noch nie irgendwelche Probleme. Dann vertraut man diesem Unternehmen eine Bestellung von mehreren hundert Euro an und was passiert… nichts! Ich bin sehr enttäuscht und hoffe, dass sich Amazon eine originelle Entschuldigung einfallen lässt. Wenn der Fernseher bis nächste Woche nicht hier ist, muss ich mein Geld wohl oder übel zurückbuchen lassen und mich an einen anderen Anbieter wenden.

UPDATE: Am Dienstag, dem 29. Juni klingelt es an der Tür und die Spedition war da. Mit meinem Fernseher! Sie haben sich zwar vorher nicht angekündigt aber ich bin froh, dass die ganze Prozedur jetzt ein Ende hat. Anscheinend gibt es aber immer noch ein kleines Problem. Am Donnerstag (01. Juli) rief mich am Nachmittag Kim vom Amazon Kundenservice an und hat sich noch mal dafür entschuldigt, dass es noch ein paar Tage dauern wird. Anscheinend hat die Spedition immer noch nicht an Amazon durchgegeben, dass das Gerät ausgeliefert wurde. Vielleicht bekomme ich ja jetzt einen zweiten? 😀 – Danke übrigens für alle eure Kommentare! Ich freue mich jedes Mal, wenn sich jemand zu meinen Beiträgen äußert 🙂

Habt ihr schon mal ähnliche Erfahrungen mit Amazon gemacht? Würdet ihr große Geräte wie Fernseher über das Internet bestellen?

Einen schönen Tag noch,
– Fabian

Public Viewing – Leichenschau für jedermann!

Eigentlich wollte ich ja keinen besonderen Artikel zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika schreiben aber anscheinend geht es nicht anders und ich muss es einfach mal rauslassen. Public Viewing ist kein schöner Begriff! Vermutlich musste zur letzten WM einfach schnell ein Wort her, dass sich gut anhört und optimalerweise auch noch aus dem Englischem stammt. Dummerweise hat sich der „Erfinder“ oder die „Erfinderin“ des Wortes nicht sehr viel dabei gedacht.

Die Amerikaner verbinden mit „Public Viewing“ zwar auch eine größere Zusammenkunft, jedoch sieht sich diese Zusammenkunft keine Sportereignisse oder Konzerte auf einer großen Leinwand an. Vielmehr handelt es sich dabei um eine öffentliche Aufbahrung eines Leichnams. Soweit ich es mitbekommen habe, werden bei der WM allerdings keine Toten ausgestellt, weshalb ich den Begriff daher einfach etwas unpassend finde.

Okay, „Öffentliche Übertragung“ hört sich vielleicht auch etwas lahm an, aber wenn man schon Englisch benutzen möchte, dann soll man es auch richtig machen und einen Begriff wie „Outdoor Screening“ verwenden. Die „Public Viewing Area“ wäre dann sozusagen die „Outdoor Screening Area“.

Hört sich doch auch „cool“ an und ist sogar richtig, oder was sagt ihr dazu?

Das war’s für den Moment. Den „Public Viewern“ eine schöne Leichenschau, allen Anderen eine schöne Zeit 🙂

Sonnige Grüße,
– Fabian