Besprechungen und der Notizwahn

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich andauernd mit dieser Frage konfrontiert sieht: Wie halte ich meine Besprechungsnotizen fest, um auch eine Woche nach der Besprechung noch zu wissen, was ich eigentlich aufgeschrieben habe?

Die Qual der Wahl…

Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt – vom Notizbuch über den Notizblock bis hin zu Mitschriften im Laptop, jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Bei handschriftlichen Notizen auf Papier ist der nachträgliche Aufwand für mich relativ hoch. Entweder man ordnet die Notizen so, dass man sie später wiederfindet, was auch schnell mal zur Bastelstunde werden kann, oder man digitalisiert sie nachträglich aufwändig, um sie im Laptop mit von A nach B zu nehmen.

Stattdessen bietet sich auch das direkte Mitschreiben von Notizen während der Besprechung auf dem Laptop an – auch das halte ich aber eher für kontraproduktiv. Auf der einen Seite distanziert man sich durch den hochgeklappten Laptopbildschirm räumlich von den anderen Teilnehmern, auf der anderen Seite wird man durch die Möglichkeiten des Laptops auch schnell von der eigentlichen Besprechung abgelenkt.

Wer kennt es nicht, dass trotz Skype-Status „In einer Besprechung“ unablässig Anrufe im Hintergrund eingehen oder eine verlockende E-Mail-Benachrichtigung die Aufmerksamkeit auf ein vollkommen anderes Thema lenkt? Zumal auch die anderen Teilnehmer verunsichert werden können: Bedeutet das „wilde Tippen“ wirklich, dass akribisch Notizen gemacht werden oder ist im Hintergrund vielleicht eher ein Chatfenster oder das E-Mail-Programm geöffnet? Optimal finde ich das nicht.

Handschriftliche Notizen – digital. Eine Mögliche Lösung?

Um Abhilfe zu schaffen möchte ich daher in den nächsten Wochen einen anderen Weg ausprobieren: digitale handschriftliche Notizen. Als Equipment dienen mir ein iPad Pro (9.7″), der dazugehörige Apple Pencil und Microsoft OneNote, das kostenlos für iPad erhältlich ist.

OneNote ist in meinem Team sowieso schon als eines der Standardwerkzeuge verankert. Es ist einfach Notizen zu verfassen, sie zu gliedern und sie Anderen zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass gleichzeitig mehrere Personen in einem virtuellen Notizbuch arbeiten können ohne in Konflikt mit dem Schreibschutz zu kommen. Auch Änderungen von anderen Personen sind leicht erkennbar, wenn man denn sein Notizbuch mit anderen Personen teilen möchte oder ein Notizbuch auf einem Netzlaufwerk verwendet. Sehr praktisch ist die Synchronisation zu OneDrive bzw. OneDrive for Business, so dass die neuen Notizen sofort auf allen anderen Geräten zur Verfügung stehen.

Eine OneNote-Seite

Eine OneNote-Seite

Mit dem Apple Pencil gibt es nun auch endlich einen vernünftigen Eingabestift für iOS-Geräte: Man muss sich keine Gedanken mehr über falsche Striche machen, weil der Handballen das Display berührt, und auch Verzögerungen vom Schreiben bis zum Erscheinen der Notizen auf dem Bildschirm gibt es quasi nicht.

Durch Größe und Gewicht kann man das iPad Pro kaum von einem normalgroßen Block oder Notizbuch unterscheiden, weshalb es auf dem Besprechungstisch deutlich angenehmer als ein 15″-Laptop wirkt. Einen weiteren Pluspunkt verdient es sich durch die lange Akkulaufzeit. Während ich an Tagen mit „Meetingmarathons“ irgendwann immer eine Steckdose suchen muss, um meinen Laptop aufzuladen, hält das iPad Pro auch mal 2 lange Tage ohne Akkuladung durch – und auch wenn der Akku vom Stift mal leer wird, reichen ein paar Sekunden Ladezeit für eine halbe Stunde Energie.

Nach der Besprechung hält sich auch der Nachbereitungsaufwand in Grenzen – die Windows-Version von OneNote bringt glücklicherweise eine Handschrifterkennung mit, wodurch die Handschrift schnell und relativ zuverlässig in Text umgewandelt wird. Noch nicht ausprobiert habe ich allerdings mehrsprachige Notizen umzuwandeln.

Ich bin gespannt, ob ich auch in ein paar Wochen noch von dieser Methode begeistert bin oder sie sich auf längere Zeit vielleicht doch als unpraktisch herausstellt…

Wie löst ihr dieses Problem? Habt ihr noch andere Ideen, um dem Notizchaos Herr zu werden? Bitte lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Viele Grüße
– Fabian

Telekom: „Smart Traveller“ – meine Kostenfalle des Jahres

Ich hätte nicht gedacht, dass mein neuster Blogeintrag ausgerechnet von der Telekom handelt, aber aus gegebenem Anlass kann ich nicht anders als über die Geschäftspraktiken dieses Unternehmens zu schreiben.

Geplant war alles ganz einfach: Ich buche zu meinem Laufzeitvertrag mit deutschlandweiter Flatrate die Option „Smart Traveller“ hinzu und kann im EU-Ausland zu günstigen Konditionen telefonieren, ohne mir den Kopf über die kommende Handyrechnung zerbrechen zu müssen. So weit, so gut.

Auf Übersichtsseite der Telekom wird das soweit auch alles einfach erklärt dargestellt:

Kunden mit Smart Traveller-Option

Seit dem 1. Juli 2014 gelten in der Roaming-Ländergruppe 1 folgende Preise:

  • Tefonieren: Abgehend 0,75 € Verbindungspreis pro Gespräch und zusätzlich ab der ersten Minute Anrechnung der nationalen Inklusiv-Minuten. Bei Inlands-Tarifen ohne Inklusivminuten wird zusätzlich zu dem Verbindungspreis von 0,75 € der Preis pro Minute nach Ihrem jeweiligen Tarif (max. 0,29 € /Min.) berechnet.

Das klingt echt verlockend, denn unter der Annahme, es handelt sich bei einer nationalen Flatrate um „Inklusivminuten“ würde man nur 75 Cent pro Gespräch im Ausland bezahlen und der Rest wird ohne Probleme und weitere Kosten über die Flatrate abgerechnet.

Da mir so ein gutes Angebot selbst für die Telekom fast zu kundenfreundlich vorkam, fragte ich bereits im Ende letzten Jahres bei @Telekom_hilft auf Twitter nach und bekam die Antwort: „Ja, wenn du eine Flatrate hast, zahlst du mit Smart Traveller nur die Verbindungsgebühr.“

Für mich war die Sache erledigt und ich freute mich schon auf meinen nächsten Auslandsaufenthalt, bei dem ich zu günstigen Konditionen telefonieren kann. Vor einigen Wochen kam es dazu und voller Freude rief ich zu Hause an, um zu berichten wie es mir in fremden Städten und Ländern so erging. Nun gingen wieder einige Wochen ins Land und als ich meinen Briefkasten öffnete, flatterte mir direkt die Telekom-Rechnung entgegen.

Zu meiner Überraschung stellte ich nun fest, dass neben der Verbindungsgebühr auch noch knapp 3 Euro für das Gespräch an sich abgezogen wurden. „Wer weiß“, dachte ich, „vielleicht schleicht sich ja auch bei einer ehemaligen Behörde mal ein Fehler ein“ und so kontaktierte ich erneut die Damen und Herren bei @Telekom_hilft. Es dauerte auch nicht lange und eine magentafarbene Antwort trudelte auf meinem Handy ein:

Vermutlich liegt also doch ein Fehler mit meiner Rechnung vor? Oder wie kommt diese Antwort zustande? Nach einiger Diskussion stellte sich nun Folgendes heraus:

Wie jetzt? Ein Minutenpreis? Eben hieß es doch noch, es gibt nur einen Verbindungspreis, wenn man eine Inlandsflatrate hat?

Man sagt mir also nun „Hätte ich einen Tarif mit Inklusivminuten (z.B. 100 Freiminuten im Monat), dann würde es bei der Verbindungsgebühr bleiben. Da ich aber eine Flatrate habe, zahle ich nicht nur die Verbindungsgebühr sondern auch noch 29 Cent pro Gesprächsminute.“

Bisher war ich immer in der Annahme, dass es sich bei einer Telefonflatrate um nichts anderes als „unbegrenzte Gesprächsminuten“ handelt, die ja im meinem Tarif inklusive sind – daher auch Inklusivminuten – schließlich bezahle ich dafür ja nicht noch mal extra sondern nur meine Grundgebühr.

Bei der Telekom ist es nun allerdings so, dass eine Flatrate viel weniger Wert ist als sogenannte „Freiminuten“, denn bei diesen zahlen die Nutzer in Verbindung mit der Smart Traveller-Option nun ja deutlich weniger – nämlich nur 75 Cent pro Gespräch, so lange sie ihre Freiminuten nicht überschritten haben.

Als Flatrate-Kunde ist man nun mit dieser „tollen Zusatzoption“ aber gleich doppelt gestraft: Man zahlt nicht nur deutlich mehr als selbst die Telekom auf einem ihrer Social Media-Kanäle sagt, sondern zahlt auch deutlich mehr als Nutzer ohne diese Zusatzoption.

Nutzer der normalen „Welt-Option“ zahlen nämlich nur die von der EU regulierten Roaminggebühren in Höhe von 22 Cent pro Minute und 0,05 Cent für ankommende Gespräche.

Zum Vergleich: ein 10-minütiges Gespräch mit Smart Traveller kostet demnach 0,75€ Verbindungsgebühr + 0,29€ pro Minute = 3,65€. In der voreingestellten „Welt-Option“ 0,22€ pro Minute = 2,20€ für das gesamte Gespräch.

Angenommen ich hätte in meinem Urlaub nun nur 5 Gespräche zu jeweils 10 Minuten geführt, hätte ich durch die Auskunft der Telekom nun 7,25€ mehr ausgegeben als ich eigentlich gemusst hätte.

Als Kunde fühle ich mich mehr als schlecht beraten – schließlich frage ich doch nicht explizit mehrfach nach, um letztendlich falsche Informationen zu bekommen, die mir finanziell schaden. In meinem Fall bin ich nur froh, dass es bei diesem einen, relativ kurzen Gespräch blieb und ich mein Handy nicht exzessiver nutzte.

Allen anderen Kunden, insbesondere denen mit deutschlandweiter Flatrate und Telekom-Laufzeitvertrag, kann ich nur von der Nutzung der Smart Traveller-Option abraten, da sich diese nur als Kostenfalle entpuppt. Für mich erschließen sich bei der Nutzung dieser Option im EU-Ausland keinerlei Vorteile.

Besonders traurig fand ich, dass sich die Kollegen der Telekom fast 7 Stunden nach Absenden meines Tweets auch nicht mal für die Verbreitung der falschen Informationen entschuldigen konnten.

Für mich steht nun fest: der Laufzeitvertrag wird nächstes Jahr gekündigt und die „Smart Traveller“-Option sofort deaktiviert. Jeder Prepaid-Anbieter im E-Plus-Netz schafft es, verständlichere Tarifinformationen zu kommunizieren als der „pinke Riese“. Leider.

Ärgerliche Grüße,
– Fabian.

 

Der Optimierungswahnsinn geht weiter

In der heutigen Zeit versucht man viele Dinge besser und effizienter zu gestalten. Gerade im Berufsleben ist man verloren, wenn man gerade nichts optimiert. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Arbeitsabläufe, Meetings, Diskussionsrunden oder Informationsbereitstellung handelt – aber auch im Privatleben geht einem der Optimierungswahn nicht aus dem Weg. Ich fühle mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr oder weniger heimlich versuche meinen Alltag zu optimieren. Das geht dabei los, wenn man verschiedene Wege versucht zusammenzufassen, die schnellste Bahnverbindung sucht oder nach dem Supermarkt Ausschau hält, in dem die Lieblingspizza gerade im Angebot ist. Das Ziel sämtlicher dieser „Optimierungsversuche“ ist meist gleich – es soll gespart werden: entweder Zeit oder ein bisschen Geld.

Mittlerweile geht es sogar schon soweit, dass nicht nur die „bewussten“ sondern auch die „unbewussten“ Dinge optimiert werden sollen. Eines dieser „unbewussten“ Dinge ist der Schlaf. So erhielt ich vor einigen Tagen den Newsletter eines Elektronikmarkts, in dem ein nahezu schon revolutionäres System vorgestellt wurde: ein System zur Schlafüberwachung.

Dieses High-End-Gerät soll den Schlaf nicht nur überwachen sondern auch detaillierte Auswertungen darüber geben, wie man selbigen optimieren kann. Weiterhin beinhaltet es ein „Nachtlicht“, welches die Farbe je nach dem ob man einschlafen oder aufwachen soll ändert, und diverse Sensoren. So sollen beispielsweise Herzschlag, Atmung und Bewegung auf der Matratze erfasst werden. Der Clou des Ganzen: nach dem Aufwachen werden die gesammelten Daten direkt an Tablet oder Smartphone übertragen damit man – festhalten – sehen kann, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Gerade auf diese Erkenntnis hat die Menschheit schon Jahrhunderte gewartet – ein Gerät, das einem verrät, ob man gut oder schlecht schlief. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke relativ zeitnah nach dem Aufwachen, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe. Dummerweise merke ich das meist nicht nur allein sondern lasse auch ab und an meine Mitmenschen an dieser Körpererfahrung teilhaben – aber egal, das hat sich nach einer halben Stunde sowieso meist wieder gegeben.

Durch das eingangs erwähnte Nachtlicht soll das Aufwachen sogar noch leichter werden – da das Licht einen Sonnenaufgang (mit blauen Tönen, wohlgemerkt) simuliert braucht man quasi gar keinen Wecker mehr. Das ist natürlich eine nette Geschichte, aber auch dafür haben unsere lieben Vorfahren eine Abhilfe geschaffen. Diese Abhilfe nennt sich: Fenster. Sobald es draußen hell wird, fällt durch dieses „Fenster“ natürliches Licht in das Schlafzimmer. Schon unsere Vorfahren wurden so geweckt – weshalb brauchen wir dazu ein Gerät? Ich habe es selbst bemerkt und werde in abgedunkelten Räumen weitaus schlechter wach als bei mir zu Hause, wo mein Fenster nur durch einen dünnen, lichtdurchlässigen Vorhang etwas abgedeckt wird. Natürlich soll das Gerät auch beim Einschlafen helfen – dieses wird durch rote Lichttöne unterstützt. Auch dazu haben sich auch vorher schon Menschen Gedanken gemacht. Neben der erwähnten Abhilfe „Fenster“ gesellt sich noch ein zweiter Abhilfen-Kamerad dazu: der Lichtschalter. Angenommen man geht im Sommer nicht schon um 20 Uhr ins Bett, hilft es so lange abzuwarten, bis durch dieses „Fenster“ kein natürliches Licht mehr fällt. Anschließend stellt man nur noch den „Lichtschalter“ auf „aus“ und schon sollte man seine Hand nicht mehr vor Augen sehen können. Ganz einfach und es kostet nicht mal viel.

Da nur Licht und Datenaufzeichnung natürlich langweilig sind, liefert das Gerät auch Audiountermalungen, um uns beim Aufwachen zu helfen. Ich muss es mittlerweile sicherlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch zu diesem Punkt hilft uns die Natur völlig gratis und jeden Tag aufs Neue. Je nach Wohnlage werden entweder die Tonlagen „Vogelzwitschern“, „Schulkinder“, „Berufsverkehr“ oder „Baustelle“ ausgeliefert – in einigen exklusiven Lagen sogar eine Mischung aus zwei oder mehreren Varianten.

Mir tut es zwar außerordentlich Leid, dass ich versuche so ein ausgefeiltes Geschäftsmodell mit „billigen Hausmitteln“ zu schlagen, allerdings bin ich der Meinung, dass man gerade bei elementaren Dingen wie dem Schlaf ruhig etwas auf das Optimieren verzichten kann und sich auf die natürlichen Gegebenheiten verlassen sollte. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jeden Tag vom Sonnenaufgang wecken lassen soll, aber mit einem sanften Wecker und vor allem vorher ausreichendem Schlaf ist es meist schon getan. Falls das nicht hilft oder man sich nach jeder Nacht wie totgeschlagen fühlt, stehen sicher auch Arzt und Schlaflabor mit Rat und Tat zur Seite – sicher auch zuverlässiger und wissenschaftlich fundierter als ein Gerät zur Eigendiagnose.

Übrigens: Das „Gerät“ wird mit einem Preis von ungefähr 300 Euro beworben. Noch ein Grund weshalb man das Optimieren ruhig einmal sein lassen kann.

Wie steht ihr zum „Optimierungswahn“? Habt ihr „Helfer“, die euch beim Schlafen unterstützen? Lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Allzeit schöne Träume wünscht,
– Fabian.

Liebe Leipziger Verkehrsbetriebe!

… nach meinen letzten Erlebnissen in euren Verkehrsmitteln habe ich mich dazu entschlossen, einmal eine andere Form zur Kontaktaufnahme zu wählen und schreibe euch deshalb diesen Brief.

In letzter Zeit fühle ich mich als Fahrgast in euren Verkehrsmitteln einfach nicht mehr wohl und komme mir als Kunde immer mehr wie das letzte Rad an Bahn oder Bus vor. Natürlich ist es für euch nicht einfach und auch schlichtweg nicht möglich für jeden Fahrgast immer und überall da zu sein aber in der heutigen Zeit (und bei den heutigen Ticketpreisen) erwartet man als Fahrgast mehr, als nur mehr oder weniger schnell von A über B nach C gebracht zu werden.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ihr euch in den letzten Jahren schon um einiges verbessert habt – dies betrifft vor allem die Fahrgastinformation. Seitdem es euer Social Media Team auf Facebook und Twitter gibt, hat man wenigstens das Gefühl, einen „festen“ Ansprechpartner zu haben, der die Kommentare der Fahrgäste / Internetnutzer ernst nimmt und versucht darauf einzugehen – die beiden Kolleginnen machen das echt super und verdienen mein Lob, denn ihr Job ist sicherlich nicht immer einfach und ab und an auch ziemlich ärgerlich.

Jedoch ist es nicht unbedingt zielführend, wenn man Lob, Kritik und sonstige Anmerkungen einkippt und nie das Gefühl hat, dass sich wirklich etwas ändert. Es ist ungefähr so, als ob ich das Unkraut jedes Mal nur an der Oberfläche abschneide, anstatt es gleich mit der Wurzel zu entfernen. Daraufhin folgt, dass man sich wundert, weshalb das Unkraut immer wieder auftaucht, obwohl man doch scheinbar etwas dagegen unternahm.

Meist ist es einfach ärgerlich, wenn man sich auf euren Fahrplan nicht verlassen kann. Natürlich gibt es viele Faktoren, die zu Verspätungen führen können – dazu gehören Falschparker, Baustellen, überfüllte Straßen und viel mehr. Das weiß man als Fahrgast zwar aber es ist nicht erfüllend, wenn man jedes Mal rätseln muss, wann die Bahn fährt / ob sie schon fuhr und wann man an sein Ziel kommt. Gerade im Berufsverkehr merkt man sehr oft, dass Verspätungen auftauchen, die nicht immer wieder eingeholt werden können – aber wozu gibt es einen Fahrplan, wenn man ihn sowieso nicht gebrauchen kann?

Nehmt euch doch ein Beispiel an anderen Städten – da ist es zum Beispiel üblich, dass während des Berufsverkehrs nur der Takt angegeben wird, in dem die Bahnen oder Busse fahren. So weiß man als Fahrgast, wie lange man ungefähr auf die nächste Fahrt warten muss, aber ärgert sich nicht, falls die Bahn mal eine Minute später kommt oder eine Minute eher abfährt. Natürlich funktioniert dies nur auf Streckenabschnitten die einigermaßen dicht befahren sind – zum Beispiel in der Karl-Liebtknecht-Straße oder in der Eisenbahnstraße – wenn nur alle 20 Minuten ein Bus oder eine Bahn fährt sind Fahrgäste über „fixe“ Abfahrtszeiten dankbarer. Es liegt an euch, einen guten Mittelweg zu finden und die Sache umzusetzen – falls ihr es in Erwägung zieht.

Ein weiterer Punkt, der mir immer wieder bitter aufstößt, ist das „Gemuffel“ eurer Fahrer – vor allem im Bus. Ich möchte keinesfalls alle Fahrer über einen Kamm scheren, da es auch sehr positive Ausnahmen gibt, aber in der Regel kommt man sich als Fahrgast im Bus nicht wirklich willkommen vor. Vielleicht bin ich aus anderen Städten, wie z.B. London, verwöhnt – denn dort wird auf ein freundliches „Good Morning!“ oder „Thank you!“ (beim Verlassen des Busses) genau so freundlich reagiert. Hier in Leipzig werden die Fahrgäste beim Einsteigen teilweise nicht mal angesehen (was auch die Fahrscheinprüfung unnötig macht) und auf ein „Guten Morgen“ oder „Guten Abend“ folgt in den meisten Fällen höchstens ein „Mrrhhn“ oder „Mmmhnd“. Wenn mir dies in einer Woche 3-4x passiert, ist es kein Wunder, dass man beim 5. oder 6. Mal auch keine Lust mehr hat, gegen eine scheinbare Wand zu sprechen.

Wenn es dann noch passiert, dass ein Fahrer während eines 5-minütigen Aufenthalts an einer Haltestelle den Motor laufen lassen muss (während er nicht mal im Bus ist, sondern weiter weg mit Kollegen plauscht (mir juckt es schon in den Fingern, bei so einer Gelegenheit selbst mal zu fahren ;-)), ihr aber andererseits jedes Jahr erneut von „gestiegenen Energiekosten“ sprecht und die Fahrpreise erhöht, kommt man sich als Fahrgast erst recht verarscht vor. Mittlerweile ist es Standard, dass man in der Fahrschule „vorausschauendes“ und „umweltschonendes Fahren“ lernt – vielleicht wäre ein kleiner Auffrischungskurs bei euren Fahrern keine schlechte Idee.

In den letzten Jahren hat sich zwar vieles verbessert, aber wie ihr seht, gibt es noch genügend offene Baustellen, die sich nicht auf defekte Gleise oder Fahrzeuge beziehen. Redet einfach mit euren Fahrgästen – wie wäre es zum Beispiel mit einer  Zufriedenheitsumfrage bei langjährigen Abokunden? Als zahlender Kunde finde ich es wichtig, wertgeschätzt und angehört zu werden. Wenn man dann noch merkt, dass Feedback vielleicht sogar umgesetzt wird, ist das Ziel von wirklich gutem Service nicht weit entfernt. Falls allerdings bei den Kunden das Gefühl entsteht, dass einfach nur eine Monopolstellung ausgenutzt wird und man auch gern ohne Kunden durch die Gegend fahren würde, ist das ein Schritt in die falsche Richtung.

Gibt es eigentlich jemanden bei euch, der zur Hauptaufgabe hat, „Innovationen“ zu suchen und das Netz benutzerfreundlicher zu machen? In einer ruhigen Minute hätte ich bestimmt noch den ein oder anderen Verbesserungsvorschlag.

Viele Grüße,
– ein Kunde, der die Hoffnung auf ein wirklich gutes Angebot noch nicht ganz aufgab.

[Anmerkung: Ich werde den LVB diesen Brief in den nächsten Tagen auch noch einmal schriftlich zukommen lassen und bin sehr auf die Antwort gespannt.]

Veggieday, Falschrumschlaftag und weitere Ideen

Es ist mal wieder soweit – der Wahlkampf läuft und die Parteien tun scheinbar alles, um etwas mehr Aufmerksamkeit und vielleicht auch die ein oder andere Wählerstimme zu bekommen. Mit dabei sind natürlich auch unsere grünen Freunde, die sich (mal wieder) über die Einführung eines Veggieday äußerten.

Allen voran sollen staatliche Kantinen (in Schulen, Behörden, …) einen vegetarischen Tag anbieten und viele andere Versorger sollten sich anschließend ein Beispiel daran nehmen. Nun weiß ich nicht, wo die Politiker der Grünen normalerweise essen, denn es steht in vielen Kantinen bereits täglich ein vegetarisches Gericht auf dem Speiseplan. Damit meine ich nicht „Hauptgericht ohne Fleischbeilage“ sondern eine vollwertige Mahlzeit.

Weshalb sollte man also nun ausgerechnet einen Tag einführen, in dem die Wahlfreiheit Fleisch/Vegetarisch genommen wird? Sollen damit die Döner- und Currywurststände um die Ecke gefördert werden? Geht man ernsthaft davon aus, dass weniger Tiere verwertet werden, weil es an einem Tag kein Fleisch in der Kantine gibt? Bestimmt nicht. Die Tiere werden trotzdem geschlachtet und zu Schnitzeln, Steaks oder „Wurst“ genannten Fleischabfällen verarbeitet.

Ein Umdenken zum Fleischkonsum fängt bei jedem persönlich an und hat in der Politik nichts zu suchen – auch wenn das einige Personen anders sehen.

Alternativ bin ich sonst natürlich auch für die Einführung Tagen wie „Heute schlafen wir alle mit dem Kopf am Fußende“, „Wir schreiben alle mit der linken Hand“, „Fernsehfreier Sonntag“ oder „Heizungsfreies Weihnachten“.

Eine Sache haben unsere grünen Politiker allerdings geschafft: man spricht im Wahlkampf über sie. Ob dies nun gut oder schlecht ist werden wir zur Wahl im nächsten Monat sehen.

Cheers,
– Fabian.

It’s time to blog. Again.

Immer öfter dachte ich in den letzten Tagen daran, mal wieder etwas zu bloggen. Ich nahm es mir immer öfter vor aber letztendlich kam doch immer etwas dazwischen oder es war schon so spät, dass ich das Bett dem Computer vorzog. In diesen Tagen fragte ich mich immer öfter warum das so ist und warum so wenig Zeit für Dinge bleibt, die mir eigentlich Spaß machen und die ich bisher immer und immer wieder aufschob.

Einer der zeitaufwändigen Punkte ist sicherlich das Studium. Ich bin jetzt schon 3 Monate in die ersten Kurse des Psychologiestudiums eingeschrieben und bisher fand ich noch keinen wirklichen Gefallen daran. Vor allem der geschichtliche Teil des Studiums macht mir zu schaffen und die, teilweise sehr unverständlich geschriebenen, Skripte zu lesen fühlt sich oftmals eher „Ich quäle mich schnell durch…“ als „Hey! Heute lerne ich was und werde irgendwann richtig klug!“ an. Ich fragte mich oft, ob es nicht lieber sinnvoll ist mit dem Studium aufzuhören als durch solche Aktionen wertvolle Zeit zu verschwenden, in der ich richtig tolle Sachen machen könnte.

Ich habe deshalb einen kleinen Plan verfasst: im August findet eine Präsenzveranstaltung und im September die erste Klausur statt. Vielleicht gewinne ich durch die Präsenzveranstaltung ein paar neue Erkenntnisse und Einblicke die mir das Studium vereinfachen, vielleicht auch nicht. Sollte ich es im Anschluss durch die Klausur schaffen, wäre es sicher ein Grund, das Studium fortzuführen. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, da ich für das erste Semester sowieso nur als Gaststudent eingeschrieben bin und sowieso nichts verlieren würde – abgesehen vom Semesterbeitrag.

Neben einer Vollzeitstelle (40h/Woche) ist es einfach nur stressig und ich werde das Gefühl „Eigentlich müsste ich etwas für die Uni tun“ nie wirklich los, wenn ich etwas anderes mache, Freunde besuche oder mir einfach eine Pause gönne. Auf Dauer würde das sicherlich niemand durchhalten, von daher ziehe ich lieber rechtzeitig die Bremse etwas an.

Was könnte ich also in der dadurch freiwerdenden Zeit machen? Ich habe mir im Frühjahr ein neues Fahrrad gekauft und könnte öfter ein paar weitere Strecken mit dem Rad fahren. Ich könnte dem Blog ein neues Design gönnen und hier wieder öfter schreiben. Ich könnte meine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Ich könnte meine Freunde öfter sehen. Ich könnte mir endlich ein paar tiefergehende Fotografiekenntnisse aneignen. Ich könnte einfach mal ohne großen Druck ins Bett gehen und vielleicht mal wieder ordentlich schlafen.

Was würdest du tun, wenn du pro Woche ca. 20 Stunden mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Welche Wünsche würdest du dir erfüllen und wie managest du deine Zeit momentan? Auf Antworten freue ich mich sehr.

Cheers,
– Fabian. 

Mission »Psych« beginnt!

Nach wirklich langer Pause ist es mal wieder an der Zeit, etwas Leben auf diese Seite zu bringen. Der 1. April bringt für mich nicht nur einen neuen Monat sondern auch eine Menge anderer Veränderungen mit sich.

Die vermutlich wichtigste Veränderung ist, dass ich ab sofort nicht nur arbeite sondern auch Student bin. Möglich macht es ein Fernstudium an der Fernuniversität in Hagen. So muss ich nicht auf meinen Job verzichten und kann mich neben der Arbeit in meinem eigenen Tempo weiterbilden.

Da ich mich nicht nur privat für dieses Thema interessiere sondern sich sicher auch einige interessante berufliche Perspektiven eröffnen, habe ich mich für den Bachelor-Studiengang Psychologie entschieden. Der Studiengang teilt sich grob gesehen in 11 Module auf – je nach verfügbarer Zeit schafft man, laut verschiedener Angaben, 1-2 Module pro Semester im Teilzeitstudium. Wenn alles gut läuft sollte es also nicht länger als 6 Jahre bis zum Abschluss des Studiums dauern – mit der Option später noch einen Masterstudiengang mit 7 Modulen anzuknüpfen.

Jetzt warte ich noch auf das Vorlesungsmaterial, welches in den nächsten Tagen versendet werden sollte und dann geht es richtig los. Die Klausur für das erste Modul findet im September statt. also ist (hoffentlich) genug Zeit zum Lernen da.

Ich werde versuchen, euch über meine Fortschritte und eventuell auftretende Herausforderungen zu informieren und hoffe, vielleicht auch den ein oder anderen Mitstreiter zu finden – meldet euch einfach.

Viele Grüße,
Fabian. 

PS.: Dies ist kein Aprilscherz 😉

Wie sieht euer Schreibtisch aus?

Durch den Blog von Chris bin ich auf einen Aufruf von Gilly aus Berlin gekommen. Er interessiert sich dafür, wie die Schreibtische von uns, also den Bloggern, so ausschauen. Natürlich gibt es für alle Leute die mitmachen auch einen kleinen Anreiz: man kann mit etwas Glück einen ziemlich coolen Preis gewinnen.

Nachdem ich erstmal etwas um- und aufgeräumt habe, möchte ich euch meinen Schreibtisch natürlich nicht vorenthalten.


Die Ausstattung ist zwar nichts weltbewegendes, aber ich komme komme mit folgenden Gerätschaften zurecht:

  • MacBook Pro  2,4GHz Intel Core 2 Duo, 4GB RAM
  • Airport Extreme Basisstation
  • Medion-Soundsystem
  • Samsung SynchMaster 2333HD
  • HP Pavillion Elite PC
Im Hintergrund kann man außerdem mein Whiteboard erkennen, an dem ich allerhand Zeug sammle. Das geht von Zug- und Bustickets von vergangenen Reisen bis hin zu Postkarten und Magneten. Auf der rechten Seite sind dann noch ansatzweise ein paar Notizblöcke zu erkennen – diese waren, meiner Meinung nach, aber nicht würdig genug um komplett fotografiert zu werden 😉
Wie sieht euer Schreibtisch / Arbeitsplatz aus?
Viele Grüße,
– Fabian.

Geofences – mehr Privatsphäre in sozialen Netzwerken

In der Zeit von sozialen Netzwerken war es noch nie so einfach, persönliche Daten öffentlich in das Internet zu stellen. Was vor ein paar Jahren nur „Computerfreaks“ mit HTML-Kenntnissen und Webspace möglich war, kann mittlerweile fast jeder Internetnutzer. Die angegebenen Daten reichen von den Hobbys bis zu kompletten Lebensläufen und nicht selten können solche Daten auch gegen die Nutzer selbst verwendet werden. Identitätsdiebstahl, Stalking und vieles mehr ist einfacher als je zuvor – wenn man nicht auf die Sicherheit seiner Daten achtet.

Noch immer gibt es viele Profile auf Facebook und anderen Websites, auf denen E-Mail-Adressen, Handynummern und weitere persönliche Informationen für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sind und sobald es diese Daten ein mal in das Internet geschafft haben, bekommt man sie, wenn überhaupt, nur äußerst schwer wieder hinaus.

Die Fotoplattform Flickr hat vor einiger Zeit eine neue Funktion zur Verfügung gestellt, die den Nutzern mehr Kontrolle über ihre veröffentlichten Fotos gibt. Viele moderne Kameras hinterlegen zu jedem Foto sogenannte EXIF-Daten. Diese Daten enthalten unter anderem die verwendete Kamera, Einstellungen, Datum und Uhrzeit der Aufnahme und teilweise auch die GPS-Koordinaten, an denen das Foto aufgenommen wurde.

So könnte zum Beispiel jeder, der Zugriff auf diese Daten hat, die Position meines Gartens sehen, wenn ich dort z.B. Blumen fotografiere. Möchte ich das wirklich? Wenn man unterwegs ist, ist ein Anspeichern des Standortes sicher nicht verkehrt – so kann man auch anderen Fotografen zeigen, wo seine Bilder entstanden sind. Jedoch würde ich nicht wollen, dass mein Garten von Fotografen zertrampelt wird, die Bilder von den Blumen machen möchten.

Bisher war es nur möglich, die EXIF-Daten jedes einzelnen Fotos entweder dem Upload auf Flickr zu verändern oder zu entfernen, oder die Positionsangaben nachträglich zu löschen. Das dies gerade bei vielen Fotos sehr mühevoll ist, kann sich bestimmt jeder vorstellen.

Bei der von Flickr eingeführten Funktion, kann sich genau das vermeiden lassen. Geofences (virtuelle Zäune) verhindern, dass fremde User die Positionsdaten bestimmter Fotos sehen können.

So funktioniert es: in den Einstellungen auf Flickr hat man die Möglichkeit, einen Radius um einen bestimmten Punkt (z.B. Garten, Arbeitsplatz, …) von mehreren Metern bis Kilometern erstellen. Anschließend wählt man aus, wem man die Position der Fotos in dieser Zone zeigen möchte. Man kann entweder Freunde, Familie oder gar keine User auswählen. Bei allen „unberechtigten“ Nutzern werden die Positionsdaten nun ausgeblendet, wenn diese die entsprechenden Fotos aufrufen.

Der Vorteil an der ganzen Sache ist einfach zu erklären: man muss die Fotos nicht bearbeiten, kann selbst auf die Positionsdaten zugreifen und man kann sich jederzeit überlegen, ob man die Position nicht doch wieder allen anderen Usern anzeigen möchte.

Man kann nun nur hoffen, dass auch andere große Netzwerke wie Facebook und Twitter nachziehen, und ähnliche Funktionen einbauen – denn eine Kontrolle über die veröffentlichten Geodaten hat man dort kaum oder man hat nur die Möglichkeit, diese ein- oder auszuschalten.

Was haltet ihr von so einer Funktion auf anderen Websites? Würdet ihr sie nutzen? Sollten solche Optionen zum Standard auf allen Websites werden, die Geodaten verwenden?

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Viele Grüße,
Fabi.

Ein Stück England auf dem iPad

Bestimmt hat jeder von euch schon mal von der BBC (British Broadcasting Corporation) gehört. Bereits seit 1922 verbreitet diese renommierte Rundfunkanstalt  Radio- und seit 1936 TV-Programme in Großbritannien und der ganzen Welt. Besonders beliebt sind die zahlreichen, qualitativ hochwertigen TV-Produktionen. Einige der BBC-Dokus sieht man auch oft in deutscher Übersetzung auf VOX und anderen TV-Sendern.

Zu den BBC-Programmen gehören jedoch nicht nur Wissenssendungen und Dokus sondern auch Serien wie Doctor Who, Little Britain, East Enders und viele mehr. Aus rechtlichen Gründen waren viele dieser Sendungen in der Originalfassung in Deutschland nicht über das Internet empfangbar und um die BBC-Programme über Satellit zu empfangen bedarf es oft einer übergroßen Satellitenschüssel.

Seit einigen Wochen ist dies, zumindest für alle iPad-Besitzer, anders. Mit der BBC iPlayer-App kann man sich viele dieser Serien nach Hause holen – genau dann, wenn man gerade Lust hat. Alle Inhalte stehen auf Abruf zur Verfügung, das bedeutet, man muss sich keine Gedanken über irgendwelche Sendezeiten machen und verpasst keine Folge seiner Lieblingssendung.

Ganz ohne Haken ist die ganze Sache natürlich nicht, denn die iPlayer-App kostet Geld. Hierbei ist zu beachten, dass es zwei verschiedene Anwendungen gibt:

  • iPlayer (UK) zum kostenlosen Empfang der Programme innerhalb des Vereinigten Königreichs
  • iPlayer (Global) zum Empfang der Programme in einigen europäischen Ländern (inkl. DE, AT, CH), teilweise gebührenpflichtig

Wie ihr seht, unterscheiden sich die Apps nicht nur innerhalb der Kosten, auch die Inhalte sind unterschiedlich. Die globale iPlayer-Version beinhaltet sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Inhalte. Kostenfrei sind meist Trailer, Episoden-Previews und kürzere Videos. Um in den kompletten Genuss aller Inhalte zu kommen, ist ein Abo notwendig. Dieses Abo kostet entweder ca. 7€ pro Monat oder 50€ im Jahr und wird direkt über den iTunes-Account verwaltet und kann jederzeit gekündigt werden. Im Vergleich zu deutschen Pay-TV-Angeboten wie z.B. Sky, das gerne mal bis zu 50€ im Monat kosten kann, halte ich das für eine sehr sinnvolle Alternative.

Um die einzelnen Sendungen und Folgen auf das iPad zu bekommen, kann man die Inhalte sowohl per Wifi als auch über eine 3G-Verbindung laden. Weiterhin ist es möglich, die Inhalte vorab auf das iPad zu laden und zu speichern, um diese erst später anzusehen. Über den HDMI-Adapter für das iPad ist es außerdem möglich, die einzelnen Inhalte direkt auf dem Fernseher anzuschauen. Airplay wird zurzeit leider nicht unterstützt – ob es noch kommt, weiß sicher nur die BBC selbst.

Mit der App kann man also nicht nur über den deutschen TV-Tellerrand hinüber sehen sondern auch seine Englischkenntnisse verbessern bzw. auffrischen. Ich nutze die App seit ungefähr einer Woche und kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich ein Abo lohnt. Sonst sehe ich kaum Fernsehen, durch den iPlayer hat sich das geändert.

Wer selbst noch skeptisch ist, kann einfach und komfortabel einen Monat für 7€ buchen. Wichtig ist nur, dass das Abo rechtzeitig über iTunes gekündigt wird, sonst verlängert es sich automatisch bei Ablauf.

Wie interessant sind Apps wie der iPlayer für euch? Wünscht ihr euch solche Angebote auch für andere TV-Sender und Länder? Sehr ihr allgemein viel oder wenig TV? Kommentare sind jederzeit willkommen!

Viele Grüße,
– Fabian.

Programmübersicht des BBC iPlayers nach Genre

Der BBC iPlayer