Besprechungen und der Notizwahn

Sicherlich bin ich nicht der Einzige, der sich andauernd mit dieser Frage konfrontiert sieht: Wie halte ich meine Besprechungsnotizen fest, um auch eine Woche nach der Besprechung noch zu wissen, was ich eigentlich aufgeschrieben habe?

Die Qual der Wahl…

Die Möglichkeiten sind quasi unbegrenzt – vom Notizbuch über den Notizblock bis hin zu Mitschriften im Laptop, jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Bei handschriftlichen Notizen auf Papier ist der nachträgliche Aufwand für mich relativ hoch. Entweder man ordnet die Notizen so, dass man sie später wiederfindet, was auch schnell mal zur Bastelstunde werden kann, oder man digitalisiert sie nachträglich aufwändig, um sie im Laptop mit von A nach B zu nehmen.

Stattdessen bietet sich auch das direkte Mitschreiben von Notizen während der Besprechung auf dem Laptop an – auch das halte ich aber eher für kontraproduktiv. Auf der einen Seite distanziert man sich durch den hochgeklappten Laptopbildschirm räumlich von den anderen Teilnehmern, auf der anderen Seite wird man durch die Möglichkeiten des Laptops auch schnell von der eigentlichen Besprechung abgelenkt.

Wer kennt es nicht, dass trotz Skype-Status „In einer Besprechung“ unablässig Anrufe im Hintergrund eingehen oder eine verlockende E-Mail-Benachrichtigung die Aufmerksamkeit auf ein vollkommen anderes Thema lenkt? Zumal auch die anderen Teilnehmer verunsichert werden können: Bedeutet das „wilde Tippen“ wirklich, dass akribisch Notizen gemacht werden oder ist im Hintergrund vielleicht eher ein Chatfenster oder das E-Mail-Programm geöffnet? Optimal finde ich das nicht.

Handschriftliche Notizen – digital. Eine Mögliche Lösung?

Um Abhilfe zu schaffen möchte ich daher in den nächsten Wochen einen anderen Weg ausprobieren: digitale handschriftliche Notizen. Als Equipment dienen mir ein iPad Pro (9.7″), der dazugehörige Apple Pencil und Microsoft OneNote, das kostenlos für iPad erhältlich ist.

OneNote ist in meinem Team sowieso schon als eines der Standardwerkzeuge verankert. Es ist einfach Notizen zu verfassen, sie zu gliedern und sie Anderen zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass gleichzeitig mehrere Personen in einem virtuellen Notizbuch arbeiten können ohne in Konflikt mit dem Schreibschutz zu kommen. Auch Änderungen von anderen Personen sind leicht erkennbar, wenn man denn sein Notizbuch mit anderen Personen teilen möchte oder ein Notizbuch auf einem Netzlaufwerk verwendet. Sehr praktisch ist die Synchronisation zu OneDrive bzw. OneDrive for Business, so dass die neuen Notizen sofort auf allen anderen Geräten zur Verfügung stehen.

Eine OneNote-Seite

Eine OneNote-Seite

Mit dem Apple Pencil gibt es nun auch endlich einen vernünftigen Eingabestift für iOS-Geräte: Man muss sich keine Gedanken mehr über falsche Striche machen, weil der Handballen das Display berührt, und auch Verzögerungen vom Schreiben bis zum Erscheinen der Notizen auf dem Bildschirm gibt es quasi nicht.

Durch Größe und Gewicht kann man das iPad Pro kaum von einem normalgroßen Block oder Notizbuch unterscheiden, weshalb es auf dem Besprechungstisch deutlich angenehmer als ein 15″-Laptop wirkt. Einen weiteren Pluspunkt verdient es sich durch die lange Akkulaufzeit. Während ich an Tagen mit „Meetingmarathons“ irgendwann immer eine Steckdose suchen muss, um meinen Laptop aufzuladen, hält das iPad Pro auch mal 2 lange Tage ohne Akkuladung durch – und auch wenn der Akku vom Stift mal leer wird, reichen ein paar Sekunden Ladezeit für eine halbe Stunde Energie.

Nach der Besprechung hält sich auch der Nachbereitungsaufwand in Grenzen – die Windows-Version von OneNote bringt glücklicherweise eine Handschrifterkennung mit, wodurch die Handschrift schnell und relativ zuverlässig in Text umgewandelt wird. Noch nicht ausprobiert habe ich allerdings mehrsprachige Notizen umzuwandeln.

Ich bin gespannt, ob ich auch in ein paar Wochen noch von dieser Methode begeistert bin oder sie sich auf längere Zeit vielleicht doch als unpraktisch herausstellt…

Wie löst ihr dieses Problem? Habt ihr noch andere Ideen, um dem Notizchaos Herr zu werden? Bitte lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Viele Grüße
– Fabian

Der Optimierungswahnsinn geht weiter

In der heutigen Zeit versucht man viele Dinge besser und effizienter zu gestalten. Gerade im Berufsleben ist man verloren, wenn man gerade nichts optimiert. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Arbeitsabläufe, Meetings, Diskussionsrunden oder Informationsbereitstellung handelt – aber auch im Privatleben geht einem der Optimierungswahn nicht aus dem Weg. Ich fühle mich ständig dabei erwischt, wie ich mehr oder weniger heimlich versuche meinen Alltag zu optimieren. Das geht dabei los, wenn man verschiedene Wege versucht zusammenzufassen, die schnellste Bahnverbindung sucht oder nach dem Supermarkt Ausschau hält, in dem die Lieblingspizza gerade im Angebot ist. Das Ziel sämtlicher dieser „Optimierungsversuche“ ist meist gleich – es soll gespart werden: entweder Zeit oder ein bisschen Geld.

Mittlerweile geht es sogar schon soweit, dass nicht nur die „bewussten“ sondern auch die „unbewussten“ Dinge optimiert werden sollen. Eines dieser „unbewussten“ Dinge ist der Schlaf. So erhielt ich vor einigen Tagen den Newsletter eines Elektronikmarkts, in dem ein nahezu schon revolutionäres System vorgestellt wurde: ein System zur Schlafüberwachung.

Dieses High-End-Gerät soll den Schlaf nicht nur überwachen sondern auch detaillierte Auswertungen darüber geben, wie man selbigen optimieren kann. Weiterhin beinhaltet es ein „Nachtlicht“, welches die Farbe je nach dem ob man einschlafen oder aufwachen soll ändert, und diverse Sensoren. So sollen beispielsweise Herzschlag, Atmung und Bewegung auf der Matratze erfasst werden. Der Clou des Ganzen: nach dem Aufwachen werden die gesammelten Daten direkt an Tablet oder Smartphone übertragen damit man – festhalten – sehen kann, ob man gut oder schlecht geschlafen hat.

Gerade auf diese Erkenntnis hat die Menschheit schon Jahrhunderte gewartet – ein Gerät, das einem verrät, ob man gut oder schlecht schlief. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich merke relativ zeitnah nach dem Aufwachen, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe. Dummerweise merke ich das meist nicht nur allein sondern lasse auch ab und an meine Mitmenschen an dieser Körpererfahrung teilhaben – aber egal, das hat sich nach einer halben Stunde sowieso meist wieder gegeben.

Durch das eingangs erwähnte Nachtlicht soll das Aufwachen sogar noch leichter werden – da das Licht einen Sonnenaufgang (mit blauen Tönen, wohlgemerkt) simuliert braucht man quasi gar keinen Wecker mehr. Das ist natürlich eine nette Geschichte, aber auch dafür haben unsere lieben Vorfahren eine Abhilfe geschaffen. Diese Abhilfe nennt sich: Fenster. Sobald es draußen hell wird, fällt durch dieses „Fenster“ natürliches Licht in das Schlafzimmer. Schon unsere Vorfahren wurden so geweckt – weshalb brauchen wir dazu ein Gerät? Ich habe es selbst bemerkt und werde in abgedunkelten Räumen weitaus schlechter wach als bei mir zu Hause, wo mein Fenster nur durch einen dünnen, lichtdurchlässigen Vorhang etwas abgedeckt wird. Natürlich soll das Gerät auch beim Einschlafen helfen – dieses wird durch rote Lichttöne unterstützt. Auch dazu haben sich auch vorher schon Menschen Gedanken gemacht. Neben der erwähnten Abhilfe „Fenster“ gesellt sich noch ein zweiter Abhilfen-Kamerad dazu: der Lichtschalter. Angenommen man geht im Sommer nicht schon um 20 Uhr ins Bett, hilft es so lange abzuwarten, bis durch dieses „Fenster“ kein natürliches Licht mehr fällt. Anschließend stellt man nur noch den „Lichtschalter“ auf „aus“ und schon sollte man seine Hand nicht mehr vor Augen sehen können. Ganz einfach und es kostet nicht mal viel.

Da nur Licht und Datenaufzeichnung natürlich langweilig sind, liefert das Gerät auch Audiountermalungen, um uns beim Aufwachen zu helfen. Ich muss es mittlerweile sicherlich gar nicht mehr erwähnen, aber auch zu diesem Punkt hilft uns die Natur völlig gratis und jeden Tag aufs Neue. Je nach Wohnlage werden entweder die Tonlagen „Vogelzwitschern“, „Schulkinder“, „Berufsverkehr“ oder „Baustelle“ ausgeliefert – in einigen exklusiven Lagen sogar eine Mischung aus zwei oder mehreren Varianten.

Mir tut es zwar außerordentlich Leid, dass ich versuche so ein ausgefeiltes Geschäftsmodell mit „billigen Hausmitteln“ zu schlagen, allerdings bin ich der Meinung, dass man gerade bei elementaren Dingen wie dem Schlaf ruhig etwas auf das Optimieren verzichten kann und sich auf die natürlichen Gegebenheiten verlassen sollte. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich jeden Tag vom Sonnenaufgang wecken lassen soll, aber mit einem sanften Wecker und vor allem vorher ausreichendem Schlaf ist es meist schon getan. Falls das nicht hilft oder man sich nach jeder Nacht wie totgeschlagen fühlt, stehen sicher auch Arzt und Schlaflabor mit Rat und Tat zur Seite – sicher auch zuverlässiger und wissenschaftlich fundierter als ein Gerät zur Eigendiagnose.

Übrigens: Das „Gerät“ wird mit einem Preis von ungefähr 300 Euro beworben. Noch ein Grund weshalb man das Optimieren ruhig einmal sein lassen kann.

Wie steht ihr zum „Optimierungswahn“? Habt ihr „Helfer“, die euch beim Schlafen unterstützen? Lasst es mich mit einem Kommentar wissen.

Allzeit schöne Träume wünscht,
– Fabian.

Ich habe aufgeräumt…

… und FGNet.de einen neuen Anstrich gegeben. Wie in meinem letzten Artikel schon spekuliert, habe ich mir endlich die Zeit genommen und das weniger hübsche Design aus dem Vorjahr abgelöst. Ihr seht die Website nun in strahlendem weiß mit ein paar blauen Akzenten und – auch ich werde älter – etwas größerer Schrift. Neu ist außerdem das Bild im Seitenkopf. Als kleines Gimmick kann dies je nach Artikel auch individuell geändert werden.

Ich hoffe, dass euch das neue Design gefällt und ihr nun einen Anlass mehr habt, etwas öfter hier vorbei zu schauen.
Getestet habe ich das Design bisher unter Safari und Chrome (sowohl auf dem Desktop als auch auf dem iPad) – falls bei euch Fehler auftreten, bitte ich euch über die Kommentare oder Twitter Bescheid zu sagen und ich werde mich auf die Suche nach einer Lösung machen.

Für die nächste Zeit habe ich schon einige weitere Artikel in Planung, die euch vielleicht interessieren könnten. Schaut einfach vorbei und lasst euch überraschen. Unter anderem geplant sind:

Cheers,
– Fabian. 

It’s time to blog. Again.

Immer öfter dachte ich in den letzten Tagen daran, mal wieder etwas zu bloggen. Ich nahm es mir immer öfter vor aber letztendlich kam doch immer etwas dazwischen oder es war schon so spät, dass ich das Bett dem Computer vorzog. In diesen Tagen fragte ich mich immer öfter warum das so ist und warum so wenig Zeit für Dinge bleibt, die mir eigentlich Spaß machen und die ich bisher immer und immer wieder aufschob.

Einer der zeitaufwändigen Punkte ist sicherlich das Studium. Ich bin jetzt schon 3 Monate in die ersten Kurse des Psychologiestudiums eingeschrieben und bisher fand ich noch keinen wirklichen Gefallen daran. Vor allem der geschichtliche Teil des Studiums macht mir zu schaffen und die, teilweise sehr unverständlich geschriebenen, Skripte zu lesen fühlt sich oftmals eher „Ich quäle mich schnell durch…“ als „Hey! Heute lerne ich was und werde irgendwann richtig klug!“ an. Ich fragte mich oft, ob es nicht lieber sinnvoll ist mit dem Studium aufzuhören als durch solche Aktionen wertvolle Zeit zu verschwenden, in der ich richtig tolle Sachen machen könnte.

Ich habe deshalb einen kleinen Plan verfasst: im August findet eine Präsenzveranstaltung und im September die erste Klausur statt. Vielleicht gewinne ich durch die Präsenzveranstaltung ein paar neue Erkenntnisse und Einblicke die mir das Studium vereinfachen, vielleicht auch nicht. Sollte ich es im Anschluss durch die Klausur schaffen, wäre es sicher ein Grund, das Studium fortzuführen. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, da ich für das erste Semester sowieso nur als Gaststudent eingeschrieben bin und sowieso nichts verlieren würde – abgesehen vom Semesterbeitrag.

Neben einer Vollzeitstelle (40h/Woche) ist es einfach nur stressig und ich werde das Gefühl „Eigentlich müsste ich etwas für die Uni tun“ nie wirklich los, wenn ich etwas anderes mache, Freunde besuche oder mir einfach eine Pause gönne. Auf Dauer würde das sicherlich niemand durchhalten, von daher ziehe ich lieber rechtzeitig die Bremse etwas an.

Was könnte ich also in der dadurch freiwerdenden Zeit machen? Ich habe mir im Frühjahr ein neues Fahrrad gekauft und könnte öfter ein paar weitere Strecken mit dem Rad fahren. Ich könnte dem Blog ein neues Design gönnen und hier wieder öfter schreiben. Ich könnte meine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Ich könnte meine Freunde öfter sehen. Ich könnte mir endlich ein paar tiefergehende Fotografiekenntnisse aneignen. Ich könnte einfach mal ohne großen Druck ins Bett gehen und vielleicht mal wieder ordentlich schlafen.

Was würdest du tun, wenn du pro Woche ca. 20 Stunden mehr Zeit zur Verfügung hättest?
Welche Wünsche würdest du dir erfüllen und wie managest du deine Zeit momentan? Auf Antworten freue ich mich sehr.

Cheers,
– Fabian. 

Call of Duty: Modern Warfare 3 – erste Eindrücke

Mittlerweile ist schon wieder ein Jahr vergangen und wieder erschien ein neuer Teil der Call of Duty-Reihe für PC, XBOX, Playstation und andere Systeme.

Nachdem ich schon im vergangenen Jahr meine Eindrücke zu Call of Duty: Black Ops aufgeschrieben habe, soll es dieses Jahr auch wieder soweit sein. Eins vorweg: da ich derzeit kein aktives XBOX-Live Gold Abo habe, beschränke ich mich zu erst auf die Einzelspielerkampagne. Eindrücke zu den anderen Spielmodi, insbesondere dem Multiplayer, folgen gegebenenfalls später 🙂

Der Einzelspielermodus von CoD MW3 knüpft genau an das Ende von MW 2 an – Russland und Amerika stehen im Krieg und deine Aufgabe ist es, diesen Zustand zu beenden. Dabei schlüpft man während des Spiels immer in andere Rollen, mal spielt man einen Bodyguard des russischen Präsidenten, mal einen Elitesoldaten der US Army und so weiter. Das ist zwar eine nette Spielerei, aber bis auf die Stimme und ein paar Videosequenzen merkt der Spieler nichts von den unterschiedlichen Rollen. Skills und Ähnliches wird von diesem Personentausch nicht beeinflusst – oder ich habe es nicht mitbekommen.

Wie auch bei den Vorgängerteilen geht es bei Modern Warfare 3 alles andere als langsam zu. Man springt von einer Mission zur nächsten quer über den Globus – mal ist man in Russland, mal ist man irgendwo in der afrikanischen Provinz und mal kämpft man sich durch den U-Bahnhof Westminster in London und versucht Terroristen von ihren Plänen abzuhalten. Gerade beim Teil in Westminster hätten die Entwickler jedoch etwas besser recherchieren können. Mir als London-Fan ist zum Beispiel aufgefallen, dass im Bahnhof Ansangen zur Piccadilly-Linie von London Underground angesagt werden, obwohl diese gar nicht im Bahnhof Westminster hält – dies ist zwar nebensächlich aber fällt trotzdem auf.
Bis auf Hamburg und Berlin sind die einzelnen Städte sehr gut nachgebildet und man merkt schon, ob man in Prag, New York oder London um sich schießt.

Die Missionen setzen sich, auch wie bisher, hauptsächlich aus Häuserkampf und dem Bombardieren feindlicher Einheiten aus einem Kampfflugzeug zusammen. Ich persönlich hätte gerne noch ein paar mehr Missionen gehabt, in denen man auch mal ordentlich mit Scharfschützengewehren spielen kann. Vermutlich fanden dies die Entwickler jedoch zu langweilig.

Den Schwierigkeitsgrad (bei mir: Normal) fand ich angesprochen und ein Frustrationsfaktor tritt nicht wirklich auf. Bei einigen Missionen bin ich zwar etwas öfter gestorben als bei anderen, jedoch hat mich das nicht dazu bewegt, den Controller in die Ecke zu legen und erstmal nicht weiter zu spielen. Somit sollte das Spiel auch für Shooter-Neulinge nicht zu schwer sein. Im Spiel hat man auch jederzeit die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad zu verringern – ob man ihn danach wieder erhöhen kann, ist mir nicht bekannt.

Der einzige Punkt, der mich etwas gestört hat, war die kurze Spielzeit und das – für mich – relativ unspektakuläre Ende. Nach ca. 7 Stunden war die Kampagne durchgespielt und ich hatte irgendwie den Eindruck, dass etwas „fehlt“. Dies erinnerte mich sehr stark an Black Ops. Vermutlich dient das aber auch nur dazu, um einen besseren Einstieg bei einer nachfolgenden Spielversion hinzubekommen. Um die komplette Geschichte zu verstehen und um einen besseren Einstieg zu finden, ist es durchaus sinnvoll, wenn man die Vorgängerversionen gespielt hat oder sich kurz über deren Inhalt auf Wikipedia informiert. Natürlich ist es auch möglich das Spiel ohne Vorkenntnisse zu den vorherigen Versionen zu spielen, jedoch versteht man die Zusammenhänge im Spiel eventuell nicht so gut.

Ansonsten überzeugt die Kampagne natürlich stark von ihren Grafikeffekten. Wenn man vorbei an Kriegsschiffen und Flugzeugen im Schnellboot auf Manhattan rast oder es wilde Feuergefechte und Explosionen gibt – das Auge freut sich und die ganze Grafikvielfalt bekommt man sicher nur auf einem passenden Bildschirm mit passendem HDMI-Kabel zu sehen.

Über eure Kommentare und Erfahrungen mit Modern Warfare 3 freue ich mich sehr.

Cheers,
– Fabian. 

Geofences – mehr Privatsphäre in sozialen Netzwerken

In der Zeit von sozialen Netzwerken war es noch nie so einfach, persönliche Daten öffentlich in das Internet zu stellen. Was vor ein paar Jahren nur „Computerfreaks“ mit HTML-Kenntnissen und Webspace möglich war, kann mittlerweile fast jeder Internetnutzer. Die angegebenen Daten reichen von den Hobbys bis zu kompletten Lebensläufen und nicht selten können solche Daten auch gegen die Nutzer selbst verwendet werden. Identitätsdiebstahl, Stalking und vieles mehr ist einfacher als je zuvor – wenn man nicht auf die Sicherheit seiner Daten achtet.

Noch immer gibt es viele Profile auf Facebook und anderen Websites, auf denen E-Mail-Adressen, Handynummern und weitere persönliche Informationen für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich sind und sobald es diese Daten ein mal in das Internet geschafft haben, bekommt man sie, wenn überhaupt, nur äußerst schwer wieder hinaus.

Die Fotoplattform Flickr hat vor einiger Zeit eine neue Funktion zur Verfügung gestellt, die den Nutzern mehr Kontrolle über ihre veröffentlichten Fotos gibt. Viele moderne Kameras hinterlegen zu jedem Foto sogenannte EXIF-Daten. Diese Daten enthalten unter anderem die verwendete Kamera, Einstellungen, Datum und Uhrzeit der Aufnahme und teilweise auch die GPS-Koordinaten, an denen das Foto aufgenommen wurde.

So könnte zum Beispiel jeder, der Zugriff auf diese Daten hat, die Position meines Gartens sehen, wenn ich dort z.B. Blumen fotografiere. Möchte ich das wirklich? Wenn man unterwegs ist, ist ein Anspeichern des Standortes sicher nicht verkehrt – so kann man auch anderen Fotografen zeigen, wo seine Bilder entstanden sind. Jedoch würde ich nicht wollen, dass mein Garten von Fotografen zertrampelt wird, die Bilder von den Blumen machen möchten.

Bisher war es nur möglich, die EXIF-Daten jedes einzelnen Fotos entweder dem Upload auf Flickr zu verändern oder zu entfernen, oder die Positionsangaben nachträglich zu löschen. Das dies gerade bei vielen Fotos sehr mühevoll ist, kann sich bestimmt jeder vorstellen.

Bei der von Flickr eingeführten Funktion, kann sich genau das vermeiden lassen. Geofences (virtuelle Zäune) verhindern, dass fremde User die Positionsdaten bestimmter Fotos sehen können.

So funktioniert es: in den Einstellungen auf Flickr hat man die Möglichkeit, einen Radius um einen bestimmten Punkt (z.B. Garten, Arbeitsplatz, …) von mehreren Metern bis Kilometern erstellen. Anschließend wählt man aus, wem man die Position der Fotos in dieser Zone zeigen möchte. Man kann entweder Freunde, Familie oder gar keine User auswählen. Bei allen „unberechtigten“ Nutzern werden die Positionsdaten nun ausgeblendet, wenn diese die entsprechenden Fotos aufrufen.

Der Vorteil an der ganzen Sache ist einfach zu erklären: man muss die Fotos nicht bearbeiten, kann selbst auf die Positionsdaten zugreifen und man kann sich jederzeit überlegen, ob man die Position nicht doch wieder allen anderen Usern anzeigen möchte.

Man kann nun nur hoffen, dass auch andere große Netzwerke wie Facebook und Twitter nachziehen, und ähnliche Funktionen einbauen – denn eine Kontrolle über die veröffentlichten Geodaten hat man dort kaum oder man hat nur die Möglichkeit, diese ein- oder auszuschalten.

Was haltet ihr von so einer Funktion auf anderen Websites? Würdet ihr sie nutzen? Sollten solche Optionen zum Standard auf allen Websites werden, die Geodaten verwenden?

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Viele Grüße,
Fabi.

Ein Stück England auf dem iPad

Bestimmt hat jeder von euch schon mal von der BBC (British Broadcasting Corporation) gehört. Bereits seit 1922 verbreitet diese renommierte Rundfunkanstalt  Radio- und seit 1936 TV-Programme in Großbritannien und der ganzen Welt. Besonders beliebt sind die zahlreichen, qualitativ hochwertigen TV-Produktionen. Einige der BBC-Dokus sieht man auch oft in deutscher Übersetzung auf VOX und anderen TV-Sendern.

Zu den BBC-Programmen gehören jedoch nicht nur Wissenssendungen und Dokus sondern auch Serien wie Doctor Who, Little Britain, East Enders und viele mehr. Aus rechtlichen Gründen waren viele dieser Sendungen in der Originalfassung in Deutschland nicht über das Internet empfangbar und um die BBC-Programme über Satellit zu empfangen bedarf es oft einer übergroßen Satellitenschüssel.

Seit einigen Wochen ist dies, zumindest für alle iPad-Besitzer, anders. Mit der BBC iPlayer-App kann man sich viele dieser Serien nach Hause holen – genau dann, wenn man gerade Lust hat. Alle Inhalte stehen auf Abruf zur Verfügung, das bedeutet, man muss sich keine Gedanken über irgendwelche Sendezeiten machen und verpasst keine Folge seiner Lieblingssendung.

Ganz ohne Haken ist die ganze Sache natürlich nicht, denn die iPlayer-App kostet Geld. Hierbei ist zu beachten, dass es zwei verschiedene Anwendungen gibt:

  • iPlayer (UK) zum kostenlosen Empfang der Programme innerhalb des Vereinigten Königreichs
  • iPlayer (Global) zum Empfang der Programme in einigen europäischen Ländern (inkl. DE, AT, CH), teilweise gebührenpflichtig

Wie ihr seht, unterscheiden sich die Apps nicht nur innerhalb der Kosten, auch die Inhalte sind unterschiedlich. Die globale iPlayer-Version beinhaltet sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Inhalte. Kostenfrei sind meist Trailer, Episoden-Previews und kürzere Videos. Um in den kompletten Genuss aller Inhalte zu kommen, ist ein Abo notwendig. Dieses Abo kostet entweder ca. 7€ pro Monat oder 50€ im Jahr und wird direkt über den iTunes-Account verwaltet und kann jederzeit gekündigt werden. Im Vergleich zu deutschen Pay-TV-Angeboten wie z.B. Sky, das gerne mal bis zu 50€ im Monat kosten kann, halte ich das für eine sehr sinnvolle Alternative.

Um die einzelnen Sendungen und Folgen auf das iPad zu bekommen, kann man die Inhalte sowohl per Wifi als auch über eine 3G-Verbindung laden. Weiterhin ist es möglich, die Inhalte vorab auf das iPad zu laden und zu speichern, um diese erst später anzusehen. Über den HDMI-Adapter für das iPad ist es außerdem möglich, die einzelnen Inhalte direkt auf dem Fernseher anzuschauen. Airplay wird zurzeit leider nicht unterstützt – ob es noch kommt, weiß sicher nur die BBC selbst.

Mit der App kann man also nicht nur über den deutschen TV-Tellerrand hinüber sehen sondern auch seine Englischkenntnisse verbessern bzw. auffrischen. Ich nutze die App seit ungefähr einer Woche und kann mit gutem Gewissen sagen, dass sich ein Abo lohnt. Sonst sehe ich kaum Fernsehen, durch den iPlayer hat sich das geändert.

Wer selbst noch skeptisch ist, kann einfach und komfortabel einen Monat für 7€ buchen. Wichtig ist nur, dass das Abo rechtzeitig über iTunes gekündigt wird, sonst verlängert es sich automatisch bei Ablauf.

Wie interessant sind Apps wie der iPlayer für euch? Wünscht ihr euch solche Angebote auch für andere TV-Sender und Länder? Sehr ihr allgemein viel oder wenig TV? Kommentare sind jederzeit willkommen!

Viele Grüße,
– Fabian.

Programmübersicht des BBC iPlayers nach Genre

Der BBC iPlayer

Unterwegs in der Tschechischen Republik: Prag

Wenn man schon mal gutes Wetter hat, dann sollte dieses auch genutzt werden. Das dachte ich mir auch letzten Montag, an dem ich wieder in Europa unterwegs war. Dieses Mal ging es in die Hauptstadt der Tschechischen Republik: Prag.

Los ging es ziemlich früh am morgen, genauer gesagt um 6:51 am Leipziger Hauptbahnhof. Dort fährt um diese Zeit ein aus Zürich kommender Nachtzug in Richtung Praha hlavni nadrazi (Prag Hbf.) ab. Auf dem Weg von Zürich nach Prag werden in Fulda normale IC-Reisezugwagen angehangen, die man zum normalen Schnellzugtarif und ohne Reservierung nutzen kann. Die Strecke führte über Dresden, durch die Sächsische Schweiz und entlang von Elbe und Moldau in die „goldene Stadt“, wo ich nach ca. 3,5 Stunden ankam.

Vom Prager Hauptbahnhof, der teilweise eher an einen Flughafen erinnert, ging es auch schon direkt zum Wenzelsplatz. Dort habe ich dann schon zum ersten Mal bemerkt, dass Prag anders als Breslau ist. Es sind viel mehr Touristen unterwegs und auch die Preise haben sich gewaschen. Das fing schon beim Starbucks an. Da ich ja die Starbucks City Mugs sammle, musste natürlich auch in Prag zugeschlagen werden. Im Vergleich zu Deutschland waren die Tassen da 5€ teurer und auch die Getränkepreise waren etwas höher als bei uns.

Am Wenzelsplatz sind wir bergab durch einige Gassen zum Altstädter Ring gelaufen. Teilweise war es sehr schwierig, dort vorwärts zu kommen, weil überall Touristenführer mit Regenschirmen und Reisegruppen im Schlepptau den Weg versperrt haben. Was mir an der Innenstadt außerdem besonders auffiel, war das hohe Polizeiaufgebot. Fast überall waren Polizeiautos und Polizisten zu sehen. Ob dies generell immer so ist oder nur aufgrund der Anschläge in Norwegen der Fall ist, kann ich allerdings nicht sagen.

An der Moldau angekommen, ging es dann zum nächsten Touristen-Highlight: der Karlsbrücke. Auf der Brücke gab es viele verschiedene Stände, an denen Schmuck oder Bilder angeboten wurden. Außerdem nutzten einige Straßenkünstler den starken Publikumsverkehr auf der Brücke um etwas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Am anderen Ufer der Moldau gab es im amerikanischen Spezialitätenrestaurant zum goldenen „M“ etwas zu Essen und dann ging es auch schon wieder zurück in die Innenstadt.

Dort ging es am Hardrock Café Prag vorbei zum Platz der Republik. Dort befinden sich der alte Pulverturm, das Gemeindehaus und ein großes Einkaufszentrum mit vielen, auch aus Deutschland bekannten, Geschäften wie „dm“, „Deichmann“, „H&M“, „New Yorker“ und „Puma“. Dort habe ich dann ein zweites Mal festgestellt, dass die Preise in Prag sehr gut mit den Preisen in Deutschland auf einer Höhe stehen oder die deutschen Preise sogar noch überbieten. Wer also billig einkaufen möchte, sollte nicht nach Prag fahren.

Da wir noch etwas Zeit hatten, bis der Zug nach Hause fuhr, haben wir den Prager Untergrund erkundet und sind mit der U-Bahn gefahren. Eine besondere Attraktion sind schon die sehr schnellen und steilen Rolltreppen in den Bahnhöfen. Da ist gekonntes Auf- und Absteigen sehr wichtig, wenn man nicht unbedingt den Boden abklopfen möchte. Eigentlich dachte ich ja, dass man sich noch den Karlsplatz anschauen könnte. Dummerweise habe ich dann erst vor Ort erfahren, dass der ehemalige Karlsplatz nur noch ein Park ist und es sonst nicht viel zu sehen gibt. Prager Metro

Auf dem Rückweg zum Bahnhof ging es dann noch ein mal durch die Innenstadt und am Wenzelsplatz und dem Nationalmuseum vorbei. Da es in Prag auch Ableger des britischen Supermarktes TESCO gibt, wollte ich dort auch noch ein mal rein schauen. In England ist mir Tesco durchweg positiv aufgefallen und vor allem die vielen verschiedenen Sandwiches waren empfehlenswert. Leider habe ich in Prag anscheinend die falsche Filiale erwischt und man konnte es nur mit einem sehr schlechten Aldi vergleichen.

Anschließend ging es zurück zum Bahnhof, wo um ca. 18:30 der Zug zurück nach Leipzig fuhr. Auch diesmal war es wieder ein Nachtzug mit IC-Sitzwagen, wobei man sehr gut aufpassen muss, in welchen Wagen man einsteigt. In Dresden wird der Zug in Abschnitte nach Amsterdam über Berlin und Zürich über Leipzig und Erfurt geteilt. Sollte man sich also im falschen Wagen befinden, findet man sich unter Umständen schnell in einer anderen Stadt wieder.

Insgesamt war es ein sehr schöner Tag und Prag ist eine wirklich sehenswerte Stadt. Wem es allerdings nur ums einkaufen geht, der sollte lieber eine andere Stadt besuchen.

Noch mehr Fotos findet ihr wie immer bei Flickr (hier klicken). Viel Spaß beim Anschauen!

Unterwegs in Polen: Wroclaw

Hey du! Frei nach dem Motto: „Man sollte immer mal etwas Neues sehen“, habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Da es Anfang des Jahres bereits in den westlichen Teil Europas ging, wurde diesmal die entgegengesetzte Richtung gewählt: es ging nach Polen.

Die Idee nach Polen zu fahren, ist eigentlich ziemlich zufällig gekommen. Bei meinen Streifzügen durch das Internet habe ich gelesen, dass es eine Direktverbindung von Dresden nach Wroclaw (Breslau) gibt und dachte mir, dass dies ja durchaus interessant klingt. Daraufhin wurden sich bei Wikipedia und Google Infos über die Stadt rausgesucht, bei der Bahn nach Tickets gesucht und gestern war es so weit.

Der Tag ging schon sehr zeitig los. Um 5:30 Uhr hieß es „Aufstehen!“ und kurz nach 6 saß die Familie im Auto nach Dresden. Dort waren wir eine knappe Stunde später, um den ersten Zug um 7:30 Uhr noch zu erwischen. Nach Wroclaw fährt der RE 100 mit klimatisierten Dieseltriebwagen. Es ging pünktlich los, nur die Klimaanlage war so eingestellt, dass man einen Hauch von Gefrierschrankgefühl während der Fahrt hatte.

Wenn man sparen will, kann man sich übrigens das Dresden <> Wroclaw-Spezial am DB-Automaten, auf der Angebotsseite oder im Reisezentrum kaufen. Für 79€ kann man so mit bis zu 5 Personen innerhalb von 3 Tagen hin- und zurück fahren. Dies ist deutlich günstiger, als der Preis, der auf der normalen Fahrplanauskunftsseite angezeigt wird. Rynek

Eine knappe Stunde später kamen wir in Görlitz an, wo sich das DB-Personal verabschiedete und die Kollegen der polnischen Bahn übernahmen. Die Uniformen der polnischen Zugbegleiter sind übrigens im Vergleich zu den Kollegen in Deutschland sehr einfach gehalten. Falls man selbst eine nachbauen möchte, braucht man nur ein weißes Hemd, eine dunkelblaue Stoffhose und ein blaues Schlüsselband, an dem eine Karte mit seinem Foto hängt.

Bis Görlitz war der Zug noch ziemlich leer. Erst auf dem polnischen Abschnitt wurde das Angebot gut ausgenutzt. Mit Zwischenhalt in Zgorzelec, Zgorzelec Miasto, Węgliniec, Bolesławiec und Legnica kamen wir dann um ca. 10:45 in Wroclaw Glowny an. Der Bahnhof wird dort gerade umgebaut, weshalb die Umgebung eher wenig einladend wirkt. Es ist ziemlich eng, es waren sehr viele Menschen da und insgesamt erinnerte das Treiben dort eher an einen türkischen Basar anstatt an Polen.

Durch die Bauarbeiten haben wir uns dann einen Weg in Richtung Innenstadt gebahnt. Insgesamt scheint die Gegend rund um den Bahnhof noch etwas heruntergekommen zu sein und bei vielen Häusern denkt man, die Zeit wäre vor 20 Jahren stehen stehen geblieben. Wenn der Bahnhof fertig gestellt wird, werden aber sicherlich auch die umliegenden Häuser davon profitieren.

Ins Stadtzentrum wollten wir dann mit der Straßenbahn fahren, allerdings weigerte sich der Fahrkartenautomat unsere deutschen EC- bzw. Kreditkarten anzunehmen, weshalb es dann doch zu Fuß in die Innenstadt ging. Weit war der Weg allerdings nicht – man benötigt ungefähr 15 – 20 Minuten.

Je näher wir kamen, desto schöner wurde auch die Umgebung. Unter anderem kamen wir an einem größeren Park vorbei, der sehr schön und einladend gestaltet war. Solche Grünflächen wünscht man sich in Deutschland auch.

Starbucks Wroclaw Rynek Das Zentrum selbst kann locker mit westeuropäischen Städten mithalten oder diese sogar übertrumpfen. Man fand die üblichen Geschäfte wie H&M, KFC, Zara, C&A und sehr viele alte Häuser, die schön renoviert und mit kräftigen Farben angestrichen wurden. Sehr interessant ist auch das Breslauer Rathaus, das quasi das Zentrum der Innenstadt bildet. Um das Rathaus herum ist der sogenannte Rynek (Ring), an dem auch viele der alten Häuser stehen. Dort findet man auch Starbucks, Pizza Hut und andere Restaurants. Gerade Starbucks kam bei uns ziemlich gut an und meine City Mug-Sammlung freut sich über einen Neuzugang.

Insgesamt machte die Innenstadt auf mich einen sehr sauberen und schönen Eindruck und ich bin ziemlich sicher, dass es sich lohnen würde, alleine deshalb noch ein zweites Mal nach Wroclaw zu fahren. Ziemlich witzig sind übrigens die Zwerge, die in der gesamten Stadt verteilt sind und sich Sehenswürdigkeiten anschauen oder andere Dinge machen.

Da Wroclaw auch als „Vendig von Polen“ bezeichnet wird, machten wir uns auf den Weg zur Oder, die durch die Stadt fließt. Durch den Fluss und die zahlreichen Nebenarme bildeten sich viele Inseln, die mit Brücken untereinander verbunden sind. Ich habe gar nicht mitgezählt, über wie viele Brücken wir an diesem Tag liefen. Ein Teil der Inseln dienen als Grünflächen, aber auch Kirchen findet man dort.

Auf dem Weg über die Brücken gelangten wir dann zur Kathedrale im älteren Teil von Wroclaw. Auch die Umgebung dort machte einen sehr schönen Eindruck und es waren viele Touristen, aber auch Nonnen unterwegs. Ich hatte den Eindruck, dass die Kirche dort noch einen großen Einfluss hat und auch genügend Geld in die Umgebung steckt.

Es ging nun wieder zurück in Richtung Innenstadt. Unterwegs kamen wir noch an einer großen, alten Markthalle vorbei, in der Obst, Gemüse und andere Lebensmittel angeboten wurden. Mit Händen und Füßen schafften wir es auch, uns neue Getränke zu kaufen. Die Verkäuferin sprach leider weder Englisch noch Deutsch, aber wir haben es trotzdem ganz gut hinbekommen. An diesem heißen Tag bei 30°C und Vollsonne haben wir die Getränke auch dringend gebraucht.

Später begegneten wir noch einem Einkaufszentrum, der Galeria Dominikańska. Anders als in Deutschland war es dort auch nicht und anhand der Schilder glaube ich sogar, dass unsere großen Einkaufszentren den selben Betreiber haben. Auch die Geschäfte kamen einem sehr bekannt vor: Media Markt, Fielmann, Deichmann, Tchibo und New Yorker waren dort vertreten. Einen Unterschied gab es jedoch: die Preise waren zum deutschen Vergleich sehr günstig. So konnte ich mit z.B. zwei paar Nike-Schuhe zum Preis von ca. 140€ sichern. Eines der beiden Paare wird in Deutschland für über 20€ mehr verkauft, das Andere konnte ich auf der deutschen Website gar nicht finden. Außerdem gibt es beim polnischen McDonalds leckere Heidelbeer-Taschen, die es hier nicht gibt. IMG_1405

Als wir aus dem klimatisierten Einkaufszentrum raus waren, ging es wieder zum Rathaus und von dort langsam zum Bahnhof. Durch die ganze Lauferei war ich schon ziemlich kaputt, aber da wir recht zeitig am Bahnhof ankamen, konnten wir uns dort noch eine Weile hinsetzen, bevor der Zug kam. Pünktlich um 18:15 ging es mit dem letzten Zug zurück nach Dresden, wo wir dann ca. 3 1/4h später wieder ankamen. Auch auf der Rückfahrt war der polnische Teil der Strecke viel stärker ausgelastet und ab Görlitz wurde der Zug sogar von zwei Wagen auf einen Wagen gekürzt.

Von Dresden aus ging es dann mit dem Auto wieder zurück nach Leipzig und von dort aus schnell ins Bett. Die Fahrt nach Polen hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich kann es jedem nur empfehlen.

Um unterwegs online zu gehen, habe ich übrigens den Surf Pass M von Travel & Surf der Telekom gewählt. Mit diesem Pass kann man im Ausland 24h lang 50 MB Datentraffic verbrauchen. Um ab und an bei Twitter oder Facebook zu surfen reicht das vollkommen aus. Am Ende hatte ich sogar noch fast 30 MB übrig. Erwähnenswert sind allerdings auch die vielen kostenlosen WLANs in Polen, unter anderem bei Starbucks oder McDonalds.

Nach Wroclaw wird es mich bestimmt mal wieder verschlagen, aber auch andere polnische Städte sind bestimmt eine Reise Wert – mal schauen, wo es mich diesen Sommer noch überall hin verschlägt 😉

Noch mehr Fotos findet ihr wie immer bei Flickr (hier klicken). Viel Spaß beim Anschauen!

Erste Eindrücke zu iOS 5

Wie von vielen Quellen bereits erwartet, wurde auf der gestrigen WWDC 2011 die neuste Version von Apples neuem Betriebssystem für mobile Geräte iOS 5 angekündigt. Noch am selben Abend wurde die Beta-Version der im Herbst erscheinenden Version für Entwickler zur Verfügung gestellt.

Auch einige Funktionen meiner Wunschliste wurden mit der neuen Version eingeführt oder angepasst.

Für mich ist das Kernstück von iOS 5 das neue Benachrichtungssystem. Anstatt der bisherigen Benachrichtigungs-Popups werden jetzt kleine Felder am oberen Rand des Bildschirms eingeblendet ohne die gerade laufende Appplikaton zu unterbrechen. Im Menü „Benachrichtigungen“ kann man außerdem genauer einstellen, wie man von Apps benachrichtigt werden möchte.

Benachrichtigungen unter iOS 5

Benachrichtigungen unter iOS 5

Um die Benachrichtigungen anzusehen, kann man eine schicke Übersicht einblenden lassen, indem man mit dem Finger von der Statusleiste zur Bildschirmmitte wischt.

Besonders Benachrichtigungen von Twitter haben bei meinen ersten Tests gut funktioniert. Andere Applikationen habe ich noch nicht ausführlich getestet. Eine gute Sache ist übrigens auch, dass man sich die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm (Lock Screen) anschauen kann.

Auch auf meiner Wunschliste stand die Funktion, seine iOS-Geräte über WLAN zu synchronisieren. Laut Apple sollen sich die Geräte zukünftig jedes Mal mit iTunes verbinden, sobald man sie an eine Stromquelle anschließt. Außerdem sollen kabellose Softwareaktualisierungen (z.B. bei zukünftigen iOS-Versionen) möglich sein.

Weitere Veränderungen sind unter anderem ein verbessertes Handling von Tabs im Safari-Browser, einfache Formatierungsmöglichkeiten beim Schreiben von E-Mails, neue Multi-Touch-Gesten auf dem iPad und eine „Zeitungskiosk“-App. Über diese App kann man seine (über iOS gekauften) Zeitungsabos verwalten und die Zeitungen lesen. Neue Ausgaben sollen automatisch im Hintergrund runtergeladen werden, so dass man bei der nächsten Nutzung schnell darauf zugreifen kann.

Neu sind außerdem „iMessages“ (auf Deutsch einfach „Nachrichten“) und „Reminders“. Bei letzterer App handelt es sich um eine einfache To-Do-Liste. Mit ihr könnt ihr Listen anlegen und Erinnerungen, z.B. zu einer bestimmten Zeit oder an einem bestimmten Ort hinzufügen.

"Reminders" unter iOS 5 auf dem iPad

„Reminders“ unter iOS 5 auf dem iPad

iMessages ist im Gründe das, was heute Whatsapp oder andere Instant Messenger bieten. Ihr könnt euch darüber mit anderen iOS 5-Nutzern Textnachrichten, Bilder und Videos austauschen. Ich persönlich halte diese App für nicht besonders innovativ, da es genügend andere Applikationen wie diese gibt, die nicht nur auf das iOS-System beschränkt sind.

Für alle Social Networks Fans ist bestimmt auch die Integration von Twitter in iOS interessant. Mit iOS 5 könnt ihr direkt aus Anwendungen wie z.B. Safari oder Maps Tweets absenden ohne in die Twitter-App wechseln zu müssen. Auch Entwickler von anderen Anwendungen sollen so die Möglichkeit erhalten, Twitter direkt in ihre Apps zu integrieren.

Ich bin sehr gespannt, wie sich iOS weiterentwickelt und welche Änderungen es noch bis zur Vollversion geben wird. Bis zum Herbst wird es sicher auch mehr Details zum neuen Dienst iCloud geben, der MobileMe ablösen soll.

Jetzt seid ihr erstmal dran: Welche iOS-Funktionen interessieren euch am meisten? Nutzt ihr Beta-Versionen? Welche Funktionen vermisst ihr noch? Kommentare sind gern gesehen!

Viele Grüße,
Fabian