Übernachten bei Travelodge

Hotelzimmer bei Travelodge

So sah unser Hotelzimmer bei Travelodge aus.

Sobald man mit der Reiseplanung beschäftigt ist, stellt sich die zwingende Frage wo man eigentlich übernachten soll. Gerade bei Reisen nach Großbritannien oder Irland stößt man bei der Beantwortung dieser Frage auch schnell auf Travelodge. Da man viel auf diversen Hotelbewertungsseiten liest und man sich manchmal fragt „Was schreiben die Leute da eigentlich für Zeug zusammen?“, möchte ich hier selbst ein paar Erfahrungen zu meinem Aufenthalt bei Travelodge teilen.

Was ist das Besondere an Travelodge?

Zunächst einmal natürlich der Preis. Für wenig Geld bekommt man in vielen Städten ein Dach über dem Kopf. Laut Website sind 80% aller Hotels entweder in Stadtzentren oder an anderen Hotspots gelegen. Für diesen guten Preis muss man allerdings auch seine Erwartungen anpassen und bekommt eventuell nicht den Service, den man aus anderen, höherpreisigen Hotels kennt.

Die Kette hat es quasi zum Leitsatz gemacht, den bestmöglichen Preis für eine Übernachtung anzubieten und dabei trotzdem ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis zu gewährleisten.

Damit dieser Leitsatz auch umgesetzt werden kann, ist einiges anders als bei „herkömmlichen“ Hotels, was ich hier kurz darstellen möchte:

  • Die Zimmer bei Travelodge sind wirklich nur spärlich eingerichtet. Es gibt keine Bilder oder sonstige Dekoration, um keine unnötigen Kosten zu verursachen.
  • Außer einer Seife werden keine Hygieneartikel wie Shampoo oder Duschgel bereitgestellt.
  • Wer im Winter verreist oder längere Haare hat, sollte außerdem einen Fön mitbringen. Man kann sich zwar selbst Föne an der Rezeption ausleihen, muss eventuell aber etwas warten.
  • Es gibt kein Telefon auf dem Zimmer – also besser das Handy nicht vergessen.
  • Auf jedem Zimmer gibt es einen Wasserkocher mit Tee und Kaffee zum Selbstmachen.
  • WLAN im Hotel ist kostenpflichtig (außer in der Lobby, allerdings sind Datenvolumen und Geschwindigkeit pro Tag begrenzt).
  • Es wird kein Gepäck an der Rezeption aufbewahrt, wenn man vor der Check-In-Zeit oder nach der Check-Out-Zeit noch in der Umgebung bleiben möchte und sein Gepäck nicht mitschleppen will.
  • Es gibt einen Fernseher auf dem Zimmer, jedoch kein Radio mit Weckfunktion.
  • Es gibt keinen Zimmerservice.
  • Normalerweise gibt es nur ein Kopfkissen und Handtuch pro Person – wer mehr möchte, muss es sich bei der Rezeption ausleihen.
  • Durch die günstigen Preise fühlt man sich eher wie in einer Jugendherberge anstatt wie in einem Hotel.
Dusche in Travelodge Hotelzimmer

Das Bad bzw. die Dusche

Wenn man sich diese Punkte vorher durchliest und sich so schon über das Hotel und die Ausstattung dort informiert, sollte man eigentlich perfekt vorbereitet in den Urlaub fahren können. Sicherlich ist es ärgerlich, wenn man ohne Duschbad im Hotel ankommt oder gern in liebevoll eingerichteten Zimmern übernachtet, allerdings sollte man dafür auch das entsprechende Geld ausgeben.

Ansonsten ist Travelodge ein ganz normales Hotel mit, je nach Hotel, Bar und Restaurant, Doppel- und Familienzimmern, behindertengerechten Zimmern und den üblichen Annehmlichkeiten. Mit Sauberkeit und Freundlichkeit des Personals hatte ich im Hotel in London überhaupt keine Probleme. Dies kann man aber nur schlecht pauschalisieren – jeder hat andere Maßstäbe und auch das Personal in einem Hotel ändert sich oft, so dass dies jeder selbst einschätzen sollte. Ich persönlich würde Travelodge auf jeden Fall wieder besuchen, da man, wenn man ein paar Einschränkungen hinnehmen kann, eine gute und preisgünstige Übernachtungsmöglichkeit geboten bekommt.

Welche Erfahrungen habt ihr bei Hotelaufenthalten bisher gemacht? Wurdet ihr schon einmal schlecht überrascht, als ihr im Hotel angekommen seid? Was ist euer Lieblingshotel? Ich freue mich auf Antworten in den Kommentaren!

In den nächsten Tagen werde ich außerdem einen Artikel mit ein paar Tipps zur Planung von Hotelaufenthalten veröffentlichen, also seid gespannt.

Bis dahin viele Grüße,
– Fabian. 

Schreibtisch bei Travelodge

Schreibtisch mit TV, Wasserkocher und Tee bzw. Kaffeepulver.

London 2012

Es war heiß – mindestens genau so heiß wie in Deutschland Mitte August. Allerdings befand ich mich ein paar hundert Kilometer weiter westlich. In der Zeit zwischen den olympischen und paralympischen Spielen habe ich die Gelegenheit genutzt und habe der britischen Hauptstadt einen erneuten Besuch abgestattet, um mir auch mal ein paar Dinge abseits der klassischen Hotspots, wie den Houses of Parliament und dem Piccadilly Circus, anzuschauen. Obwohl ich ganze 4 volle Tage in dieser schönen Stadt verbringen konnte, wurde wieder nur ein Teil meiner Pläne umgesetzt – mit dem Endergebnis bin ich jedoch mehr als zufrieden. Damit der Artikel möglichst lange aktuell und interessant bleibt, verzichte ich auf Angabe von Eintrittspreisen und Öffnungszeiten und verlinke, falls vorhanden, stattdessen auf die (offiziellen) Websites der entsprechenden Punkte, wo ihr euch selbst informieren könnt.

IMG_3530 Los geht es mit einem Tipp für Naturfreunde. Die Royal Botanic Gardens (Kew Gardens) befinden sich im Südwesten der Stadt und sind recht einfach mit der District Line und London Overground (Station „Kew Gardens“) erreichbar. Man sieht dort Pflanzen aus verschiedensten Klimazonen, die man sonst in Europa nirgends findet. Besonders beeindruckend sind die Gewächshäuser aus der viktorianischen Zeit und das „Princess of Wales Conservatory“. Dieses Haus beinhaltet Pflanzen aus vielen verschiedenen Klimazonen – angefangen von der Wüste bis hin zum tropischen Regenwald. Aber auch außerhalb der Gewächshäuser gibt es viel zu sehen – einen Steingarten, einen Weg durch Baumkronen, einen Bambusgarten, eine „echte“ asiatische Pagode, riesige Bäume und viele weitere beeindruckende Pflanzen. Um wirklich alles sehen zu können, sollte man aber auch mindestens 4-6 Stunden einplanen und Schuhe anziehen, in denen man gut laufen kann.

IMG_3716 Wer eher daran interessiert ist, das Verkehrssystem von London näher kennenzulernen oder sich allgemein für Personenverkehr interessiert, dem lege ich das London Transport Museum nahe. Dort kann man nicht nur Londons ältesten Bus, einige (teils begehbare) Modelle von U-Bahnen und Straßenbahnen ansehen sondern auch selbst eine U-Bahn im Simulator steuern oder auf einem Busfahrersitz Platz nehmen. Daneben gibt es weitere Informationstafeln und Anschauungsobjekte zum Londoner Nahverkehr, einen Exkurs ins Design der Netzpläne und Beschilderungen sowie auch für Kinder Möglichkeiten, den Nahverkehr besser kennenzulernen. Für einen Besuch sollte man ungefähr 2 Stunden einplanen – danach kann man noch im Museumsladen Souvenirs einkaufen gehen. Das Museum ist sehr zentral direkt in „Covent Garden“ gelegen und kann mit der Piccadilly Line über selbige Station oder über die Station „Leicester Square“ erreicht werden.

IMG_3506 Für alle Schokoladenfreunde mit viel Geld lohnt sich ein Besuch im „M&M’s World„-Laden. Direkt am Leicester Square (Piccadilly Line, Northern Line) kann man dort über 4 Etagen quasi alles kaufen, was mit M&M’s zu tun hat. Es geht von M&M-Schlafanzügen über Frühstücksschüsseln und Plüsch“tieren“ vorbei an Notizblöcken zu M&M’s in allen möglichen Farben und „Geschmacksrichtungen“. Ein Besuch lohnt sich schon wegen der lebensgroßen M&M-Figuren, die überall im Laden verteilt sind. Wer sich „nur“ M&M’s zum Essen kaufen möchte, sollte dies aufgrund der hohen Preise lieber im Supermarkt tun. Durch die vielen Touristen wird es schnell voll, allerdings gibt es eine Menge zu sehen und natürlich auch zu kaufen.

Als letzten Tipp kann ich nur empfehlen: nehmt euch Zeit und lasst die Stadt auf euch wirken! Es gibt wahnsinnig viel zu sehen und jeder Tag sieht etwas anders aus – egal, ob man beim Frühstück sitzt und die Leute draußen beobachtet oder einem Musiker bei einem spontanen Auftritt zusieht. Setzt euch auch einfach mal in einen der Doppelstockbusse und genießt die Aussicht bei einer Fahrt durch die Stadt. Gerade in der Innenstadt gibt es oft Plätze oben in den vorderen Reihen und man sieht die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive, als wenn man nur durchläuft oder die U-Bahn nimmt. Deshalb zum Abschluss noch ein kleines Video von so einer Busfahrt.

Viele weitere Bilder der Reise findet ihr, wie immer, bei Flickr.
Wenn ihr Tipps habt und eure Lieblingsplätze in London teilen wollt, nutzt bitte die Kommentarfunktion 🙂

Cheers,
– Fabian.