Strasbourg / August 2010

Hallo ­čÖé

Wie ich bereits angek├╝ndigt habe, soll es hier bald auch ein paar Berichte zu meinen Reisen / Ausfl├╝gen geben – heute geht es los!

Reiseziel: Strasbourg, Frankreich
Reisedaten: 05/08/2010 – 08/08/2010
Verkehrsmittel: Zug (TGV + ICE)
Hotel: ibis Hotel Strasbourg Centre Halles

Der Vorteil bei uns in der Firma Nachtschicht zu haben liegt klar auf der Hand: es gibt nicht nur mehr Geld, man hat anschlie├čend auch vier volle Tage frei. Wenn man also nicht zu Hause rumsitzen m├Âchte, ist es die perfekte Gelegenheit um etwas zu unternehmen und sich die Welt anzusehen.

Nur eine Woche vorher haben Julia und ich geplant, einfach mal nach Frankreich zu fahren. Damit es nicht zu weit und zu teuer wird, haben wir uns auf Strabourg, gleich hinter der deutschen Grenze festgelegt.

Donnerstagmorgen ging es los. Da ich bis um 3:00 in der Nacht arbeiten musste und erst kurz nach 4:00 zu Hause war, blieb nicht viel Zeit zum Schlafen. Eine Stunde ausruhen und dann musste die Reisetasche gepackt werden. Um 6:35 fuhr dann auch schon die Bahn zum Hauptbahnhof. Dort ging es mit dem ICE bis nach Frankfurt Hbf. Gl├╝cklicherweise war ich nicht der Einzige, der sehr m├╝de war. Der halbe ICE-Wagen hat geschlafen und erst nach Fulda wurden die ersten Leute wieder wach. In Frankfurt ging es dann ganz schnell ein paar Gleise weiter, der ICE nach Karlsruhe hat schon gewartet und aufgrund der Versp├Ątung meines Zuges, blieben nur 5 Minuten Zeit zum umsteigen.

In Karlsruhe selbst hatte ich dann ungef├Ąhr 60 Minuten Aufenthalt. Dank der T-Mobile Hotspot-Flatrate und einer McDonalds-Filale habe ich die Zeit genutzt um etwas im Internet zu surfen. Dann war es auch schon soweitÔÇŽ der TGV aus Stuttgart in Richtung Paris Est kam an. Nachdem sich alle durch die engen Eingangsbereiche gequetscht haben, habe ich es bis zu Julia geschafft, die schon seit Stuttgart im Zug sa├č. Nat├╝rlich haben wir keine Pl├Ątze nebeneinander bekommen und ich habe die 40 Minuten nach Strasbourg auf dem Gang verbracht.

Der TGV istÔÇŽ najaÔÇŽ ungef├Ąhr wie ein ICE aber macht einen etwas ├Ąlteren Eindruck. Die Reservierungen werden noch mit Pappschildern ├╝ber den Sitzen angezeigt und es gibt keine Anzeige mit dem n├Ąchstem Bahnhof / der Geschwindigkeit etc. Vermutlich hatten wir aber einfach nur das „Gl├╝ck“, in einem ├Ąlteren Modell zu sitzen.

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Als wir in Strasbourg ankamen, ging es erstmal zur Stra├čenbahn. Die Haltestelle befindet sich unter dem Bahnhof. Ich war gleich von den Fahrpreisen begeistert. Bis zu drei Personen k├Ânnen volle 24 Stunden lang f├╝r nur 5,50ÔéČ mit allen Stra├čenbahnen und Buslinien fahren. In manchen deutschen St├Ądten w├╝rde man f├╝r diesen Preis gerade mal Kurzstrecken f├╝r drei Personen bekommenÔÇŽ

Lange mussten wir nicht auf die Bahn warten und dann ging es auch schon losÔÇŽ unser Hotel lag nur eine Station vom Bahnhof entfernt. Dummerweise gab es zwei Hotels mit dem Namen „Centre Halles“ und wir sind nat├╝rlich gleich ins falsche Hotel gelaufen. Der freundliche Herr meinte aber, das richtige Hotel w├Ąre nur eine Ecke weiter. Das richtige Hotel war wirklich direkt nebenan und das Zimmer war auch gro├č genug. Es war sauber, hatte eine Badewanne, einen Fernseher und ein gro├čes Bett. Einziges Problem: es gab nur eine Bettdecke :-/

Da wir nat├╝rlich nicht die ganze Zeit im Hotel sitzen wollten, ging es dann in die Innenstadt. Strasbourg hat zwar eine relativ kleine Innenstadt aber daf├╝r gibt es gen├╝gend Gesch├Ąfte, sch├Âne H├Ąuser und viel zu sehen. Der Hauptanziehungspunkt f├╝r Touristen ist aber die Kathedrale. Ich glaube, man kann sie gar nicht auf ein Foto bekommen, weil man nicht so weit weggehen kann, ohne das ein Haus die Sicht versperrt.

Nach einem Marsch durch die Innenstadt und das Einkaufszentrum unter dem Hotel ging es dann zur├╝ck ins Hotelzimmer. Irgendetwas essbares musste her. Da wir selbst keine Restaurants in Strasbourg kannten, musste Google Maps herhalten. Nur ein paar Stationen weiter gab es eine Filiale von Domino’s Pizza. Ich kannte die Kette schon aus Israel und war dort positiv ├╝berrascht wurden. Also auf in die n├Ąchste Bahn in Richtung Schulthfeld. Dort angekommen, mussten wir dummerweise feststellen, dass es kein Restaurant sondern nur ein Take-away ist. OkayÔÇŽ 10 Minuten haben wir auf die Pizza gewartet und dann ging es mit Pizzakarton zur├╝ck in die Bahn zum Hotel. Viel ist dann an diesem Tag nicht mehr passiert. Wahrscheinlich lag es daran, dass wir beide ziemlich m├╝de waren.

DSC00525Das Wetter am n├Ąchsten Tag war dann schon wieder besser. Die Sonne schien und von den grauen Wolken war weit und breit nichts mehr zu sehen. Aufstehen, duschen, anziehen und dann gab es Fr├╝hst├╝ck. Das Buffet am Hotel war zwar nicht das Gr├Â├čte, aber ich wurde satt und geschmeckt hat es auch. Da Strasbourg die „Hauptstadt Europas“ genannt wird, haben wir uns als erstes auf den Weg zum Europaparlament am Stadtrand gemacht. Auch hier kommt man bequem mit der Bahn hin – wir mussten nur ein mal umsteigen. Das Parlament sieht schon sehr beeindruckend aus, aber leider kamen wir nur bis in den Innenhof. Um das Geb├Ąude richtig zu betreten, muss man an einer F├╝hrung teilnehmen, wozu man eine angemeldete Reisegruppe braucht. Zwei Personen z├Ąhlten leider nicht als Reisegruppe.

Nachdem genug Fotos gemacht wurden, ging es dann wieder zur├╝ck in die Innenstadt. Am Nachmittag haben wir dann noch ein weiteres, sch├Ânes Einkaufszentrum am Rand der Innenstadt gefunden. Im dortigen Supermarkt haben wir uns mit neuen Getr├Ąnken und Schokolade versorgt und dann wurde das Ganze im Hotelzimmer abgeladen. Langsam wurde es wieder Abend und der Hunger machte sich immer deutlicher bemerkbar. Da wir auf dem Weg zum Europaparlament eine Filiale von Pizza Hut gesehen haben, ging es mit der Bahn diesmal nach „Landsberg“. Die Pizza Hut-Filiale entpuppte sich leider auch nur als Take-away aber immerhin hatte man St├╝hle zum Sitzen, w├Ąhrend man auf die Pizza warten musste. Bei Pizza Hut lief au├čerdem ein spezielles AngebotÔÇŽ wenn man sich eine Pizza selbst abholt, zahlt man eine Pizza aber bekommt zwei. Besser ist es, denn eine Pizza f├╝r ~16 ÔéČ ist nicht gerade billig. Mit dem Pizzakarton ging es wieder mit der Bahn zum Hotel. An diesem Tag waren wir au├čerdem in Kehl – das liegt schon wieder in Deutschland, direkt gegen├╝ber von Strasbourg. Leider war in Kehl nicht wirklich viel los. Es hatte den Charme einer kleinen Kleinstadt (ja, einer KLEINEN Kleinstadt), aber der Bus dort hin war trotzdem brechend voll. Der Grund daf├╝r: anscheinend sind Zigaretten in Deutschland noch billiger als in Frankreich, weshalb viele Franzosen ├╝ber die Grenze gekommen sind. NajaÔÇŽ die Deutschen fahren nach Polen, die Franzosen nach DeutschlandÔÇŽ anscheinend gibt es schon ein Preisgef├Ąlle von West nach Ost ­čśÇ

Langsam wurde es dann auch schon SamstagÔÇŽ der letzte, volle Tag in Strasbourg ist angebrochen. Julia hat auf dem Stadtplan ein Schloss entdeckt, das wir uns anschauen wollten. Das Schloss selbst lag in einem Park und wurde mittlerweile als Tagungszentrum umgebaut. Nachdem wir eine Runde durch den Park gedreht haben, ging es wieder zum Hotel und von dort aus mit der Bahn in Richtung Stadtrand. Linie A fuhr vom Hotel nach „Illkirch-Lixenbuhl“. Da sich dieser Name sehr interessant anh├Ârt, haben wir beschlossen, einfach mal dort hinzufahren. Leider war es dann aber ├╝berhaupt nicht interessant und es ging gleich wieder zur├╝ck. DSC00589Auf dem R├╝ckweg sind wir bei „Baggersee“ ausgestiegen – dort gab es zwar keinen (f├╝r uns sichtbaren) See, aber noch ein Einkaufszentrum mit einem gro├čen Supermarkt. Nachdem der Getr├Ąnkevorrat wieder aufgef├╝llt war, fuhren wir noch mal zum anderen Einkaufszentrum. Dort haben wir im Puma-Laden sehr sch├Âne Strasbourg T-Shirts entdeckt und haben nat├╝rlich zugeschlagen. Dann ging es noch mal zu H&M und wieder zur├╝ck zum Hotel, um die ganzen Sachen abzuladen. Der Plan f├╝r den Abend war, sich das Europaparlament bei Nacht anzusehen, weil es dann sch├Ân leuchtet. Bis dahin war aber noch viel Zeit, weshalb wir auch noch in die anderen Richtungen mit den Stra├čenbahnen fuhren.

Gegen Abend waren wir dann noch in der Innenstadt, haben Postkarten geschrieben und das Paradies f├╝r Schokoladenfans besucht. Ein ganzer Laden voll mit Nougat, Karamel und anderen Arten Schokolade. Leider waren die Preise nicht gerade wie im Paradies, aber f├╝r gute Schokolade aus Frankreich gibt man gern mal etwas Geld aus.

Die Sonne ging auch schon unter und es wurde Zeit zum Europaparlament zu fahren. Wieder ging es mit der Bahn bis zum Parlament. Es dauerte nur noch ein paar Minuten bis die Sonne weg war, aber geleuchtet hat das Parlament nicht. Entweder das Bild, das wir gesehen haben, wurde billig mit Photoshop bearbeitet oder das Parlament leuchtet nur an bestimmten Tagen. Julias Spruch dazu m├Âchte ich hier lieber nicht erw├Ąhnen ­čśŤ . Immerhin war es drau├čen nicht kalt, und die Bahn kam gleich um zur├╝ck zu fahren. Auf dem R├╝ckweg kamen wir wieder bei „Landsberg“ vorbei. Da wir am Abend noch nichts gegessen haben, blieb uns eigentlich keine andere Wahl – Pizza Hut. Auch diesmal gab es wieder leckere Pizza zum Essen im Hotelzimmer. Kurz nach 12 waren wir dann fertig und die letzte Nacht in Strasbourg war da.

DSC00660Anscheinend wusste das Wetter, dass wir am Sonntag wieder nach Hause fahren wollten/mussten. Es war wieder grau, hat geregnet und wurde k├Ąlter. Trotzdem sind wir nach dem Fr├╝hst├╝ck noch eine Runde mit der Bahn durch die Stadt gefahren, bevor wir das Hotelzimmer r├Ąumen mussten. Das Stra├čenbahnnetz in Strasbourg ist schon toll. Die Bahnen sind supermodern, fahren sehr oft und die Haltestellen sind sch├Ân eingerichtet. Es gibt an jeder Station einen Fahrkartenautomaten, ein Warteh├Ąuschen, ├ťbersichtspl├Ąne, Entwerter, Sitzb├Ąnke usw. Hier in Deutschland sucht man das manchmal vergeblich. In den n├Ąchsten Jahren soll das Netz noch ausgebaut werden und eine Strecke ist bis nach Deutschland geplant. Richtig super sind auch die Ansagen in den Bahnen. Jede Haltestelle hat eine eigene Melodie bekommen und wird entweder von einem Kind, einem Mann oder einer Frau angesagt – auch singende Ansagen kamen vor. Es macht die Fahrt auf jeden Fall abwechslungsreicher, als irgendwelche Standardansagen wie bei uns.

Dann ging es auch schon wieder zum Bahnhof, wo wir noch eine Stunde Aufenthalt hatten, bis der TGV kam. Dort war es wieder sehr voll, weshalb ich mich schon am Bahnhof von Julia verabschieden musste. Im Zug selbst wollte sich erst ein Pakistani mit mir um den Sitzplatz streiten – der Punkt war nur: ich hatte eine Reservierung, er nicht. Auf dem R├╝ckweg musste ich dann in Karlsruhe, Frankfurt und Fulda umsteigen. Nat├╝rlich hatte der ICE die Versp├Ątung, die man erwartet und um kurz nach 20 Uhr war ich wieder in Leipzig.

Der Kurzurlaub in Strasbourg hat sich auf jeden Fall gelohnt, es hat Spa├č und vor allem Lust auf mehr gemacht. Mal schauen, wo es das n├Ąchste Mal hingeht.

Noch mehr Fotos aus Strasbourg gibt es hier.

3 Gedanken zu „Strasbourg / August 2010

  1. Du hast die Schnecke vergessen… xD
    ├ťbrigens war bei mir auf der R├╝ckfahrt auch irgendwas im Busch. Die Polizei hat Ausweise kontrolliert, aber nur von Leuten, die nicht eindeutig wie Europ├Ąer aussahen. (so was finde ich grenzwertig, aber ich wurde ja nicht gefragt) Meinen Decknahmen Jolka hab ich da nat├╝rlich nicht erw├Ąhnt, sonst h├Ątten die mich sicher auch noch ├╝berpr├╝ft. ^^

    • Die Schnecke… oh je XD Ja… wir haben die franz├Âsische Nacktschnecke vor allem Schneckensammlern verteidigt. Leider war es uns aber nicht m├Âglich, sie nach Deutschland in Sicherheit zu bringen.

      Hinter mir hat sich die Polizei auch ein paar Ausweise von irgendwelchen Leuten angesehen und hat immer ewig gebraucht, um alles zu ├╝berpr├╝fen usw.

      Sehr gut, dass du Jolka nicht erw├Ąhnt hast, sonst h├Ątten die den Zug noch auf freier Strecke angehalten *lach*

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