FGNet.de

enjoy…

30. November 2010 | 10 Kommentare

Instagram – Deine Bilder gehören nicht nur dir

Bilder mit dem iPhone aufnehmen, ein paar schöne Filter anwenden und die Bilder mit deinen Freunden teilen?  Mit der Instagram-App für das iPhone ist das möglich – sogar kostenlos. Seit einiger Zeit kann man diese App schon im Apple Appstore runterladen und sie wird immer beliebter.

Viele Nutzer wissen aber nicht, dass man die aufgenommenen und hochgeladenen Bilder automatisch Burbn Inc., dem Unternehmen hinter Instagram zur Verfügung stellt. Mit jedem Foto das man über Instagram hochlädt und für die Öffentlichkeit freigibt, gewährt man Instagram die Rechte, jedes Foto weltweit zu nutzen, zu verändern, zu löschen, zu reproduzieren und über sämtliche Medien öffentlich zu zeigen. Ausgenommen sind Bilder, die man als „privat“ markiert und auf Instagram lädt.

Immerhin, Instagram beansprucht keine Eigentums- und Exklusivrechte an den Foto – ich möchte jedoch trotzdem selbst entscheiden, wer meine Fotos in welchem Umfang wie nutzen darf. Lustig würde ich es nicht finden, wenn meine Aufnahmen später irgendwann auf T-Shirts oder in Werbeanzeigen zu finden sind.

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist jedoch, das man diese Bedingungen nicht vor der Registrierung einsehen kann. Erst nachdem man sich die App runtergeladen hat und sich registriert hat, kann man die Bedingungen unter „Profile“ -> „About“ -> „Terms of Service“ nachlesen. Auch auf der Instagram-Website am Computer fehlt jeder Hinweis zu den Bedingungen. Über das iPhone habe ich jedoch den Direktlink zu den besagten Bedingungen gefunden. Nachlesen kann man diese hier: http://instagr.am/legal/terms/

Würdet ihr so einem Service eure Bilder anvertrauen? Nutzt ihr Instagram oder vergleichbare Services? Wie ist eure Meinung zu solchen Nutzungbedingungen? Kommentare machen glücklich – also schreibe auch du einen!

Viele fotografierende Grüße,
– Fabian

Füge den Permalink zu deinen Favoriten hinzu.
Bleib auf dem neusten Stand und verfolge den Kommentar RSS-Feed für diesen Artikel.
Schreibe einen Kommentar oder hinterlasse ein Trackback: Trackback URL.

Dieser Eintrag wurde unter folgenden Tags abgelegt:
, , , , ,

10 Kommentare

  1. Zero_DX
    Geschrieben am 12. Dezember 2010 um 18:38 | Permalink

    Na super, nicht schon wieder so eine Falle. Die meisten Leute denken über so etwas nicht nach. Ich denke nur an die Facebook-Anwendung, mit der immer angeben konnte, wo man sich gerade befindet. Am Anfang war die Option immer aktiviert. Freunde (will ich sie nach so viel Blödheit noch so nennen…?) können beispielsweise einfach mein zu Hause als Checkpunkt eingeben. Da hat man dann auch nicht mehr viel davon, wenn man diese Anwendung eigentlich blockiert hat.
    Genausowenig kann man hier machen, woher soll man auch wissen, wer wann ein Foto gemacht hat und wo er es hochlädt?

    • Fabi
      Geschrieben am 12. Dezember 2010 um 20:02 | Permalink

      Ich muss zugeben, ich habe auch erst überlegt, ob ich mich dort anmelden soll, hab es dann aber auch gelassen, als ich diese Nutzungsbedingungen bei Recherchen im Internet gefunden habe.

      Das mit der Facebook-Orte-Funktion finde ich aber sogar noch etwas schlimmer. Bei Instagram können die zwar mit meinen Fotos Spaß haben, aber wenigstens stellt keiner mein zu Hause als Checkpoint ins Internet, bei dem man auch noch sehen kann, wie viele Benutzer dort bereits waren usw.

      Jedoch finde ich es bei beiden Diensten sehr bedenklich, dass man nicht automatisch darauf hingewiesen wird sondern sich alles mühevoll zusammensuchen muss.

  2. Geschrieben am 16. Dezember 2010 um 23:16 | Permalink

    Wieso so eine Aufregung? Euch ist schon bewusst, dass Instagram sich diese Rechte geben lassen MUSS? Ansonsten könnte jeder Nutzer die Mache wg. Urheberrechtsverletzung verklagen! Wenn Instagram nicht die Rechte hat, die Bilder der Nutzer weltweit zugänglich zu machen, darf es die Bilder nicht weltweit zugänglich machen – aber genau das ist Sinn und Zweck des Dienstes!

    • Fabi
      Geschrieben am 16. Dezember 2010 um 23:25 | Permalink

      Die Frage ist ja, WELCHE Rechte man an Instagram ab tritt – das die Bilder öffentlich gemacht werden ist schon berechtigt und auch notwendig, wie du gesagt hast. Jedoch stimmt man auch zu, dass Instagram die Bilder auch für andere Medien bereitstellen und verändern darf.

      Bei Diensten wie z.B. Flickr ist das nicht so. Dort kannst du genau einstellen, wie du dein Bild lizenzieren möchtest. wenn du eine entsprechende Lizenz für dein Bild einstellst.

      Außerdem wird man weder vor noch während der Registrierung auf die Nutzungsbedingungen hingewiesen, was ich auch nicht gut finde.

      • Geschrieben am 16. Dezember 2010 um 23:32 | Permalink

        Dann überlege nochmal, wofür Instagram da ist… zum Bilder hochladen und verfügbar machen – dafür brauchen sie die Rechte… dieses Recht muss weltweit und medienübergreifend gelten – die Bilder werden ja sicherlich nicht nur im Web, sondern auch in der Instagram-App angezeigt… und obendrein kannst du die Bilder über Instagram bearbeiten – auch dafür brauchen sie die Rechte…

      • Fabi
        Geschrieben am 16. Dezember 2010 um 23:50 | Permalink

        Adobe Photoshop gebe ich, meines Wissens nach, aber auch keine Rechte, wenn ich meine Fotos durch einen automatischen Filter verändere. Die Instagram-App ist da, meiner Meinung nach, ähnlich: die Fotos verändere ich ja auch auf meinem iPhone und nicht erst, wenn diese im Internet hochgeladen sind.

        Wenn es nur bei der Darstellung im Web und in der App bleibt – okay. Nur weiß niemand, ob dann (gute) Fotos auch in Werbeanzeigen etc. auftauchen. Immerhin ist der Dienst ja kostenfrei und irgendwie müssen die sich auch finanzieren.

      • Geschrieben am 17. Dezember 2010 um 03:06 | Permalink

        Das kommt ganz darauf an, wie Instagram implementiert ist. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Bildbearbeitung serverseitig via ImageMagick o.ä. erledigt wird.

        Und da du vorhin explizit Flickr genannt hast… lies dir doch mal bitte die AGB von Yahoo durch, die 1:1 auch für Flickr gelten… als Hinweis: du kannst dich auf die Punkte 9.2 und 9.3 konzentrieren… ;-)

      • Fabi
        Geschrieben am 20. Dezember 2010 um 12:49 | Permalink

        Die Bilder werden nicht serverseitig umgewandelt. Zumindest kann ich auch im Flugzeugmodus (keine Verbindung zu 3G-Netz / WLAN) Fotos bearbeiten und diese auf meinem iPhone speichern. Von daher wüsste ich nicht, weshalb das in den AGB extra verankert werden sollte. Da steht ja eindeutig, dass sie die Fotos dann bearbeiten dürfen.

        In den Yahoo AGB steht nichts von Bildbearbeitung sondern nur, dass Yahoo sie weltweit verfügbar macht und hostet. Wie schon gesagt, so lange es dabei bleibt, sehe ich kein Problem.

  3. Peter
    Geschrieben am 5. Februar 2012 um 13:25 | Permalink

    Dieser Service ist total unseriös. Man hat weder im App noch sonstwie eine Kontrolle über seine Bilder. Man kann sie auch nicht löchen. Jedes aufgenommenen Foto geht sofort zu instagram. Der Versuch ein Foto das irrtümlich bei instagram landet, verliert ma für immer und ewig aus seiner Kontrolle. Ich nenne das unseriös, kriminell, verbrecherisch und lässt sich unter keinem Titel entschuldigen. Jetzt darf ich mich auch noch darum kümmern, wie ich meinen Account bei diesen kriminellen Halunken löschen kann.

  4. Peterchen
    Geschrieben am 13. Februar 2012 um 12:51 | Permalink

    Man kann die Bilder natürlich auch wieder löschen. Im Profil ein Bild auswählen, das du löschen willst und unter dem Bild erscheinen auf der rechten Seite kleine Pünktchen. Da draufklicken und das Bild löschen.
    Ich persönlich bin derselben Meinung wie Kenny. Instagram muß sich ja absichern, um nicht selbst rechtliche Probleme zu bekommen. Es wird meiner Meinung nach auch vieles immer wieder so aufgebauscht. Wer ein Bild irgendwohin hochlädt, der möchte doch auch, dass es irgendjemand anschaut. Aber Fabi, ich akzeptiere auch Deine Meinung :O)

Einen Kommentar schreiben

Deine Mailadresse wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet

*
*

Du kannst folgende Tags zum Formatieren deines Kommentares benutzen:

fett [b]TEXT[/b] kursiv [i]TEXT[/i] unterstrichen [u]TEXT[/u]
durchgestrichen [s]TEXT[s] überstrichen [o]TEXT[/o] blinkend [blink]TEXT[/blink]
hochgestellt [sup]TEXT[sup] runtergestellt [sub]TEXT[sub] farbig [color=FARBE]TEXT[/color]
E-Mail-Adresse [mail=test@test.de]test@test.de[/mail]     Code [code]TEXT[/code]
Link (URL) [url=LINKADRESSE]Beschreibung[/url]        

Noch mehr FGNet.de


  • Kalender

    November 2010
    M D M D F S S
    « Okt   Dez »
    1234567
    891011121314
    15161718192021
    22232425262728
    2930  
  • Archiv

  • Kategorien

  • Meta