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15. März 2010 | 1 Kommentar

Marihuana und die US-Wirtschaft

Da ich über das Wochenende nicht genug ausgelastet war, bin ich heute nach dem Aufstehen in die Stadt gefahren und habe etwas trainiert. Viele moderne Sportstudios bieten bei den Cardiogeräten glücklicherweise Fernseher an, damit man sich die Zeit etwas vertreiben kann. Ich hab selbstverständlich auch einen Fernseher blockiert und mich für CNN entschieden. Dort lief gerade Larry King Live mit Larry King (wie ja der Name schon sagt…) und Jesse Ventura, früherer Gouverneur von Minnesota (USA), als Gesprächspartner. Im Interview ging es hauptsächlich Venturas neues Buch „American Conspiracies: Lies, Lies, and More Dirty Lies that the Government Tells Us“. Auf Deutsch heißt das ungefähr „Das amerikanische Komplott / die amerikanische Verschwörung: Lügen, Lügen und noch mehr dreckige Lügen die uns die Regierung erzählt“.

Okay, jetzt aber zum eigentlichen Titelthema „Marihuana und die US-Wirtschaft“. Leider habe ich das Interview nicht von Anfang an gesehen aber folgende Stelle war, von Larry Kings Style abgesehen, sehr interessant für mich.

King und Ventura redeten gerade über Drogen und die Legalisierung von Marihuana in den USA / in Kalifornien. Ventura war der Meinung, dass Marihuana doch gar nicht soooo schlimm ist, und deshalb ruhig legalisiert werden sollte. Eines seiner Hauptargumente war, dass die Legalisierung die amerikanische Wirtschaft stärken würde. Seiner Meinung nach würde durch die Legalisierung von Marihuana, der Verkauf, die dadurch entstehenden Firmen und die dazugehörige Infrastruktur bestens in die amerikanische Wirtschaft investiert werden. Anstatt Geld für das Verbot, Kontrollen und für Prävention auszugeben würde durch die Legalisierung viel mehr Geld in die Kassen kommen. Spezielle Steuern auf Marihuana könnten zudem auch eingeführt werden.

Wenn man also nach Mr. Ventura gehen würde, würde Marihuana schnell mal legalisiert werden und sobald es der Wirtschaft besser geht, verbieten wir es wieder? Was ist mit den Kosten für Gesundheit, Aufklärung, Vorbeugung von Langzeitschäden? Okay, beim amerikanischen Gesundheitssystem muss man derzeit sowieso davon ausgehen, das man alles selbst bezahlt, aber das kann es doch wohl nicht sein!?

Auf welche Ideen werden die Menschen noch kommen, damit man einfach und schnell wieder zu Geld kommt? Die Idee, eine Droge zu legalisieren, nur damit mehr Geld in die Kassen kommt, halte ich jedenfalls für sehr verwerflich. Überhaupt daran zu denken, Drogen zu legalisieren würde für mich nicht in Frage kommen.

Was sagt ihr zur Idee von Ventura? Was haltet ihr allgemein davon, Marihuana zu legalisieren? Was sind eure Ideen um die Wirtschaft anzukurbeln?

Viele kopfschüttelnde Grüße,
– Fabi

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Ein Kommentar

  1. Geschrieben am 18. März 2010 um 17:09 | Permalink

    Wie kommst du auf die Idee, dass er das Marihuana nach einer Weile wieder verbieten will?

    Persönlich bin ich übrigens der Meinung, dass Marihuana ähnlich schlimm ist wie Alkohol – ja, beide haben auch therapeutische Anwendungsgebiete (beim Alkohol/Wein das Herz-Kreislaufsystem, beim Marihuana insbesondere die Augen). Wieso das eine also legal ist und das andere vehement verteufelt wird, kann ich deshalb nicht verstehen.

    Ich habe übrigens absichtlich Alkohol und Marihuana verglichen und nicht Tabak und Marihuana, da sowohl Marihuana als auch Alkohol einen Rauschzustand herbeiführen können. Persönlich lieber wäre mir übrigens, wenn bekiffte Leute durch die Straße ziehen würden und keine betrunkenen. Bei Angetrunkenen scheint vor allem die aggressive Hemmschwelle zu sinken, während Konsumenten von Marihuana meist ausgeglichen und relaxed zu sein scheinen (subjektive Wahrnehmung).

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