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25. März 2010 | 3 Kommentare

Mein bester Freund beim Hebräischlernen I

Um eine Sprache, außerhalb von Schulen, zu lernen gibt es Unmengen an Materialien, die man verwenden kann: Bücher, Podcasts, Sprachkurse, Foren, Chats, diverse Online-Übersetzer und Wörterbücher.

Ich möchte euch einige Materialien vorstellen, die ich sehr gerne benutze, wenn ich Hebräisch lerne.

Da ich mir teilweise einige Verben bzw. deren Formen nicht merken kann, ist die absolute Nummer eins für mich der „Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs„. Wie der Name schon sagt, ist es ein Sprachführer für hebräische Verben.

In der zweiten Ausgabe, die ich besitze, umfasst das Buch ganze 886 Seiten und beinhaltet die gebräuchlichsten 1580 Verben, gruppiert in 565 Wurzelgruppen. Ebenfalls im Buch: ein Verbverzeichnis Hebräisch->Englisch und Englisch->Hebräisch mit Angabe der Wurzel und Seitennummer. Außerdem gibt es zu jeder Wurzelgruppe gleich noch Beispielsätze auf Hebräisch, inklusive der englischen Übersetzung.

Die einzelnen Verben sind übersichtlich in Tabellenform aufgelistet und man hat Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft und sogar den Imperativ schnell im Blick. Zu einigen Verben sind außerdem auch noch weniger gebräuchliche Formen angegeben und entsprechend markiert. Ganz wichtig ist außerdem, dass alle Verben komplett mit Nikudim punktiert sind! Wenn man also die Vokalzeichen kann, hat das Rätselraten nach der richtigen Aussprache ein Ende.

Kleiner Hinweis für alle „Unwissenden“ 😉 : In hebräischen Alltagstexten werden nur Konsonanten geschrieben. Vergleichbar wäre es, wenn man in Deutsch einfach “ ‚pfl “ an Stelle von „Apfel“ schreiben würde. Wenn jemand nur “ ‚pfl “ liest, kann er natürlich nicht wissen, dass es „Apfel“ ausgesprochen wird. In religiösen Texten, Kinderbüchern und Lernmaterialien werden die Vokale durch Nikudim, kleine Punkte und Striche bei den Konsonanten dargestellt.

Das Wort „קטן“ (katan – klein) sieht mit Nikudim so aus: קָטָן. Könnt ihr die kleinen „T“ unter den beiden ersten Zeichen* erkennen? Sie sagen uns, dass nach den Konsonanten ein „a“ gesprochen wird.

Ursprünglich wurde dies in religiösen Texten eingeführt, damit die Texte überall gleich ausgesprochen werden können, da die Nikudim ja sagen, wie die Worte ausgesprochen werden. In der modernen Zeit hat man dies dann auch für Kinderbücher und Lermaterialien übernommen, damit man die Sprache besser lesen lernt. Mit der Zeit prägt man sich die Aussprache ein und kann die Worte auch ohne Nikudim lesen.

* Hebräisch wird von rechts nach links geschrieben und gelesen.

Für mich ist das Buch ein unverzichtbares Nachschlagewerk und auch im Internet habe ich bisher keine Website gefunden, die so viele Verben auch nur annähernd so komplex und detailliert darstellt. Da es in Deutschland (bei Amazon) auch nur ca. 14€ kostet, ist es eine sehr gelungene Investition für alle, die sich näher mit Hebräisch bzw. den Verben beschäftigen möchten.

Demnächst möchte ich euch an dieser Stelle auch noch andere Materialien vorstellen, die ich zum Lernen benutze. Geplant sind noch mindestens zwei weitere Artikel zum Thema, wobei ich derzeit einen Artikel pro Woche zu dieser Serie veröffentlichen möchte.

להתראות
– פבי


Die Artikelserie „Mein bester Freund beim Hebräischlernen“ besteht momentan aus zwei Artikeln:
Teil 1: Barron’s Foreign Language Guide: 501 – Hebrew Verbs
Teil 2: virtuelle Tastaturen

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2 Kommentare

  1. Geschrieben am 25. März 2010 um 15:47 | Permalink

    Hm… Hebräisch… sicherlich eine interessante Sprache… bin leider überhaupt nicht gut darin, mir neue Zeichen zu merken… das habe ich schon in meinen Chinesisch-Vorlesungen gemerkt… 😀

    Würde ja gerne mal Gebärdensprache lernen, denke aber, dass ich im Alltag zu wenig Praxis hätte, um die Zeichen dauerhaft zu verinnerlichen…

    • Fabi
      Geschrieben am 25. März 2010 um 16:58 | Permalink

      Ja, interessant ist die Sprache auf jeden Fall. Schon der Grund, dass es eine der ältesten Sprachen ist, die (zwar verändert) immer noch gesprochen wird, begeistert mich :)

      Das mit den Zeichen ist ehrlich gesagt nicht sooo schwer… es gibt nur 22 Buchstaben, 5 davon haben eine andere Form wenn sie am Ende eines Wortes stehen. Insgesamt wären es also 27 Buchstaben. Wenn man die Umlaute bei uns auch mit als Zeichen zählt, sind es sogar weniger als wir hier verwenden 😀 Dazu kommt dann noch die Schreibschrift aber die lässt sich, bis auf wenige Ausnahmen, ganz gut aus der Druckschrift ableiten. – Wenn du nicht so weit weg wohnen würdest, könnte ich dir das vielleicht sogar beibringen xD.

      Gebärdensprache ist natürlich auch sehr interessant, die würde mich auch interessieren aber wie du schon sagtest, es gibt zu wenig Praxis, wenn du nicht gerade mit Gehörlosen zusammenarbeitest oder so. Hier sehe ich hauptsächlich auf dem Hauptbahnhof Leute, die sich per Gebärdensprache unterhalten, sonst aber eigentlich nur sehr selten.

      Vielen Dank außerdem für deinen Kommentar ;)

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