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26. März 2010 | 4 Kommentare

Frühjahrsputz

Jetzt wo der Frühling endlich da ist und es langsam wärmer wird, denken die ersten Leute sicherlich schon wieder an den Frühjahrsputz. Doch woher kommt eigentlich der „Brauch“ sein Haus zum Frühjahr komplett zu reinigen und aufzuräumen?

Es gibt mehrere Theorien und eine davon möchte ich euch vorstellen. Sie geht auf das jüdsche Pessachfest zurück, dass immer zu Beginn des Frühlings gefeiert wird.  Während des Festes, ist es gläubigen Juden verboten, gesäuerte Nahrung zu verzehren oder überhaupt im Haus zu haben. Unter „gesäuerter“ Nahrung versteht man alle Produkte, die aus Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel bestehen oder es enthalten.

Da es verboten ist, diese Nahrungsmittel im Haus zu haben, werden sie vor Pessach entweder gegessen, verschenkt oder verkauft. Um nun sicher zu gehen, dass wirklich kein Chametz (חמץ), so wird gesäuerte Nahrung genannt, mehr im Haus ist, werden alle Räume gründlich nach Resten abgesucht und gereinigt. Alles was nun noch gefunden wird, darf nicht mit genutzt werden und wird weggeworfen.

Die Theorie ist nun, dass sich aus diesem traditionellen Putzeinsatz der hier bekannte Frühjahrsputz entwickelt hat.

Ich selbst halte es eher für weniger sinnvoll, ein mal im Jahr eine Grundreinigung durchzuführen. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, dass über das ganze Jahr saubere und hygienische Zustände herrschen, und sich keine Essensreste in den Ecken versammeln.

Dieses Jahr findet Pessach vom 30. März bis zum 6. April statt. Einige orthodoxen Juden außerhalb Israels feiern das Fest dann eines Jahr länger.

Macht ihr einen Frühjahrsputz? Wie steht ihr zu dieser Theorie? Feiert ihr das Pessachfest?

Viele Grüße und ein schönes Wochenende sowie חג פסח שמח an alle Pessach-feiernden unter uns 😀
– Fabi

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4 Kommentare

  1. Geschrieben am 27. März 2010 um 16:53 | Permalink

    Ich finde die Idee garnicht so schlecht, sich im Jahr einen Zeitpunkt zu setzen, an dem man wirklich mal groß Reine macht. Das muss ja nicht unbedingt etwas mit Hygiene zu tun haben – auch so sammelt sich viel Kram (Unterlagen, Kleinigkeiten, Kinkerlitzchen, etc.) an. Solch ein Frühjahrsputz ist die ideale Gelegenheit, einfach mal alles zu sammeln, was nicht mehr benötigt wird und sich davon zu trennen (Müllhalde, Spenden, Wegwerfen).

    Mal eine persönliche Frage, da du dich sehr für’s Hebräische und das Judentum zu interessieren scheinst: Bist du selber jüdisch?

    • Fabi
      Geschrieben am 27. März 2010 um 18:28 | Permalink

      Danke für deinen Kommentar :) Ja du hast Recht, es sammelt sich über ein Jahr schon ganz viel Kram an, aber bei mir persönlich ist das anders… ich sehe mich irgendwann in meinem Zimmer um und sehe „Aha! Das muss aufgeräumt werden!“ und dann bin ich so lange an dem Schrank / Regal / … dran, bis es fertig ist. Eine richtige „Komplett-Entrümpelung“ mach ich eher nicht. Aufräumen ist für mich irgendwie total stressig und deshalb teile ich es lieber in kleine Schritte auf :)

      Hier noch eine Antwort auf deine Frage: Ich bin nicht religiös, interessiere mich aber trotzdem sehr für dieses Gebiet ;)

      • Geschrieben am 27. März 2010 um 18:58 | Permalink

        Siehst du: Ich bin eher von der Sorte Jäger und Sammler. Ich hebe ziemlich viel auf und kann mich schwer von Dingen trennen ( nein, ich bin kein Messie! Müll kommt bei mir in den Mülleimer! 😀 ). Da ist es dann gut, eine feste Zeit zu haben, wo man einfach mal entrümpelt. Man kriegt ja mit, welche Dinge man seit einem Jahr nicht mehr angefasst hat. Solche Dinge können dann IMHO auch weg.

      • Fabi
        Geschrieben am 28. März 2010 um 10:49 | Permalink

        Hehe ja, so war das bei mir früher auch… da hab ich jeden Mist mitgenommen, den man bekommen konnte (meistens irgendwelche Gratis-Zeitungen, Kataloge, Pläne usw.). Dann hab ich sie aber meistens irgendwo hingelegt und nie wieder angefasst, beim nächsten Aufräumen hab ich das Zeug dann gefunden, noch mal angeschaut und dann weggeworfen. Da mich das aber immer ziemlich aufgeregt hab, nehme ich mittlerweile gar nicht mehr so viel mit sondern nur das, was ich auch wirklich gebrauchen kann und es mehr als 1x anfasse 😀

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